Ich selbst bin bipolar depressiv. Ein sehr guter Freund von mir ist unipolar depressiv.......Viele Medikamente hat er ausprobiert und nur "Zoloft" hatte eine sehr gute psychische Wirkung. Leider bekam er als Nebenwirkung starke, wässerige Durchfälle, so daß er kaum außer Haus konnte. Nach drei Wochen mußte er das Medikament deshalb absetzen, leider..............Er nimmt jetzt Mirtazepin, mit nur sehr mäßigem Erfolg. Er leidet stark. Hat jemand Erfahrung mit dieser Nebenwirkung bei Zoloft und es trotzdem hingekriegt?

Zoloft hat den Wirkstoff Sertralin. Dieser ist ein ganz anderer als Mirtazapin in Remergil. Es ist die Frage, wieso Remergil verschrieben wurde. Aber letztlich muss es stets individuell ausprobiert werden.
Remergil ist eigentlich sehr gut verträglich, viel mehr als andere AD. Aber es dauert seine Zeit.
Ich würde deinem Freund raten, noch ein paar Wochen zu warten. Manchmal ist es leider so, dass man es aushalten muss. Vielleicht wäre ja Citalopram (Cipramil) eine Alternative, da es ein ähnliches Grundmuster hat und ebenfalls sehr gut verträglich ist! Er soll seinen Arzt danach fragen.
Ich wünsche euch alles Gute!
Eigene Erfahrungen mit Sertralin kann ich dir nicht berichten, aber eine gute Freundin von mir nahm es jahrelang. Aber mehr aus Verzweiflung als dass es etwas gebracht hätte. Sie hatte keine Durchfälle, nur einen noch mehr gestörten Schlaf (so dass sie noch SM nahm).
das sind sehr starke psychopharmaka und da solltest du einen arzt fragen und nicht hier um einen rat suchen.
Wolpertinger am 8. April 2008 19:20 DH, sehe ich auch so!!! Dein Freund soll mit seinem Psychiater sprechen.
ach hi.... ;)
Raimund1 am 8. April 2008 19:21 es wurde nach ERFAHRUNG gefragt!
trotzdem finde ich solche fragen hier unangebracht, weil diese medikamente noch andere wirkungen haben und die gefahr, dass manche nacheifern wollen, ist zu hoch
Wie gesagt, man kann nicht "nacheifern", die Medikamente sind hochspezialisiert und nicht beim Kaufmann zu holen.....redbulldrinker......lieber nicht soviel Red Bull drinken.....
Wolpertinger am 8. April 2008 19:24 Auch wenn nach Erfahrung gefragt wird, sind wir hier nicht die richtigen Ansprechpartner, Raimund1
Danke Raimund! Ich durchsuche sämtliche Foren, die ich finde! Und natürlich kriegt man die Medikamente nicht wie Bonbons,viele haben keine Ahnung wie schwer es ist, mit dieser Krankheit trotz Therapeuten, Ärzten usw. zurecht zu kommen!!
Natürlich steht mein Freund mit seinem Arzt und Therapeuten in Verbindung, ist doch logisch, aber die können nicht helfen!
wieso können die nicht helfen??? wenn ein patient zoloft bzw sertralin nicht verträgt, gibt es noch drei andere möglichkeiten ihn zu therapieren!
Na, toll, wenn ich wüßte, wieso die nicht helfen können, bräuchte ich nicht zu fragen........., electrizer!
Wolpertinger am 8. April 2008 19:27 Durch eine Deppresion ob bipolar oder nicht wird die Wahrnehmung verzerrt. Vertraue auf deinen/seinem Arzt. Der ist der Fachmann. Falls es deinem Freund zunehmend schlechter geht, kann er sich immer noch Stationär einweisen lassen, in der nächsten Psychiatrie.
klausjosef1955 am 9. April 2008 11:22 Ich finde die Frage gerechtfertigt, denn sie wendet sich an Erfahrene, wie das zB bei Selbsthilfegruppen ueblich und notwendig ist. Den Facharzt ergaenzend oder vorrangig zu konsultieren ist selbstverstaendlich, aber vielleicht kommt hier ein Rat heraus, der sogar dem Facharzt neu, hilfreich und angenehm sein koennte.
Gute Antwort, danke! DH!

