Frage von NosUnumSumus, 215

Wer bestimmt das Leben?

Unser freier Wille ist Illusion.
Verantwortlich dafür ist unser Ego.
Eigentlich leuchten die entsprechenden Gehirnareale bereits sechs Sekunden vor der "äußerlichen" Entscheidung auf und dann sagt das Ego "Ich war's.".

Nur, wenn dem so ist, wer entscheidet da?
Ich persönlich habe gehört, dass es keinen Täter gibt, da da niemand ist. Es existiert niemand, der Entscheidungen trifft, die Entscheidungen passieren einfach.

Zudem ist alles prädeterminiert (vorherbestimmt).
So ist Gott (das Allbewusstsein) ein geschlossenes Gesamtgemälde ohne Anfang und Ende, das sich in sich selbst bewegt.

Und doch taucht in mir die Frage auf:
"Wer bestimmt das Leben"
Ich meine, woher stammen die Ressourcen für komplexe Handlungen? Da muss doch eine erstaunliche Intelligenz am Werke sein, die meinen Körper am Leben hält. Und doch ist da kein Täter... ?

Wie funktioniert das?

Liebe Grüße,
NosUnumSumus ;-)

Antwort
von matmatmat, 78

Die Entscheidungen die dein Gehirn da trifft sind sind die Summe aus dem Design deines Gehirns (Gene, Entwicklung), was es bisher gelernt hat (Erfahrung beeinflußt Entscheidung) und deinem aktuellen Zustand (Aufgeregt, Ruhig, ...).

Das ist, was dich ausmacht und das ist was du bist. Egal ob der kleine Teil deines Gehirns der gerade bewußt Sätze denkt jetzt die Entscheidung trifft oder die Entscheidung schon von deinem Gehirn getroffen wurde (das bist ja auch Du) und erst danach die besten Gründe vom Bewußtsein gesucht werden. Was Dich ausmacht ist nicht, da Du Entscheidungen triffst  sondern das Du drüber nachdenkst, bewußt und das als Erfahrung in die nächste Entscheidung einfließt.

Ich fände einen "freien Willen" im Sinne davon, das dort ganz unabhängig von dem was mich ausmacht (Erfahrung, Stimmung) Entscheidungen getroffen werden erschreckend. Das wäre ja irgend was von außen, das mir Handlungen willkürlich aufdiktiert?

Das ganze ist allerdings sehr chaotisch, so daß wird zwar in 100% der gleichen Situation wahrscheinlich 100% die gleiche Entscheidung treffen würden, aber diese Situation eben nie ein 2. Mal ganz genau so vorkommt.

Wie kommst du darauf das in unserer chaotischen Welt, wo "der Flügelschlag eines Schmetterlings auf einem anderen Kontinent einen Sturm auslösen kann" und es atomare Teilchen gibt die gleichzeitig existieren und nicht existieren alles determiniert ist?

Gott kann ich da nirgendwo finden...

Kommentar von NosUnumSumus ,

Gott kann nicht gefunden werden, denn Gott ist keine Objekt.
Er ist in allem und ist doch nichts.

Das wonach Du suchst, ist bereits der Ort von dem aus Du schaust.

Kommentar von Nyurae ,

Hallo matmatmat!

"Determiniert" stimmt hier schon! Es ist nur alles zu komplex, um irgendetwas sicher vorherzusagen --> genau dadurch fühlt es sich so an, als gäbe es einen freien Willen. Darüber nachzudenken, ob das wirklich so sein kann und wo dieser freie Wille denn dann herkommt (wenn nicht aus Genen oder Umwelt) ist schwierig und unangenehm, deswegen lassen viele Menschen diese Gedanken gar nicht so weit zu. Der freie Wille wird oft als gegeben angenommen -> find ich aber auch verständlich. Die einzige "Erklärung" (die eigentlich keine ist!) wäre eine religiöse, weil da auch sehr viel als gegeben angenommen wird und kein Anspruch auf Logik oder Begründungen herrscht. 

