Frage von Kirka,

Wer haftet für Wasserschäden, Mieter oder Vermieter ?

Folgende Situation:

Meine Oma und ein anderer Verwandter haben vor Jahren zusammen ein Haus geerbt. Es ist so geregelt worden, das meine Oma in der unteren Wohnung bleibt (wo sie schon seid ihrer Geburt lebt) und er die obere Wohnung vermietet.

Nun war die Mieterin der oberen Wohnung im Krankenhaus und es kam in dieser Zeit zu einem Zwischenfall. (Jetzt wird es ein bißchen konfus) Ihre Waschmaschine hat angefangen zu lecken (erheblich). WIr wissen aber nicht genau wie das passiert ist. Der Hahn war auf jedenfall nicht zu. Sie war aber auch aus. Wie auch immer, der Schaden scheint nicht in der Leitung gewesen zu sein, sondern hinter dem Wasserhahn. Außerdem hat die Mieterin trotz der klirrenden Kälte wohl die Heizungen abgedreht bevor sie ins Krankehnhaus gegangen ist.

Nun ist eine sehr große Menge Wasser in ein Zimmer und in das Bad meiner Oma gelaufen. Sachschaden .... und erhebliche Schäden an der Substanz. Deckenverkleidung ist mir auf den Kopf gefallen als ich im Zimmer war... Wände alle nass. Etc.

Nun ist aber die Frage, wer haftet hier eigentlich ?

Das Haus gehört im Prinzip sowohl meiner Oma als auch dem Vermieter der oberen Wohnung. Man kann wohl davon ausgehen das die Mieterin schuld war, aber die hat keinen Pfennig auf der Naht.

Haftet hier der Vermieter für seine Mieterin ?

(Zusatzinfo: Eine gütliche Einigung ist nicht in Sicht. Meine Oma und die Mieterin sind Ü90, der Vermieter Ü70 und alle sehen sich im Recht)

LG Kirka

Hilfreichste Antwort von jockl,

Wenn in dem Fall nicht alles täuscht wird wohl der VM gegenüber Deiner Oma wegen Schadensbeseizigung in der Pflicht sein. Das aber scheint wohl ein Richter zu klären haben, zumindest ggf. im Vorfeld ein Anwalt.

Kommentar von Kirka,

Ich hoffe ja immer noch die kommen alle zu Verstand, aber die Sache ist auch sehr komplex.

Danke erstmal auf jeden Fall, wir werden wohl mit Ihr zu Haus und Grund und dann zum Anwalt gehen.

Kommentar von Kirka,

Hast du da eventuell einen Link für mich oder eine stelle ind BGB ? :)

Kommentar von Kirka,

Ich habe diese Antwort als beste Antwort ausgewählt weil sie normalerweise richtig wäre. Würde die obere Wohung offiziell Person A gehören und die andere Person B gehören dann wäre Person A für seine Mieterin haftbar.

Da aber auf dem Papier das Haus anteilig beiden gehört, sind sie beide haftbar. Es scheint ziemlich egal zu sein, dass es diese Aufteilung schon seid über 40 Jahren gibt

Stand der Dinge ist, dass die Hausratversicherung den Schaden in den betroffenen Zimmer beglichen hat. Die Trocknung (ohne wiederherstellung) wird noch mal über 10.000€ kosten. Und dann noch verputzen, neue Kacheln, Streichen. Der gesammte Schaden wird über 20.000€ liegen. Wenn wir die Mieterin dazu bekommen können, dass sie noch was abzahlt, dann wird es trotzdem nicht reichen, solange wird sie vermutlich nicht leben.

Tja ... das kommt wohl davon, dass keiner von den Beiteiligten sich bzw, das Haus richtig versichern wollte.

Antwort von Denkverbot,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du solltest einen Rechtsanwalt konsultieren.

Solche Dinge sind selten gütlich zu regeln.

Kommentar von VersBerater,

Für die Rechtslage brauche ich keinen RA zu konsultieren, denn die ist eindeutig. Höchstens für die Durchsetzung der Forderung(en).

Antwort von auchmama,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Wenn der Schaden an der Wasserleitung aufgetreten ist haften die Eigentümer. Dafür gibt es eine Gebäudeversicherung!

