Frage von CreativeBlog, 216

Wer hätte Recht gehabt - Auto fahren?

Guten Morgen,

Ich hab mich gerade gefragt, wer hätte in dem Falle Recht gehabt.

Ich war eben auf der Autobahn unterwegs, in eine Richtung 2 Spurig. Ich fuhr auf der rechten Seite. Fuhr auch laut angaben 120 km/h. Auf der rechten Fahrbahn kam dann eine Einfahrt für neue Autofahrer ( oder wie man es auch nennen möchte). Dieser raste rein. Und ohne wirklich zu schauen ziehte dieser Fahrer rüber.

Ich musste einen Ausweich Mannöver einleiten und verlor fast die Kontrolle und musste ruckartig (mein Glück das keiner da war ) auf die linke Fahr bahn ziehen.

Nachdem diesem Ereignis fuhr dieser verursacher so langsam, das er bloß nicht in meine Richtung kam.

Meine Frage: Wer wäre der schuldige gewesen? Sie oder ? Oder hätte ich auf jeden fall platz machen müssen (auch wenn ihre Fahrspur endet hätte auf den Seitenstreifen fahren müssen) wäre nicht anders gegangen.

mfg

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für Auto, StVO, Verkehr, 66

Wenn man viele dieser Antworten hier liest wird klar warum sich ein Großteil der Verkehrsteilnehmer beim Auffahren auf die Autobahn völlig falsch verhält - sie wissen es nicht besser.
Offenbar denken viele auch noch sie wären im Recht, denn Aussagen wie "Reißverschlussverfahren" "Du musst Platz machen" o.ä, lassen da keinen anderen Schluss zu.

Richtig ist es so:
Derjenige der sich bereits auf der Autobahn befindet hat Vorfahrt.Er kann einem Auffahrenden Platz machen wenn er dabei keinen Anderen behindert - er muss es aber nicht.

Der Auffahrende trägt ganz allein die Verantwortung dafür wie er den Auffahrvorgang gestaltet. Er darf niemanden dazu zwingen abzubremsen oder den Fahrstreifen zu wechseln. Wenn er es nicht schafft ohne Behinderung Anderer auf die Autobahn aufzufahren dann muss er notfalls am Ende des Beschleunigungsstreifens halten - das ist zwar Praxisfern, aber so gibt es die StVO vor.

Kommentar von Antitroll1234 ,

...so isses.

Kommentar von coding24 ,

Und wie genau ist nun die Rechtslage, wenn etwas passiert? Wer trägt dann rechtlich gesehen wieviel Prozent Schuld?

Hier wurde ja erst einmal beschrieben, wie man sich zu verhalten hat. Aber eine rechtliche Folge für die Verkehrsteilnehmer ist hieraus nicht zu entnehmen. Ist es korrekt, dass hier für den auf der Autobahn fahrenden auch eine Betriebsgefahr, ausgängig vom Betreiben des KFZ, ausgeht? Oder existiert dies nicht?

War es vorhersehbar, dass das vorausfahrende Fahrzeug durch setzen des Blinker und starkes Beschleunigen vom Beschleunigungsstreifen auf die Fahrbahn einbiegen wollte und wäre dieser Unfall durch den Auffahrenden vermeidbar gewesen?

Die Betriebsgefahr wird aber nicht vollständig durch das Verschulden
überlagert. Ein Sockelbetrag bleibt. Bei Pkw wird er meist mit 25
Prozent Mithaftung angesetzt. Diese entfällt nur, wenn der Unfall für
den Betroffenen „unabwendbar“ war. Es ist also zu hinterfragen, inwiefern dieser Unfall "unabwendbar" war - oder ob ein einfaches, vorausschauendes Fahren hier bereits zur Unfallvermeidung geführt hätte.

