Frage von fragexx, 197

Wer hat Recht, der Ami oder ich?

Er meinte sein Name wäre Levstein, nur er sprach es als "Stien" aus und nicht "Schtein". Ist ja ein deutsches Wort, also was meint ihr?

Expertenantwort
von Bswss, Community-Experte für Englisch & Schule, 38

Der Name ist offensichtlich jüdischer Herkunft. Engländer, Amerikaner und überhaupt Englischsprachige sprechen das Wort oder den Wortteil sehr oft  wie "stihn" aus (so z.B. die Musiker und die Band, die "Silverstein" heißen (Bei "Einstein" machen sie allerdings gerade nicht.) .  Da dieser "Ami" offensichtlich nicht eigentlich deutsche Herkuft ist, sondern eben eine jüdsiche Familiengeschichte hat, kann er den Namen selbstverstädfnlich so aussprechen, wie er will udn wie man das in den USA tut.Du kannst ihn natürlich trotzdem darauf hinweisen, dass das Wort "Stein" ein deutsches Wort ist und anders ausgesprochen wird.

P.S.: Übrigens  sprechen Deutsche ja auch amerikanische Wörter oft "falsch" aus, z.B. "Loss Eindscheless" , "Ahkännses", "Tschikagoh".

Der Name "Levstein" ist ungewöhnlich, weil er eigentlich "Levenstein" (= LÖWENSTEIN) heißt.

Kommentar von fragexx ,

Um deinem Beispiel zu folgen, sie sprechen auch Einstein falsch aus, weil sie wohl Probleme haben Schtein zu sagen, wie Deutsche mit englischen Wörtern. Ich habe aber schon die Antwort, anscheinend um sich von der Namensherkunft abzusetzen, wegen deren Vergangenheit.

Antwort
von marcussummer, 50

Möglicherweise ein Name aus dem Hebräischen wegen jüdischer Vorfahren. Jedenfalls kein originär deutscher Name. Was sollte das Wort denn im Deutschen heißen...?

Die Herkunft ist aber eigentlich für die Aussprache egal: Da gilt nämlich immer die Aussprache des Heimatlandes der Person. Und wenn die das auf der anderen Seite des großen Teiches als "Levstien" aussprechen, dann ist das halt so.

Kommentar von fragexx ,

Auf Deutsch heisst es auch Stein, ist ja logisch?

Kommentar von marcussummer ,

Wenn die Person US-Amerikaner ist, folgt auch die Aussprache des Namens den amerikanischen Ausspracheregeln. Sonst würde sich die Aussprache eines Namens ja in Abhängigkeit von dem Land ändern, in dem man sich gerade aufhält. Das wäre ziemlich offensichtlich Quatsch, oder?

Kommentar von Bswss ,

Nicht aus dem Hebräischen, sondern aus dem JIDDISCHEN.

Kommentar von fragexx ,

Ja da hast du Recht, wäre Quatsch.
Und ich finde es auch Quatsch seinen Deutschen Namen weiterzuführen nur um Ihn anders auszusprechen, weil man Ihn sonst nicht mag.

Kommentar von marcussummer ,

Eine solche Einstellung kannst du gern haben. Ich würde sie aber als sprachchauvinistisch bezeichnen. Es ist kein Deutscher Name, sondern vermutlich ein Jiddischer (oder weißt du, was das "Lev heißen soll? Ist doch vermutlich eine Abwandlung von "Löwen" - und damit auch schon sprachlich verändert!). Warum sollen dann deutsche Ausspracheregeln gelten, wenn es der Namensträger selber nicht möchte?

Kommentar von fragexx ,

Sie haben es erfasst. Leven(Löwen) wurde abgeändert.
Stein(Stien) Wurde nicht geändert, es ist weiterhin ein Deutsches Wort.
Ich meine im Dialekt wird sehr vieles Sprachlich abgeändert. Dennoch werden die Namen richtig ausgesprochen.

