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Wer hat Erfahrung mit einer vermehrten Aufnahme von Tryptophan gegen Stimmungstiefs?

gefragt von feuerfraufeuerfrau am 12.07.2008 um 21:54 Uhr

Habe einen sehr interessanten Artikel über Tryptophan gelesen. Das ist eine Aminosäure, die in verschiedenen Lebensmitteln ist und bei entsprechender Aufnahme die Serotoninproduktion im Gehirn ankurbelt. Mich würde jetzt sehr interessieren, ob jemand von Euch mal vermehrt Tryptophan aufgenommen hat, um einen Effekt zu erzielen und was es brachte. (Besonders viel ist wohl in Sojabohnen, Emmentaler, Cashewnüssen zum Beispiel). Habe ja leider immer wieder unerklärliche Downs und noch nicht aufgegeben...


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pegolina
beantwortet von pegolina am 12. Juli 2008 21:56
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Stimungstiefs kann man nicht alleine mit den richtigen Lebensmitteln bekämpfen. Bevor eine Depression daraus entsteht, solltest du mal mit deinem Arzt oder einem Psychologen sprechen.


Qetan
beantwortet von Qetan am 12. Juli 2008 21:58
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Unerklärliche Downs müssen erklärlich gemacht werden. Das gelingt nur mit Hilfe eines Psychologen.


DerTroll
beantwortet von DerTroll am 12. Juli 2008 21:58
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hab nie bewußt mehr Trptophan aufegenommen. Aber mal von der Logig her: Das bringt nichts.
Also der Körper produziert seine Eiweise so, wie er sie braucht. Das gilt auch für das Serotonin. Und nur weil mehr von einer Aminosäure vorhanden ist, die Bestandteil dieses Proteins ist, wird der Körper nicht daraus herstellen wollen. Vor allem, was Serotonin ein Hormon ist und es immer in der Menge produziert wird, wie es etwas steuern soll.


Eastside
beantwortet von Eastside am 12. Juli 2008 22:09
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Jedes "Down" hat eine Ursache - das mußt du analysieren!

Man kann Stimmungstiefs nicht wegessen


anonym
beantwortet von Mike49 am 8. Mai 2009 23:47
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Hier die Ergebnisse einer Literaturrecherche: Der als sicher und wirksam bewertete Dosisbereich von Tryptophan wird mit 0,4 – 4 g täglich angegeben (Monographie L-Tryptophan). In zahlreichen Studien zur Behandlung der Depression mit Tryptophan wurden Dosierungen von täglich 6 g verabreicht (Herrington et al. 1974, D’Elia et al. 1977, Steinberg et al. 1999). Als ergänzende Therapie wurde Tryp auch in Dosierungen von 3 g täglich erfolgreich eingesetzt (Lam et al. 1997). Als Schlafmittel sind hingegen bereits Dosen von ≥ 1 g ausreichend wirksam. Die wiederholte Gabe von täglich 1,5 – 3 g Tryp über ca. 2 bis 3 Wochen scheint ausreichend, um einen relativen zentralen Serotoninmangel auszugleichen und um positive Veränderungen anzustoßen (aan het Rot et al. 2006).

Nach meinen persönlichen Erfahrungen ist eine tägliche Dosis von 1,5 g Tryp nur dann ausreichend, wenn die Rahmenbedingungen der Aufnahme so gestaltet sind, dass hohe Konzentrationen an freiem Tryp an der Blut-Hirn-Schranke über einen ausreichend langen Zeitraum wirksam sind. Die Einnahme von z.B. 1,5 g Tryp zusammen mit einer normalen Mahlzeit sind nicht geeignet, das Angebot an freiem Tryp an der B-H-Schranke entscheidend zu erhöhen. Grundsätzlich ist die Aufnahme von Tryp zusammen mit eiweißhaltigen Nahrungsmitteln ungeeignet die zentrale Serotoninsynthese wesentlich zu beeinflussen. Dementsprechend sind 1,5 - 3 g tägliche Tryp-Gabe nur dann ausreichend, wenn die Einnahme im nüchternen Zustand, d.h. > 3 Std. nach der letzten und frühestens 2 Std. vor der nächsten Mahlzeit erfolgt. Weiter optimiert wird die Konzentration an freiem Tryp, wenn die Tryp-Einnahme nach einer längeren Nüchternphase (am Morgen vor der ersten Mahlzeit) stattfindet. Unter einer langandauernden Ausdauerbelastung (z.B. Laufen oder Radfahren), ohne zwischenzeitliche Energiezufuhr, werden nahezu optimale Bedingungen erreicht, um die Aufnahme ins ZNS und die zentrale Serotoninsynthese zu stimulieren (Chaouloff 1997).

Erste Anzeichen einer verbesserten Stimmungslage waren bei mir bereits nach 3 bis 4 Tagen (1,5 - 3 g /Tag) Einnahme spürbar. Nach 2 bis 3 Wochen war eine deutliche subjektive Besserung der Symptomatik eingetreten. Nach Rückbildung der Beschwerdesymptomatik ist ein Auslassversuch angezeigt. In Abhängigkeit von der Ursache des Serotoninmangels können die Symptome innerhalb weniger Wochen erneut auftreten. In diesen Fällen bedarf nach Ende der Therapiephase es in der Regel einer Erhaltungstherapie mit Tryp. Eine Tryp-Tagesdosis von 1,5 – 3 g an 3 bis 4 Tagen der Woche scheint ausreichend zu sein, die positiven Wirkungen zu erhalten.

Weiter Infos in meinem Tryptophan-Blog: http://tryptophan-supplementation.blogspot.com/



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