Crest am 23.03.2009 um 14:04 Uhr
Tach :) In letzter Zeit mache ich wieder Reise Überlegungen. Natürlich gibt es viele Ziele aber hab ich diesmal keine Lust auf einem langweiligen Strandurlaub... Tags Strand, Abend Hotel, bischen Kultur.. blaa blaa... Städte Reisen reizen mich gerade auch nicht, deswegen ist mir die Idee mit dem Jakobsweg eingefallen. Was hält ihr davon und hat vielleicht jemand schon Erfahrungen gemacht? Das Reizende ist das sportliche, die Bewegung und das Gefühl, mal wieder was Ungewöhnliches zu tun. Mein Freund allerdings bahauptet, das sei "kein Urlaub, in der freien Zeit 800Km zu laufen" ... Aber auch finanziell gesehen müsste dies eine Geldbeutelfreundlichere Variante zum herkömmlichen Urlaub sein... Erzählt mir alles was ihr wisst :).....

Ich hab einen großen Teil mit dem Fahrrad gemacht. Der letzte Teil fehlt mir aber noch.
Wenn du den Pilgerpass hast, kommst du preisgünstig in den Unterkünften unter - etwa 5 € pro Nacht. Aber oft Massenschlafsaal mit entsprechenden Gerüchen und Geräuschen, oft auch besetzt.
Es ist kein Urlaub, nein, kein Faul-Sein, aber es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, das jeder für sich ganz persönlich erfährt.
Ich kann es nur empfehlen, wo immer du auch startest.
Eine Gute Zeit wünsche ich dir

hallo, der Jakobsweg war schon vor Hape sehr voll, vor allem im Sommer und vor allem die letzten 300 Kilometer. Aber eine schöne Erfahrung ist es dennoch. Die Zahlen findest du unter wiki und Jakobsweg.
Schau mal da rein. Da ist alles wohl alles drin an Sites: jakobus-info.de/
Und: die meiner Meinung interessantes Schilderung eine Jakobswegwanderung: http://heiligerjakob.blog.de

Das ist wie der Weg nach Mekka: Freizeitbeschäftigung für religiöse Menschen, denen auf dem Weg von unzähligen Devtionalienhändlern das Geld aus der Tasche gezogen werden kann...

Es ist definitiv eine andere Art des Urlaubs. Es gibt viele gute Reiseberichte, auch lustige, wie der von Hape Kerkeling oder "Zwei Esel auf dem Jakobsweg". Sie vermitteln wohl einen ersten Eindruck. Pilgern sollte aber nicht gemacht werden, weil es kostengünstiger ist, sondern aus einer inneren Einstellung heraus. Wobei ... vielleicht kommt die ja im Laufe des Weges dann auch ...
Crest am 23. März 2009 14:13 Ja, um ehrlich zu sein ist das Spirituelle noch nicht im Vordergrund. Ich seh es wie eine Wanderung an.. aber kommen kann es sicherlich noch.. (auf dem Weg vielleicht:) )

HaPe Kerkeling . Lies das Buch von ihm , ich danke da findest du auch Tipps für dich

Okay, ich persönlich möchte mir den Jakobsweg näher anschauen, da mich die Strecke in Spanien sehr interessiert und man viel Informationsmaterial darüber findet. Ich bin, um ehrlich zu sein, weniger an die religiösen Seiten der Pilgerung/Wanderung interessiert, aber sehr an die Gebäude, die Pilgerkirchen und einfach die Erfahrung. Ich habe das Gefühl viele finden man müsse den Weg aus religiösen Gründen durchlaufen.. finden es einige moralisch verwerflich den Weg aus anderen Motiven zu erkunden? Das spirituelle ist sicherlich von bedeutung.. aber ich trenne das vom religiösen Aspekt. Wichtig ist die Kultur, das Pilgern, die Menschen denen ich möglicherweise über den Weg laufen werde und ganz sicher die Erfahrungswerte.
wildcat53 am 23. März 2009 20:09 Das klang aber in deiner ursprünglichen Fragestellung anders ;-)
Ich zitiere dich: Das Reizende ist das sportliche, die Bewegung und das Gefühl, mal wieder was Ungewöhnliches zu tun. ;-)
Crest am 23. März 2009 21:03 Dan ist es eine Kombination aus all den Dingen. Er bringt vieles reizendes mit sich mit... :)

Ich habe persönlich keine Jakobswegerfahrung gemacht, weil mich alles, was in einem Hype hinausläuft und von Promis auf Teufel komm raus vermarktet wird, nicht reizt.
Wenn du religiös bist und ein dementsprechendes Leben führst, dann verstehe ich, wenn du eine Pilgerreise unternehmen möchtest.
Da du aber nur eine andere Alternative zu einem herkömmlichen Strandurlaub suchst, kannst du im Grunde genommen überall wandern.
Wie wär's z.B. entlang der Ostsee bzw. Nordsee?
Ein Beispiel: http://www.vorpommern.de/ostsee-wandertouren.html

Ich glaube der J. ist inzwischen (nach Hape Kerkeling und allen anderen) recht kommerzialisiert, d.h. Geldbeutel auf auf auf, ausserdem sollte man das nicht wie einen Urlaub sehen, eher als eine Art Berufung und man sollte mental darauf eingestellt sein, lies doch mal "ich bin dann mal weg.." ich fand die Beschreibungen sehr passend und kann mir genau vorstellen auf was für Probleme man stossen kann, angefangen von doofen Mitläufern bis zu Pilgerabzocke Siehe oben..
seit kerkelings buch und eigentlich nicht erst seitdem ist der jakobsweg hoffnungslos überlaufen und von einem billigen urlaub kann gar nicht die rede sein. mein freund hat es darum nach fünf tagen abgebrochen, weil die übernaxchtungen schlecht, teuer und überlaufen waren, sich viel gesindel unter die pilger mischt und von ruhe bei der wanderung nur ganz selten die rede sein kann. es gibt aber andere pilgerwege. in oberhessen, wo ich wohne haben viele menschen die bonifatiusroute nach fulde entdeckt.

Der Jakobsweg führt bei uns am Haus vorbei und unsere Kirchengemeinde ist immer auf der Suche nach kostenfreien Unterkünften für die Pilger.
Crest am 23. März 2009 14:09 Und wie viele Pilger laufen so im Durchschnitt vorbei? Am meisten im Sommer? Und Kulturell.. gibts da vieles Verschiedenes? Viele Fragen, ich weiß :)
ErsterSchnee am 23. März 2009 14:15 Nunja, der Jakobsweg ist ja relativ lang. Ich würde nicht den letzten Teil gehen, sondern lieber die unbekannteren Abschnitte wählen.
Wieviele hier so bei uns im Schnitt vorbeipilgern, kann ich schlecht sagen, aber es sind eher wenige und die auch hauptsächlich im Sommer.