Frage von Trunx86, 102

Wer darf ein Einschreiben annehemen?

Ich habe heute in meinen Briefkasten ein Einschreiben erhalten das an meine alte Adresse ging wo meine exfreundin wohnt. Ich habe sie angerufen und sie sagte sie habe es mir in den Briefkasten gelegt. Das War aber nicht das einzige einschreiben an mich das geht schon 2 Jahre und ich soll jetzt 300 Euro bezahlen. Darf die den überhaupt meine Briefe annehmen ? Die Post meinte nur das sie es jetzt aufnehmen und der Fehler nicht bei ihnen liegt. Es steht auch kein Name von mir an dem Briefkasten meiner ex.

Antwort
von mepeisen, 8

Nun mal langsam.

Du musst einfach mal so gar nichts bezahlen und erst Recht nicht, wenn du nicht weißt wofür.

Wenn du weißt, wer der Absender ist, dann kontaktiere ihn, weise ihn drauf hin, dass er seit 2 Jahren die Briefe an eine falsche Adresse schickt und dass er dir erst mal an die richtige Adresse schicken soll, was er von dir will und warum.

Und danach kann man auch mehr sagen.

Antwort
von minbae, 42

Hast du einen Nachsendeantrag bei der Post gestellt? Wenn dein Nachname noch am Briefkasten deiner Ex ist und du keinen Nachsendeantrag gestellt hast darf die Post zB ein Einwurfeinschreiben einwerfen. Nur eines mit persönlicher Unterschrift nicht. Aber wenn du keinen Nachsendeantrag gestellt hast und den Name noch am Briefkasten ist kann die Post nicht wissen dass du da nicht mehr wohnst.

Kommentar von Trunx86 ,

Wurde gestellt und kein Name am Kasten.  

Kommentar von minbae ,

Dann würde ich mich mal saftigst bei der Post beschweren! Und wenn du das tust sei hartnäckig ich bin auch seit 2 Monaten dran was mit denen zu klären und werde nur vertröstet.

Antwort
von lp640, 56

Deine Ex hätte dem Postboten einfach sagen müssen, dass du nicht mehr hier wohnst. Also, unbekannt verzogen - zurück an den Absender. Wenn sie es aber annimmt geht der Postbote davon aus, dass ihr noch zusammen seid und er es abgeben kann. Bei einem Einschreiben wird ja geklingelt und nachgefragt.

Kommentar von wilees ,

Bei einem Einschreiben wird ja geklingelt und nachgefragt.

Nein, bei einem Einwurfeinschreiben wird der Brief nur in den Briefkasten geworfen und gilt dann dem Empfänger als zugegangen. ( Zumindest, wenn der Name noch auf dem Schild steht )

Kommentar von lp640 ,

Um ein Einwurfeinschreiben ging es im obigen Fall aber nicht.

Kommentar von peterobm ,

aber um ein Einschreiben, was - weiss nur der FE 

ein Einschreiben mit Rückschein hätte nicht an der alten Adresse der EX ausgehändigt werden dürfen. Damit wäre das Schreiben an den Absender retour gegangen. Daraus lässt sich ein einfaches Einwurfeinschreiben eruieren.

https://www.nachsendeauftrag.net/post-nachsenden.html?ad\_k=\_cat%3Anachsendeauf...

Kommentar von lp640 ,

Auch ein Einschreiben mit Rückschein darf an einen "Bevollmächtigten" ausgestellt werden. Nur ein Einschreiben-Eigenhändig verlangt den Adressaten. Die Freundin hätte die Annahme ablehnen müssen.

Antwort
von amdros, 36

Darf die den überhaupt meine Briefe annehmen

.... es gibt auch Einwurfeinschreiben heißt, das Einschreiben kann ohne eine Unterschrift in den Briefkasten geworfen werden.

Vllt. war es in dem Fall so!?

Antwort
von peterobm, 57

das kann dann nur ein einfaches Einwurfeinschreiben sein. Bei einem Einschreiben mit Rückschein muss der Namentlich genannte den Empfang durch Unterschrift bestätigen. 

Der Fehler wird bei dir liegen, du hast dich nicht umgemeldet; bzw. bei etlichen Absendern keine Adressberichtigung durchgeführt.

Antwort
von Trunx86, 12

Ich danke erstmal für die Antworten. 

Antwort
von wilees, 49

Was bitte schön kann Deine Freundin dafür, dass Du !! es versäumt hast, z.B. Deinen Gläubigern Deine derzeit gültige Anschrift mitzuteilen. mitzuteilen. Dir sind an Deine alte Anschrift Briefsendungen per  Einwurfeinschreiben zugegangen. Es liegt ausschließlich in Deinem Bereich, dafür zu sorgen, dass diese letztendlich an die richtige Anschrift gesandt werden. Ansonsten zahlst Du auch alle zusätzlich entstehenden Kosten.

Kommentar von Trunx86 ,

Ich hab es nicht versäumt

Kommentar von wilees ,

Wenn Du nachweislich ! den / die Absender der jeweiligen Einschreiben über Deine neue Anschrift informiert hast, entstehen auch keine zusätzlichen Kosten.