Sollte der Schaden durch den nicht zugedrehten Wasserhahn entstanden sein, kann man nur hoffen, dass die Mieterin eine Haftpflichtversicherung hat, die dann für den Schaden eintritt. Allerdings ist die Mieterin auch verpflichtet, die Wohnung in den Wintermonaten, auch oder grad bei längerer Abwesenheit, ausreichend zu heizen! Falls dadurch ein Wasserrohr eingefroren ist und den Schaden verursacht hat, ist die Mieterin in der Haftung!

Genaues kann aber nur vor Ort geklärt werden!

Antwort von guterwolf,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Schuld trägt eigentlich die Mieterin, denn wenn sie nicht heizt und die Leitungen frieren und platzen, ist das ihre Schuld.

Hat die Mieterin keine Versicherung?

Für das Haus müsste ja eine Gebäudeversicherung vorhanden sein, da sollte man nachfragen.

Ein Vermieter haftet nicht für seine Mieterin.

Antwort von angy2001,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hier wird man zuerst wohl einen Gutachter brauchen, der die Schadensursache bestimmt. Und den sollten die Eigentümer gemeinsam erstmal beauftragen. Mit dem Gutachten kann man dann weitersehen.

Kommentar von Kirka,

Ein Gutachter der Versicherung war bereits da und hält uns auf dem laufenden. Er hat wohl auch schon mit den bestellten Handwerker gesprochen was diese festgestellt haben, aber da wissen wir noch nicht was raus gekomen ist.

Kommentar von angy2001,

Dann müsst ihr erstmal abwarten. Welche Versicherung hat denn den Gutachter beauftragt?

Antwort von Wassertier,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die drei können das sicher nicht mehr alleine klären, ich würde mich an einen Schiedsmann wenden, dann muss man nicht gleich zum Anwalt. Wenn der Schaden durch die Maschine oder Schläuche verursacht wurde, dann ist die Miterin als Eigentümerin der Maschine auch verantwortlich. Auch mit über 90 kann man aber eine haftpflichtversicherung haben, die könnte evtl. den Schaden übernehmen. Das kommt darauf an, wie sie genau versichert ist. Falls sie keine Versicherung und kein Geld hat, kann es leider durchaus sein, dass deine Oma und die andere Eigentümerin als gemeinsame Hauseigentümer auf dem Schaden sitzen bleiben, denn wo nix ist, kann man leider auch nix holen. Möglich wäre aber auch, eine Ratenzahlung oder Teilzahlung des Schadens zu vereinbaren, dann bekommen sie wenigstens etwas, auch wenn sie das geld erst vorstrecken müssen.

Kommentar von Kirka,

Die Frau lebt am Existensminimum, da ist nichts zu holen, leider. Und versichert ist sie auch nicht.

Aber das mit dem Schiedsmann ist eine gute Idee, danke.

Antwort von user1295,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hat die Mieterin eine Haushaltsversicherung?

Kommentar von WetWilly,

Wenn, dann Hausratversicherung - und diese tritt hier nicht ein.

Kommentar von Wassertier,

Die Hausrat kommt nur für den Schaden der Mieterin auf, für Schaden, den man anderen - hier den Vermietern - zufügt, ist die Haftpflicht zuständig.

Kommentar von angy2001,

Das ist nicht richtig, sie haftet auch für Folgeschäden die zum Bsp. aus Frostschäden entstehen - wenn die nicht fahrlässig herbeigeführt worden sind - wenn das versichtert ist.

Kommentar von user1295,

Nein, ich rede von einer Haftpflichtversicherung für den Haushalt. Korrigier mich nicht, wenn Du keine Ahnung hast!

Kommentar von WetWilly,

Haftpflichtversicherung für den Haushalt - alles klar.

Aber ich folge Deinem Rat und korrigiere Dich nicht, da Du offenbar so wenig Ahnung von der Materie hast. dass jeder Korrekturversuch vergebene Liebesmüh´ wäre...

Antwort von Det1965,

Nachdem ich die vielen Antworten hier gelesen und die Sache soweit begriffen habe, dass die vermutlich schuldige Mieterin nicht mal ne private Haftpflichtversicherung hat, gebe ich euch folgenden Tip: Bringt ihre Wohnung nicht wieder in Ordnung und zwingt sie dadurch zum Auszug. Dann habt ihr diese senile Mieterin raus und könnt nach erfolgter Sanierung an "normale" Mieter weitervermieten.

