Frage von hundeliebhaber5, 127

Wer gibt mir die Garantie, dass Elektrogeräte nicht mehr Strom brauchen als auf dem E-Label angegeben?

Hallo zusammen,

wenn ich ein neues Gerät kaufe, dann ist das das E-Label.

Ich habe mich informiert. Jeder Hersteller ermittelt selbst den Wert, (unter Laborbedingungen) der dann auf dem Label steht.

Es kann unter realen Bedingungen der Energieverbrauch sehr abweichen.

Wer gibt mir die Garantie, dass Elektrogeräte nicht mehr Strom brauchen als auf dem E-Label angegeben ?

ciao

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von atoemlein, 79

Niemand.

Kommt auf das Gerät und oft auch auf den Gebrauch an.
Ein Kühlschrank, der 50 mal pro Tag geöffnet wird, braucht viel mehr als einer, der immer zu ist.

  • Um was für eine Gerät geht's?
  • und wie sieht denn das E-Label aus?Hat es nur eine Klasse, die einen relativen Vergleich mit gleichartigen Geräten erlaubt, oder absolute Werte (z.B. in kWh pro Tag)?
Kommentar von hundeliebhaber5 ,

Es geht um einen WP Trockner und einen Gefrierschrank. Der T hat A+ und der GS hat A++.

Warum überhaupt E-Label, wenn jeder Hersteller draufschreiben kann was er will..?

Ich habe Ende letztes Jahr o.g. Geräte angeschafft. Mein alter T hatte nur C und Gs hatte ich keinen.

Ich habe jetzt gegoogelt ob die Werte eingehalten werden oder ob mir 2017 eine deftige Stromrechnung ins Haus flattert. 

Zudem habe ich ja in einer meiner anderen Fragen festgestellt dass Stromanbieter wechseln nicht immer so einfach ist. Ich hatte es ein erstes mal versucht und bin bei einem schlechten Anbieter gelandet.

Ich nutze aufgrund von Änderung der AGB durch den Anbieter mein Kündigungsrecht und gehe wieder zu den Stadtwerken.

Dieser Billiganbieter ist nicht seriös - wäre auch zu schön...

Kommentar von atoemlein ,

Alles klar. Also:

  • Man kann auch mit einem A++ Gerät eine deftige Stromrechnung einfahren! Es kommt draufan, was es ist und wie oft und wie lange es läuft.
    Diese Labels sind nie absolute Verbrauchswerte, sondern nur eine Vergleichshilfe.
  • Wärmegeräte sind fast immer Stromfresser, auch wenn sie ein A+ haben. Da kommt es sehr draufan, wie lange und wie oft sie in Betrieb sind (gerade beim Wäschetrockner).
  • Beim Labeln sind manchmal für bestimmte Standard-Prozesse ein Durchschnittsverbrauch angegeben. Bsp:
    "4 kg nasse Wäsche schranktrocken bringen: 1,8 kWh."
    Das kann man vergleichen und überprüfen.
    Z.B. auch Konsumentenorganisationen.
    Wenn da grob beschissen wird, kommt das ans Licht.
  • Ein Wärmepumpentrockner ist "von Natur aus" besser als einer, der nur eine Widerstandsheizung hat. Er verdient systembedingt ein wesentlich besseres Label als ein "normaler". Er ist also relativ wesentlich besser.
  • Nun kommt das mit der Gerätegrösse:
    Soll nun ein kleiner Wäschetrockner ein besseres Label erhalten, weil er pro Durchgang absolut weniger Energie verbraucht? Oder ein schlechteres, weil er für die gleiche Menge Wäsche vermutlich mehr Energie verbraucht?
  • Eigentlich kann man nur ähnliche Geräte vergleichen.
    Das gleiche gilt beim Gefrierschrank:
    Man kann nur gleiche Volumen vergleichen.
    Ein kleiner mit A oder B kann absolut deutlich weniger Energie verbrauchen, als ein unnötig grosser mit A++.
    Wenn du ihn aber im Sommer auf dem heissen Dachboden oder an der Sonne hast statt im Keller, dann nützt wohl auch das A++ wenig.
  • Vor allem in der Autobranche wird da Schindluderei betrieben, wenn ein SUV (der meist unnötig gross ist) ein gutes Label bekommt, aber absolut ein Benzinsäufer ist.
  • Die Hersteller können dir also höchstens "garantieren", dass dein Gerät weniger Energie verbraucht als vergleichbares Gerät mit einem schlechteren Label bei vergleichbarem Einsatz.
  • Und noch etwas persönliches:
    Die Jagd nach "billigem" Strom finde ich nichts Erstrebenswertes. Die Produktion und die Dienstleistung hat Nachteile, und der Anreiz zur Anschaffung guter Label oder zum sparsamen Geräteeinsatz schwindet.


Kommentar von kuku27 ,

die können nicht drauf schreiben was sie wollen. Die Konkurrenz achtet dass die Spezifikationen eingehalten werden.

