Frage von OhneInsulin, 104

wer bekommt alles eine insulin pumpe, alle die geld haben oder auch solche wie ich, sehr arm sind?

siehe frage

Antwort
von djbee, 27

Woher kommst du denn? 

Generell bezahlt die Krankenkasse eine Insulinpumpe - allerdings nur bei ausreichender Indikation (also nur dann, wenn die Krankenkasse der Meinung ist, dass du sie brauchst). Normalerweise nur bei Diabetes Typ 1. Außerdem ist es als Kind einfacher eine zu bekommen.

Ich komme aus Österreich - soweit ich es bis jetzt mitbekommen habe, ist es hier etwas einfacher als in Deutschland eine zu beantragen. In Deutschland musst du meist über 3 Monate eine Tagebuch über deine Werte etc. führen. Dieses wird dann mit einer Begründung deines diabetologen eingeschickt und dann heißt es erst einmal warten...

Ich habe selbst eine Insulinpumpe (omnipod - ohne Schlauch) und liebe sie! Die basalrate kann sehr fein eingestellt werden, was beispielsweise für Schichtarbeit oder für das Dawn-Phänomen super ist (ist auch ein gutes Argument für die Krankenkasse). Außerdem kann die basalrate temporär angeglichen werden wenn man z.b: Sport macht oder krank ist. 

Man muss sich aber auch im Klaren sein, dass eine Pumpe (bis jetzt) noch nichts "selbst" macht - du musst ihr schon sagen, was sie machen soll. Allerdings gibt es mittlerweile eine Pumpe, die mit einem Sensor (der den Gewebszucker misst) kommuniziert und sich bei hypogefahr abschaltet. Dieser Sensor wird allerdings oft nicht von der Krankenkasse bezahlt...

Für welche Pumpe würdest du dich denn interessieren?

Antwort
von dadamat, 32

Eine Insulinpumpe wird, wenn anwendbar, von der Krankenkasse bezahlt. Aber meist nur bei Diabetis 1 und kognitiven Voraussetzungen des Patienten.

Antwort
von Othetaler, 55

Schau mal hier:

http://www.diabetes-technologie.de/aktuelle-beitraege/aktuelles/101-insulinpumpe...

Antwort
von Mondragor, 37

Hallo,

eine Insulinpumpe gibt es in der Regel, wenn andere Versorgungen mit Insulin nicht von Erfolg gekrönt waren. Wenn man einige Grundregeln beachtet, sollte das Spritzen nach dem Basis-Bolus-Prinzip (Intensivierte Insulintherapie / ICT) aber eigentlich die Form der Insulinversorgung sein, die den Alltag am freiesten gestalten und den Blutzuckerspiegel langfristig auf dem bestmöglichen Niveau halten.

Insulinpumpen sind dahingehend nur bedingt geeignet, da sie eigentlich nur je nach vorher berechnetem tageszeitdurchschnittlichem Energiebedarf agieren und zu bestimmten Zeiten dann entsprechende Mengen an Insulin abgeben. Das bedeutet nur, dass man sich Injektionen spart, die automatische Anpassung an den momentanen Blutzuckerspiegel erfolgt jedoch damit nicht! Das heißt immer zu festen Zeiten Essen...

Das bedeutet, dass man im Grunde sehr restriktiv leben muss, um damit tatsächlich langfristig besser zu fahren, als mit einer ICT. Mit der ICT ist der Patient in der Lage, jederzeit und vor jeder Energiezufuhr, mit entsprechender Schulung, seine notwendige Insulindosis selbst zu berechnen und auch zu interagieren, wenn einmal der Spiegel zu hoch oder zu niedrig ist.

Insulinpumpen hingegen pumpen immer nur festgelegte Mengen an kurzwirksamem Insulin oder ein Analogon in den Blutkreislauf. Machst Du sport, isst nichts oder was auch immer, kann das leicht schief gehen. Also wenn ich die Wahl hätte, wäre die ICT mein Favorit. Außerdem ist eine Pumpe volumenorientiert, also wenn man mal schlecht
gekühltes Insulin hat, was nicht mehr so gut wirkt, bedeutet das auch
lange einen schlechteren Spiegel!

Außerdem hat sich in verschiedenen Studien gezeigt, dass ein gut geschulter ICT-therapierter Patient in der Regel den deutlich besseren HBA1C-Wert hat, was letztlich der einzige Anhaltspunkt dafür ist, dass man Folgeerkrankungen möglichst lang hinauszögert.

Grüße.


Kommentar von djbee ,

Das stimmt so nicht!

Eine Insulinpumpe pumpt den ganzen Tag über eine festgelegte basalrate - die man je nach pumpenmodell stündlich oder halbstündlich genau einstellen kann. Also z.b: von 00:00 - 08:00 1.1 IE/ Stunde; von 08:00 - 16:30 0,9 IE/Stunde ... (Ist jetzt nur ein Beispiel - man kann eben sein ganz eigenes tagesprofil erstellen). Hierfür wird auch kurzzeitinsulin (novorapid, humalog, apidra, ...) genutzt.

Zu jedem essen (dass man somit auch ganz frei einnehmen kann) gibt es einen Bolus.

Es funktioniert also an sich wie eine ict- nur dass man eine fein eingestellte basalrate hat. 

Kann es sein, dass du dich zwar mit Diabetes auskennst aber nicht so sehr mit insulinpumpen?

Kommentar von Meeew ,

Danke djbee wollte grad  das selbe schreiben ;)

Mit der Pumpe ist man sehr frei, wie gesagt wurde hat man die Basalrate (dauert eben bis sie haargenau zum Patienten passt und muss in der Pubertät wegen den Hormonen öfter auch mal nach justiert werden)
Essen kann man wann, was und wo man will.
Der Blutzucker wird ganz normal gemessen und der Bolus wird errechnet je nachdem wie der Wert ist und was man essen will.

Als Kind/Jugendlicher bekommt man relativ einfach eine Pumpe und das tägliche spritzen ist weniger frei als die Pumpe.

Expertenantwort
von Lirin, Community-Experte für Diabetes, 26

Hallo!

Wenn du die Voraussetzungen für eine Pumpe erfüllst, dann bezahlt sie auch die Krankenkasse, inclusive aller Verbrauchsmaterialien!

Sprich mit deinem Diabetologen darüber, was du dafür tun musst.

Gruß Lirin

Antwort
von Nettofragenxd, 15

Es geht dabei nciht um den Wohlstand sondern um die Notwendigkeit in Bezug auf die Krankheit

Antwort
von FelixFoxx, 49

Frag Deinen Arzt und Deine Krankenkasse.

Antwort
von Mignon4, 42

Ich denke, Krankenkassen bezahlen medizinische Geräte nicht nach dem Geldbeutel der Versicherer, sondern nach der medizinischen Indikation. Bei privat versicherten Patienten richtet es sich nach dem Versicherungsumfang.

Kommentar von Mignon4 ,

Danke für das Kompliment! :-)

Antwort
von 123ok456, 39

Die die es benötigen egal wie arm /reich

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