Frage von weinbaudidi,

Wer hat Erfahrung mit Prokon Genussrechten ?

Prokon wirbt mit bis zu 8% Zinsen auf ihre Genussrechte. Ist das realistisch und welche Risiken bestehen?

Hilfreichste Antwort von gruenerkobold,

Der Artikel der taz ist wahrlich sehr interessant aber in dem ist auch herauszulesen, dass es sich um einen enttäuschten Ex-Kommanditisten handelt der seine und damit nur eine Meinung mittteilt und die PROKON gar keine AG ist, macht aus meiner Sicht den Artikel nicht sehr glaubhaft. Also eine genaue Recherche auch auf der Homepage von PROKON über realisierte Projekte könnte helfen. 8% sind keine Seltenheit in der Branche und ein Restrisiko gibt es bei allen Genussrechten. Egal ob Privat oder von der Bank. Habe auch schon in verschiedenen Internetartikeln von einem steigenden Umsatz der PROKON gelesen und dass zeigt doch, dass die Firma anscheinend gesund ist und in dem richtigen Bereich investiert.

Kommentar von KAPRecht,

update November 2012 siehe Tipp: Experten raten zur Vorsicht - PROKON Genussrechte: http://www.gutefrage.net/tipp/prokon-genussrechte---experten-raten-zur-vorsicht-...

Antwort von pgriffin,
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Vorsicht damit. Steigende Umsätze? Ja vielleicht. Aber auch notwendig! Ich hab mir mal die Bilanz und vereinfachte GuV angeschaut. Und das sieht eher nach massiver Kapitalvernichtung aus. Wie sollen denn die Renditen zustande kommen? Aus dem betriebswirtschaftlichen Ergebnis können diese nachweislich nicht erbracht werden. D.h. Renditen werden aus dem Kapital der Anleger gezahlt und damit immer weiter aufgezehrt. Die angebliche Deckung durch Sachwerte und Immobilienwerte ist in angegebener Größenordnung überhaupt nicht gegeben. Denn davon müssen die immensen Kreditverbindlichkeiten abgezogen werden, womit nicht viel für die genussrechteinhaber übrig bleiben dürfte! Die versprochene Rendite wird vielleicht noch bezahlt. Eine Kapitalrückzahlung für die letzten Anleger halte ich aber für sehr unwahrscheinlich. Die Prospekte der Prokon wirken nicht seriös und sehr blumig.Erinnern schon stark an Betrügereien. Sehr unprofessionell. EK ist nicht vorhanden! Hände weg, denn meiner Meinung nach besteht hier ein extrem hohes Totalverlustrisiko bei völlig illiquiden Papieren. D.h. einmal dabei wird man den Mist nicht so leicht wieder los!

Antwort von Aladin34,
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Einfach mal "taz prokon" googeln oder hier nachlesen: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/risikogeschaefte-bei-windparks/

Das Problem sind die nicht 8%, die wird jeder bekommen. Das Problem ist, ob man seine 100% Kapitaleinlage zurückbekommt, das ist die Gretchenfrage.

Antwort von Brausepaul,
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Keine Erfahrung, jedoch viel Erfahrung mit Kapitalanlagebetrug. Ich hatte den Prospekt vor ein paar Monaten mal in der Hand, kann mich jedoch nicht mehr erinnern. Ich kann aus Erfahrung die Empfehlung geben: Erkundige Dich erst mal, was fpr Rechte + Pflichten Du allgemein gemäß Gesetz als Genussscheininhaber hast. Dann prüfe, ob Du im Prospekt Einschränkungen findest. Wenn Du dann noch fragen hast, kannst Du Dich ja nochmalig melden. Dann kann ich vielleicht noch den ein oder anderen Hinweis geben, sofern gewünscht.

