Frage von solomio, 21

Wer bekommt vorzugsweise Recht bezüglich Pflichtteilergänzungsansprüche?

Es ist ein Streitfall vor Gericht um Pflichtteilergänzungsansprüche.

Manko:

  1. Die beklagte Partei, (der Alleinerbe) kann nicht beweisen, dass das Haus, um das es geht, bezahlt wurde.

  2. Der Alleinerbe muss aber beweisen, dass er das Haus regelrecht für einen Mindestpreis im Jahr 2012 von seiner Mutter gekauft hat.

  3. Der Alleinerbe muss beweisen, dass er das Haus auch bezahlt hat.

  4. Bezahlt hat, für den Wert, der angegeben wurde.

  5. Der Wert wurde nachweisbar notariell angegeben, ist legitim eingetragen.

  6. Der Alleinerbe ist darin NOTARIELL als KÄUFER ERWÄHNT:

  7. KEINER kann beweisen, dass das Geld bezahlt wurde.

  8. Es steht aus, dass ein Gönner die Summe für den Käufer bezahlt hat. Beziehungsweise teilhaft bezahlt hat. Dies ist aber A L L E S NICHT BEWEISBAR.

  9. Der Käufer ist legitim im Grundbuch als BESITZER notariell beglaubigt und im Grundbuch legitim so eingetragen.

Die Frage im Detail:

  1. Muss sich der eingetragene Besitzer im Grundbuh sich als Käufer vor Gericht verantworten?

  2. Da der im Grundbuch Eingetragene, s.o., nichts beweisen kann, mehr odr weniger, steht dann die volle Kaufsumme vor Gericht in Option? Gemeint in Option für Pflichtteilergänzungsansprüche.

Details zu Pflichtteilergänzungsansprüche:

ALLGEMEIN

1a) Die Summe für Pflichtteilergänzungsansprüche, diese bezieht sich gewissermaßen auf die KOMPLETTE Summe vom Kaufpreis und/ oder AUSSCHLIESSLICH auf den Wert, Kaufpreis abüglich des eigentlichen Wertes. Vorausgesetzt der Kaufpreis war nachweislIch unter Wert.

2a) WIRD UNTER WERT NACHGEWISEN, gilt zumindest dieser Differenz-Betrag als Schenkung.

3a) Durch Punkt 2a wird erst eine klage auf Pflichtteilergänzungsansprüche möglich.

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Hauptfrage:

Welche Partei bekommt vorzugsweise Recht?

Der Kläger oder der Beklagte?

Die Beweislast liegt, meine ich, schließlich beim er Beklagten.

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Die Frage mit anderen Worten auf einen Nenner gebracht:

Muss der Beklagte die volle Summe, gemeint der damalige Wert um 2012 vom Haus, als Pflichtteilergänzungsanspruch verrechnen lassen, an die PflichtteilERGÄNZUGSberechtigten auszahlen?

Antwort
von Wippich, 14

Vor Gericht muß alles bewiesen werden.Ein glauben Sie mir Herr Richter reicht nicht.

Kommentar von solomio ,

Ich habe klar geschrieben, dass der Beklagte quasi nichts
beweisen kann. Muss er deshalb quasi, salopp gesagt, die „Volle Miete“ zahlen?

Kommentar von Wippich ,

Ja.

Antwort
von BrandnerKaspar, 15

Das alles hängt von weiteren Einzelheiten ab. Die untersucht ja gerade der Richter.

Wie sollen wir das hier wissen?

Warte doch den Termin bei Gericht ab,  dann wird dir der Richter alle Fragen beantworten.

Kommentar von solomio ,

Was der Richter sagt, das ist nicht das Wichtigste. Schadensbegrenzung kann man am besten, zugleich gut, IMMER GUT für beide Seiten, die Sache Außergerichtlich zu klären.

Bevor es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. Also im Vorfeld. Dazu gehört eben nun mal die Eigeninitiative, das Aufeinander Zugehen, die Bereitschaft zeigen, guten Willens sein. Mit anderen Worten, ohne vernünftige Einstellung ist tote Hose.

z.B.

Eine Zwangsversteigerung, das kann Vorteile haben. Wenn der Kläger auf Pflichtteil das Haus günstig einsacken kann. Bei öffentlicher Ausschreibung etwas Glücksache, Bedingung hier ist solvent sein.

Außergerichtlich spart man nicht nur Anwaltskosten. Das Haus kann in einem normalen Verkauf einen höheren Verkaufspreis bringen. Das Beste für beide Seiten.

Fazit

Es ist mehr ein Eklat als denn eine Gesetzeslücke, wenn es ein Kinderspiel ist für Pflichtteilberechtigte ein Haus zum Teufel gehen zu lassen. Das Gesetz schütz die Moral des Vererbenden, seinen moralischen Entscheidung anzuerkennen, wenn insgesamt zwei Dinge erfüllt sind:

1. Verjährung, bei Schenkung 10 Jahre.

2. Mord.

Andernfalls ist JEDES BETROFFENE Haus dem Untergang geweiht, a la Titanik. Das ist Sittenwidrig, nicht nur eine Gesetzeslücke. Für Anwälte usw. ist es die Goldgrube.

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