Frage von ebert1987,

Wer haftet für den Versand in einem unversicherten Brief

Ich habe seit einigen Wochen ein Gewerbe angemeldet und verkaufe Produkte über ebay. Ich habe heute ein Mahnbescheid bekommen wegen eines nicht erhaltenen Artikel ( DVD Kosten 13,99 inkl. Versand ) die Frage ist nun ich habe die DVD verschickt und sie kam nicht an! Was kann ich nun machen? Muss ich die Mahnkosten alles zahlen ? oder lohnt sich ein Widerspruch? Es geht mir nicht unbedingt um die knapp 45 Euro Mahnkosten sondern ums Prinzip wer haftet und was für ein Gesetzesabsatz gibt es hierzu ?

Bitte um Hilfe bin echt überfordert!

Danke schonmal

Antwort von Lea2006,
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Gewerbliche Verkäufer haften immer dafür, dass eine Sendung ankommt. Von Privat zu Privat kann die Haftung auf den Käufer übertragen werden, wenn dieser den unversicherten Versand wollte.

Antwort von mexxima,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Als gewerblicher Händler bis du für den Versand verantwortlich und auch ersatzpflichtig bei Verlust.

Kommentar von zaubermaus036,

Daran zweifel ich allerdings.

Kommentar von Mismid,

das ist aber so vollkommen korrekt! Kannst du im Gesetz nachlesen

Kommentar von mexxima,

Da du die Sendung als Brief geschickt hast, ist der Verlauf nicht mehr nachvollziehbar. Für die Zukunft bitte vormerken: Keinen unversicherten Versand anbieten!

Antwort von Pinnirapus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hat der Käufer denn eingewilligt, das unversichert schicken zu lassen? Dann ist es sein Pech! Ansonsten IMMER absprechen!

Kommentar von ebert1987,

Also in der Artikelbeschreibung stand ganz deutlich Versand: Deutsch Post Brief, und ich meine da er dies eingewilligt hat müsste doch auch dies sein problem sein wenn er es kauft oder?

Kommentar von Mismid,

nein das ist falsch! Gewerbliche Verkäufer haften immer für den Versand - egal wie sie es versenden

Kommentar von Pinnirapus,

ah- ok Entschuldigung! Das hatte ich nicht bedacht ^^°

Antwort von simikra,
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lieber versichert versenden dann bist du immer auf er sicheren seite

Kommentar von Mismid,

ja, man darf nur nicht explizit damit werben, sonst könnte es sein daß man deshalb eine Abmahnung bekommt, da der Kunde ja auch bei unversichertem Versand auf der sicheren Seite ist

Antwort von yayas,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

niemand

Kommentar von Mismid,

doch der Verkäufer

Antwort von possel,

Guckst Du hier: http://pages.ebay.de/rechtsportal/gewerbliche_vk_8.html - das Versandrisiko trägst also tatsächlich Du als Händler... Hat denn Dein Kunde den Mahnbescheid aus heiterem Himmel geschickt? Oder hat er dich vorher zum Ersatz der Ware/des Kaufpreises aufgefordert? Im ersteren Fall würde ich natürlich dem Mahnbescheid widersprechen, ansonsten halt als Lehrgeld verbuchen...

Kommentar von ebert1987,

er hat davor mit ebay nicht erhaltenen Artikel geklärt wie auch immer, nach dem ich dann geschrieben habe, dass ich natürlich kein Schriftstück habe welches beweißt das ich es verschickt habe kam dann heute dieser Mahnbescheid,

Kommentar von ebert1987,

was soll ich nun tun ? also zahlen ? oder lohnt sich ein widerspruch ?

Kommentar von ebert1987,

???

Kommentar von Mismid,

ich würde die Ware nochmals liefern, diesmal per Einschreiben

Antwort von Mismid,

bei gewerblichen Verkäufern haftet immer der Verkäufer. Wenn du versichert verschickst, kannst du es dir aber über die Versicherung zurückholen

Kommentar von ebert1987,

was soll ich jetzt in meinem Fall tun ? Sollte ich also kein Widerspruch einlegen und es einfach zahlen ?

Kommentar von Mismid,

http://www.versandhandelsrecht.de/?url=news&gl[detailid]=106

Übrigens kann es schon zu einer Klage und Abmahnung führen wenn man damit reinschreibt daß der Versand unversichert wäre, da das Risiko ja trotzdem beim Verkäufer bleibt. werbt, daß man nur versichert verschickt

Antwort von Nigella,

Ein normaler Brief ist nicht versichert. Glaube auch nicht, dass man das Risiko auf den Empfänger übertragen kann durch eine Klausel wie 'normaler Postversand auf Risiko des Empfängers', falls doch, wäre das künftig eine Möglichkeit. Ich würde aber immer versichert schicken, um solche Probs auszuschließen!

Kommentar von ebert1987,

aber ich meine was ist nun mit dem Mahnverfahren, wenn es vor Gericht gehen sollte wie kann ich beweisen das ich es losgeschickt habe und wie will er beweisen, dass er es nicht erhalten hat?

da muss es doch irgendein § geben oder nicht ?

Kommentar von Mismid,

er muß es nicht beweisen! Du müßtest beweisen, daß er es nicht bekommen hat. Aber das ist fast unmöglich, es sei denn er hätte am gleichen Tag den Gegenstand wieder bei Ebay reingestellt. Als gewerblicher Verkäufer ist man immer für den Versand verantwortlich

Kommentar von Nigella,

Bei einem normalen Brief kannst du nicht beweisen, dass du ihn verschickt hast. Wie oder womit denn auch? Die Beweislast läge auch bei dir- er muss nicht beweisen, dass er es nicht erhielt (wiederum: wie auch?). Würde an deiner Stelle das zahlen, was angefallen ist und gut. Und bist um eine Erfahrung reicher. Leider!

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