Antwort
von kuku27, 50

Die Angaben sind meist Ok aber nur für bestimmte Verwendung.

Bei der Bohrmaschine nicht mit erhöhter Last, Beim Kühlschrank nur mit richtiger Belüftung und Zimmertemperatur und nur der Anmzahl und dauer der Normöffnungen. Bei der Waschmaschine muss die zugeführtte Wassertemperatur stimmen und die Wäschemenge, Beim Herd die Topfgröße und Wassermenge darin usw.

Antwort
von haku7, 69

Ich würde mal behaupten das Schwankungen in dem Energieverbrauch einkalkuliert werden müssen, im Gewissen vernünftigen Rahmen natürlich. Wobei dieser durch "rationelle" Individuuen auf Fachtagungen festgelegt wird. Eine gewisse Willkür bei dessen Definition muss also berücksichtigt werden.

So kann ein Laptop der ideal 50 Watt benötigt auch mal 45 oder 55 Watt brauchen, je nachdem wie gut die Materialien sind und wie genau die Herstellungstoleranzen eingehalten wurden. Toleranzen gibt es auf alle Bauteile.

Ich denke dafür gibt es auch eine Regelung oder Vorschrift z.B. "Kleingeräte dürfen nicht mehr als 120% der maximal angegebenen elektrischen Leistung benötigen die in Produktdaten angegeben werden" 

Die Garantie ist dann wohl die, dass das Gerät nicht 3 Mal so viel frisst wie auf der Packung angegeben ist. Aber es vorkommen kann das der Verbrauch (fertigungsbedingt) um bis zu x% erhöht sein kann.

Antwort
von Baer1960, 55

Leider kann dir das niemand garantieren.

Wenn du ein Gerät erst mal gekauft hast und zu Hause in Betrieb genommen hast, kannst Du ein Strommessgerät anschließen und so den tatsächlichen Verbrauch ermitteln.

Das geht aber nur für Strom. Wasser oder Gas lässt sich nicht so einfach messen, gehört aber ebenfalls zu den Verbrauchern, die Kosten verursachen.

Wenn du vor dem Kauf einigermaßen auf Nummer Sicher gehen willst, such nach Testberichten von unabhängigen Testeinrichtungen (z.B. Konsumentenschutz). Die sind einigermaßen objektiv, wenn auch nicht immer durch das nötige Know-How gesegnet sind.

Du kannst dich auch an den Verbraucherschutz wenden, wenn du Zweifel an der Richtigkeit solcher Angaben hast. Die sollten zumiendest in die TÜV-Berichte einsehen können. Ob der TÜV solche Angaben überprüft kann ich dir aber nicht versprechen.

Antwort
von Chefelektriker, 24

NIEMAND!

Kommt auf die Nutzung des/der Geräte an,wurde hier schon oft aufgedröselt.

Kannst den Verbrauch eines Gerätes nur mit einem geeichten Verbrauchsmesser ermitteln.Solche Geräte gibts,gegen eine geringe Gebühr,bei Deiner örtlichen EVU,zum Ausleihen.

Die käuflichen Verbrauchsmesser sind nicht geeicht und zeigen oft verschiedene Werte an.

Kommentar von treppensteiger ,

Auch die ungeeichten käuflichen Verbrauchsmesser, sind immer noch so genau (max. 10-15% falsch) das man damit grob ermitteln kann, wie hoch der Verbrauch ist.

Antwort
von PauSteu98, 46

Die Daten auf den Labels werden bei Ideal- Bedingungen im Sparmodus gewonnen. Fast jedes Gerät verbraucht um Alltag mehr als auf der Packung steht.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Wohnung, 21

Wer gibt mir die Garantie, dass Elektrogeräte nicht mehr Strom brauchen als auf dem E-Label angegeben ?

Keiner gibt Dir eine Garantie, denn wie Du selber schon geschrieben hast, sind die Werte unter Laborbedingungen zustande gekommen.

Würde man Dir eine Garantie geben, könnte man den Hersteller haftbar machen, wenn die Werte überschritten werden.

Man sollte sich im Internet kundig machen z.B. Testsieger googeln und vergleichen;  aber nicht alle Vergleichsportale sind objektiv!

Antwort
von BurkeUndCo, 51

KEINER.

Du kannst das eventuell als Sondervertragsbedingung mit deinem Verkäufer aushanddeln, aber es ist eher unüblich.

Nur wenn der Hersteller explizit mit einer bestimmten Energieverbrauchsaussage wirbt, und diese bei den gleichen Bedingungen deutlich verletzt wird, nur dann kannst Du diese Ware als minderwertig reklamieren. Aber auch dann haben Verkäufer (und Hersteller) mehrere Versuche zur Schadensreduktion.

Antwort
von nixawissa, 41

Vorher den TEST lesen und selbst Nachmessen!

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