Liebe Grüße

Kommentar von matmatmat ,

Auf Quantenebene gibt es (wahrscheinlich) echten Zufall. Einzelne Rezeptoren im Gehirn arbeiten auf einer Ebene, auf der das durchaus eine Rolle spielt. In der Gesamtzahl der Rezeptoren die da arbeiten geht das wahrscheinlich im Rauschen unter. Wäre auch nur ein Element das unser Denken etwas zufälliger macht, kein "freier" Wille im Sinne von "sich Entscheiden für was".

Ich muß ganz ehrlich sagen, daß ich einen "freien" Willen im Sinne von vollkommen unabhängig von meinen Genen, Gehirn, Erfahrungen und aktueller Gemütslage eher als Beängstigend empfinden würde. Das hätte was von fremdbestimmt sein...

Kommentar von Nyurae ,

Wie du richtig sagst, wäre es dann immer noch kein "freier Wille" im herkömmlichen Sinne, sondern einfach Zufall, der eben auch eine Rolle spielt. Und das Thema Quantenphysik ist sehr komplex und ohne gute mathematische Kenntnisse nicht wirklich erfassbar -> ich will mir nicht anmaßen, dazu etwas zu sagen. Mag ja kein Halbwissen verbreiten :) 

Ein Gefühl so einer Fremdbestimmtheit empfinde ich auch als sehr unangenehm und abgesehen davon müsste man ja ziemlich gläubig sein um das zu denken. Was ich nicht bin. Ich hab kein Problem damit, nicht an einen freien Willen oder an Schuld zu glauben. Es bringt mich auch nicht dazu, irgendwem zu schaden und dann zu sagen "konnte ja nix dafür". Davon hält einen normalerweise eine gesunde Emphatiefähigkeit ab, dazu braucht es weder freien Willen, noch Schuld. 

Ich mag und teile deine Ansicht!

Antwort
von Suboptimierer, 77

Spätestens mit der Erwähnung Gottes darfst du deine Gedankenspiele nicht alle als gegeben darstellen. Es sind Denkmodelle.

Wenn du schreibst, dass irgendwelche Hirnareale 6 Sekunden vor einer Reaktion des Körpers auf das Leuchten leuchten, dann ist doch die erste Frage, wessen Hirnareale leuchten. Mit der Beantwortung dieser Frage kommt man auf das Subjekt. Ja, das Ego ist Teil eines Menschen. Wenn das Ego etwas entscheidet, so ist es der Mensch, der entscheidet und somit ist es ein freier Wille.

Ja, das Leben ist ein Wunder. Oder kommt es uns nur wunderlich vor? Ist es nicht doch eine Notwendigkeit, dass alles sich so entwickeln musste, wie es sich entwickelt hat? Sind wir einmalig oder gibt es zig Millionen andere Planeten, auf denen ähnliche Bedingungen herrschen und sich Ähnliches wie unser komplexes Leben entwickelt hat?

An diesem Punkt setzt die Diskussion um den freien Willen wieder ein. Der Determinismus setzt den freien Willen Schach matt. Ich sage dann immer, dass es der größte Trost für uns ist, dass selbst wenn alles vorherbestimmt sein sollte, es unmöglich mit unseren Mitteln vorhersehbar sein kann.

Wir diskutieren sozusagen nur über die reine, theoretische Möglichkeit einer Weltformel. Selbst wenn sie theoretisch umsetzbar wäre, so aber nie von einem Menschen.
Womit lässt sich das vergleichen? Hmmm :/ Zum Beispiel lässt sich immer eine höhere Primzahl finden als die höchste, bekannte Primzahl. Das ist bewiesen. Aber irgendwann reichen die technischen Mittel, sei es nur die Anzahl an irgendwelchen Elementarteilchen nicht mehr aus, eine höhere Zahl zu errechnen und auch die Zeit ist eine knappe Ressource - dachte man bis vor kurzem. Ich habe davon gehört, dass Quantencomputer Zeitprobleme vollständig lösen können (aber das ist ein anderes Thema).

