Frage von Napster5, 37

Wer gehörte in den Russischen Kriesenjahren zur Weissen Armee, und wer ist die bürgerliche Regierung?

steht oben

Antwort
von JBEZorg, 20

Zur Weissen Armee gehörten alle möglichen Leute, die eben gegen die Rote Armee kämpfen wollten. Entgegen den Vorstellugen vieler gab es auch gar keine Eingkeit über politische Ziele oder bei persönlichen Motiven. Oft landeten bei der Weissen Armee Leute, die eben etwas zu befürchten hatten auf der anderen Seite. Hauptkontingent waren mittlere bis untere Dienstgrade der ehem. Zarenarmee, während der Generalstab des Zarenin grosser Mehrheit die Bolschewiki unterstütz hat(was teilweise den Sieg der Roten Armee erklärt). Das wurde nie an die grosse Glocke gehängt in der SU verständlicherweise. Das massive Überlaufen der Zarenoffziere zu den Konterrevoluzionären war auch dadurch bedingt, das es direkt nach der Revolution zu massiven Übergriffen und Lynchjustiz der Soldaten gegen die Offiziere kam, oft direkt in den Schützengräben der Front des 1.WK eben. Erst später wurde die Ordnung in der Armee wiederhergestellt, praktisch mit der Gründung der Roten Armee. Aber die Zeit des Bürgerkrieges war auch gezeichnet durch viel Chaos. Und Chas bringt immer zwielichtige Leute auf den Plan. Auf beiden Seiten waren viele "Glücksritter" unterwegs, die weder Gott noch Teufel achteten und denen jedwede Ideologie egal war. Es gab auch viel rein kriminelle Banden, die in der Zeit der geschwäcten Staatsmacht stark wurden. Im Süden Russlands, waren Anarchsten des Makhno eine selbständige grosse Macht,mit der Trotzki anfangs paktierte und die der Weissen Armee spürbare Niederlagen beibrachten. Dann wurden sie von Trotzki faktisch verraten. Dazu gab es von Deutschen finanzierte ukrainische Nationalisten(Deutschland bleibt auch heute der Tradition treu), die mit deutscher Unterstützung versucht haben in Südrussland eine Ukraine zu erschaffen. Letzendlich waren sie von deutscher Unterstützung abhängig und Deutschland hatte andere Sorgen zu der Zeit. Also wurden sie von den Deutschen fallengelassen. Ausserdem hatten polnische Nationalisten auch grosspolnische Pläne und haben die Westukraine als polnische Provinz gesehen. Auch die Weisse Armee war nicht einheitlich. Es gab faktisch enzelne Generäle: Denikin, Krasnow(der später mit den Nazis kolaborierte), Koltschak, Alexejew und Kornilow, Kappel(der sich später Koltschak anschloss), Miller(zusammen mit den Amerikanern im Norden). Unterstützt wurden diese von ehemaligen Entente-Aliirten. England und Frankreich lieferten Waffen und auch Truppen, die Amerikaner landeten bei Archangelsk, in Sibirien war ein Tschechisches Corps unterwegs. Es war eine kunterbunte Geschichteohne gemeinsame Führung und ohne klaren Plan. Die einen wollten den Zaren, die anderen eine bürgerliche "Demokratie" wie in Westeuropa, viele politische Gegner der Bolchewiki landeten in der Weissen Bewegung, auch ehemalige Verbündete wie die Sozialrevolutionäre z.B.

Mit der bürgerlichen Regierung meinst Du wohl die Provisorische Regierung, die es neben den Räten zwischen Februar und Oktober 1917 gab, und die von den Bolschewiki eben aufgelöst wurde. Danach hat so ziemlich jede dieser Gruppen um einen oder zwei Generäle herum versucht irgendwelche Regierungen zu gründen. Letzendlich hat Koltschak z.B. sein "Direktorat" aufgelöst und sich zum Obersten Herrscher Russlands erklärt. An dem Beispiel sieht man gut was wirklich los war. Die bürgerlichen haben während des Bürgerkrieges eine Alibirolle gespielt. Faktisch war jeder General ein kleiner Militärdiktator mehr oder weniger autoritär und brutal, je nachdem wie der Mensch so war. In der Zeit konnte man auch nicht wählerisch sein bei Verbündeten. Oftmals hat der Kommandierende die Eskapaden und Grausamkeiten der Untergebenen dulden müssen.

Antwort
von atomin00, 20

Die weiße Armee waren die, sie enteignet wurden und gegen die rote Armee kämpften das waren halt die reichen, Kirche etc GLAUBE ICH. Hatte ich letzte Woche in geschichte

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community