Frage von Eralbr, 67

Wer gibt mir das Vertrauen in den Ärzten zurück?

Ich weiß immer noch nicht was ich habe und auf die Ärzte kann ich mich nicht verlassen. Im Jahr 2005 wurde in 1. Rheumaklinik bei mir "undifferenzierten Spondyloarthritis", im Jahr 2008 in dem selben Rheumaklinik NUR "ein nichtentzündliches Bild im Sinne einer Überlastung der Intervertebralgelenke mit entsprechender Schmerzausstrahlung" , im Jahr 2014 in 2. Rheumaklinik "Fibromyalgie-Syndrom" und im Jahr 2015 in 3. Rheumaklinik eine "Seronegative non-erosive rheumatoiden Arthritis. Eigentlich sollte ich seit Jahren Antidepressiva nehmen...3 verschiedene sind mir schon auf Rezept aufgeschrieben worden. Und seit Juni 2015 sollte ich MTX (also Chemo) nehmen. Aber kein Arzt hat sich bisher Zeit genommen mit mir darüber zu sprechen. Die Diagnosen sind mir so beim vorbeilaufen mitgeteilt worden. Letzte Woche war ich bei einer 4. Rheumaklinik und hier ist mir bei der Untersuchung mitgeteil worden, dass ich "NUR" Fibromyalgie habe. Das ist nich heilbar aber ist nicht entzündlich und zerstört auch keine Organe. Ich soll wieder Antidepressiva nehmen und zur Psychiater gehen. So! Jetzt weiß ich gar nichts mehr. Irgendwie bin ich sehr wütend auf die Ärzte und habe kein Vertrauen mehr. Was soll ich tun? Am liebsten würde ich klagen...aber ich weiß, dass mir niemand Recht geben wird weil gegen Ärzte hat ein normal sterblicher keine Chancen. Oder gibt es ein anderen Weg mal endlich zu erfahren was ich habe???

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Nicodemus0815, 34

Hallo Eralbr,

ich lag wegen rheumatischer Beschwerden 4 Wochen im Krankenhaus. Als dann ein Arzt meinte, ich solle mich viel bewegen und ein anderer Arzt sagte, ich solle mich so wenig wie möglich bewegen, habe ich das Kramkenhaus verlassen. Ein Spezialist für Rheumatologie wollte mir dann die Gelenkhäute aller großen Gelenke rausschneiden.

Ich habe mich dann entschlossen, mich selber darum zu kümmern und es hat ein Jahr gedauert, dann war ich beschwerdefrei. Meine Ergebnisse dabei sind:

Rheuma ist eine Erkrankung des Immunsystem. Das Immunsystem erkrankt durch ständige Überlastung, also schlechte Lebensmittel, ungesunde Umgebung wie z.B. Schimmel und Ähnliches. Das Immunsystem kann aber auch erkranken, wenn man nicht dafür sorgt, daß es einem gut geht. Das gesündeste Immunsystem haben meist zufriedene und glückliche Menschen.

Für mich war es schon erstaunlich, da ich dabei bemerkte, daß ich erst lernen mußte, darauf zu achten, was mir gut tut. Ich hatte immer mehr darauf geachtet, was anderen gut tut.

Also habe ich mein Leben grundlegend verändert. Ich habe alles abgeschafft, was mit nicht gut tut. Habe ausprobiert, gelernt was mir gut tut und das in mein Leben integriert.

Nach einem halben Jahr wurden die Beschwerden merklich besser, nach einem Jahr waren sie verschwunden.

Bemerke ich jetzt rheumatische Beschwerden, dann weiß ich, was das bedeutet. Ich nehme mir Zeit, schaue mein Leben an und finde herraus, was mir nicht gut tut. Das ändere ich dann konsequent. Kurze Zeit später sind die Beschwerden wieder weg.

Zu den Ärzten. Ich glaube, daß rheumatische Krankheiten der Schulmedizin nur sehr begrenzt zugänglich sind, da sie meist aus der Persönlichkeit des Erkrankten entstehen. So wird man keinen allgemeingültigen Weg für eine Behandlung finden, sondern nur einen ganz Individuellen.

Viel Glück und alles Gute, Nicodemus


Antwort
von Ceres52, 31

Ärzte sind halt auch nur Menschen, muss man ganz klar sagen. Der menschliche Körper ist komplex. Manchmal verläuft eine Krankheit nicht wie im Lehrbuch und für den Arzt sind Symptome oft nicht eindeutig und können mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Auch machen Ärzte Fehler und somit Fehldiagnosen. Dem Vater einer Freundin wurde auch vor 10 Jahren eine MS diagnostiziert und er nahm jahrelang Medikamente dagegen bis jetzt erst raus kam, dass er was ganz anderes hat. So ist das Leben leider einfach. Menschen machen Fehler, so wie jeder andere in seinem Beruf manchmal Fehler macht, nur sind da die Folgen oft nicht so groß. Die Kunst ist sich von sowas nicht unterkriegen zu lassen und trotzdem noch zu Vertrauen, denn was anderes bleibt einem leider nicht übrig. Man kann auch den Kopf hängen lassen, aber was hat nan da davon?

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