Kommentar von marcussummer ,

Davon abgesehen, dass wir hier nicht nur über eine dialektale Abwandlung sprechen, besteht der Name aber nicht nur aus dem zweiten Teil, sondern aus beiden Teilen. Und wenn ich jemandem die Abwandlung eines Namens schon gestatte, dann hat er erst Recht die Kompetenz festzulegen, nach welchen Ausspracheregelungen der Name gehorcht.

Kommentar von fragexx ,

Achso, dann als Beispiel: Ich ändere meinen Namen in Haus, aussprechen soll man ihn aber Hus, ohne das A. Das ist natürlich sehr komisch, aber es ist mein Recht meinen Namen so klingen zu lassen wie ich es will, korrekt?

Kommentar von marcussummer ,

Sobald du ins fremdsprachige Ausland gehst - korrekt.

Kommentar von fragexx ,

Weil man es da nicht besser weiß, oder weshalb?

Antwort
von Kuhlmann26, 19

Der Vorfahre des weltberühmten Flügelherstellers "Steinway & Sons"  hieß Heinrich Engelhard Steinweg und kam aus Wolfshagen im Harz, also aus Deutschland. In den USA angekommen nannte sich die Familie um in Steinway.

Levi Strauss war aus Bayern. Die von ihm erfundene weltbekannte Jeans wird in den USA "Liwais" ausgesprochen und jeder Müller heißt in den USA Miller.

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Der Dollar stammt vom Taler ab.

Gruß Matti

Antwort
von Cougar99, 40

Ausschlaggebend ist immer, wie der/die Betreffende selber den Namen ausspricht. Wenn die Familie zur Vereinfachung in USA " _stien" verwendet, ist das eben so. Viele ähnliche Namen (in Filmen) hört man mit diese Aussprache. Wenn Albert Einstein seine ursprünglich deutsche Namensform nicht ändern wollte, wird das in den USA auch so verwendet, obwohl es den englischsprachigen US-Bürgern schwerfällt. (Die Aussprache klingt dann eher "_sta:in", nicht "stein", was ja bekanntlich Farbfleck bedeutet)

Kommentar von fragexx ,

Die Vereinfachung im englischem ist auch Stein ohne Sch.

Antwort
von Y0DA1, 82
Antwort
von lehrerin123, 85

Namen folgen nicht in jedem Fall den Aussprachekonventionen der Herkunftssprache. So gesehen hat eher er Recht.

Kommentar von fragexx ,

Einstein wird im englischen auch nicht Einstien genannt. Ich habe eben gelesen das die Juden diesen Namen deshalb anders aussprechen um ihn nicht mit dem deutschen in Verbindung zu bringen, wegen der Vergangenheit.

Kommentar von lehrerin123 ,

Das würde ich nicht so pauschal festlegen wollen. In den meisten Fällen dürfte da gar keine bewusste Entscheidung hinter stehen.   

Entscheidend ist daneben auch, wie lange sich ein Name schon in einer sprachlichen Umgebung befindet. Die sprachliche Adaption dauert in der Regel aber einige Generationen. Einstein ist hier eine Ausnahme, da er bereits prominent direkt aus dem deutschen Sprachraum in den englischen wechselte - die Anpassung blieb aus.

Familie Levstein dürfte aber schon länger in den USA heimisch sein, da hat sich die Aussprache über die Generationen eben angepasst. 

Kommentar von fragexx ,

Habe auch Amis um Rat gebeten, sie meinen auch Ei würde bei denen nicht ie ausgeprochen, normalerweise.

Kommentar von lehrerin123 ,

trotzdem gilt: Die von Familie Levstein gewählte Aussprachevariante ist zulässig und auch erklärbar (Namen folgen nicht der Konvention/Adaption an Umgebungssprache). Der "Normalfall" und was "Amis" sagen ist da doch wenig relevant in der Argumentation.  

Antwort
von SiViHa72, 40

Da es sein Name ist, hat er Recht. Egal, wie es in Deutschland ausgesprochen wird.

Du sagst ja auch nicht Neu York oder Loß An ke leß.

Kommentar von fragexx ,

Dein Beispiel gibt mir Recht.

