Frage von alexo123, 56

Wer hat Lehramt studiert und kann kurz oder gerne länger über sein Lehreralltag berichten, bitte?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gugu77, 20

Hallo,

dieses Video ist gar nicht mal so schlecht.
http://www.ardmediathek.de/tv/Quarks-Co/Der-Lehrer-das-unbekannte-Wesen/WDR-Fern...

Was du wissen solltest, ist das die Arbeit eines Lehres nicht im Klassenzimmer endet.

Die Vorbereitung des Unterrichts, die Korrektur von Klausuren, als auch Eintragung von Noten sind Aufgaben, die nach der Schule anstehen.

Je nach Schulform, Fach und Erfahrung kann das einige Zeit beanspruchen. So kommt es vor, dass das Wochende nicht wirklich frei ist, sondern für die oben genannten Tätigkeiten blockiert.

Das teilt sich sicherlich jeder so ein, wie er möchte und kann.

Zudem gehen Lehrer auch zu Konferenzen und führen Eltern- und Schülergespräche oder sind für die Berufsorientierung zuständig.

Zur Arbeit eines Klassenlehres gehört auch die Elternarbeit und Organisation von z.B. Klassenfahrten.

Der Arbeitsalltag ist in der Regel durch den Stundenplan vorbestimmt. In der Pause wird Aufsicht geführt oder Kopien angefertigt. Das ist bei jedem natürlich verschieden.

Genau wie die Schüler, wechseln Lehrer die Räumlichkeiten und führen also an verschiedenen Orten  den Unterricht durch. Dazu gehört neben dem Vermitteln des Fachwissens natürlich auch die Erziehungsarbeit. Um unterichten zu können, müssen Bedungungen geschaffen werden, dazu gehört auch das Lösen von Konflikten zwischen den Schülern. Manche Lehrer sind mittlerweile nebenberuflich Sozialpädagogen. Es gibt Schulen, in denen das Unterichten durch die Unruhe und Konflikte als auch problematische Lebenslagen der Schüler, in den Hintergrund tritt. Vor allem die Klassenlehrer sind da gefragt.

Ich bin der Meinung, dass Hospitationen oder Praktika das beste Bild von einem Beruf ergeben.

Vielleicht hast du die Gelegenheit mal "live" dabei zu sein, um dir eine konkrete Vorstellung zu machen.


Gruß

Gugu

Antwort
von lehrerin123, 38

Was genau möchtest du denn wissen? 

Kommentar von alexo123 ,

Ich arbeite gerne mit Jugendlichen, nur frage ich mich, ob ich die Entscheidung bereuen würde. Wie viel Stunden arbeitet ihr so? Welche Aufgaben müssen dem Unterrichten erledigt werden, also wenn man in der Oberstufe unterrichten würde? Sind Schulferien auch Ferien für Lehrer im Sinne von ,, ich bin zuhause oder im Urlaub und korrigiere nebenbei Klausuren“ Danke lehrerin123

Kommentar von lehrerin123 ,

Also ich bereue die Entscheidung nicht :) 

Es ist nie langweilig, schlechte Stimmung hat selten eine Chance, ich kann mich dauerhaft mit den Themen beschäftigen, die mich interessieren. Und es ist toll (manchmal sogar erhebend) Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Dafür arbeite ich viel, regelmäßig über 45 Stunden - in der Abiphase und anderen Hochphasen noch länger. Auch die Verantwortung und Forderungen (von Schülern, Eltern und Schulleitung) sind hoch. Man muss dem gewachsen sein, wird ständig hinterfragt und sollte kritikfähig sein.

Ferien habe ich nur die Sommerferien - die sind aber auch schon lang. In den anderen Ferien korrigiere ich oder entwickle Unterricht oder Prüfungen.

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