Frage von BenniXYZ, 40

Wer bezahlt die Pflegeperson und wo muß man den Antrag stellen?

Soldatin bekommt ein Kind mit perinataler Pneumonie (Lungenentzündung). Nach 2 Wochen werden Mutter und Kind aus der Klinik entlassen. Mutter absolvierte ein Reanimationstraining und Kind muß noch 8 Wochen (zu Hause) an ein Überwachungsgerät angeschlossen bleiben. Der alleinerziehenden Mutter steht eine Pflegeperson zu. Die GKV würde die Kosten für diese Pflegeperson übernehmen. Wie ist das wenn die Mutter Truppenärztliche Versorgung hat? Das Kind bekommt 80% freie Heilfürsorge und 20 % ist es privat versichert.

Antwort
von sassenach4u, 8

Die GKV würde die Kosten dann übernehmen, wenn es sich um eine Pflegeleistung handelt. Aus der Beschreibung geht nicht hervor, dass das Kind einen dauerhaften Schaden hat, sondern nur einer bestimmten Zeit Hilfe bedarf. Die Mutter steht doch unter Mutterschutz, d.h. ist doch zu Hause für die ersten 8 Wochen nach der Entbindung. Damit kann sie sich um das Baby selbst kümmern. Geht es um die 2 Wochen oder wie ist die Fragestellung zu verstehen?

Antwort
von BarbaraHo, 26

Mit der Heilfürsorge sprechen und ggf der privaten KV.

Kommentar von Apolon ,

Mit welcher privaten Krankenversicherung ???

Kommentar von BarbaraHo ,

Weiß ja nicht, ob da nicht was besteht. Fragesteller schreiben idR nur die minimalste Info. Wenn man immer 20 % selbst tragen muss, wäre es doch möglich, dass man eine Krankenzusatzversicherung hat.

Kommentar von BarbaraHo ,

Norbert Uhrig: "Das Kind bekommt 80% freie Heilfürsorge und 20 % ist es privat versichert." Wie siehst du das?

Kommentar von Apolon ,

Dies würde nur dann zutreffen, wenn die Mutter bereits bei einer PKV eine Anwartschaftsversicherung + Pflegeversicherung hat.

Dann würde das Kind in dieser PKV zu 20 % versichert werden.

Aber dazu gibt der Threadersteller ja keine Auskunft.

Sollte die Mutter jedoch keine AWV + Pflegeabsicherung bei einer PKV haben, ist die Absicherung des Kindes über eine PKV nicht möglich, da auf Grund der Gesundheitsfragen eine Ablehnung kommen würde.

Sonst besteht nur die Möglichkeit, das Kind in der GKV als freiwilliges Mitglied zu versichern, also dort wo die Soldatin ihre Pflegeversicherung hat.

Kommentar von BarbaraHo ,

Ich kenne mich in der SV nicht wirklich gut aus, weiß aber, dass es gerade im Bereich der KV große Unterschiede geben kann und es da auf die vertragliche Vereinbarung ankommt (zumindest im Bereich der privaten KV oder der Krankenzusatzversicherung). Deshalb müsste man doch bei der entsprechenden Kasse genaue Auskünfte bekommen können. Problematisch ist, wenn man dort falsche Auskünfte bekommt (ist mir selbst mal bei der gesetzlichen KV passiert, leider nur mündlich und nicht schriftlich, daher war es am Ende zu spät - aber dann tat sich Hilfe auf und mit Trick 17 und Glück, dass an einem bestimmten Tag nichts passiert ist, hat sich alles noch zum Guten gewendet).

Ich denke, der Fragesteller muss schnell handeln - schließlich geht es um ein Kind, was krank ist und nicht alleine bleiben kann.

Ich danke dir für deine Erläuterungen - somit habe ich wieder was gelernt! :-)

Antwort
von Griesuh, 22

Ohne Einstufung in eine Pflegestufe übernimmt keine Kasse die Kosten für eine Pflegeperson. Anders sähe es aus, wenn die Mutter des Kindes erkranken würde und keine weitere Person im Haushalt lebt die die Versorgung des Kindes und des Haushaltes erledigen kann.

Dann könnte nach § 38 SGB V ein Antrag auf eine Hauskrankenpflege gestellt werden.