Naja, ich habe nur versucht, ein Beispiel zu nennen, um es plastischer zu machen, dass es unterschiedliche Typen von "Möglichkeiten" gibt, insbesondere der Kontrast von "Wie es ist" zu unseren Beweis- und Messmöglichkeiten.

Antwort
von 4hntrax, 5

Da ist niemand ist falsch - da ist dein Unterbewusstsein und dieses wächst vom Tage deiner Geburt an mit dir.
Du kommunizierst täglich damit nur merkt man das nicht bewusst wenn man nicht weiß worauf man achten soll.

Beschäftige dich ein wenig mit Psychologie dann wird die Sache vielleicht klarer - und was den Täter angeht, den gibts es zweifelsfrei.
Die Frage ist eher wie viel Schuld man an seiner Tat trägt :)

Antwort
von jennojack, 54

Ja du wirst vom ersten Tag deiner Geburt an geprägt durch soziale wie genetische Faktoren. Alle von uns laufen permanent auf Autopilot, weil wir nicht in der Lage sind alle äußeren Informationen so zu verarbeiten dass wir sie in unsere Entscheidungen mit einbeziehen könnten. Fakt ist der Mensch schafft es ca. 40 Dinge in sein Bewusstsein zu rufen von den Milliarden von Eindrücken pro Sekunde wahrzunehmen. Demnach übernimmt das eigene Unterbewusstsein vermutlich den größten Teil bei der Entscheidung. Man könnte jetzt meinen der freiewille exsistiert, jedoch hast du keinen Einfluss darauf wie dein Filtersysten in deinem Kopftickt .Dein Unterbewusstsein ist und bleibt untransparent, wenns mal gut läuft kannst du im Prinzip dann aus bestimmten Mustern heraus, doch zusammenhänge sehen und hast somit eine weitere Erkenntnis über deine unterschwellige Persönlichkeits-Prägung herausgefunden. Womit du der Tatsache näher kommst, das eine bestimmte Erfahrung subtil Einfluss auf dein Handeln genommen hat! Lg

Antwort
von Garfield0001, 46

ich bin überzeugt dass der freie Wille existiert. sonst könnte man jede Schandtst tun und sagen "ich konnte gar nicht anders".

du schreibst von der kurzen Zeitspanne im Bezug auf das Gehirn. habe ich als Christ Kein Problem. Wir sind "Geist" (nicht: Gespenst), haben eine Seele und Leben in einem Körper. der Geist ist also das eigentliche ICH. Dieses ICH entscheidet sich für etwas und gibt diese "Anweisung" an unseren Körper weiter. dauert etwas, ein paar Milli sekunden.

nur weil Gott außerhalb von Zeit lebt und alles bereits weiß, was ich zb gleich schreiben werde, heißt es nicht, dass ich selbst es nicht bestimmen würde zu tun.
rudimentär wissen wir auch solche Dinge. wir sehen (nicht: tun) etwas und wissen was in 3 Sekunden passieren wird. haben wir es beeinflusst? nein.
wir sind keine Marionetten in einem vorgegeben Spiel

Kommentar von NosUnumSumus ,

Es gab ein Experiment, bei dem man den Probanden an bestimmten Punkten am Kopf Elektroschocks gegeben hat, woraufhin sie beispielsweise den Arm bewegten. Diese behaupteten anschließend, sie hätten dies willentlich getan.

Kommentar von Nyurae ,




ich bin überzeugt dass der freie Wille existiert. sonst könnte man jede Schandtst tun und sagen "ich konnte gar nicht anders".

