Frage von emmiimmi, 30

Wer entschied im Mittelalter was mit Verbrechern geschah?

Hey, also ich muss in Geschichte eine GFS über Folter und Bestrafungen im Mittelalter halten. Weiß jemand, wer entschieden hat wie sie gefoltert wurden?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 27

Die Rechtslandschaft des Heiligen Römischen Reiches war seit dem 12. Jahrhundert in zwei Rechtsbereiche unterteilt, in die Hohe und die Niedere Gerichtsbarkeit. Inhaber der Hohen Gerichtsbarkeit war ein Blutrichter, der über Leib und Leben richtete, d.h. Folter- und Todesstrafen verhängen konnte.

Vor dem Blutgericht (Hochgericht) wurden Schwerverbrechen verhandelt. Todeswürdige Vergehen waren etwa heimtückischer Mord, Falschmünzerei, Inzest, Notzucht, schwerer Raub, Verrat und Spionage. Auch Gotteslästerung, Meineid, Schadenzauber und Hexerei, Homosexualität sowie Sodomie, Ehebruch und Bigamie wurden streng bestraft. Vor dem Hohen Gericht konnten darüber hinaus größere Eigentumsdelikte und bedeutende Streitigkeiten um Grund und Boden verhandelt werden. Gelegentlich war dieses Gericht auch für die urkundliche Bestätigung bedeutender Güterübertragungen zuständig.

Ursprünglich stand die hohe Gerichtsbarkeit dem König zu. Er übertrug dieses Amt aber den von ihm eingesetzten Grafen in ihren Grafschaften. Auf diese Weise wurden die Grafen Blutgerichtsherren. Der hohe Klerus, Erzbischöfe, Bischöfe und Klosteräbte, stand zwar auf derselben gesellschaftlichen Stufe wie die Grafen, durfte aber aus kirchenrechtlichen Gründen die Blutgerichtsbarkeit nicht persönlich ausüben. Die Geistlichen mussten dafür einen Stellvertreter bestimmen: den Vogt. Der Vorsitz im Blutgericht wurde die Hauptaufgabe des Kirchenvogtes.

Der Vogt war ein Laie, der aus den Freien der Grafschaft ausgewählt wurde und den Bischof oder Abt im Gericht und in der Kirchengutverwaltung vertrat. Aufgrund dieser bedeutenden Stellung setzten die Vögte schon früh bei den Kirchenherren die Erblichkeit des Amtes für ihre Familie durch. Dies führte dazu, daß sich die Vogtfamilien innerhalb ihres Amtsbezirkes eine übermächtige Stellung aufbauten und ihre Befugnisse im Gericht und der Güterverwaltung für eigene Ziele nutzten. Deshalb versuchten die Kirchen, sich solcher einflussreichen Vögte wieder zu entledigen. Doch eine solche Entvogtung gelang nur selten: Erst seit dem 12. Jahrhundert gingen die gerichtsherrlichen Kompetenzen auf den Landesherrn über und der Vogt wurde zu einem seiner Beamten.

Sh. http://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/glossar/alphabet/r/recht-im-mittela...

MfG

Arnold

Antwort
von Jewiberg, 28

Die Folterordnung war genau vorgeschrieben. Und Angeordnet vatsie die jeweilige Gerichtsbarkeit. Das kann z.B. ein Fürst oder ein Bischof sein.

Antwort
von Cresta447, 30

Im mittelater war das motto: auge um auge, zahn um zahn!

Das heisst: dieben wurde die hand abgehackt, belauschern die ohren, mörder aus dem 3 stand wurden gehängt, mörder aus dem 1 & 2 stand geköpft und eine sehr schmerzhafte folterung/bestrafunf war das rädern (wir lebendig auf ein rad geflochten) und bei leute die ein geheimniss hatten, aber es nicht verraten wollten, wurde bei bewusstsein der bauch aufgeschnittdn und der darm herausgeholt!

Ich hoffe ich konnte heöfen ;))

Antwort
von wfwbinder, 21

Oberster Gerichtsherr, war der Herrscher. Bei grafschaften, machten die das jeweils direkt, sonst haben die Jemanden eingesetzt.

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