Antwort
von Apolon, 24

@BenniXYZ,

hat die Soldatin eine Anwartschaftsvers. und Pflegeversicherung über die PKV oder ist sie zur Zeit über die GKV pflegeversichert ?

Dies ist entscheidend, wie das Kind versichert werden muss.

Ergänzend noch, wie ist denn der Vater des Kindes versichert ?

Außerdem ist die Soldatin verheiratet oder ledig ?

Bitte um weitere Informationen.

Gruß N.U.

Kommentar von BenniXYZ ,

Moin zu dir, steht doch alles da.

Soldatin hat truppenärztliche Versorgung. Da kann man sich nicht GKVpflegeversichern, es geht nur privat. Mutter ist alleinerziehend, keine Ahnung wo der Vater versichert ist. Das spielt auch keine Rolle, es besteht naturgemäß ja bei Alleinerziehenden keine häusliche Gemeinschaft.

Die Frage war, ob bei freier Heilfürsorge für das Kind auch diese Person bezahlt wird, welche sich mit dem Sauerstoffgerät auskennt und die Mutter unterstützt. Der Antrag ist vom Krankenhaus geschrieben und wird in Kiel bearbeitet. Also nicht bei der Truppe. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.

Kommentar von Apolon ,

 Soldatin hat truppenärztliche Versorgung. Da kann man sich nicht GKVpflegeversichern, es geht nur privat.

Sorry - aber dies ist falsch.

Jeder Soldat, kann sich entscheiden ob er bei einer PKV eine Anwartschaftsversicherung + Pflegeversicherung beantragt, oder bei seiner ehemaligen GKV eine Pflegeversicherung behält.

Und bevor du mir auf meine Frage nicht beantwortest, bei welcher PKV oder GKV die Soldatin versichert ist, kann ich dir nicht weiterhelfen.

Angehörige einer Soldatin unterliegen nicht der truppenärztlichen Absicherung und müssen entweder in einer PKV oder GKV versichert werden.

Jedoch ein Neuabschluss einer PKV mit Gesundheitsfragen ist bei der Krankheit des Kindes nicht möglich.

Gruß N.U.

Kommentar von BenniXYZ ,

Moin N.U. im ersten Absatz hast du Recht, sie konnte sich entscheiden und ist privat pflegeversichert bei Signal-Iduna. Mit Anwartschaft.

Das Baby bekommt 80% freie Heilfürsorge, keine truppenärztliche Versorgung, wo hast du etwas anderes gelesen?

Es wird nur ein Nachversicherungsantrag bei der PKV gestellt. Natürlich wird das Baby ohne Gesundheitsfragen aufgenommen. Die Frage war, ob auch die Kosten für diese Pflegeperson übernommen werden.

Kommentar von Apolon ,

@BenniXYZ,

 Das Baby bekommt 80% freie Heilfürsorge, keine truppenärztliche Versorgung, wo hast du etwas anderes gelesen?

Dein Hinweis ist falsch.

Nein - das Baby bekommt keine freie Heilfürsorge, sondern hat Anspruch auf Beihilfe in Höhe von 80 % und muss sich dann bei der Signal-Iduna mit einem Restkostentarif von 20 % versichern.

Freie Heilfürsorge ist identisch mit der truppenärztliche Versorgung.

Den Begriff freie Heilfürsorge verwendet man für Beamte (Polizei - Berufsfeuerwehr) in verschiedenen Bundesländern, die keine private Krankenversicherung abschließen müssen.

 Es wird nur ein Nachversicherungsantrag bei der PKV gestellt. Natürlich wird das Baby ohne Gesundheitsfragen aufgenommen.

Richtig - aber nur dann, wenn die Mutter bereits eine Anwartschaftsversicherung und Pflegeversicherung bei der Signal-Iduna hat.

Aber dieser Hinweis hat bei deinem Ursprungstext gefehlt.

 Die Frage war, ob auch die Kosten für diese Pflegeperson übernommen werden.

Hierzu ist zuerst einmal erforderlich, dass die PKV eine Pflegestufe festlegt. Und dazu ist eine Untersuchung des Kindes erforderlich. 

Dann werden die Kosten gemäß der jeweiligen Pflegestufe zu 80 % von der Bundeswehr und zu 20 % von der PKV übernommen.

Die möglichen Leistungen, kannst du hier nachlesen.

http://www.bmg.bund.de/glossarbegriffe/p-q/pflegestufen.html

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