Frage von grenzenfrei0, 98

Wer Arbeitete in den ,,Gulags " in der ,,Sowjetunion"?

Hallo, meine Frage ist , wurden auch deutsche Arbeiter aus det DDR dahin geschickt ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Hideaway, 63

Etliche wurden nach dem Krieg aus der DDR dahin verschleppt, Männer, Frauen und auch Jugendliche. Wer dem Regime der DDR nicht wohlgesonnen war oder straffällig wurde, stand ganz oben auf der Liste. Oft geschah das auch ohne ersichtlichen Grund (mal davon abgesehen, dass die Sowjetunion an Zwangsarbeitern interessiert war und sie dafür teilweise wahllos auf der Straße einfach "einkassierte"). Als eine Art "Gastarbeiter" oder aus freien Stücken ging da keiner hin.

Kommentar von JBEZorg ,

Was sollen diese Schauermärchen? Wer wurde "auf der Strasse einkassiert"? Der Westen versinkt doch noch in seinen eigenen Lügen.

Kommentar von grenzenfrei0 ,

Kannst du eine bessere Antwort als Hideway geben, wer dort gearbeitet hat? Also nein.

Kommentar von Hideaway ,

Дружба, товарищ!

Leider sind die "Schauermärchen" historische Realität und die Zahl der Verschleppten bewegte sich im fünfstelligen Bereich. Oder handelte es sich bei diesen Unglücklichen um "Botschafter des Friedens"? Dann hat die ruhmreiche Sowjetmacht (Hüterin von Frieden, Freiheit und Demokratie) wohl nur vergessen, ihnen das zu sagen!

Kommentar von JBEZorg ,

Leider sind die "Schauermärchen" historische Realität 

Historische Realität sind Zahlen und Fakten und nicht deine Behauptungen. Wilde Geschichten über irgenwelche Laute, dann noch zig Tausende, die verschleppt wurden entbehren sogar der Logik. Die UdSSr hatte wohl zu viel Geld um irgendwelche DDR-Leute zu Tausenden ans Ochtzkische Meer zu schicken. Und soviele Deutsche gab es m gesamten GULag System nicht. Stelle Dir vor GULag hies Haptverwaltung der Lager. Sie haben verwaltet und genau Buch geführt darüber wer bei ihnen einsass. Im GULag waren nichtmal soviele Russlanddeutsche. Und jetzt sollen da Zigtausende DDRler drin gewesen sein? Mir ist klar, dass im ´Westen sowas neurdings okay ist, aber ihr macht euch lächerlich mit diesen propagandistischen Verdrehungen, die nicht mal stimmen können. Also lass diene plakativen Sprüche und lieere mal Anhaltspunkte für Deine Behauptungen.

Kommentar von Hideaway ,

Der Westen versinkt doch noch in seinen eigenen Lügen

Und er wird an seinen kapitalistischen und revanchistischen Geschwüren verfaulen. Aber noch hält er sich ganz wacker. Und vom Kommunismus ist nicht viel mehr übrig geblieben als ein größenwahnsinniger Diktator in Fernost, der sein Volk im besten stalinistischen Sinne knechtet.

Kommentar von JBEZorg ,

Und er wird an seinen kapitalistischen und revanchistischen Geschwüren verfaulen. Aber noch hält er sich ganz wacker.

hr seid ganz gut dabei zu verfaulen und eure Journaliemacht euch glauben alles wäre top.Viel Spass! Die Realität wird euch wohl "plötzlich und unerwartet" einholen.

Und vom Kommunismus ist nicht viel mehr übrig geblieben als ein größenwahnsinniger Diktator in Fernost, der sein Volk im besten stalinistischen Sinne knechtet.

Das meine ich doch. Ihr denkt sogar in verfaulten Kalter KRieg Klischees. Welcher Kommunismus? Welcher Diktator? Wach auf aus deinem Traum. Das war garnicht das Thema.

Kommentar von voayager ,

Hideaway, lass dir sagen, dass bis dato die Menschheit noch nie einen Kommunismus hervorgebracht hat.

