Frage von Regulus123, 63

Wer hat bereits die unschöne Erfahrung gemacht der eigenen Familie unwichtig zu sein?

Dennoch treffen sich Geschwister etc. regelmäßig jedes Wochenende zum Kaffeetrinken, aber man ist diesen Menschen völlig egal.

Antwort
von momopunk77, 36

Ja. Meine Mutter wollte nur einen Sohn. Ich bin mach meinem Bruder als Unfall dann auch noch zur Welt gekommen. Bin aber weiblich. Sie hat meinem Bruder dann alles gegeben was er wollte. Ich hab von beiden Elternteilen Schläge bekommen. Mit 12 wurd ich dann in ein Heim gebracht. Da wollt ich aber nicht bleiben und bin abgehauen. Bis heute bin ich obdachlos. Werde aber bald mit meinem Freund zusammenziehen. Er ist auch obdachlos. Haben uns über die Punkszene kennengelernt und suchen jetzt nach Wohnungen :)

Kommentar von Regulus123 ,

Puh, das ist traurig. Ich wünsche dir alles Gute und drück dir die Daumen für deine Zukunft!

Kommentar von momopunk77 ,

ach das wird schon :) musste damals halt auch die Schule abbrechen und mich 6 Jahre vor Polizei und Staat verstecken weil ich gesucht worden bin bis ich 18 war. Jetzt bekomme ich Sozialhilfe, Hartz4, Kindergeld und Unterhalt. Und mache momentan meinen Realschulabschluss nach :)

Kommentar von Schwoaze ,

momopunk:  Respekt! Weiter so!

Kommentar von momopunk77 ,

Danke :) Möchte aber auch nicht drum bemitleidet werden. Es ist halt nunmal passiert. Wenn soweit mit Wohnung und Arbeit alles geregelt ist möchten wir natürlich auch Kinder bekommen. Und ihnen dabei zusehen in einer schöneren Kindheit aufzuwachsen. Das ist mein größter Wunsch :)

Kommentar von Regulus123 ,

Ja, Respekt, dass du Überlebenswillen zeigst und dich durchkämpfst. Alles Gute!

Kommentar von momopunk77 ,

Danke :)

Antwort
von konstanze85, 11

Ich glaube, das Gefühl vermitteln Dir Deine Depressionen. Und je nachdem, wie lange Du die schon hast -was ja auch eine Last für das ganze Umfeld ist- fängt ein Mensch irgendwann unweigerlich an sich selbst zu schützen, wenn er merkt, es geht ihm an die Substanz

Kommentar von Regulus123 ,

interessante Interpretation, ist aber nicht so.

Kommentar von konstanze85 ,

Naja, das könntest Du als depressiver Mensch ja gar nicht objektiv beurteilen.

Und mal am Rande: Nur weil Dir meine Einschätzung nicht gefällt, obwohl Du um Meinungen gebeten hast, ist das kein Grund dafür einen Pfeil nach unten zu vergeben. Es ist unglaublich wieviel Schindluder mit dieser Funktion betrieben wird. Ich hoffe, der Mist wird bald wieder abgeschafft. So wie Du sie gebrauchst ist es ein Missbrauch.

Antwort
von Schwoaze, 37

Und wie bemerkst Du, dass Du Ihnen egal bist? Bist Du eher ein stiller Typ, der mehr zuhört, als selber spricht? Dann könntest Du schon den Eindruck gewinnen.

Wenn dann noch ein, zwei Leute dabei sind, die gute Selbstdarsteller sind, sieht es aus, als ob sich alles nur um den/die dreht. Aber unter Geschwistern muss man das doch nicht so tragisch nehmen. Hast Du ein typisches Beispiel für Deine Sorgen?

Kommentar von Regulus123 ,

Klare Aussage meiner Schwester (wirklich ernst gemeint) sowie jahrelange Depressionen. Man war und ist diesen Menschen zeitlebens egal gewesen. Erschreckend.

Kommentar von Schwoaze ,

Wenn das wirklich wahr ist und Du keinen verzerrten Blickwinkel hast... ist das wirklich erschreckend.  Aber Du musst ja nicht unbedingt hingehen zu diesen Treffen, oder? ... ist ja doch die Familie. Was wäre denn, wenn Du den Kontakt abbrechen würdest?

Antwort
von Tragosso, 19

Ja, die Erfahrung habe ich gemacht. Und zwar schon bevor ich überhaupt richtig existiert habe war ich meinem Erzeuger egal. Das ist bis heute so geblieben. Aber da besteht keinerlei Kontakt mehr.

Dass ich meiner restlichen Familie egal bin, denke ich nicht. Dafür zeigen sie mir zu oft das Gegenteil.

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