Wer haftet für ein Paket?

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7 Antworten

Für mich ist die Sach klar, ich bin aber kein RA ;-)

Du hast keinen Ablagevertrag mit DHL. Trotzdem wurde dein Paket, wo auch immer, hinterlegt.

Wo, kannst du nicht wissen - du hast ja keinen Ablageort vereinbart. Du hast dich zusätzlich wohl auch bei den Nachbarn erkundigt, ohne Erfolg.

Meiner Meinung nach ist hier DHL in der Pflicht das verschwundene Paket wieder zu beschaffen oder zu ersetzen, weil es ja eindeutig deren Verschulden ist, dass das Paket nicht ordnungsgemäß zugestellt wurde.

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Erst mal dem Mahnbescheid widersprechen. Das geht ohne Begründung, nur die Frist von 2 Wochen ist einzuhalten.

Deiner Beschreibung nach erscheint die Haftungsfrage klar: der gewerbliche Verkäufer haftet bis zur Übergabe der Ware. Da es keine Abstellgenehmigung für den Zusteller gab, hätte die Sendung entweder in einer DHL-Filiale zwischengelagert werden oder als "unzustellbar" an den Absender zurückgesandt werden müssen.

Es wäre ratsam, wenn Deine Freundin vorsorglich selbst ihren Anwalt konsultiert. Wenn der Wert der Sendung höher war, könnte der Verkäufer Klage erheben. Dann gehts vor Gericht, und bekanntlich ist man vor Gericht und auf hoher See in Gottes Hand....

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Auf jedem Fall dem Mahnbescheid widersprechen. Frist beachten ! Abwarten was weiter passiert. Ich denke der Absender muss beweisen, dass das Paket bei euch angekommen ist,bzw. wer es angenommen hat. Als gewerblicher Verkäufer liegt das Versandrisiko ohnehin bei ihm. (Meine ich zumindest, bin aber kein Jurist).

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Also beide Seiten- auch Du= Freundin!- haben 2 Jahre mal nichts gemacht, wohlwissend, dass da was nicht stimmt?

Das ist natürlich schon arge verschlürerei.

Ich würde mcih dann wenigstens jetzt vernünftig darum kümmern und das klären. Ist das eine Mahnung vom Betrieb oder ist es schon ein gerichtlicher Mahnbescheid?

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Kommentar von Hanlancreek
15.02.2016, 11:18

Wir haben ja reagiert und uns mit dem Anwalt auseinandergesetzt, nur dieser hat uns eben nie einen Nachweis zukommen lassen

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Du wirst dich vor Gericht mit ihm treffen, sofern du dem Mahnbescheid widersprichst.


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Ich hätte, wenn ich der Anbieter wäre, bereits 2013 bei DHL einen Nachforschungsantrag gestellt nach dem Paketverbleib. Es kann ja nicht sein, dass ein Paket (ist standardversichert bis zu einem Wert von 500 Euro) einfach mal so irgendwo abgestellt wird, und dann der Empfänger, der das Paket dort auch nie vermutet hätte, dann für den Inhalt aufkommen soll, obwohl er es nie in den Händen gehabt hat.

Daher erscheint mir das Nichtstun des Anbieters reichlich unseriös. Gerade, wenn man wertvolle Dinge versendet, möchte man doch schon im eigenen Interesse, dass der Empfänger sie dann auch erhält.

Meiner Ansicht nach spielt der Anbieter mit gezinkten Karten, und sein Anwalt weiss, dass er vor Gericht keine Chancen hätte, weil er nicht nachweisen kann, dass Ihr das Paket erhalten habt.

Schaltet am Besten selbst einen Anwalt ein, der Euch umfassend berät und ehrlich Euren rechtlichen Stand in dieser Sache beurteilt.

Ich habe mich selber zu meinem Leidwesen schon öfters zu einem Anwalt begeben müssen, und weiss, wie schwer dieser Schritt fällt. Nicht nur wegen der Kosten, sondern, weil man damit auch quasi eingesteht, es alleine nicht mehr geregelt zu kriegen. Ich habe aber total Glück gehabt, auf Anhieb einen wirklich kompetenten Anwalt zu finden, der mich in allen Fällen, die so im Lauf der Jahre entstanden, immer super vertreten und beraten hat.

Achja, und man zahlt erstmal immer nur einen gewissen Prozentteil des Streitwertes an den Anwalt, wenn dieser aktiv wird, man ihn also damit beauftragt. Bei der ersten Beratung kann er Euch eine Tabelle dazu zeigen, auf der die Prozentsätze draufstehen, dann könnt Ihr Euch ausrechnen, wie hoch die Kosten etwa ausfallen.

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Am besten gehst du zu einem Anwalt, der erledigt dann alles für dich. LG

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