Im aktuellen Fall war es ebenso sichtbar, dass der PKW vom Beschleunigungsstreifen auf die Fahrbahn auffahren wollte. Hierbei ist beispielsweise zu klären, ob man von einer "unklaren Verkehrslage" ausgehen konnte - gemessen am blinken und starken Beschleunigen des Fahrzeuges auf dem Beschleunigungsstreifen, kann man argumentieren dass das Vertrauen, gefahrlos überholen zu können, nach den Gesamtumständen zumindest erschüttert sein könnte. In diesem Fall würde wiederum eine Teilung der Schuld zur Debatte stehen.

Diese Aussagen sind von mehreren BGH-Urteilen gestützt und es ist generell darauf zu achten, dass zwischen "Verschuldensunabhängiger Haftung" und "Haftung bei Verschuldung" zu unterscheiden ist. Hilfreich hierbei ist auch Gesetzesgrundlage §17 StVO. Diese umfassen exakt die Aussage, dass der Unfall "unabwendbar" gewesen sein muss. In diesem Falle war er jedoch eindeutig abwendbar.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Und wie genau ist nun die Rechtslage, wenn etwas passiert? Wer trägt dann rechtlich gesehen wieviel Prozent Schuld?

Der Fragesteller in dem geschilderten Fall 0%, der Auffahrende 100%.

Ist es korrekt, dass hier für den auf der Autobahn fahrenden auch eine Betriebsgefahr, ausgängig vom Betreiben des KFZ, ausgeht? Oder existiert dies nicht?

Klar existiert eine Betriebsgefahr, dies hat für die Beantwortung des hier gestellten Szenario aber gar keine Relevanz, da eine Missachtung der Vorfahrt vorliegt und der Auffahrende ohne Rücksicht auf die Fahrbahn der AB fährt.

Es ist also zu hinterfragen, inwiefern dieser Unfall "unabwendbar" war - oder ob ein einfaches, vorausschauendes Fahren hier bereits zur Unfallvermeidung geführt hätte.

Im geschilderten Fall ist gar nichts zu hinterfragen sondern sehr klar.

Etwas anderes wäre es wenn der Auffahrende bereits auf dem Fahrstreifen der AB wäre und ihn dann jemand hinten rein fährt, dann wäre unter Berücksichtigung des zeitlichen Geschehens vom Auffahren auf den Fahrstreifen bis hin zum Unfall eine mögliche Haftung des bereits auf der AB befindlichen Fahrers anhand seiner Geschwindigkeit und Vermeidung des Auffahrunfalles zu diskutieren.

Aber hier liegt der Fall eindeutig, der Auffahrende fährt ohne Rücksicht auf die AB, missachtet die Vorfahrt und fährt jemanden auf dem rechten Fahrstreifen in das Fahrzeug. Derjenige der sich bereits auf der AB befindet muss gar nicht mit einem solchen verkehrswidrigen Verhalten rechnen, dies ist schon eine Gefährdung nach StGB §315c Abs.2(a).

Kommentar von Crack ,


Hier wurde ja erst einmal beschrieben, wie man sich zu verhalten hat. Aber eine rechtliche Folge für die Verkehrsteilnehmer ist hieraus nicht zu entnehmen. Ist es korrekt, dass hier für den auf der Autobahn fahrenden auch eine Betriebsgefahr, ausgängig vom Betreiben des KFZ, ausgeht? Oder existiert dies nicht?

Natürlich gibt es eine Betriebsgefahr, die geht von jedem Kraftfahrzeug aus. Das wurde auch nie bestritten.

In der Frage geht es aber um die rechtliche Einordnung der Schuld nach StVO - das habe ich beantwortet.

Die Betriebsgefahr kommt nur dann zum Tragen wenn es um die Schadenregulierung geht, und sie kann auch nur dem Halter des KFZ zum Verhängnis werden.


War es vorhersehbar, dass das vorausfahrende Fahrzeug durch setzen des Blinker und starkes Beschleunigen vom Beschleunigungsstreifen auf die Fahrbahn einbiegen wollte und wäre dieser Unfall durch den Auffahrenden vermeidbar gewesen?