Kommentar von Kirka,

Wir vermieten diese Wohnung ja leider nicht, insofern ist das nicht in unserer macht.

Aber verdient hätte sie das, alt hin oder her.

Antwort von suzisorglos,

Da es sich um bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser handelt, ist der Schaden durch die Gebäudeversicherung gedeckt. Diese übernimmt die Kosten der technischen Gebäudetrocknung sowie die Kosten für eine fachgerechte Beseitigung der Gebäudeschäden. Sollte der Schaden durch die Mieterin schuldhaft verursacht worden sein, wird der Versicherer anschließend versuchen, diese in Regress zu nehmen.

Falls auch Sachschäden am Hausrat (z.B. an Oma's Mobiliar) entstanden sind, werden diese durch Oma's Hausratversicherung zum Neuwert ersetzt. Auch hier kann später der Hausratversicherer versuchen, bei der Mieterin Regress zu nehmen.

Der Wohnungseigentümer / Vermieter der oberen Wohnung kann jedenfalls nicht in Haftung genommen werden für Schäden, die seine Mieterin verursacht hat. Aber diese Frage erübrigt sich ja auch: Wenn die genannten Versicherungen bestehen, müssen sich die beiden älteren Herrschaften überhaupt nicht streiten! (Wie gut, dass es Versicherungen gibt...)

Kommentar von Kirka,

Danke ich werde mich da noch mal mit der Versicherung in Verbindung setzen. Die Feuerkasse zahlt es wohl nicht, aber tatsächlich noch eine Gebäudeversicherung, mal gucken was die sagen.

Der Hauptsachschaden liegt leider bei Photos und alten Bibeln etc. Das bekommt man leider nicht mit Geld wieder hin.

Antwort von VersBerater,

Hallo, in diesem Fall sind u.U. gleich mehrere Verträge betroffen, sofern jeweils vorhanden:

  • Für den Wasserschaden am Hausrat der Mieterin tritt nur deren Hausratversicherer ein.
  • Für den Wasserschaden am Hausrat der Oma tritt nur ihre Hausratversicherung ein.
  • Für den Wasserschaden an Decken und Wänden tritt nur der Leitungswasserversicherer der Gebäudeversicherung ein.
  • Den Vermiter trifft kein Verschulden, er ist also in allen Fällen außen vor.

Nun das Wichtigste: Alle diese Versicherer (außer der HR der Mieterin) werden den/die Schäden zum Neuwert regulieren und hinterher bei der Mieterin Regreß nehmen. Dafür benötigt sie eine Privathaftpflichtversicherung, sofern dort auch das Risiko der groben Fahrlässigkeit mitversichert ist. In dieser Jahreszeit seine Heizkörper abzudrehen ist grob fahrlässig, insbesonders dann, wenn es sich um eine so lange intensive Frostperiode handelt. Dazu gibt es auch entsprechende Urteile. Hat die Miterin keine PHV dann wird sie alles alleine bezahlen dürfen.

Siehe auch hier: http://www.gdv.de/2012/01/mieter-und-hausbesitzer-sollten-ihre-wasser-und-heizun...

Antwort von gansh,

die feuer/leitungswasserversicherung übernimmt sowas und hält sich dann an die mieterin.

Kommentar von Kirka,

Die Feuerversicherung zahlt angeblich nur Regenwasserschäden und keine Leitungswasserschäden.

Kommentar von gansh,

das ist meistens kombiniert : FEUER/LEITUNGSWASSER/STURMVERSICHERUNG.

Antwort von kernstel,

Es Haftet die obige Mieterin die bei Abwesenheit,die Wasserhähne abzusperren, die Heizung auf frostfrei zustellen.Storm Verbraucher vom Netz nehmen..Fenster Schlissen und die Wohnung gegen Einbruch zu Sichern. So nun muss sie noch eine Hausrat Versicherung Abgeschlossen haben.Diese muss Jetzt den Schaden Übernehmen .Sollte keine Abgeschlossen sein muss die Obige Mieterin,dafür Haftbar gemacht werden.

Antwort von Kirka,

DIe Mieterin ist NICHT versichert.

Die Verschicherung meiner Oma würde wohl den Sachschaden zahlen aber nicht den Schaden am Gebäude.