Medikamente verschreibt ein Arzt, darüber darf man nicht hier debatieren! Die Frage muss gelöscht werden!
Raimund1 am 8. April 2008 19:21 es wurde nach ERFAHRUNG gefragt!

Ich kenne jemand, der ähnliche Beschwerden hatte und dann ummedikamentiert wurde auf ein ziemlich altes Medikament. Ich bin mir nicht sicher, ob es Anafranil war, glaube es jedenfalls.
Eine Zeitlang bekam er ausserdem Tavor. Irgendwann waren da dann starke Gleichgewichtsstörungen die Folge bis hin zu dem Gefühl, dass die Schwingung eines Holzparketts wie ein Erdbeben wahr genommen wurde.
Erst nach der Absetzung von Tavor wurde es besser und nach einer 8-wöchigen Kur waren alle Medikamente nicht mehr nötig.
Derjenige hat einen starken Willen und in der Kur die Ursache seiner Krankheit erkannt und sein Leben ziemlich radikal geändert.
Ich würde vielleich mehrer Meinung verschiedener Ärzte einholen, wenn dieser nicht helfen. Mit solchen Problemen sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Mit Ratschlägen aus dem Internet wäre ich daher sehr vorsichtig.
Kann ich verstehen, aber Menschen, die diese Krankheit nicht kennen, können es sich einfach nicht vorstellen, wie hoch der Leidensdruck ist, zudem die Krankheit , außer in Ausnahmefällen, NICHT heilbar ist, sondern nur zu kompensieren.
Du findest doch sicherlich Informationen von Ärzten im Netz, die sich auf diesem Gebiet spezialisiert haben. Und wenn das nicht, versuch Gleichgesinnte zu finden um mit denen Rat zu tauschen. Aber meiner Meinung nach, haben spezialisierte Ärtze immernoch die meiste Erfahrung. Frag lieber nen Spezialisten.
Ja, danke für den lieben Rat, tue ich natürlich auch, aber es ist zeimlich schwer, was zu finden, bin schon seit Tagen dabei,.....
In welchem Bundesland lebst du bzw. dein Freund denn? Vielleicht kann ich dir ja weiterhelfen.
Schleswig-Holstein, bist Du Arzt/Ärztin?
Nein, ich bin keine Ärztin. Aber du könntest dir auf der Seite http://www.aeksh.de/Startseite/indexw3c.htm rat holen und dich nach nem Spezialisten auf diesem Gebiet erkundigen, die können dich vermitteln. Meine Freundin ist Arzthelferin, die gab mir diesen Tip. Ansonsten ruf doch einfach mal diese Nr.04551/803-0 an und frag ob sie dir einen solchen Arzt vermitteln können. Übrigens komme ich ursprünglich auch aus Schleswig-Holstein. Nähe Heide!
Hände weg vom Zoloft!
Ich habe Zoloft nur 10 Tage genommen und jetzt (7 Jahre später) leide ich immer noch unter den massiven Nebenwirkungen, die bei mir einen dauerhaften Schaden hinterlassen haben. Um nur einige Symptome zu nennen, mit denen ich heute zu kämpfen habe:
Danke für die Beantwortung ohne blöde Besserwisserei!
Gern geschehen. Ich kenne die Problematik. Vor Jahren litt ich auch sehr unter Depressionen. Nur blind auf den Arzt vertrauen, ist auch nicht immer hilfreich und gut. Ich habe stets selbst nachgeforscht und mir einige Tipps von anderen Betroffenen geholt.
Vielleicht kannst du ja mal in einem Depressions-/Psychosomatikforum nachfragen, z.B. auf www.psychosomatik-austausch.de oder ähnlichen Seiten!?