Frage von Kingofgotham, 66

Wer findet das Anarchie gut/schlecht ist und warum?

Hallo mich würde einfach interesieren wer Anarchie unterstützt oder wer dagegen ist.Freue mich über jede Antwort :)

Antwort
von MrHilfestellung, 38

Kommunistischer Anarchismus ist meiner Meinung die ideelle Gesellschaftsform.

Halte das aber momentan für nicht umsetzbar.

Antwort
von HamAsket, 8

Selbst die Demokratie funzt bei uns schon nicht und da sitzen ja eher schlaue Leute...die hören sich schon nicht zu und schreien rein (Bundestag) sind sich selber nicht einig was gut und schlecht ist oder kommen gar nicht erst zu Abstimmungen. Andere hintergehen dann andere indem sie Gesetze durchbringen um 2 Uhr nachts unter dem Namen von unwichtigen Sachen getarnt. Jeder will oben sein, schneller schwimmen, reicher sein... wenn jetzt jeder was zu sagen hätte ne danke. Man stelle sich mal vor die Familie aus RTL "ritter" dürfte mitreden. Brrrrrr 

Also wenn alle richtig in der Birne sind sicher eine tolle Art zu regieren, aber eine Krähe hackt sich nicht selbst das Auge aus also wäre das Land bald pleite weil steuern nicht gezahlt werden  und der Einfluss der Lobbys wäre noch riesiger als jetzt schon, weil jeder Geld bekommt eine Meinung zu unterstützen. 

Antwort
von ManuTheMaiar, 17

Ich finde Anarchie sogar sehr gut, denn kein Mensch hat das Recht über einen anderen zu bestimmen, solange niemand Gewalt gegen andere anfängt darf auch niemand sich mit Zwang in das Leben eines Menschen einmischen, leider ist das in der Demokratie gang und gebe, Wehrpflicht, Rundfunkgebüren, Gesetze die sich in die Privatsspähre einmischen

Und Anarchie kann auch wunderbar praktisch Funktionieren, stell dir die Anarchie einfach so vor wie eine offene freie Gesellschaft in der jeder machen was er will solange er damit niemand anderem Gewalt antut, im Prinzip gibt es alles was es heute auch gibt nur auf anderer Basis, es gäbe eben statt Steuern und einen Staat Vereine die öffentliche Dienstleistungen für ihre Mitglieder anbieten und Gebüren bekommen, manche Dinge könnten auch Firmen anbieten in Form von Versicherungen aber in Endeffekt würde es alles geben was auch ein Staat bietet und das sogar noch besser da es verschiedene Angebote gibt

Für die Sicherheit wäre dann statt einer Polizei Wächtervereine zuständig die man ebenfalls mit Gebüren bezahlt irgendwo und die ihre Legitimation dadurch erhalten das jemand Gewalt gegen andere anfängt, denn das ist die einzige Regel der Anarchie und über die Bestrafung gäbe es sicher auch einen allgemeinen Konsenz, möglicherweise könnte man das sogar demokratisch lösen eine Judikative ist in der Anarchie kein Problem, wichtig ist nur das die anderen Gewalten bei keinem Staat leigen, eine Legislative darf es nicht geben, da niemand das Recht hat Gesetze über andere festzulegen alle Regeln müssen sich aus dem Grundsatz das niemand Gewalt gegen andere anfangen darf ergeben und die Exekutive darf nur über denjenigen gehen dem Gewalt angetan wurde, denn sich gegen die andere anfangen angemessen zu wehren ist erlaubt

Kommentar von MrHilfestellung ,

Also quasi wie staatliche Gebilde, nur dass diese nun Unternehmen sind?

Und natürlich Kapitalismus ohne jegliche Regulierung.

Das stell ich mir ja toll vor für die ärmeren Schichten der Gesellschaft.

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Nein denn es gäbe keinen Zwang gegenüber anderen Menschen sondern nur freiwillige Basis, hast du mal Wohlstand der Nationen gelesen, wenn es keine Bevorzugung durch Staaten mehr gibt, dann würde sich der Kapitalismus über lange Sicht ausgleichen, der kranke Kapitalismus ist doch nur gewachsen weil Staaten Firmen Vorteile und Sonderrechte verschafft haben schon im 19. Jahrhundert wäre das alles in einer Anarchie gewachsen dann wären die Firmen gezwungen ihre Mitarbeiter ehrlich zu behandeln, weil Menschen in der Anarchie keine Ressource sind

Auch gäbe es sicherlich Versicherungen für Leute die ihren Job verlieren und Vereine die Leute unterstützen die keinen Job finden es hätten in der Anarchie wirklich nur die Pech gehabt die nicht arbeiten wollen und lieber von anderen leben

Antwort
von chucknils, 13

Anarchie funktioniert prinzipiell. Die wichtige Frage ist, wo dieses Konzept natürlicherweise zuhause ist und wo es nicht hin gehört. 

