Ich hab das Buch gelesen und bin hin- und hergerissen. Unsere Kleinen schlafen allein ein (ich leg sie wach hin), aber in der Nacht wachen sie noch einige Male auf. Meistens holen wir sie dann in unser Bett und da schlafen sie weiter. Ich denke sie brauchen einfach unsere Nähe. Auf der anderen Seite wäre es toll, mal wieder durchschlafen zu dürfen.

Ich finde es toll, dass Ihr Eure Kinder dann zu Euch holt. In der heutigen Zeit haben es Kinder viel schwerer, weil sie von Anfang an ein eigenes Zimmer haben. So wird schon das Baby täglich alleine gelassen und "verlassen". Ein Baby oder Kleinkind weiß ja nicht, dass die mami nebenan im Zimmer ist, es fühlt sich alleine und einsam. Dadurch werden Verlustängste in Kindern geweckt, die sich später oft als Eifersucht zeigen (Eifersucht ist ja eine Verlustangst). Wenn möglich sollte jedes Baby und Kleinkind bis zum 3. Lebensjahr bei den Eltern sein, auch im Schlafzimmer.

Das Schlafthema und auch das genannte Buch wird sehr kontrovers, ja schon fast fanatisch diskutiert. Die Betroffenen holen sich hier und da Rat ein und sind dann auch nicht schlauer, weil jeder "sein" Modell vertreten will.
Ja, für Kinder ist es min. in den ersten 24 Monaten gut Nähe, auch Nachts, zu den Eltern zu spüren. Die moderne Bindungsforschung hat das vielfältig schon beweisen. Aber Nähe muss nicht immer das Bett von den Eltern sein. Und auch als Elternteil hat man Anspruch seine eigenen Bedürfnissen anzumelden. Es gibt Eltern, die kein Problem damit haben, dass die Kinder lange im Elternbett schlafen. Für andere ist es keine Lösung.
Daher müssen sich die Eltern individuell darüber Gedanken machen, nach welchem Modell sie leben wollen und diese Frage angehen. Das hat dann immer zwei Seiten, aber dies ist nicht nur beim Thema Schlafen so. Das geht in anderen Themen dann auch weiter. Daher sollten Eltern sich die Zeit nehmen, offen miteinander das Thema zu besprechen, Ängste äußern, aber gemeinsam EINE Entscheidung treffen.
Und im Nachhinein verblasst eh die Erinnerung an die durchwachten Nächte und alles erscheint einfach leicht und schön :-)

Dass die Kinder nachts aufwachen ist völlig normal! Es ist auch richtig, dass sie dann die Nähe der Eltern brauchen - sie zu sich ins Bett zu holen halte ich trotzdem für einen Fehler (wenn man nicht voll dahinter steht und abwarten will bis das Kind von alleine wieder im eigenen Bett durchschlafen will!)!
Ich habe die ersten beiden Wochen auf einer Schlafcouch im Zimmer meines Sohnes geschlafen, da es auch für mich bequemer war, ihn nachts neben mir liegend zu stillen!
Nach den ersten beiden Wochen wollte ich aber auch mal wieder gerne neben meinem Mann schlafen - ich bin dann nur noch rüber, wenn mein Sohn aufgewacht ist! Das wurde immer weniger, da das Kind immer weniger Hunger hatte und besser durchschlief!
Nach einiger Zeit - die Schlafcouch musste aus Platzgründen weichen - habe ich mir dann einen Schlafsessel ins Zimmer gestellt. Tagsüber liest der Kleine auf dem Sessel und wenn er wirklich mal krank ist oder ähnliches kann ich auch bei ihm im Zimmer schlafen. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass mein Mann durchschlafen kann und morgens ausgeruht zur Arbeit gehen kann!
Natürlich wird der Kleine auch mit 2 noch ab und zu nachts wach, weil er etwas verschnupft ist, schlecht träumt oder als die Zähne Probleme machten. Dann gehe ich an sein Bett, beruhige ihn, mache die Spieluhr wieder an und lege ihn wieder in sein Bett! Das akzeptiert er, da er weiss, dass er in seinem Bett schläft und sonst nirgens! Das große Bett ist Mama und Papa vorbehalten und wird nur für die "Kuschelorgien" am Wochenende von der ganzen Familie mit Genuß genutzt!
Ja ja, das ist wirklich bei vielen ein leidiges Thema!! Also ich kenne einige Mütter, die nach dem Buch gehandelt haben und wirklich KEINE Ausnahmen durchgelassen haben. Das hat auch geklappt. Aber ich habe auch nach Durchlesen des Buches (was von Prinzip her super ist, keine Frage!) leider nicht durchgehalten!! Ich bin einfach zu weich. Wenn man einmal wieder nachlässt, ist das ganze Buch und auch die ganzen Rituale für die Katz! Und das ist bei uns passiert. Ich kann Dich beruhigen: Nach einigen Jahren wollen die lieben Kleinen sowieso alleine im Bett schlafen. Aber ich glaube, jeder muss das für sich selbst entscheiden und auch verantworten. Ich stehe auch dazu, daß unser Sohn auch heute noch (wirklich selten) mit 9 Jahren zu uns kommt und ich habe meine Ruhe ;-) Alles Gute Andrea
dtheres am 5. März 2009 16:06 Das kann man auch sehr gut erklären.
Viele Eltern halten dies nicht durch, da es von der Natur so gewollt ist, auf das Schreien von Babys und Kinder zu reagieren - das ist gut so!!
die Methode funktioniert...Kinder und Babies hören je nach Temparament irgendwann auf zu schreien
Wenn die Methode geklappt hat, ist das Kind gebrochen, d.h. das Kind gibt auf, dass jemand auf seine Gefühle reagiert. Damit unterdrückt es seine Gefühle. Das wiederum verhindert die neuronale Vernetzung vom Stammhirm (Urängste) mit dem rationalen Gehirn. Das Kind und der spätere Erwachsene kann daher Gefühle nicht mehr gut steuern, was sich in unterschiedlich schweren Auswirkungen nur noch durch Therapien beheben lässt.

