Maienblume am 09.10.2008 um 21:35 Uhr
Mein Kater trägt seit gestern eine Halskrause aus Plastik, die verhindern soll, daß er an seiner Operationswunde am Vorderbein herumknibbelt. Das tut sie auch wunderbar... nur mein Kater hat nun echte Probleme damit. Überall bleibt er hängen, sich vor dem Fressnapf zu positionieren, damit man etwas Essbares erwischt, dauert Stunden, die Wasserschüssel schiebt man vor sich her, desgleichen den Badvorleger... kurzum, er ist schwer gefrustet, und seelisch auf dem Weg ins "Lala-Land". Er tut mir unheimlich leid. Mein Tierarzt sagt, das monströse Ding muß mindestens bis Sonntag dranbleiben...:-(
Nun meine Frage: wer von Euch Katzenhaltern mußte so etwas schon einmal mitansehen, und wie lange habt Ihr, oder Eure Katze das ausgehalten? Habt Ihr Tipps oder Ratschläge, wie ich meinem Tierchen das Leben leichter machen kann?

Ach Göttchen der arme Knubbel :o( Also meine Sake hat das Ding genau von der Praxis bis nach Haus umgehabt. Ich konnte das auch nicht mitansehen...die Tierärzte haben da immer gut reden ;o) Ich verwende bei Operationsnarben immer diesen Kreppverband. Der elastisch und selbstklebend in quietschbunten Farben (auf einem stand in allen bekannten Sprachen "Aua" drauf ;oD) Den kriegen die Tiere auch durch Knabbern und Lecken nicht ab. Nur kurz vorm Tierarzttermin, sollte man ihn dann schonmal zuhause lösen, damit es in der Praxis schnell geht. Schön ist auch, dass das Zeug gut abzulösen ist und nicht am Fell klebt. Ich denke, diesen Verband kann man in gut sortierten Apotheken bekommen...LG

Hallo Blümchen grins, deine Samtpfote tut mir ja richtig leid, denn ich kenne dieses Prob von Katze und Hund und kann ein Lied darüber singen. Aber sowohl Cat als auch Dog haben bei mir diesen Trichter nicht lange getragen. Ich weiß bis heute nicht, wie es meine Tiere in affenartiger Geschwindigkeit gepackt haben, dieses störende Ding zu entfernen. Also meinem Kater wurde der Hinterlauf amputiert, das heißt, er hatte auch keinen Verband um und ist wieder voll fit. Ich habe selten beobachten können, dass er sich die Wunde leckt oder sonstwie versucht hat, die Fäden rauszubeißen - hauptsächlich deshalb sollte er nämlich den Trichter tragen - aber eigensinnig wie Katzen eben sind, wollte er nicht... Ich denke mal, die Tiere wissen instinktiv, was für sie gut ist und verhalten sich auch dementsprechend. Ich persönlich würde meinem Tier nichts aufzwingen, aber wie ich gerade lese, hat sich dein Katerchen mit dem Störenfried arrangiert - also bleibt mir nur, ihm gute Besserung zu wünschen.
Liebe Grüße und ein schönes WE an alle hier vom heute sonnigen und warmen Deichvorland von Kerstin samt zwei- und vierpfotigem Anhang
Maienblume am 11. Oktober 2008 13:53 Ich danke Dir! Ja, das Kerle schaft es gerade so... er soll sich die Wundklammern nicht rauspiddeln, welche die Drainage ersetzt haben.
Bald hat er es geschafft. Und diesen Trichter kriegt er nicht ab... sonst wäre das längst passiert. Liebe Grüße!
Ach Gottchen, ein Dreibein! Ihm auch weiterhin alles Gute, gell?!
Fressnapf hochstellen und Ruhe behalten. Ich verstehe Dich absolut, aber wenn schon die Katze nicht weiß, was für sie gut ist, muss der Trichter her. Besser eine gefrustete Katze als postoperative Komplikation. Gute Besserunf für Deine Nerven und das Bein der Katze, nimm das Viech ins Bett und schmus mit ihm/ihr
sorry, ihm natürlich hab heute kleine Leseschwächen
Maienblume am 9. Oktober 2008 22:04 Seufz! Danke schön, ich weiß ja, daß wir da durch müssen...!
Allerdings muß ich derzeit auch noch das überaus interessierte Hunderl von ihm fernhalten, da bleibt wohl Einzelhaft die einzige Lösung...:-( Nix mit Schmusi im Betti...