Ein "sonst könnte man ja,..." ist keine Begründung oder Erklärung für etwas. Ich glaube nicht, dass jemand, der etwas "schlechtes" tut, anders hätte können. Alles was man tut hat irgendeinen Grund.

Ich glaube nicht, dass es einen freien Willen in dem Sinne gibt. Aber es fühlt sich so an, weil die Welt zu komplex ist um etwas sicher vorhersehen zu können. 

Ich bin nicht religiös und kann mir nicht vorstellen woher denn ein freier Wille kommen könnte. Wir sind was wir sind, durch unsere Umwelt und unser Erbmaterial, wo hat da ein freier Wille Platz und wodurch sollte es so etwas wie "Schuld" geben? Könnte man eine Situation, in der eine Person eine Entscheidung trifft, ganz genau gleich wiederherstellen (zB die Zeit zurückdrehen), meinst du nicht, die Person würde jedes mal die selbe Entscheidung wieder treffen? 

Ich denke schon. Wie könnte sie denn auch anders..

Liebe Grüße

Antwort
von danhof, 48

Da "Gott" ein Tag dieser Frage ist und du selbst von einer "erstaunlichen Intelligenz", kann ich wohl davon ausgehen, dass nicht nur streng empirische Antworten zugelassen sind :-)

Entsprechend äußere ich hier meine christlich gefärbte, philosophisch angehauchte Meinung :-)

Mir gefällt der Vegleich mit dem Buch sehr gut: Gott hat ein Buch geschrieben, in dem wir Charaktere darstellen. Wir selbst entscheiden uns frei, dieses oder jenes zu tun: "Ich gehe heute auf jeden Fall Eisessen". Gott WEIß, dass das geschehen wird. Er hat das Buch geschrieben und weiß, wie es anfing und wie es aufhören wird. Er existiert außerhalb der Beschränkungen der Zeit. Er ist kein lineares Wesen wie wir Menschen.

Wir können es nicht schaffen, aus dem Buch herauszuspringen und uns neben Gott zu setzen und auf das Buch herabzuschauen. Wir sind sozusagen gefangen in unserer Realität, in unserer Wahrnehmung unseres Lebens.

Antwort
von nobytree2, 39

Die Kausalität ist in ihrer Absolutheit widerlegt. Somit scheitert auch die Annahme des freien Willens nicht an einem Kausalitätsaxiom. Die Kausalität, wie sie noch in der klassischen Physik unter Newton propagiert worden ist, hat starke Modifikation erst in der Relativitätstheorie, dann in der Quantenphysik erfahren.

Prädestination gibt es nicht, weder naturwissenschaftlich (siehe oben) noch religiös. Religiös deshalb nicht, weil es Schwachsinn ist, dass ein Gott ein moralisches Wesen erschafft, welches zu seinem Schicksal unbestimmt stehen muss.

Du hast einen freien Willen und musst ihn benutzt. Du entscheidest im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, welche Dir oft genug Freiheit für moralische Entscheidungen lassen.

Kommentar von NosUnumSumus ,

Gott ist ein von der Kirche fehlgeleiteter Begriff.
Gott ist (für mich) keine Person, sondern die Urquelle aller Schöpfung.
Und warum sollen nicht alle Schwankungen und der freie Wille im Schicksal enthalten sein? ;-)

Kommentar von nobytree2 ,

Schwankungen und freier Wille als entfaltbares Potential im Schicksal, ja, als unfrei und vorbestimmt meiner Ansicht nach nicht.

Antwort
von AlphaundOmega, 8

Ja , das ist mal ne Frage ;)

Es gab mal eine Zeit, in der ich ständig dem Tod von der Schippe gehopst bin ...bis ich mich später einmal fragte... WARUM ? Die einzige Erklärung war für mich, das es noch nicht so weit sein könne , aber wie sollte man sich sicher sein , das man noch nicht an der Reihe ist ? Also forderte ich es in meinem vollen Bewusstsein heraus  , doch ich bekam nicht mal ein Kratzer... Seitdem glaube ich , ... gibt es Schutzengel ,... wir fahren das Auto, aber ein anderer lenkt ...