Nach neusten Forschungsergebnissen ist auch im Kleinkindalter das Schreien lassen eine schlechte Methode. Babys und Kinder, die schreien gelassen werden, hören zwar -wenn sie nicht ein extrem starkes Temperament haben- auf zu schreien...daher kommt der Trugschluss, dass es funktioniert...aber Fakt ist, dass sich das Gehirn dadurch falsch entwickelt. Furcht, Trennungsangst und Wut sind Urgefühle und werden vom Stammhirn gesteuert. Wenn man ein Kind mit diesen Gefülen alleine lässt, bleiben diese vom Stammhirn gesteuert. Wenn man hingegen auf schreien immer so bald wie möglich mit Zuwendung und Nähe reagiert, lernt das rationale Gehirn, das sich gerade im Aufbau befindet, mit Gefühlen umzugehen.
Daher bitte Kinder die schreien NIE alleine lassen. Spätfolgen können sein: Destruktiviät, ständiger Pessimissmus/Unglücklich sein, weinerlich sein, schwieriger Umgang mit Gefühlen, Phobien, bis hin zu Depressionen.
Also nicht nur schlecht fürs Kind auch teuer für die Gesellschaft.
Immer mehr sehe ich die Entwicklung, dass zwar die körperliche Gewalt nachlässt, aber durch psychische ersetzt wird, mit schreien lassen und Liebesentzug. So schlimm das klingt, psychische Gewalt wird durch das Kind schlimmer empfunden als körperliche. Und im weiteren Kindesalter werden dann Auffälligkeiten als Krankheit (AHDS) bezeichnet und durch Tabletten bekämpft.
Bitte nehmt Euch Zeit und Gefühl für die Kinder...je nach Belieben, indem ihr die Kinder wieder im eigenen Bett in den Schlaf begleitet oder mit in Euers nehmt, auch eine Variante ist eine Matratze neben dem elterlichen Bett. Kinder funktionieren nicht auf Knopfdruck.
Meine Tochter 2,5 schläft noch bei mir, sie schläft fast durch, ein Mal in der Nacht wird sie wach, da ich aber neben ihr schlafen, merke ich davon nur kurz was, suche den Schnuller wieder und weg sind wir beiden wieder im Land der Träumen :-) Papa schläft im Schlafzimmer, bei ihm kann ich seit der Geburt nicht mehr schlafen, da die eingebaute Alarmglocke mich nicht mehr schlafen lies :-) Er schnarrcht unendlich! :-)
Hilfe habe ich mir auch hier gesucht: www.rabeneltern.org
Super!