Frage von Rosenfrau,

Wer haftet bei Unfällen, wenn man privat putzen geht?

Meine Nichte hat eine Putzstelle angenommen. Ein großes Haus mit vielem Nippes, vielen Treppen und Fenstern. Klar, es ist nicht angemeldet. Wer haftet nun, wenn sie z. B. da von einer Leiter fällt oder auf nassem Boden ausrutscht? Oder was ist, wenn sie was aus versehen kaputt macht?

Hilfreichste Antwort von GhastlyGherkinG,
4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Bei einem Unfall:

.

Erleidet ein Schwarzarbeiter bei der Arbeit einen Unfall, bleibt es dabei, dass er den vollen Leistungsanspruch der gesetzlichen Unfallversicherung hat und die Berufsgenossenschaft den Schwarzarbeiter behandeln muss wie einen ordentlich versicherten Arbeitnehmer, der einen Arbeitsunfall erleidet. Die Berufsgenossenschaft kann aber jetzt alle entstehenden Kosten bei dem „Unternehmer“ einfordern, der die Schwarzarbeit in Auftrag gegeben hat. Als „Unternehmer“, der Dienst- oder Werkleistungen in Schwarzarbeit erbringen lässt, gilt derjenige, der für die von ihm beschäftigten Arbeitnehmer nicht ordnungsgemäß Beiträge entrichtet. Da die Beiträge für die Berufsgenossenschaft rückwirkend für das letzte Jahr entrichtet werden, wird für die nicht ordnungsgemäße Beitragsentrichtung auf die Abführung der Sozialversicherungsbeiträge an die Einzugsstelle für die Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgestellt.

http://www.zdb.de/zdb.nsf/0/CF37D549F302D5A9C1256F810049D37E?openDocument

.

wenn sie etwas kaputt macht evtl ihre Haftpflicht

Kommentar von adianthum,

Meine Frage jetzt: gilt das für alle Sparten, oder nur für das Baugewerbe?

Kommentar von GhastlyGherkinG,

Nein, das Gesetz ist Spartenübergreifend, war Zufall das ich nun diese Seite geöffnet habe.

Zu beachten ist auch, dass nicht nur dem "Arbeitgeber" unagenehme Folgen ins Haus stehen, auch der Arbeitnehmer macht sich strafbar.

Ganz besonders wenn er Sozialleistungen bezieht.

Falls er auch reell arbeiten geht, wird auch der richtige Arbeitgeber nicht begeistert sein und darf sogar kündigen.

Antwort von schildi,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

sie sollte angemeldet sein und auch versichert

Antwort von nancyg,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

das ist dein problem du kannst dich aber versichern lassen muß aber dein chef/chefin machen.

Antwort von JeanRutti,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

auch wenn man privat putzt sollte der ag die jenige bei der unfallversciherung anmelden, es kann ja immer etwas passieren

Antwort von moon73,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Sie selbst. Sie sollte darauf bestehen, dass sie als Minijob angemeldet wird, dann ist sie nämlich auch versichert. Ansonsten sollte sie eine private Unfallversicherung abschließen.

Antwort von schlaubaerchen,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Sie selber haftet bei unfällen.

Antwort von lukeskywalker1,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

wenn sie nicht angemeldet ist, sie selber.

Antwort von Amilia08,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

gute frage. Erstmal bekommt sie und ihr "Arbeitgeber" mächtig Ärger. Aber selbst schuld. Schwarzarbeit ist nunmal verboten. Ich hätte gesagt ihre Unfallversicherung.

Antwort von ungererbad,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn sie was aus Versehen kaputt macht: Haftpflichtversicherung. Wenn sie einen Unfall hat: Niemand.

Kommentar von mig112,

Diese Antwort erhält den ZONK!!!

Antwort von Nina2407,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

sie selbst glaub ich

Antwort von Qetan,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Das ist ihr privates Risiko.

Antwort von tanni67,

Großes Pech! Für Schäden am Inventar haftet evtl. ihre private Haftpflichtversicherung, wenn sie eine hat. Über die Unfallversicherung ist sie nicht abgesichert, weil sie nicht gemeldet ist. Diese wäre sonst dafür zuständig bei Arbeitsunfällen!

Antwort von Manne67,

"Klar, es ist nicht angemeldet." Warum ist das klar? Das ist Schwarzarbeit wie es im Buche steht. Zunächst wird vermutlich (ohne Gewähr) die Kasse Deiner Nichte zahlen. Es kann aber vorkommen, dass die sich das Geld von Deiner Nichte wiederholt (und das ist nicht selten).

Antwort von mig112,

Die BG zahlt auch bei Schwarzarbeitern... unverständlicherweise!

Wenn sie aus Versehen etwas beschädigt, kann der Auftraggeber gar keine Ansprüche (lt. BGB) geltend machen.

Kommentar von GhastlyGherkinG,

Aber fordet wenigstens alle Beiträge von dem "Arbeitgeber" nach :-)

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