Antwort
von fricktorel, 3

Das kommt darauf an: "Wir" (unter dem "Gott dieser Welt" - Offb,12,9; 1.Mose 3,6; 1.Kön.9,6; 2.Tim.3,2)

oder unserem "ewigen Gott" - Jes.45,22 - (1.Mose 2,16-17; 5.Mose 30,19; Röm.6,23).

Antwort
von mxxnlxght, 42

Schau in die Geschichtsbücher der sechsten Klasse. Steinzeit und so. Da haben die Menschen gejagt, weil sie Hunger hatten. Mit anderen Menschen in Kooperation. Sie haben sich gegeneinander gestützt und dafür haben sie ein Stück vom Mammut bekommen. 

Heute ist es doch nicht anders, oder? Umso mehr man halt hat, desto mehr Ego. Deswegen kommt es dir so komisch vor. 

Jeder Mensch hat seine Bedürftnisse und evtl. Süchte, und versucht diese zu Stillen.

Was sollte das Leben sonst für einen Sinn haben?

Antwort
von bachforelle49, 19

Du selbst entscheidest, es sei denn, du hättest nicht alle Tassen im Schrank. Natürlich bist nur du für dein Tun verantwortlich, und deine Freveltaten werden dich sogar noch nach deinem Tode verfolgen, denn die Sinnlogik und bestimmung beruht darauf, daß du gewissermaßen frei bist, wenn du stirbst. (D)ein Schutzengel wird nicht über deine Missetaten mit wachen wollen, also handle klug...  Wenn du natürlich wie die Masse denkst, du kommst ungestraft davon, weil die Würmer dich ohnehin fressen, dann erwarte auch nichts von deinen Mitmenschen und Angehörigen und lebe auch wie ein Wurm..

Antwort
von skyberlin, 43

Du, und nur Du bestinmmst Dein Leben. Es mag genetisch- soziale Prädispositionen geben, aber nur DU bestimmst über Dein Leben. Oder das Verfassungsgericht?  ;)))) Kannst Dich ja entscheiden (GG).

Antwort
von Xpomul, 33

Benjamin Libet, der dieses Experiment in den 80ern durchgeführt hat, hat daraus gerade nicht auf die Willensunfreiheit geschlossen.

Und ja: Es ist alles vorherbestimmt, aber nicht im Sinne eines unveränderbaren Schicksals, wie man in der Antike und im Islam denkt. Es ist ein göttlicher Ratschluss hinter dem Sein, aber der geht uns nichts an. Er ist nicht ohne uns, das heißt, wir können Gott auf dieses Unvordenkliche, auf das Sein hin ansprechen, können ihn um Intervention bitten, können ihm unsere Unvollkommenheit und Ungesichertheit, unsere Ungeborgenheit klagen.

Der Wille mag unfrei sein (ich glaube das), aber wir sind es nicht: Wir sind für unsere Handlungen verantwortlich, das heißt, Gott macht uns dafür verantwortlich. Darin liegt das Problem. Wir müssen Entlastung haben für unsere Schuld, und die Existenz der Religionen beweist das: der Mensch braucht Entlastung. Dass einige entartet sind, beweist gar nichts.

Wir wissen, dass wir Täter sind, mithin Handelnde, und wir haben das mulmige Gefühl, dass wir eines Tages für diese Handlungen zur Verantwortung gezogen werden.

Schön hast Du das gesagt: Ja, da ist eine erstaunliche Existenz, die all das geschaffen hat und uns am Leben erhält. Und nur, weil wir das nicht verstehen können, daran zu zweifeln --- das ist recht dünn.

Kommentar von matmatmat ,

Wir sind nicht frei in unserem Willen, aber werden dafür bestraft was wir machen? Ich hoffe das hab ich falsch verstanden, das wäre ziemlich pervers.