Dieser Argumentationsansatz ist nicht zielführend.
Demnach könnte z.B. jeder durch schnelles heranfahren an eine Vorfahrtstraße den Anderen dazu bringen aus Angst um eine Teilschuld auf sein Vorfahrtrecht zu verzichten.
Genau so stellst Du den Sachverhalt in unserer Frage dar.
Denn: Es gibt ebenso auch einen Vertrauensgrundsatz.
Dieser besagt das jeder Verkehrsteilnehmer darauf vertrauen darf das sich Andere StVO-konform verhalten.

Das es sich beim Auffahren auf eine Autobahn um einen Fahrstreifenwechsel handelt dürfte unbestritten sein?
Dann lies Dir das mal durch:
OLG Brandenburg v. 01.03.2007:
Kommt es in Höhe einer Autobahneinfahrt zu einer Kollision zwischen einem überholenden Kfz und einem vor einem einfahrwilligen Kfz-Führer nach links auf die Überholspur ausweichenden Klein-Lkw, so trifft den Klein-Lkw-Führer die volle Haftung; die Betriebsgefahr des überholenden Kfz tritt hinter dem groben Verschulden des Lkw-Fahrers zurück.

Jemand wechselt unbedacht den Fahrstreifen, begeht damit eine OWi die er grob verschuldet hat und trägt dann 100% der Schuld - die Betriebsgefahr des Unfallbeteiligten wird deshalb nicht berücksichtigt.
Einen gleichwertigen Fall haben wir auch in der Fragestellung,
egal was Du noch aus dem Internet hier her kopierst...

Kommentar von Hamburger02 ,

Genau so sehe ich das auch. Wer auffährt, hat die Vorfahrt zu achten und darf dabei niemanden gefährden oder behindern. Kommt es zum Unfall, müsste dem Vorfahrtsberechtigten erstmal konkret eine Teilschuld nachgewisen werden.

Antwort
von Antitroll1234, 45

Wer wäre der schuldige gewesen?

Derjenige der von der Einfädelungsspur auf die Fahrbahn der AB wechselt.

Oder hätte ich auf jeden fall platz machen müssen

Nein Du musst nicht auf den linken Fahrstreifen wechseln.

Antwort
von Healzlolrofl, 63

Kommt wohl auf die Fahrbahn drauf an -
habe Dir mal ein Auffahrt, welche mir sehr geläufig ist, hochgeladen.

Diese Auffahrt kann man manchmal sehr anstrengend sein.
Linke und Rechte Fahrbahn ist voll - du kommst von der Auffahrt und MUSST rüber da sonst der Bordstein und die Wand kommt. Wenn du zu schnell auf der Auffahrt unterwegs bist, dann hast du ein Problem.

Der Weisse kann in diesem Fall auch nicht einfach links rüber sondern muss anhalten damit er auf die rechte Fahrbahn gelangt.

Aber... in deinem Fall... natürlich gilt immer vorausschauend fahren, somit siehst du als erstes das jemand von einer Auffahrt auf die Autobahn gerast kommt. Natürlich kann er auch nicht einfach Rüberziehen... ich überlasse die endgültige Entscheidung wie die Sachlage ist mal den Experten.

Kommentar von CreativeBlog ,

Danke für die Antwort,

also so wie das Bild, war es natürlich nicht. Man hätte auf den Seitenstreifen noch 10 km fahren können, ohne das ein Hindernis kommt.

Kommentar von peterobm ,

nennt sich Pannenstreifen, nicht zum Fahren vorgesehen

Kommentar von Healzlolrofl ,

Da muss ich Peterobm recht geben - auf dem "Seitenstreifen" / Pannenstreifen darf normalerweise nicht gefahren werden.

Kommentar von CreativeBlog ,

''Normalerweise'' ist ja auch kein normal zustand gewesen. 

Antwort
von peterobm, 45

Teilschuld, du hast das Fahrzeug gesehen und hättest ohne Gefährdung auf die linke Spur wechseln können; macht man eigentlich so. Dadurch erleichtert man das Einscheren. 