Antwort von petergi,

Ich habe mit Prokon Genussrechten bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Der berechtigte Kritikpunkt mit der langen Laufzeit ist nun auch geändert worden. Seit Dezember 2012 ist die Laufzeit der Genussrechte von mindestens drei JAhren auf sechs Monate verkürzt worden und die Kündigungsfrist beträgt nur noch vier Wochen zum Monatsende. Ich kenne keinen anderen Anbieter von Genussrechten (!) der kundenfreundlichere Konditionen anbietet. Was die hohe Verzinsung angeht habe ich seit meinem Beginn in 2007 immer 8% erhalten. Prokon hat jetzt aber schon angekündigt, dass die Verzinsung in den nächsten Jahren voraussichtlich bei 6% liegen wird. Das sind die Fakten.

Antwort von kurzeInfo,

Ich habe in den letzten Tagen zum wiederholten Male den Werbebrief, Rundbrief 45, erhalten. Ich kann nur sagen, wer es so nötig hat die Banken- und Versicherungsbranche schlecht zu schreiben, der kann auch nicht viel besser sein. Angefangen mir das mal genauer durchzulesen, könnte ich nur mit dem Kopf schütteln!!!

.. sie investieren breit gestreut in Ihre Projekte... - Geschäftsfelder: Windenergie, Biogene Kraftstoffe und Biomasse. - Das ist breit gestreut? Das umfaßt lediglich einen Bereich. Breit gestreut heißt: auch noch in Aktien, festverzinsliche Wertpapapiere, Immobilien oder Edelmetalle...

... die Genussrechtsgesellschaft verfügt dank des Einsatzes von Genussrechtskapital jedoch über eine sehr hohe Eigenkapitalquote von fast 90 % (Stand Mai 2012) - das ist der Lacher schlecht hin! Wem gehört denn dass Genussrechtskapital? Das ist das Geld der Anleger!!!!! Das hat also nichts mit Eigenkapital und nichts mit einem Sicherheitsfaktor zu tun.

... es ist sehr unwahrscheinlich, dass im Notfall eine laufende Windenergieanlage nicht zu einem zufriedenstellenden Preis verwertet werden kann.... - aber möglich. Wer weiß denn was die Zukunft in diesem Bereich bringt?

.... Zudem garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesestz (EEG) .. einen festen Mindespreis für den Strom... über einen Zeitraum von 20 Jahren... - Hoppla, das EEG ist bis zum Jahre 2020 geregelt und nicht NOCH für 20 Jahre.

Ich glaube ein weiterlesen erübrigt sich. Diese Anlage ist nicht zu empfehlen. Es gibt bessere Genussrechte - die immer mit Risiko verbunden sind - aber die von seriösen Firmen gehandelt werden.

Antwort von mameluk,

Versuche, mein eingezaltes Kapital zurückzu bekommen und habe deshalb Ende September 2011 gekündigt. Erfahre heute per elefon, dass icg das Geld erst Ende 2012 erhalten wurde da die halbjährliche Kündigungsfrist immer erst zum Jahresende gelten würde. Damit verlängert sich diese Frist auf eineinviertel Jahre, extrem unseriös. Bestätigt den schon vielfach geäusserten Verdacht, dass es sich doch uim ein Schneeballsystem handeln könnte. Also Vorsicht!!