Kommentar von Xpomul ,

Der Mensch ist ein gefallenes (besser: fallendes) Wesen. Er ist aus Gottes Bund ausgebrochen, den dieser mit Adam in Eden aufgerichtet hatte. Seitdem hat der Mensch einen Willen, der so frei ist, wie der eines Steines, nach unten zu fliegen. Der Stein kann nicht aus eigener Kraft nach oben fliegen. Aber den Schaden, den er unten anrichtet, den wird er bezahlen müssen. Es hat keinen Sinn, dagegen aufzubegehren, denn Gott ist stärker als wir. Darum auch brauchen wir seine Gnade (in Jesus von Nazareth). Sonst sind wir verloren.

Antwort
von ninohoffi, 20

Das ist mal eine Richtig gute Frage=)))

Also jeder Mensch bestimmt von anfang an seiner Geburt selbst wie er/sie Leben möchte, klar du hast zwar in Gewisserform deine Elter oder Erzieher der dich bis zu deinem Gesetzlichen PKT, dich begleiten tut. Aber in Wahrheit tut man dies schon von anfang an seiner Geburt das man über sich selbst Entscheidung treffen darf, klar nehmen wir mal Deutschland, Du hast zwar hier viele Freiheiten und es gibt gewisse Leute die hier sagen: Hey es gibt gesetze an denen du dich halten musst!!

Klar musst du dich daran halten aber dennoch bestimmst du Persönlich selbst was aus deinem Schicksal wird!

Antwort
von Alfredom44, 30

Meinst du dass man eim Gehirn hat und man kein Individuum ist, da jedes Gehirn von der Zeugung aus anders geprägt bzw. Wenn es im Bauch der Mutter wächst? Dann gibt es ein Gehirn und die Hülle dazu, die von anderen Menschen leider zu sehr bewertet wird

Antwort
von Fantho, 42

Kein freier Wille - kein Ego, sondern Marionette...

Zudem sind Deine Zeitangaben fehlerhaft, denn es handelt sich um zehntel Sekunden. Sechs Sekunden ist ene sehr, sehr lange Zeitspanne; länger, als ein Puppenspieler benötigt, seiner Marionette eine Bewegung ausführen zu lassen ;-)

Entscheidungen passieren nicht einfach so, sondern es besteht immer das Gesetz 'Ursache - Wirkung', d.h. jede Entschedung ist das Ergebnis einer Ursache, welche in dieser Entscheidung zum wirken kommt...

Und wenn man dann ganz an den Anfang zurückgeht, kann hinter der allerersten Ursache nur eine Intelligenz, besser ein (All)Bewusstsein gesteckt haben...

Gruß Fantho

Antwort
von Inquisitivus, 7

Hallo!

Sehr künsterlisch formuliert :)

Die Frage ist allerdings nicht wer bestimmt das Leben, sondern wie wurde es erschaffen!

Denn das Leben an sich bestimmt keiner, es ist Zufall oder Evolution (Das Naturgesetz, was bedeutet, dass alles um sein Überleben kämpft)

Antwort
von MondscheinStern, 97

Ich weiß, das du größten Teils allein dein Leben bestimmst. Du wirst zwar von dein Eltern erzogen (das prägt sich schon auf dich aus) , Erfährst viel von der Schule , erlebst viel in der Zeit und ab 18 machst du dann was aus deinen Erfahrungen, die du schon in dieser kurzen Zeit gesammelt hast. Die Menschen machen dich, wie du bist, doch du allein bestimmst wie du sein möchtest, ohne das ein Mensch dazwischen funkt:D So sehe ich das. Du allein bestimmst dein Leben:) 

Antwort
von paranomaly, 23

Siegmund Freud was der Ansicht dass der Mensch neben dem Ich auch ein Über-ich hat. Demnach würde ich sagen dass Über-Ich. Das Bewusstsein, die Komponente die eben außerhalb des Körpers liegt und Zeit und Raum überwindet.