Im Notfall hast immer noch eine Bremse

Ich musste einen Ausweich Mannöver einleiten und verlor fast die Kontrolle und musste ruckartig (mein Glück das keiner da war ) auf die linke Fahr bahn ziehen.

bei rechtzeitiger Reaktion deinerseits wäre gar nix passiert ^^

auch der Auffahrende darf nicht darauf vertrauen, dass ihm Platz gemacht wird. 

Kommentar von CreativeBlog ,

Er fuhr minimal schneller als ich aufeinmal. Bremsen war nicht möglich, weil der hintere in mich rein geknallt wäre (vermutlich)

Kommentar von peterobm ,

warum nicht früher auf die linke Spur? 

wolltest am Rechtsfahrgebot nicht rütteln?

Antwort
von suessf, 95

Der fliessende Verkehr auf der Autobahn hat gegenüber der Einfahrt Vortritt. Daran gibt es nichts zu rütteln -> der andere hätte bei einem Unfall Schuld gehabt.

Aber du hast selbstverständlich "richtig" reagiert! Wenn man ausweichen kann, dann sollte man das tun -> wir sind ständig angehalten "mitzudenken". Und da du ja Platz hattest, war's absolut richtig, hier Platz zu machen. Hättest du aber keinen Platz gehabt, wärst du nicht einmal verpflichtet gewesen, (stark) abzubremsen, sondern der andere hätte entsprechend bremsen und im schlimmsten Fall halt auch warten müssen.

Antwort
von DasWeiseKind, 69

Wenn man auf einer Autobahnauffahrt keine freie Lücke findet,  weil die Autobahn halt gerade stark frequentiert ist, dann muss man am Ende der Auffahrt stehen bleiben.

Also bei einem Unfall hätte dieser/diese Schuld gehabt.  Ein Riesenproblem ist es, wenn du,  wie du geschrieben hast, ein Ausweichmanöver auf die linke Spur machst und es dann geknallt hätte, weil da Verkehr gewesen wäre. Eigentlich wäre immernoch der/die auf die Autobahnauffahrende der Verursacher gewesen und damit Schuld...aber beweise das mal.

Gut, dass nichts passiert ist.

Immer schön vorausschauend fahren. Liebe Grüße 

Kommentar von CreativeBlog ,

Ich hab natürlich nicht einfach rüber gezogen. Ich hab halt sehr schnell reagiert. Hatte gemerkt, das er rüber zieht, leicht an links angesetzt (Schulter und Spiegel Blick ) und halt stark eingeschlagen, als dieser dann meine Fahrbahn einnahm. 

Kommentar von aloisff ,

Ehrlich gesagt: Zwar hättest Du wie ich schon geschrieben habe keine Schuld im Falle eines Unfalls gehabt, es liest sich aber so, als ob Du die Situation durch vorrausschauendes Fahren für alle vereinfachen hättest können:
- Eine Autobahnauffahrt kommt ja nicht plötlich, warum wechselst Du nicht schon vorher die Spur wenn die linke frei ist
- ausserdem ist die Auffahrt meist über 100 m lang, Du wirst also die Auffahrende schon früh gesehen haben, wenn links nicht frei wäre, warum nicht im Vorhinein schon mal eine ausreichend grosse Lücke lassen

Antwort
von Schnueffler00, 86

Wäre der Fahrer der gerade auf die Autobahn rauf kommt dir rein gefahren wäre dieser schuld gewesen.

In so einem Fall versuchen sich das Kennzeichen zu merken und direkt die Blauen anrufen. Natürlich NICHT beim Autofahren und Freisprecheinrichtung.

Kommentar von Blindi56 ,

Wozu das? Auch auf der Einfädelspur soll man zügig fahren. Daher sollten die auf der Autobahn nach Möglichkeit vorher nach links ausweichen.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Daher sollten die auf der Autobahn nach Möglichkeit vorher nach links ausweichen.

Wo hast Du denn das her ?

Kommentar von Crack ,

Daher sollten die auf der Autobahn nach Möglichkeit vorher nach links ausweichen.

