Frage von smoglike, 49

Wer erhält ratenfreie Verfahrenskostenhilfe und nach welchen Kriterien?

Ich lebe aktuell in Scheidung, nachdem ich betrogen wurde. Nun habe ich erfahren, dass meine (noch) Ehefrau ratenfreie Verfahrenskostenhilfe erhält. Ihr werden also sowohl die Gerichtskosten, als auch ihre Anwaltskosten finanziert. Den ausgefüllten Antrag darf ich trotz Akteneinsicht nicht sehen. Warum erhält sie diese finanzkräftige Unterstützung? Sie ist Arbeitnehmerin (ca. 1700 Netto), lebt zur Miete mit Partner und weder sie, noch ihre Familie hatten Schulden. Ich weiss, dass sie einen Kredit abzahlt, welcher jedoch puren Luxus dient (Autokauf,...). Woher kommt dann diese ratenfreie Verfahrenskostenhilfe? Danke Euch!

Antwort
von Zappzappzapp, 23

Es ist nicht böse gemeint und ich verstehe, dass Du auf sie sauer bist, aber mein Tipp:

Mach Dir das Leben nicht schwerer als es für Dich wohl jetzt ohnehin ist. Befasse Dich mit Deinen eigenen Problemen. Ihr seid in Scheidung und sie hat jetzt ihr eigenes Leben, was (sorry!) Dich jetzt nichts mehr angeht.

Ob sie Verfahrenskostenhilfe (PKH) bekommt, wird im Rahmen evtl. Soziallleistungen entschieden und wird an Hand von Belegen geprüft, die Dich eben (zu Recht) jetzt auch nichts mehr angehen. Ist zwar blöd, verstehe ich, aber belaste Dich nicht damit, das bringt gar nichts.

Die Auseinandersetzung werden die Änwälte und der Scheidungsrichter "regeln" und das wird für Dich schwer genug.

Antwort
von habakuk63, 20

Für die Berechnung der PKH zählt nur das Einkommen deiner (noch) Ehefrau und die Kosten, die SIE nachweisen kann. Sollte Sie (wie auch immer) unter das Existenzminimum (ca. 1.000 €) rutschen, hat Sie Anspruch auf PKH.

Antwort
von soissesPDF, 36

Nennt sich PKH Prozesskostenhilfe, muss über Anwalt bei Gericht beantragt werden.
Gehört zu den Sozialleistungen und dient dazu, den Rechtszugang zu ermöglichen.
Wird zunächst formal gewährt, erst mit Abschluß des Verfahrens wird das Gericht entscheiden ob und welche Raten zu zahlen wären.

Antwort
von langholzi, 29

Das bekommt nur jemand mit geringem Einkommen, Hartz IV, oder evtl. auch jemand, der mit hohen Schulden belastet nicht weit über dem Hartz IV Satz liegt. Genaue 'Einkommensgrenzen weiß der Anwalt oder die Beratungsstelle am nächsten Amtsgericht. Für Dich als vermuteten Haupternährer kommt die PKH wohl eher nicht in Frage ....

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