Frage von berdDbrot, 57

Wer hat keinen Anspruch auf den Mindestlohn?

Hallo, ich habe übergangsweißen einen Nebenjob (Minijob) bis ich im August mein FSJ anfange.

Ich bin gerade mit der Schule fertig (Abitur) und habe dementsprechend auch keine Ausbildung. Ich bin offiziell noch bis Ende des Schuljahres an meiner Schule angemeldet, gelte sozusagen dann noch als Schüler. Meine Mutter ist davon überzeugt, dass mir der gesetzlicher Mindestlohn von 8,50€ die Stunde zu steht.

Wer ist denn alles vom Mindestlohn ausgeschlossen? Und darf ich auch länger als 12 Stunden die Wochen arbeiten, wenn ich dafür bezahlt werde?

Antwort
von rotreginak02, 26

Hallo,

wenn du 18 Jahre oder älter bist, dann steht dir der Mindestlohn von 8,50 in der Regel zu.

Allerdings gilt hier noch die Übergangsregelung bis 01.01.2017, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales schreibt dazu:

"Bis zum 31. Dezember 2016 sind Löhne unter 8,50 Euro
nur erlaubt, wenn ein entsprechender Tarifvertrag dies vorsieht
und durch Rechtsverordnung auf der Grundlage des ArbeitnehmerEntsendegesetzes
oder des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes für
allgemeinverbindlich erklärt wurde. Eine gleichermaßen befristete
Sonderregelung, die sich an dieser schrittweisen Einführung
orientiert, gibt es ausschließlich für die Zeitungszusteller. Ab dem
1. Januar 2017 wird der Mindestlohn für alle Beschäftigten bei mindestens
8,50 Euro liegen und ausnahmslos für alle Branchen gelten."

Falls du noch mehr dazu wissen möchtest, hier das ausführliche Original:

http://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a640-ml-broschuere-...

Antwort
von SuMe3016, 35

Wer hat gar keinen Anspruch?

Grundsätzlich sind fünf Gruppen vom Mindestlohn ausgenommen:

- Jugendliche unter 18 Jahren,

- Auszubildende,

-
Praktikanten, die ein Pflicht- oder ein freiwilliges Praktikum von
maximal drei Monaten während Ausbildung und Studium absolvieren,

- Langzeitarbeitslose (mindestens zwölf Monate ohne Job) und

- ehrenamtliche Tätige.

Natürlich darfst du länger als 12 Stunden die Woche arbeiten. Du darfst sogar 40 Stunden die Wochen arbeiten. ;)

Kommentar von berdDbrot ,

Hm, ich bin gar nichts davon. Bin schon ü 18, kein Praktikant, in keiner Ausbildung, Langzeitarbeitslos war ich auch nicht, da ich noch nie gearbeitet habe. ehrenamtlich? Nunja mir macht die arbeit spaß, aber es keine ehrenamtliche Tätigkeit.

Kommentar von SuMe3016 ,

Dann hat deine Mutter recht. ;)

Kommentar von berdDbrot ,

Ich habe irgendwo gelesen dass man bei Minijob die 12 Stunden in der Woche bzw 52 Stunden im Monat nicht überschreiten darft.

Deswegen frage ich, ob das Rechtlich okay ist, wenn ich mehr arbeite für mehr Netto.

Kommentar von rotreginak02 ,

@berdDbrot: auch beim Minijob gilt: monatlich darf die vereinbarte Arbeitszeit um 50% überschritten werden, aber keine einzige Stunde mehr. 

Kommentar von SuMe3016 ,

Minijob geht glaub ich bis 450Euro. Dadrüber ist es ein midijob und wird versteuerlicht. Also 52 x 8.50 = 442 Euro :)

Antwort
von kinglion6200, 37

Wie der name schon sagt ist es ein Mindestlohn , wenn du Lohn bekommst dann ist der niedrigste satz^^

Kommentar von berdDbrot ,

Es gibt aber Personen die davon ausgenommen sind.

Kommentar von kinglion6200 ,

die bekommen aber auch keinen Lohn und können somit nicht ausgeschlossen werden :)

Kommentar von berdDbrot ,

achso, stunden bekommen also keinen Lohn wenn sie abeiten? Ist mir neu dass sie das umsonst machen

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