Das müssen sie aber nicht - die Verantwortung trägt allein der Auffahrende.

Antwort
von Blas4me, 84

Die Autobahnfahrer haben Vorfahrt.

Jedoch macht man Platz für Auffahrer, sofern es möglich ist.

Kommentar von Schnueffler00 ,

Sofern es möglich ist, ja. Aber man ist nicht verpflichtet links rüber zu ziehen um Platz zu machen. Ich glaube, die Mehrheit der deutschen Autofahrer glaubt das nämlich. Wie oft musste ich auf der linken Spur schon in die Eisen gehen weil irgendein Vollhonk mit Tempo 90 meint links rüber zu ziehen um dem Beschleunigungsstreifen Platz zu machen...

Kommentar von Blas4me ,

Wie oft musste ich mich schon über Fahrer aufregen, die trotz leerer Autobahn keinen Platz gemacht haben...

Antwort
von kahil12, 60

Das ist eine schwere Sache der Vekehr auf der Autobahn hat natürlich vorfahrt das Problem liegt allerdings darin das du dem anderen Auto das auffahren auf die Autobahn ermöglichen musst also hättest du im falle eines unfalls eine Teilschuld bekommen da wie du schreibst ja die linke spur frei war.Am besten ist es immer noch wenn du eine dashcam im auto hängen hast die pausenlos den Verkehr filmt aber achtung dise muss von der Polizei wegen datenschutz beschlagnahmt werden sonst darf sie nicht der strafverfolgung dinnen

Kommentar von Crack ,

das du dem anderen Auto das auffahren auf die Autobahn ermöglichen musst

Das ist falsch!

Antwort
von TheHeckler, 81

Das Fahrzeug, welches sich in den fließenden Verkehr einfädeln will muss besondere Vorsicht walten lassen - sprich: Die Person die auf dem Beschleunigungsstreifen gewesen ist.

Antwort
von TimmyEF, 75

Ich sage mal das wären 70 - 30 gewesen. 70 Prozent für den der auffährt und 30% für Dich.
Er ist aufgefahren ohne auf den fließenden Verkehr zu achten. Du hättest auf die linke Spur (wie du sagtest war dort keiner) ausweichen können. Vorrausschauendes fahren nennt man das

Kommentar von Crack ,

und 30% für Dich.

Kannst Du das auch begründen?

Man kann zwar wechseln, verpflichtend ist das aber nicht.

Kommentar von TimmyEF ,

§1 STVO Gegenseitige Rücksichtnahme.
Darauf berufen sich die Herren in Grün oder Blau gerne.

Kommentar von Antitroll1234 ,

Nein, hier greift StVO §18 Abs.3, die Schuld läge zu 100% beim Auffahrenden in diesem Fall.

Kommentar von coding24 ,

Ich wusste gar nicht, dass man heutzutage nicht mehr dazu angehalten ist, Unfälle zu vermeiden. Also hätte man einfach draufhalten sollen. Danke :)

Kommentar von Antitroll1234 ,

Also hätte man einfach draufhalten sollen

Nein, das ist mit gleichbleibender Geschwindigkeit und Abstand zum Vordermann alles nötige erfüllt von demjenigen der bereits auf der AB ist.

Der Einfahrende hingegen hat eine besondere Vorsicht walten zu lassen und MUSS die Vorfahrt der Fahrzeuge auf der durchgehenden Fahrbahn beachten.

Dies hat auch nichts damit zu tun Unfälle zu vermeiden, sondern die Frage lautet wer in diesem Fall Schuld hätte, und dies wäre in diesem Fall zu 100% der Auffahrende.

Antwort
von Repwf, 65

Der andere ist schuld, hätte schlimmstenfalls sogar anhalten müssen wenn er nicht weiter kommt! 

Antwort
von Dommie1306, 26

Hallo,

wie Crack schon richtig sagte, liegt die Schuld hier zu 100% bei dem in die Autobahn Einfahrenden (nach meinem Rechtsverständnis).