Wenn die Tipps der anderen nicht klappen: Kannst Du ihn vielleicht mit der Hand füttern?
Maienblume am 9. Oktober 2008 22:05 Das Futter ist nicht das größte Problem... sondern das Überallhängenbleiben...
klackernd und klappernd eiert das Katzerl vor sich hin
majosandra am 9. Oktober 2008 22:11 Ach Gott, der arme Kerl tut mir ja sooo leid. Aber da müßt Ihr wohl beide gemeinsam durch. Meistens finden sich Tiere ziemlich schnell mit solchen Dingen ab. Räume alles aus dem Weg, wo er dran hängen bleiben kann. Und: Bis Sonntag ist ja auch nicht allzu lang. Wünsche Euch trotz allem eine ruhige Nacht und gute Besserung für das arme Katerchen!
Maienblume am 9. Oktober 2008 22:22 Danke Dir... wir geben unser Bestes, nämlich alles! Lang ist relativ... meint mein Katerle, und guckt ganz grimmig. LG!
majosandra am 9. Oktober 2008 22:36 Vielleicht seid Ihr auch zu aufgeregt und macht "zu viel", sodaß der Kater ganz unruhig ist, weil er Eure Unruhe spürt. Laßt "Alltag" einkehren, verhaltet Euch möglichst normal, laßt den Hund dazukommen und auch schnuppern, wenn sie sich sonst auch vertragen und der Kater darf wie sonst auch im Bett schmusen. Je normaler Ihr seid, desto schneller kommt auch der Kater zur Ruhe.
Maienblume am 9. Oktober 2008 22:52 Der Hund ist ziemlich groß (Schäferhundmix) und geht dem Kater wegen seiner verspielten Zudringlichkeit schon zu normalen Zeiten auf den Zeiger. Daher setze ich den Rekonvaleszenten lieber in Isolationshaft, da hat er absolute Ruhe. Leider kann ich es nicht umgekehrt machen, Hunde haben da so ihre Probleme...:-(
Ich denke, diese Nacht noch Einzelunterbringung, morgen dann vorsichtig das Haus wieder freigeben. (Ich sehe ihn schon die Treppe runterklackern...)
Die Arme Miezi =( ich wünsche gaaanz schnelle und gute Besserung, einen Tipp hab ich leider nicht aber trotzdem tut mir die Miezi leid =(
Maienblume am 9. Oktober 2008 22:05 Danke! Ein Däumchen für´s Mitgefühl.
Vielleicht hilft es, die Näpfe erhöht zu stellen, also auf etwas, was nicht breiter ist als der Napf selbst, so daß der arme Kater besser ran kommt ( weil der Trichter dann drum herum passt und nicht am Boden entlang streift ).
Ansonsten gut zureden und Leckerli von Hand füttern...
Maienblume am 9. Oktober 2008 21:43 Keine schlechte Idee... das müßte aber ziemlich schwer sein...denk,denk,denk
Vielleicht krame ich mal in meinen Blumenschalen?
Danke, und LG auch Dir!
katzen sind geduldig! der schafft das schon! wenn die an futter wollen, geben die nicht auf, bis die es haben. lg
Maienblume am 9. Oktober 2008 21:41 Ja schon, aber zusehen kann ich nicht, wie er sich plagt... ich ahne, daß es um sein inneres Wohlbefinden nicht gut bestellt ist, im Moment.
Trotzdem Danke für den Zuspruch!

Zieh ihm ein Stülpa(Apotheke) über das Bein, dann kommt er auch ohne Trichter nicht an die Wunde.
Maienblume am 9. Oktober 2008 21:40 Liebe Qetan, leider muß die Wunde offenbleiben, damit Sekret abfließen kann...:-(
Ansonsten Danke, ist ein guter Rat.
So..jetzt lese ich auch gerade, dass das Wundsekret abfließen soll ;oD Hmmm...ich würde da schonmal die Bachblüten besorgen: Für Dich UND das Tier :o) Je nach Packungsgröße kosten Rescuetropfen 8- 16 € und Du kannst auch die mit Alkohol nehmen- und zwar gibst Du ein bis zwei Tropfen auf ein Leckerchen und läßt es eine Nacht liegen damit der Alkohol verfliegen kann. Es gibt in der Apotheke aber auch fertige Bachblütenleckerchen für Hunde und Katzen. Vielleicht kannst Du Deinem kirren Hunni auch paar davon andrehen- dann kann dein Kater evtl. auch mal in Ruhe sein Revier ablaufen :o) Was die Fütterung angeht, mußt Du dem Katerchen mal demonstrieren, dass er den Kragen über den Futternapf komplett rüber stülpen muss- bei einer Pflegekatze hat das so wunderbar funktioniert. Da ist der ganze Futternapf unter dem Trichter verschwunden- das sah extrem ulkig aus :oD Den Futternapf kann man zusätzlich mit doppelseitigem Klebeband am Boden befestigen...oder Tesa Powerstrips...
Danke Marah, für Dein Füllhorn guter Ratschläge! Gerne würde ich nun ein Körbchen Daumen ausschütten...!
Also, der Napf steht nun auf einem umgedrehten Teller, und Maunzerchen kann sein Trichtergesicht komplett drüberstülpen. Der untere Tellerrand verhindert ein Verrutschen des Napfes. Der Teller rutscht auch nicht. So weit, so gut.
Rescuetropfen hole ich mir gleich, wenn ich die übliche Einkaufstour machen muß, dann wird das ausprobiert... wobei ich anmerken muß, daß der Miezer auch unter Schmerzmitteldröhnung steht, und deshalb momentan sicherlich nicht am Rad dreht.
Das größte Problem hier habe ich mittlerweile erkannt: mein mitfühlendes Herz! GLG!!!