Antwort von AngelinaDS,

Ich habe vor einem Jahr (in 2009) Genussrechte bei Prokon gekauft und bin sehr zufrieden. Nicht nur weil die versprochene Auszahlung in Höhe von 8 % eingehalten wurde (4% wäre auch O.K.), sondern auch die viele Informationen und Berichte über die Tätigkeiten und Neuigkeiten bei Prokon, die ich regelmäßig per Post erhalte. Auch die Tatsache, dass dieses Unternehmen keine Aktiengesellschaft ist, spielte bei meiner Entscheidung vor einem Jahr eine sehr große Rolle. Denn meiner Meinung nach ist das ganze Börsegeschehen ein Betrug. Die Aktienkurse steigen, wenn mann "tolle Bilanzen" präsentiert, egal ob es stimmt. Die Bilanzen entsprechen, egal in welchem Aktienunternehmen, kaum der Wahrheit. So werden unberechtigt Aktiengewinne gemacht, und wenn die Lügen nicht mehr zu halten sind, wird kurz vorher, bevor die Kurse sinken, heimlich über Dritte verkauft. Die Betrüger kassieren viel Geld, die kleinen Anleger zahlen darauf. Auch die Spekulationen mit Rohstoffen schaden uns allen und sollten eigentlich verboten werden. Ich bin überzeugt, dass die Börse einmal abgeschaft wird. Denn die nutzt nur den Spekulanten und die können nur verdienen, wenn andere verlieren. Ein ungerechtes und betrügerisches System. Ich werde nie eine einzige Aktie kaufen und mich an diesem kranken System beteiligen, auch wenn ich dadurch 30% Gewinne erreichen könnte. Denn ich weiß, dass ich dadurch nur das Geld erhalte, das bei einem anderen Menschen durch Ausbeutung, Betrug, Unterbezahlung etc. gewonnen wurde. Anders (mit Anstand) ist so ein Gewinn nicht erreichbar. Auch das Engagment des Unternehmens in Tansania und das Gefühl, dass hier ganz normale, sympathische, vernünftig denkende Menschen arbeiten, die außerdem als Ziel haben, die absolute Unabhängigkeit von allen Banken zu erlangen, macht sie für mich noch sympathischer. Denn die Tatsache dass die meisten Banken völlig legal! die Kunden abzocken, oft die Bürger und kleine Unternehmen in die Insolvenz treiben und auch viele solche gut gehenden Unternehmen zerschlagen und auf die Konkurrenz verkaufen, ist unerträglich und für mich absolut unakzeptabel. Für mich absolute Notwendigkeit in heutiger Zeit, die absolute Unabhängigkeit von jeder Bank zu erlangen und dadurch mehr Freiheit für den Einzelnen. Aus diesem Grund hatte ich auch nie im Leben ein Kredit. Lieber habe ich nichts gehabt, bevor ich mich verschulde. Denn wenn ich jetzt das Geld für bestimmte Dinge nicht habe, habe ich dann auch kein Geld zu Raten zu zahlen. Verzicht ist eine Tugend und macht stark :-). Es tut nur vorübergehend weh. Und zu der Sicherheit: sicher ist auf diese Welt überhaupt nichts, alles ist nur vorübergehend. Verlieren kann man alles - Charakter, Geld, Gesundheit, Besitz, Leben. Angst schieren, dass man etwas verlieren kann, nutzt nur den Versicherungen, sonst keinem. Man kann sich nie sicher sein, was passiert und soll deswegen nur ein Teil seines Geldes auf diese Art, ob bei Prokon oder anderswo, investieren. Übrigens: diese Information ist auch in den Prokon-Unterlagen in dem Kaufvertrag zu lesen. Ein weiterer Punkt für Prokon. Für mich steht fest: Geldanlagen bei Versicherungen, Banken (Sparbücher u.a.) und Börse sind für mich nicht akzeptabel. Ausnahme: vorübergehend Tagesgeldkonto zu nutzen. Und wenn es um die Ratschläge und Empfehlungen von unseren Politikern (die noch vor Kurzem Aktien und Investmentfonds den Bürgern als tolle Investition empfohlen haben), von Stiftung Warentest, von Börsen-Ratgeber in den Medien u.A. geht, bitte nicht vergessen, ihr seit die Einzigen, die die Konsequenzen für Eueres handeln tragen musst. Von den "tollen" Ratgebern zahlt niemand den bei Ihnen entstandenen Schaden zurück. Bitte, sich möglichst unabhängig im Internet zu informieren und nach eigenem Bauchgefühl entscheiden. Gier - alles auf einer Karte setzen, weil zu hohe Zinsen versprochen werden - lohnt sich nie.

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