Antwort
von Deponensvogel, 29

Der Amerikaner hat natürlich recht. Oder müssen wir jetzt zur richtigen Aussprache von Michael oder Johannes etc. zurückkehren, nur weil man das auf Hebräisch eigentlich anders und ursprünglich richtig ausspricht? Außerdem muss man dann jede Entlehnung aus dem Englischen korrekt aussprechen, und nicht so schrecklich denglisch.

Kommentar von fragexx ,

Denglisch sind englische Worte in deutschen Sätzen. "Ich gehe heute in die city". Und nicht der Akzent.

Kommentar von Deponensvogel ,

Ich weiß. Bedeutungsspektren können sich aber verschieben. Und da bin ich gerade dabei.

Antwort
von dutch888, 23

Falsch. Das is ein amerikanischer Name. Die Amerikaner sprechen typische Namen wie "Levinstein" Levinsteen aus. (also das "ee" als "i"). Da gibt's mehrere Beispiele und is schon richtig so. Vorallem weiß er selber am besten wie sein fcking Name geht, deswegen is es ziemlich kindisch von dir das in frage zu stellen.

Genauso wie die Ami's sich bemühen "Einstein" richtig auszusprechen solltest du einfach akzeptieren dass es im Amerikanischen auch mal anders läuft^^

Kommentar von fragexx ,

Seit wann ist das Wort Stein amerikanisch?

Kommentar von dutch888 ,

seitdem es leute gibt die so heißen. Die meisten deutschen wörter sind auch nicht "deutsch" sondern aus anderen sprachen übernommen und werden von uns meistens ganz anders ausgesprochen^^ mach nicht so ein Drama wegen einem namen

Kommentar von fragexx ,

Der ist nicht amerikanisch.
"seit dem es leute gibt die so heißen" super Argument, den Namen bzw Wort gabs schon etliche Jahre vorher im Deutschen. soviel dazu und das "Drama" empfindest nur du.

Kommentar von dutch888 ,

Ja das is ein super Argument^^ seitdem es den namen unter Amerikanern gibt is das so. Ende. Ich brauche kein besseres Argument weil das das einzig richtige und notwendige ist xD

Nein^^ denn wenn du dich tatsächlich mit IHM um SEINEN Namen streitest, dann bist DU die Person die das Drama macht^^

Antwort
von Demelebaejer, 5

Wir haben Verwandte in USA mit dem Namen "Henrich".

Sie wohnen in verschiedneen Staaten. die einen sagen: "Henrich" wie in Deutschland, die anderen "Henrisch", und die dritten "Henrick".  Soll ich als Deutschen sagen: "Zwei sind falsch"? Da gibt es Wichtigeres. Ich sagte nur: "In Deutschland sagen wir Henrich!"

Antwort
von cooltavern, 21

Dazu sollte man wissen, dass viele Namen von Einwanderern in die USA sozusagen angepasst wurden. Teils, weil es sich so besser aussprechen ließ, teils waren das Gründe, die darauf zurückzuführen sind, dass man seine Herkunft nicht so schnell erkennbar lassen wollte. Das ist viel mit den deutschen und jüdischen Namen passiert. Da wurde schnell aus dem Müller eine Miller etc.

Ich spreche die Name oft auch in Ursprung aus, weil ich das irgendwie albern finde. Besonders albern finde ich das beim Markennamen Nike, der auf den Namen Nike zurückzuführen ist und jetzte "Neihkee" gesprochen wird. Naja, beim mir sind Sneaker auch Turnschuhe und ne Eckkneipe auch ne Wirtschaft und kein Club.

Kommentar von Bswss ,

Bei "Müller/Miller" liegt es allerdings vorwiegend daran, dass es in der englischen Sprache keinen ü-Laut /y/ gibt. Nahezu alle Anglophone ersetzen das ü in der Aussprache entweder durch u oder durch i.

Antwort
von BalTab, 10

Wenn der Ami sagt, sein Name würde "stien" ausgesprochen, wird er halt "stien" ausgesprochen.

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