Die ist klar im §18 StVO geregelt und würde bei einem Unfall zu folgenden Bußgeldtatbestand führen:

Bußgeldkennzahl:

 

118626

Verkehrsordnungswidrigkeit:

Sie fuhren auf die Fahrbahn ein, ohne die Vorfahrt des auf der

durchgehenden Fahrbahn fahrenden Kraftfahrzeuges zu beachten.

Es kam zum Unfall.

Verletzte Vorschrift:

§§ § 18 Abs. 3, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 82 BKat;

§ 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Bußgeld:

 110 Euro

Punkte:

 1

Du kannst das Rechtsfahrgebot im vorliegenden Fall ignorieren und dem anderen Verkehrsteilnehmer das Einfahren auf die Autobahn ermöglichen/erleichtern, in dem du auf die linke Fahrspur ausweichst. Musst dies aber nicht tun!

Dennoch wird die gegnerische Versicherung / der Gegnerische Anwalt versuchen, auf

§ 1 StVO
Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

zu klagen, um dir eine Teilschuld zuzuschieben. Keiner von uns ist hier ein Richter, daher kann dir auch niemand sagen, ob du nicht doch eine Teilschuld bekommen würdest, da du ja Platz gehabt hättest, bereits im Vorfeld auszuweichen...

Wie schon gesagt, ich denke nicht.

Antwort
von HobbyTfz, 9

Hallo CreativeBlog

Der auf der Autobahn fährt hat Vorrang gegenüber einem auf die Autobahn auffahrendem Auto.

Wenn ich auf der Autobahn fahre und bemerke dass bei der Auffahrt ein Wagen kommt dann wechsle ich (bei freier Fahrspur) auf die linke Spur um den Auffahrenden ein leichtes Auffahren auf die Autobahn zu ermöglichen. Das ist rücksichtsvoll und für mich auch kein unnötiger Aufwand

Gruß HobbyTfz

Antwort
von coding24, 91

Generell hast du bei der Teilnahme am Straßenverkehr immer eine Teilschuld, sofern dem anderen Autofahrer keine grobe Fahrlässigkeit oder Absicht zu unterstellen ist.

In deinem Fall hätte ich gesagt, dass hier fahrlässig gehandelt wurde - jedoch nicht grob fahrlässig. Da du selbst links neben dir eine freie Spur hattest, hättest du natürlich auch vorausschauend fahren können und der Teilnehmerin, welche sich auf die Autobahn einordnen möchte, Platz machen können. Dafür hättest du lediglich kurz die linke Spur verwenden müssen.

Ich denke, in diesem Fall liegt der Großteil der Schuld bei der Dame, die vom Beschleunigungsstreifen kommt. Jedoch wird man dir (so denke ich) eine Teilschuld geben. Zum einen hättest du problemlos Platz machen können, sofern du vorausschauend gefahren wärst. Zum anderen ist ihr keine grobe Fahrlässigkeit zu unterstellen. Vielleicht hat sie dich einfach nicht gesehen? Kann passieren.

Hauptschuld: die Dame. Teilschuld: du.

Kommentar von Redgirlreloadet ,

Generell hast du bei der Teilnahme am Straßenverkehr immer eine
Teilschuld, sofern dem anderen Autofahrer keine grobe Fahrlässigkeit
oder Absicht zu unterstellen ist

Öhm nein das ist nicht so

Kommentar von coding24 ,

Doch. Das nennt sich "Betriebsschuld".

https://dejure.org/gesetze/StVG/7.html

https://www.haufe.de/recht/weitere-rechtsgebiete/verkehrsrecht/autofahrer-grunds...

Bevor du solchen Unsinn von dir gibst, belies dich erstmal.

Kommentar von Redgirlreloadet ,

Lass doch mal das Stammtisch geblubber sein mit Irgendwelchen Paragraphen die ihr wahrscheinlich selber nicht versteht Mir ist an der Ampel jemand hinten drauf geknallt und hat mich dabei auf den Vordermann geschoben (alle beteiligten Autos kaputt), und ich habe Keinerlei Schuld zugesprochen bekommen

Kommentar von coding24 ,

Na, zum Glück ist das sowas von vergleichbar. Hast du auch nur im Ansatz den gesamten Text gelesen, den ich geschrieben habe?