Das ist gar nicht einfach zu beantworten angesichts der diametralen menschlichen Natur in Bezug auf Freiheit und Gesellschaft. Auf der einen Seite neigen wir zur individuellen Entfaltung als Einzelpersonen und beharren als solche auf unsere Rechte in der Gesellschaft. 

Auf der anderen Seite erkennen die meisten von uns den Wert einer administrativen "höheren" Ebene als sehr nützlich an, die unser Leben in vielerlei Hinsicht sehr erleichtert. Das ist ohne Zweifel der ideale Ausgangspunkt für ein Konzept, welches einen Kompromiss zwischen diesen beiden Standpunkten darstellt, die die meisten von uns in sich vereinen. Das ist die Demokratie.  

Es ist daher anzuzweifeln, ob Anarchie in staatlichem Rahmen funktioniert. Im Rahmen von kleinen Gruppierungen hingegen hat sich das Prinzip der absoluten Gleichstellung zweifellos durchgesetzt. Wir praktizieren es jeden Tag, ohne dass wir uns dessen wirklich bewusst sind, nämlich überall dort, wo wir uns mit unseren Mitmenschen "gleichstellen". 

Antwort
von Blitz68, 34

also , wenn Anarchie bedeutet , dass überhaupt keine Regeln mehr gelten, dann würde komplett das Recht des Stärkeren gelten-

das wäre schlecht für alle, die schwächer wären, als andere.

Es bildet sich eine Atmosphäre völliger Schutzlosigkeit. Jeder kann jederzeit angegriffen und in Frage gestellt werden.

Das wäre Dauerstess pur und würde sich auch körperlich sehr schnell bemerkbar machen.


Kommentar von MrHilfestellung ,

Anarchie bedeutet erst einmal Herrschaftsfreiheit und nicht Regelfreiheit.

Kommentar von Blitz68 ,

wer bestimmt dann die Regeln ?

Kommentar von Blitz68 ,

ohne übergeordnete Kraft, kann jede Regel jederzeit in Frage gestellt und aufgehoben werden, oder ?

Kommentar von chucknils ,

Im Prinzip schon, man muss aber bedenken, dass ALLE die Regeln bestimmen. Die Quintessenz bei der Anarchie ist der absolute Konsens. Alle müssen mit einer Entscheidung "halbwegs zufrieden" sein. Das ist offensichtlich schwierig umzusetzen und daher ein Flaschenhals bei diesem Konzept.

Kommentar von Blitz68 ,

das klingt doch eher nach : Utopie  -  meiner Meinung nach

Kommentar von chucknils ,

Das Erreichen der Anarchie ist zweifellos utopisch. Es stellt sich die Frage, ob es Sinn ergibt, sich diesem Zustand nähern zu wollen. Wie das dann genau aussehen soll? Keine Ahnung :)

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Das stimmt so nicht, es bestimmen nicht alle sondern niemand die Regeln, die Regeln sind fest und ergeben sich aus der Anarchie selbst und darüber hinaus könnten Menschen natürlich freiwillig zusätzliche Regeln einhalten, dafür braucht es keinen absoluten Konsens, es würde eher Vereine von Menschen mit ähnlichen Interessen geben

Kommentar von ManuTheMaiar ,

Niemand bestimmt die Regeln, die Anarchie kennt keine Unterdrückung, es gibt eine Regel die sich von selber ergibt und zwar das niemand gegen andere Gewalt anfangen darf und das was sich daraus ableiten lässt (niemanden umbringen, niemanden verletzen, erpressen, berauben...)

Diese Regeln gelten in der Anarchie von Natur aus durch das Prinzip der Herrschafsfreiheit, das kein Mensch über einen anderen herrschen oder bestimmen darf und mehr an Regeln ist in einer Anarchie nicht möglich und soll auch nicht, darum geht es ja

Das hat aber auch den riesen Vorteil nämlich das niemand andere mit Regeln unterdrücken kann oder zu Zwangsdiensten verpflichten kann (wie Wehrpflicht)

Antwort
von LisanneVicious, 37

Ich bin dagegen, weil es in der heutigen Gesellschaft niemals funktionieren würde.

Antwort
von Artus01, 8

Sie ist, von der Theorie her, im Grunde recht gut, genauso wie der Kommunismus.

Dummerweise funktioniert das Ganze nicht, sobald der Mensch in Spiel kommt.

Antwort
von Rotrunner2, 27

Immanuel Kant definierte Anarchie als „Gesetz und Freiheit ohne Gewalt“.

Ich persönlich finde es gut, denn ich bin davon überzeugt, das der Mensch ein Mensch ist der unter sich keine Sklaven brauch und über sich keine Herrn.

Antwort
von dreamerdk, 17

kann nicht lange gut gehen.. da keiner mehr arbeiten wuerde, wuerde die Menschheit verhungern, wenn sie sich nicht vorher schon weggebombt haette


Kommentar von HamAsket ,

Man erinnere sich ja daran wie einige Landsleute reagieren wenn man ihren Präsidenten beleidigt. Wenn die dann am Drücker sind...auweh 

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