Meine Freundin hat seit vielen Jahren MS und die letzten zwölf Monate hatte sie ungewöhnlich viele Schübe (bis dahin ein eher milder Verlauf). Bisher wurde sie nur mit Immunglobulinen behandelt, jetzt schlägt der Neurologe Infusionen mit Tysabri vor...wir wissen, dass dieses Mittel nicht ganz unumstritten ist. Hat jemand Erfahrung damit? Wie ist es mit den Nebenwirkungen? Wie wahrscheinlich sind sie und wie sahen sie bei Betroffenen aus? Der Arzt stellt das ziemlich harmlos dar, wir sind aber nicht so sicher...
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Hallo,
ich habe selbst seit ca. 13 Jahren MS und habe bevor ich Tysabri bekommen habe, mir selbst 3mal die Woche Betaferon gespritzt
Also meine einzige Nebenwirkung ist, das ich nach der Infusion etwas müde werde. Aber nicht sehr stark, daher gehe ich meistens danach wieder arbeiten. Man sollte sich nicht verrückt machen, sondern das ganze gelassen angehen.
Liebe Grüße aus Österreich Marion
Hallo, hab selbst erst seit ca 2,5 Jahren die Diagnose MS und wurde daraufhin gleich mit Tysabri behandelt. Also ich vertrage es sehr gut. Hab auch in der Klinik von anderen nichts negatives gehört. Viel Glück Birgit
Hi, Ich bin im Mai 2008 diagnostiziert und daraufhin mit Betaferon, später Copaxone behandelt worden, auf die ich leider einerseits nicht angesprochen habe bzw. (im Falle des Copaxone) allergisch geworden bin. Voraussetzung für die Einstellung auf Tysabri war mein akuter Verlauf mit 4 Schüben im ersten Jahr und starker Symptomatik. Seit März 2009 bekomme ich einmal monatlich die Tysabri-Infusion, und seither habe ich weder Schübe gehabt, noch sind meine Symptome schlimmer geworden. Ja, sogar eine Verbesserung meines Befindens hat sich eingestellt, d.h. ich kann wieder richtig sehen, und meine Motorik und Sensorik funktionieren wieder (relativ) normal. Nebenwirkungen hatte ich bisher praktisch keine, einzig hin und wieder leichte Kopfschmerzen nach der Infusion, was wirklich halb so wild und mit einem Aspirin wieder wegzubekommen ist. Ich möchte hier auf keinen Fall Werbung im Namen der Firma Biogen machen (die ja aufgrund der Konkurrenzlosigkeit und des Patentrechts den Preis des Präparats leider sehr hoch halten kann), aber aus dem Austausch mit anderen PatientInnen habe ich erfahren, dass die meisten sehr gut auf das Medikament reagieren. Viel Glück und Kraft, und nur nicht aufgeben! Daniel