Frage von DatLicht, 59

Wer haftet für Falschangaben auf Pflanzetiketten?

Auf dem Etikett eines Obstbaumes ist für diese Sorte als maximale Wuchshöhe 3,5m angegeben. Für Bäume bis 4 Meter Höhe gilt in Baden-Württemberg ein Grenzabstand von mindestens 2 Metern.

Nach ein wenig Recherche im Netz habe ich heraus gefunden, dass diese Züchtung allerdings bis zu 6 Meter hoch werden kann. Folglich würde hier ein Grenzabstand von mindestens 4 Metern gelten.

Nun ist es allerdings so, dass man Bäume ab einer gewissen Größe nicht "einfach eben mal" umsetzen kann, sondern das - wenn überhaupt möglich - nur mit doch erheblichem Aufwand verbunden ist.

Kann ich den Hersteller für eventuelle Kosten hier in Regress nehmen? Schließlich sind die Angaben auf dem Pflanzetikett definitiv falsch.

Antwort
von DietmarBakel, 34

Wie stellst Du Dir das denn vor?

Bis die Bäume diese Wuchshöhe erreichen, kann ja etwas Zeit vergehen. Vielleicht Jahre. Willst Du dann noch Regress nehmen?

Ich denke das wird sehr schwierig.

Beweisen kannst Du es ja "jetzt" nicht - nur eventuell vermuten. Internetbeispiele sind kein Beweis für Deine Pflanzen. Da steht ja auch nur "bis 6 m", wie Du schreibst, kann also auch weniger sein. 

"Definitiv falsch"

Die Aussage ist schon ein harter Tobak.

Du bist verantwortlich für die Einhaltung der Verordnung (nicht der Gärtner). Im Zweifel oder um Stress zu vermeiden, könntest auf die Pflanzung verzichten bzw. umtauschen.

Außerdem kann man Obstbäume beschneiden und somit die Wuchshöhe begrenzen. Das wäre doch eine Alternative, dann pflückt sich auch das Obst leichter.

Gruß


Kommentar von Norina1603 ,

Genau so sehe ich das auch, außerdem wird kein Obstbaum sich selbst überlassen, sondern bekommt jährlich einen Erziehungsschnitt!

Antwort
von Bitterkraut, 24

Und warum kommst du nicht auf die Idee, daß auch die Angabe im Netz falsch sein könnte? Woher weißt du denn, daß das Netz recht hat und der Züchter unrecht?

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