Wer gilt als der PKW-Führer: der der die Pedale drückt, oder der der lenkt?

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4 Antworten

Der Begriff des "Führers" wird in der Rechtsprechung unterschiedlich ausgelegt.

Das LG Dortmund (r+s2010, 466) führt aus, dass derjenige Führer ist, der eigenverantwortlich die Verrichtung ausübt, die erforderlich ist, um die bestimmungsgemäßen Triebkräfte des Fahrzeugs auf dieses zur Fortbewegung einwirken zu lassen.

In deinem Beispiel liegt aber arbeitsteiliges Führen vor. Das liegt immer dann vor, wenn jemand vorübergehend das Lenkrad, eine andere Person das Kupplungs-, Brems- oder Gaspedal oder die Schaltung bedient (BGHSt 13, 226, NJW 59, 1883).

Teilen sich zwei Personen die Fahrzeugbedienung, so sind beide Führer ( OLG Hamm, VM 1969,20, VRS 37, 281, NJW 90, 1245).

Beispiel aus der Praxis: bei einem überlangen Schwertransport lenkt der Fahrer das Zugfahrzeug und eine zweite Person die lenkbare Hinterachse des Anhängers/Aufliegers.


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Da das verboten ist, sind beide reif. Dafür müssen sie nicht einmal einen weiteren Verkehrsverstoß begehen.

Gruß Michael

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In Deutschland würden sie deswegen beide belangen, und sei es mit irgend einem Gummiparagraph wegen allgemeiner Verkehrsgefährdung.

Natürlich kann man als Schwarzer in den USA ohnedies jederzeit belangt werden wegen "driving while black", von daher hatten die eh nichts zu verlieren.

In der Fahrschule ist der Fahrlehrer der Fahrer, und einer von meinen vielen Fahrlehrern hat mir auch mal glaubwürdig versichert, dass er deswegen ganz legal von rechts aus fahren dürfe, selbst wenn links niemand anderer sitze.

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Beide, und illegal ist's auch noch.

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