Bei einem Nachsendeauftrag stellt sich die Frage, für welchen Zeitraum Dein Auftrag galt. ( 6, 12 ode 24 Monate )

Kommentar von GanMar ,

Naja, Du hast den Brief ja bekommen und damit ist auch alles in Ordnung. Informiere den Absender über Deinen Umzug und teile ihm Deine neue Anschrift mit.

das geht schon 2 Jahre

Nachsendeanträge gelten nur eine begrenzte Zeit. Der Nachsendeantrag ist vermutlich längst ausgelaufen.

Solange ein Einschreiben nicht mit dem Vermerk "Eigenhändig" versehen ist, dürfen ihn auch die anderen Mitglieder des Haushaltes annehmen. Wenn Deine Ex sich also dazu bereit erklärt, die Post für Dich entgegenzunehmen... Sie hätte die Annahme auch verweigern und den Postboten sagen können, er möge den Brief mit Deiner neuen Anschrift an den Absender zurückschicken.

Kommentar von Trunx86 ,

Das wird wohl der Fehler sein. (Nachsendeantrag abgelaufen. )die Rechnung kommt nur 1mal im Jahr (gebäudeversicherung).

Antwort
von kiara36, 54

Wenn es ein Einschreiben mit Rückschein ist, dann ist die Aushändigung an Hausbewohner und Nachbarn ausgeschlossen.

Ein Einschreiben ist ja nur der Beleg wann und wo die Sendung eingeliefert wurde und an wen die Sendung zugestellt wurde.
Das heißt, wenn der Überbringer der Meinung ist, das die anwesende Person zur Entgegennahme berechtigt ist dann ist das erlaubt.

Nun frage ich mich, warum deine Ex, denn so was entgegen nimmt?
Und hast Du damals keinen Nachsendeauftrag gestellt?
Und wenn es schon öfters vorkommen ist, dann hätte ich längstens alle möglichen Absender kontaktiert und denen Deine neue Anschrift mitgeteilt.

Kommentar von Trunx86 ,

Ich habe mich umgemeldet auch habe ich einen Nachsendeantrag gestellt.Wir sind auch nicht im guten auseinander gegangen. Ich bin auch nicht gleich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Deshalb kam es bestimmt zu Überschneidungen.  Ich denke einfach sie wollte mir was böses weil wir im Streit auseinander sind. Hnn da werden ich wohl leider bezahlen müssen.

Kommentar von Trunx86 ,

Ob mit Rückschein oder nicht  das kann ich leider nicht beantworten.wie gesagt  wir stehen in keinen guten Verhältnis und sie kann sich nicht erringen. 

Kommentar von kiara36 ,

Je nachdem warum und weshalb Du etwas zahlen sollst.
Würde ich mich an denjenigen wenden, falls es Verzugszinsen sind oder so sind.
Beispiel: Du kannst mit der Meldebescheinigung nachweisen, wann Du ausgezogen bist -
das Du einen Nachsendeantrag damals gestellt hast (Beleg) (je nachdem wie lange Du schon "Schulden" hast)

Und zuallererst kannst Du mal direkt anfragen, ob es ein Einschreiben mit Rückschein war.
Das ist insofern wichtig, wenn der Rückschein von der Ex-Freundin unterschrieben worden ist, dann ist die Zustellung nicht korrekt verlaufen.

Kommentar von Trunx86 ,

Also die Post hat gesagt sie könne da nix machen sie nehmen das als Beschwerde auf und sagen dem zuständigen Postamt Bescheid das an diese Adresse keinesfalls Briefe versendet werden sollen. Der Betrag hat sich ja über sie letzten 2 Jahre angesammelt da mehrere Briefe dahin gegangen sind . Wie warum weshalb die Briefe dahin kamen kann ich nicht sagen .zumal ja meine andere Post auch in meiner neuen Adresse ankommt.im Endeffekt werden ich wohl zahlen müssen .es geht auch nicht Darum das ich nicht zahlen will nur diese mahngebüren tun weh .

Kommentar von kiara36 ,

Wieso schickt diese Firma (Absender des Einschreibens) denn laufend an die falsche Adresse?

Das hat direkt mit der Post nichts zu tun.

Setze Dich mit denen persönlich in Verbindung.
(Würde ich aus Prinzip schon machen).
Oder hast Du es versäumt - die über die neue Adresse (damals) zu informieren?

Kommentar von peterobm ,

Oder hast Du es versäumt - die über die neue Adresse (damals) zu informieren?

genau das wird der Grund sein, hatte ich angeführt; dafür ist der FE selbst zuständig

Kommentar von mepeisen ,

dafür ist der FE selbst zuständig

Das ist übrigens komplett falsch.

Es gibt ein Urteil des BGH. Zugrunde lag eine Arztrechnung durch einen Arzt besuch. Der Arzt hatte sich ein Jahr zeit gelassen mit der Rechnung. Zwischenzeitlich war die Schuldnerin umgezogen und hatte einen Postnachsendeauftrag gestellt, dem Arzt aber nicht Bescheid gegeben.

Der Arzt beauftragte einen Anwalt, die Schuldnerin zahlte sofort, allerdings nicht die Anwaltskosten.

Der BGH urteilte, dass die Anwaltskosten (!) nicht erstattungsfähig seien. Die Schuldnerin hat insbesondere mit dem ein halbes Jahr dauerndem Postnachsendeauftrag ihre Schuldigkeit getan. Der Arzt hatte die Schuldnerin nicht korrekt in Verzug gesetzt durch die Sendung der Briefe an die veraltete Adresse.

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