Da sind nämlich (genau wie unter den Links, die ich gepostet habe) Ausnahmen vermerkt.

Davon abgesehen muss ich mir nicht von einer erzählen lassen, ich verstünde das geschriebene nicht, die "winterraifen" oder "möglischkeiten" schreibt.

Noch dazu hast du selbst nicht einmal den Überblick, was dich bei einem Selbstverschuldetem Unfall erwartet - willst hier aber alle belehren? Lies erstmal die Texte, die man hier schreibt. Dann wüsstest du, worum es geht und würdest nicht so einen Mist schreiben, wie du es hier tust.

Fakt ist: Durch den Betrieb eines PKW wird JEDER Teilnehmer generell erstmal eine Teilschuld an einem Unfall haben. Wie hoch diese Ausfällt, ist abhängig von der Sachlage. Das ändert dennoch nichts daran, dass du generell zunächst eine Teilschuld hast. Ein bisschen juristisches Grundwissen täte dir ganz gut.

Kommentar von Dommie1306 ,

Das ist ja mal - sorry - der dümmste Vergleich zu dieser Frage hierm, der überhaupt möglich gewesen wäre. Du warst im "wartenden Verkehr", rechtlich ähnlich gewürdigt wie der "parkenden Verkehr". Das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem hier vorliegenden Fall zu tun!

Kommentar von Crack ,

Teilschuld: du.

Unsinn.

Kommentar von coding24 ,

Zum einen vermute ich mal: du bist nicht der Richter, der diesen Fall verhandelt hat. Zum anderen denke ich: gängige Richterliche Urteile zu Unfällen im Straßenverkehr hast du nicht gelesen? Und zugutlertzt: worauf fußt denn diese Aussage?

Kommentar von Crack ,

Ein Richter hat damit nichts zu tun, zuerst wäre mal die Bußgeldbehörde an der Reihe.

Nenne doch bitte nur ein Urteil in dem einem auf der Autobahn fahrenden eine Teilschuld zugesprochen wurde weil er den Fahrstreifen nicht gewechselt hat.

Meine Aussagen beruhen auf der Kenntnis einschlägiger Gesetze.

Kommentar von Dommie1306 ,

Korrekt.

Denke mal, dass auch dieses Urteil

http://www.anwalt-bauer.de/urteile/haftung-bei-einfahrt-auf-die-autobahn-84.html

Cracks Aussage unterstützt. Ist zwar nicht 1:1 auf den hier vorliegenden Fall anwendbar, ist aber von der Rechtsgrundlage das gleiche..

Kommentar von coding24 ,

Dann sollte man auch den Kommentar zum Urteil lesen. Dort wird auch auf "In der Regel" verwiesen.

Ansonsten ist die Situation, wie sie dort dargestellt wird, doch eine gänzlich andere?

Antwort
von Blindi56, 46

Wenn eine Einfädelspur zu erkennen ist, sollte man nach Möglichkeit auf die linke wechseln, damit sich die Autofahrer zügig einfädeln können. Aber wer auf der Autobahn ist, hat Vorfahrt...

Gegenseitig aufeinander Rücksicht nehmen, wäre das "Zauberwort".

Antwort
von lordy20, 61

Sie hätte warten müssen. Die Autos auf der Autobahn haben Vorfahrt.
Allerdings lässt man die anderen auch rein, zumal du ja geschrieben hast, das links frei war.

Kommentar von Weichloeter ,

was du da schreibst, entspricht nicht der neuen regelung der stvo.. googlen, ehe man/n was falsches schreibt, wenn man es nicht weiss...

Kommentar von franneck1989 ,

was du da schreibst, entspricht nicht der neuen regelung der stvo.. 

Die da wäre???

googlen, ehe man/n was falsches schreibt, wenn man es nicht weiss...

Meinst du dich selbst?

