Frage von Cayma, 156

Wer entscheidet über einen Schwangerschaftsabbruch?

Was passiert, wenn der Vater das Kind möchte & die Mutter das Kind nicht möchte (beide volljährig)? Und inwiefern kann pro familia bei solchen Dingen helfen?

Danke! :)

Jetzt ärztlichen Rat holen
Anzeige

Schneller und persönlicher Rat zu Ihrer medizinischen Frage. Kompetent und vertraulich!

Experten fragen

Antwort
von angy2001, 69

Es entscheidet allein die Schwangere, denn es ist ihr Körper. Kein Mann (auch nicht der Erzeuger) kann sie dazu zwingen eine Schwangerschaft auszutragen, denn er hat keine Ahnung, was das bedeutet! Ein Kind verändert das ganze Leben, ist Verantwortung für eine ziemlich lange Zeit für einen kleinen Menschen.

Und in nicht seltenen Fällen ist er über alle Berge, wenn das Kind dann da ist und Unterhaltszahlungen fällig werden. Pro Familia wird immer zur Schwangeren stehen. Pro Familia kann dafür sorgen, dass es nocheinmal ein Gespräch gibt. Aber mehr auch nicht.

Kommentar von waldfrosch64 ,

 Pro Familia wird immer zur Schwangeren stehen. 



Wie du bloss auf diese Idee kommst ? 

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Schwangerschaft & schwanger, 63
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.
  • Die Frau hat das ALLEINIGE Entscheidungsrecht und der Mann KEINERLEI Beteiligung. Diese Situation mag aus Sicht des Mannes oftmals unbefriedigend erscheinen, aber letztlich gibt es keine andere Lösung, als das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper anzuerkennen. Es ist ihr Körper und eine Zwangsschwangerschaft ist nicht zumutbar.
  • Um abzutreiben, brauchst du die Schwangerschaftskonfliktberatung (zum Beispiel bei ProFamilia) und einen Arzt, den Abbruch durchführt. Du brauchst keinerlei Zustimmung durch den Erzeuger und musst ihn und seine Meinung in keinster Weise berücksichtigen.
  • Ganz entscheidend ist, die Schwangerschaft unverzüglich von einem Frauenarzt bestätigen (oder ausschließen) zu lassen. Nur wenn die Schwangerschaft ärztlich festgestellt ist, hat es Zweck, weiter darüber nachzudenken.
  • Falls Du wirklich schwanger bist, solltest Du Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch ALLE Optionen und kannst Dich fundiert entscheiden.
Antwort
von SchlaflosIn, 85

Rechtlich entscheidet die Schwangere über ihren Körper. Das heißt nicht, dass es nicht besser wäre, einig zu sein.

Pro familia berät und unterstützt in der Entscheidungsfindung. Vielleicht können sie auch helfen, dass die (werdenden) Eltern Verständnis für die Situation des jew. anderen bekommen.


Antwort
von armeskaenguru, 46

Hallo

Die Mutter entscheidet, der Vater hat keinen Einfluss.

Pro Familia beratet Dich über die Möglichkeiten, entweder eine Schwangerschaft weiterzuführen oder zu beenden. Du kannst dort alleine hin gehen oder zusammen mit dem Partner. Sie können ihm auch die rechtliche Situation schildern, dass Du alleine entscheidest.

Eine Abtreibung ist mit einer Wartefrist von 3 ganzen Tagen nach der Beratung möglich.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von annemarie37 ,

hallo: wen meinst du mit "Mutter, Vater"?  Doch ja wohl nicht Mutter und Vater der Schwangeren!!! :)  (Letztere ist ja noch gar nicht Mutter, erst mal bloss schwanger).

Kommentar von armeskaenguru ,

Hallo

Die Frage war ja, dass der Vater (also wohl der Erzeuger) das Kind möchte, aber die Mutter (die Schwangere) das Kind nicht möchte. Jedenfalls verstand ich so die Frage und alle anderen Personen scheinbar auch. Die Eltern haben bei Volljährigen ja kein Mitspracherecht, es braucht nicht deren Zustimmung.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von annemarie37 ,

hallo armeskaenguru... alles klar, war ja auch ironisch gemeint. Ich wollte nur klarstellen, dass es eben falsch ist, eine schwangere Frau "Mutter" und ihren Partner "Vater" zu nennen. Das ist anti-Abtreibungs-Jargon. Leider haben diesen viele Leute verinnerlicht...

Antwort
von FlorianBln96, 55

Das Entscheidungsrecht liegt immer nur bei der Mutter, schließlich muss sie es ja auch austragen.

Kommentar von Bestie10 ,

muss sie es ja auch austragen.

...und er finanzieren Jahrzehnte lang

Kommentar von FlorianBln96 ,

das kann gut sein aber sie entscheidet so ist das nun mal 

Kommentar von annemarie37 ,

Richtig. Es geht schliesslich um ihren Körper, ihr zukünftiges Leben. Daher entscheidet SIE, ob sie Mutter WERDEN will oder nicht (sie ist es nämlich noch nicht, wenn sie schwanger ist).

Antwort
von Alper753, 39

Die Mutter hat, dass völlige Entscheidungsrecht.
Der Vater hat keinen Einfluss

Kommentar von annemarie37 ,

Mutter und Vater der Schwangeren haben gar nichts zu sagen. Der Partner der Schwangeren hat selbstverständlich das Recht, seine Meinung zu äussern. Und meist bespricht sich ja das Paar eingehend und findet - hoffentlich - zu einem gemeinsamen Entscheid.

Antwort
von izzyjapra, 50

Die mutter entscheidet.

Kommentar von annemarie37 ,

Nein, die Schwangere... :)

Antwort
von Bestie10, 43

seit wann kommt es auf den Wunsch des "Vater" an

Kommentar von annemarie37 ,

Normalerweise besprechen die beiden das zusammen und entscheiden gemeinsam...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community