Antwort
von nowka20, 16

das leben bestimmen die lebenskräfte des kosmos

Antwort
von Richard30, 8

Interessante Frage, aber das würde ja heisen, dass alles Vorherbestimmt ist, oder deterministisch ist, was aber aufgrund von Quantenerffekten nicht sein kann.

Gut, aber haben wir einen freihen Willen? Ich denke ja, ich meine das mit den Gehirnarealen das sind ja wir, das sind die Gedanken die wir uns vor einer Entscheidung machen, das hinn und wieder, das abwägen e.c.t, aber der letze Funken, den letzen Schalter, das ist unser freiher Wille, so definiere ich es zumindestens.

Wenn man einen Gott hinzufügt, vorallem einen Christlichen, dann ist der freihe Wille auch noch eine Grundvorraussetzung. 

So aber mal abgesehen davon: Welche Konsequenzen hätte es denn, einmal zu behaubten es gäbe nen freihen Wille und dann, es gäbe keinen? Nun wenn man sagt: Es gibt keinen freihen Willen, kann auch niemand Schuldig gemacht werden für etwas, ich könnte also Morden, Klauen, Vergewaltigen und sagen:" Ich kann da ja nix für, ich hab ja keinen freihen Willen, das sind die Gene, das Umweld, aber nicht ich" Steht man den Leuten jedoch einen Freihen Willen zu, dann schiebt man ihnen auch die Veratnwortung für ihre Taten zu.

Antwort
von IchbinPilotAB, 17

Man selbst bestimmt das Leben 

Antwort
von PrinceOfNoldor, 65

Es ist nicht alles vorrbestimmt, wenn man streng der klassischen Physik glaubt könnte man das zwar meinen, aber es wird durch einige Theorien der Quantenphysik wiederlegt.

Ich versuche es mal einfach zu erklären: Es ist unmöglich den Zustand eines Teilchens vorauszusagen, da man die Umstände die zu diesem Zustand führen würden dadurch verändert, dass man weiß wie der Zustand sein wird, außerdem gibt es noch einige weiter Effekte, der Quantenpysik, die die Zeit betreffen.

Das alles trifft auf die jedes Teilchen im Universum zu und damit auch auf Menschen, demnach entsteht der freie Wille aus der Fähigkeit die Zukunft abzuschätzen und durch die Abschätzung zu verändern.

Kommentar von Abahatchi ,

es wird durch einige Theorien der Quantenphysik wiederlegt.

Was so nicht ganz richtig ist, denn Thesen sind noch keine Theorien, auch wenn Deutsche oder US Amerikaner und Engländer dies notorisch ignorieren. Ich hätte es etwas anders formuliert.

... es wird durch einige Thesen (von denn schon einige wünschten, es wären Theorien) und Experimente in der Quantenphysik der Eindruck verhärtet, das dem so nicht ist.

Kommentar von NosUnumSumus ,

Der Beobachter ist gleichzeitig Teilnehmer, das ist korrekt.
Das widerlegt jedoch nicht meine These. :-)

Kommentar von PrinceOfNoldor ,

Deine These wird durch einige Erkenntnisse aus der Quantenphysik wiederlegt

Kommentar von Nyurae ,

Das als Begründung würde aber heißen, dass die Entscheidungen nicht nur durch Umwelt und Gene zustande kommen, sondern auch noch durch "Zufall". Das ist immer noch kein freier Wille. 

Abgesehen davon ist die Quantenphysik höchst komplex und man kann sie ohne gute mathematische Kenntnisse nicht mal annähernd verstehen. Leider verwenden trotzdem viele Leute Begriffe aus der Physik, um Dinge damit zu begründen, mit denen diese Begriffe gar nichts zu tun haben..

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