Wer hat recht|Schwarzarbeit?

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4 Antworten

1. Auch ohne schriftlichen Vertrag ist ein in beiderseitigem Einvernehmen geschlossenes Arbeitsverhältnis gültig.

2. Da nicht vor Beginn der Arbeit schriftlich eine Befristung vereinbart wurde, gilt das Arbeitsverhältnis als unbefristet.

3. Um seinen Lohn einzufordern sollte der AN (ggf. mit Hilfe von Zeugen) nachweisen, dass er tatsächlich gearbeitet hat.

4. Sollte es Meinungsverschiedenheiten über die Höhe des Lohns geben, muss auf jeden Fall der Mindestlohn gezahlt werden.

5. Die Tatsache, dass es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass es sich um Schwarzarbeit handelt.

6. Wenn der AG kündigen will, muss er das schriftlich tun und sich an Kündigungsfristen halten.

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Punkt 3 ist schon mal falsch denn die Addition der Punkte 1 und 2 ergeben eine übereinstimmende Willenserklärung, ergo einen Vertrag.

Es ist keine Schwarzarbeit, wenn AG den AN korrekt angemeldet hat bei der Krankenkasse und beim Finanzamt.

Einen nachträglichen schriftlichen Vertrag, der vlt. zum Nachteil des Arbeitnehmers vom BGB etc. abweicht, muss dieser nicht akzeptieren (z.B. eine Befristung).

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Spätestens bei Punkt 4. ist schon alles klar - der ArbN ist unbefristet beschäftigt; für ein (unbefristetes) Arbeitsverhältnis ist kein schriftlicher Arbeitsvertrag notwendig - allerdings schon bei Punkt 2. ist der Arbeitsvertrag rechtsverbindlich abgeschlossen worden...

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Unabhängig von der Beweisfähigkeit:

Es ist ein gültiger Arbeitsvertrag zustandegekommen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Arbeitsverhältnis zu melden, die Lohnabzüge zu berechnen und abzuführen. Der Arbeitnehmer hat damit nichts am Hut und kann auch nicht belangt werden.

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Lohn in vereinbarter Höhe.

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