Kommentar von lordy20 ,

@Weichloeter
StVO von wo? Irak oder Süd-Sahara?

Antwort
von 1988Ritter, 45

Teilschuld.

Es gilt das Gebot des Passivfahrens.

Der Teilnehmer der sich auf der Auffahrt befand hatte Schuld weil er nicht umsichtig den fliessenden Verkehr beachtet hat.

Du hattest Schuld, weil Du den einfahrenden PKW an der Einfädelung gehindert hast.

In der Regel sind die Aufahrten in Deutschland sehr lang und komfortabel einsehbar. Ein Zusammenstoss hätte folglich verhindert werden können.

Lediglich bei einer verkürzten Beschleunigungsspur wäre der Sachverhalt nach örtlicher Gegebenheit zu überprüfen, wobei auch da wahrscheinlich Teilschuld das Ergebniss wäre, da vor verkürzten Beschleunigungsspuren gewarnt wird.

Kommentar von Crack ,

Völliger Unsinn.

Antwort
von Kallahariiiiii, 62

Der andere Fahrer ist schuld. 

Antwort
von aloisff, 52

So wie Du es beschreibst bist Du absolut schuldlos....
Selbst wenn sie sich wegen hohen Verkehrsaufkommens auf das Reißverschlussprinzip berufen würde, wärst Du völlig schuldlos.

Das Reissverschlussprinzip ist keine Verkehrsregel sondern nur eine (gute) Empfehlung. Bei einem Unfall ist auch dann immer der Schuld der die Spur gewechselt hat.

Antwort
von Glueckskeks01, 61

Du hattest Vorfahrt, aber man macht IMMER Platz für Autos die Einfädeln wollen.

Kommentar von CreativeBlog ,

Natürlich, keine Frage.

Auf der Strecke wo sie einfuhr,kann man ordentlich Gas geben (geraden strecke). Ob man es darf, ist wiederum eine andere Sache. 

Aber ich brems ja nicht stark ab, nur damit sie rein kommt. 

Kommentar von natusxy0 ,

Sofern es dir moeglich ist den Fahrstreifen zu wechseln und du siehst das jemand auf die Autobahn moechte, dann wechselt man den Fahrstreifen, aber man bremst wie du schon sagst natuerlich nicht volle Kanne ab.

Ja man soll schon stark beschleunigen um besser in den fliessenden Verkehr zu kommen.

Kommentar von Glueckskeks01 ,

Nein, man wechselt die Spur frühzeitig oder verlangsamt seine Fahrt, damit eine Lücke entsteht.

Kommentar von CreativeBlog ,

Ich bin schon öfter die Einfahrt hoch gefahren, dort steht 70 km/h ausdrücklich auf beiden Seiten. Und wenn man mit mehr als 100 da hoch rast. Dann weiß ich auch nicht. 

Kommentar von tuedelbuex ,

Nein, man wechselt die Spur frühzeitig oder verlangsamt seine Fahrt, damit eine Lücke entsteht.

...man kann die Spur wechseln oder die eigene Geschwindigkeit drosseln, wenn es die Verkehrssituation zulässt.....einen Anspruch darauf hat der Einfädelnde nicht....es gibt also keine Verpflichtung dazu. Was auch völlig richtig ist. Denn würde der Einfädelnde sich nahezu blind auf dieses vermeintliche Recht verlassen (obwohl es für ihn die geringere Gefahr bedeutet, auf dem Beschleunigungsstreifen zu bleiben und ggf. auch dort zu halten), würden die Unfallzahlen sicher in die Höhe gehen. Denn er kann es  (gerade bei starkem Verkehr) weniger zuverlässig beurteilen, ob ein Bremsen oder ausweichen gefahrlos möglich ist als der auf der Autobahn fahrende Fahrer...hätte aber das Recht, einzufahren....eine Art "russisches Roulette".......

Kommentar von peterobm ,

IMMER

völliger Quatsch, nicht möglich wenn auf der linken Fahrbahn extremer Verkehr herrscht .... 

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