Ich habe das hier gefunden: "Läuft in der oberhalb gelegenen Wohnung Wasser aus, und kommt es dadurch bei Mieter der unteren Wohnung zu einem Wasserschaden, so haftet der Vermieter insoweit, als er den Gebäudeschaden instandsetzen muss, und zwar unabhängig davon, ob er seinerseits von dem verursachenden Mieter Ersatz seiner Aufwendungen erlangt."

Aber gilt das auch wenn das Haus im Grunde beiden gehört ? Der Schaden ist ja eigentlich aber durch seine Nutzung entstanden.

Kompliziert .... hmpf.

Kommentar von jockl,

Das besagt meine Antwort so.

Antwort von Irmipi,

Nach meiner Meinung haftet die Hausratversicherung für den Schaden der Mieterin. Ob der Schaden in der unteren Wohnung auch durch die Hausrat gedeckt ist weiß ich leider nicht.

Kommentar von StupidGirl,

nein, aber durch die Haftpflichtversicherung der Mieterin. Hierbei muss aber nachgewiesen sein, dass die Schäden durch ihre Schuld entstanden sind. Das dürfte sich schwierig gestalten.

Antwort von holgerholger,

Das scheint die Schuld der Mieterin zu sein. Sie hat für eine angemessene Beheizung zu sorgen, wenn sie die Wohnung verlässt. Und wenn der Schlauch der Waschmaschine geplatzt ist, auch Ihr Problem. Sie muss den HAhn schliessen, wenn sie die Maschine nicht benutzt. Es würde Ihre Hafrpflichtversicherung eintreten, so sie denn eine hat. Falls nicht, die Wohngebäudeversicherung. Der Vermieter haftet nicht, warum sollte er? Aber das wird wohl ein FAll für einen Anwaltlichen RAt, wenn die Versicherungen sich querstellen

Kommentar von Kirka,

Na ja, weil der Schaden durch seine Nutzung der Wohnung entstanden ist ?

Antwort von Stupor,

Haftpflichtversicherung des Mieters.

Heizung muß laut Mieterordnung so gedreht werden, dass die Rohre nicht einfrieren können. Versäumt das der Mieter und die Rohre bersten bei Kälte, hat der Mieter danach ein Problem oder eine gute Haftpflichtversicherung.

Kommentar von Stupor,

Schadenersatz stellen und bei Nichtzahlung dem Mieter kündigen, also Schadensbegrenzung betreiben.

Kommentar von Kirka,

In wie fern ist es Schadenbegrenzung die Mieterin zu kündigen ?

Liegt so oder so nicht in unserer Hand und ist auch fraglich ob es überhaupt möglich ist einer Frau Ü90 die seit vielen Jahren dort wohnt zu kündigen so lange sie Miete zahlt.

Antwort von radfall,

Puh das ist schwer! Also bin selbst Vermieterin und hatte bei meinen Mietern auch schon einen größeren Waserschaden! Ich habe einen Handwerker kommen lassen der den Schaden geschätzt hat und habe den Fall + Rechnung an meine Versicherung weitergegeben! Dann hatte es sich eigentlich erledigt! Die Frau die oben wohnt hat definitiv Schuld und niemand anders! Wenn es zu keiner Lösung kommt dann muß deine Oma einen Anwalt zu Rate ziehen, es wird ihr wohl nichts anderes übrig bleiben!

Antwort von WetWilly,

Die Frage ist leicht zu beantworten: Es haftet ausschließlich die Mieterin. Wenn diese eine private Haftpflichtversicherung hat (was sehr zu hoffen ist), triit diese in die Haftung ein.

Kommentar von jockl,

Ohne eine zusätzliche Baustein in der PHP bezahlt keine Schäden an der Mietsache. Zumindest ist mir keine bekannt.

Antwort von Wenne,

Hier haftet die Mieterin, weil sie den Schaden verursacht hat.

Antwort von GuteFrage89,

also am besten springt dafür die haftpflichtversicherung ein.

Antwort von BebiiYunii,

*Eigentlich müsste doch da die Versicherung des Mieters einspringen, und wenn es da keine gibt, dann der Mieter selber!

So ist das jedenfalls bei uns im Mietshaus geregelt und glaube, das ist auch immer so! kann aber auch nicht dafür garantieren!*

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