Antwort
von Luftkutscher, 49

Du solltest Dir das Buch "Der Archipel GULAG" von Alexander Solschenizyn im Antiquariat besorgen. Er schreibt hier ausführlich über seine Mitgefangenen und den Grund weshalb sie als Arbeitssklaven in den Gefangenenlagern schuften mussten. Nicht nur Sowjetbürger, die nicht laut genug für das Stalin-Regime geschrien haben, sondern auch deutsche, japanische und andere Kriegsgefangene sowie Zivilisten aus den eroberten Gebieten im Baltikum, Ostdeutschland, Polen und anderen Ländern hat man dort eingesperrt.

Kommentar von JBEZorg ,

Solzhenizyn aht 80% zusammengelogen wie sein Name schon verrät. Ach ja, Leute verraten hater auch. Wenn schon, dann kann man Schalamow lesen.

Ausserdem hast du recht wenig Ahnung. Kriegsgefangene warenim GULag kaum vertreten.

Kommentar von Luftkutscher ,

Woher willst Du wissen, dass Scholzenizyn in seinem Buch gelogen hat? Warst Du auch in einem GULAG und kennst Du die Verhältnisse dort besser als er. Ich habe in meiner Jugend noch einige Zeitzeugen gekannt, die ebenfalls in solchen Lagern waren und die Aussagen Scholzenizyns bestätigt hatten.

Kommentar von JBEZorg ,

Woher willst Du wissen, dass Scholzenizyn in seinem Buch gelogen hat? 

Stelle dir vor er sass dort nicht allein ein. Es gab noch andere Leute, die darüer berichtet und geschrieben haben, und auch Solzhenizyns Märchen als solche entlarvt haben. Ausserdem wurden schon gerade wegen Solzhenizyns Popularität etliche Untersuchungen gemacht,die bestätigt haben, dass die meisten Ereignisse, die er als autobiografisch präsentiert garnicht passieren konnten bzw. er könnte nie Zeuge davn sein. Er hat nu mit seiner ganz klaren Agenda ein tendenziöses Werk zusammengedichtet. Stattdessen aben andere wahrheitsgemäss und mit mer Talent darüber geschrieben. Und btw es leben immer noch Zeitzeugen und man kann heute noch mit ihenen sprechen was ich auch tue.

Antwort
von JBEZorg, 29

GULag, wenn Du nachlesen würdest, waren einfach Gefangenenlager für alle Arten von Gefangenen. Auch Mörder, Diebe und Trickbetrüger sassen dort ein. Und alle haben gearbeitet sofern sie für arbeitsfähig befunden wurden.

Wer sollte und aus welchem Grund "deutsche Arbeiter aus der DDR" dorthin schicken? Im GULag sassen Menschen ein, die von einem sowjetischen Gericht verurteilt wurden. Im GULag wurden auch nur wenihe Kriegsgefangene untergebracht. Kriegsgefange wurden einer anderen Börde zugeteilt. m Westen wirde einfach wegn mangelndem Wissen gerne mit der Bezeichnung GULag herumgeworfen.

Der rösste teil der Deutschen in den GULag Lagern waren Russlanddeutsche, die aus verschiedenen Gründen dort landeten. Und es waren verhältnissmässig wenige. 

Ausserdem existierte GULag nur bis 1956, also nur wenige Jahre parallel zur DDR.

Also nochmal sollte ein Deutscher aus der DDR aus welchen Gründen auch immer vor einem sowjetisschen Gericht landen und das ist schon nicht sonderlich wahrscheinlch, könnteer natürlich in diese Lager kommen.

Kommentar von Hegemon ,

Also Gaucks Vater wurde noch 1951 - da gab es die DDR schon - von einem sowjetischen Militärgericht in Schwerin verurteilt und war 4 Jahre im Gulag. Nach Gaucks Ansicht unschuldig - das kann man glauben oder auch nicht...

Ich kenne mehrere Menschen persönlich, die aus den dt. Ostgebieten 1945 zusammengetrieben und nach deutschem Vorbild und als Reparation 3 Jahre zur Zwangsarbeit in die SU verschleppt wurden.  Z.T. hat man einfach ganze Dörfer eingefangen und abtransportiert - in erster Linie Frauen, aber auch Jugendliche und halbe Kinder. Ich hab da auch mal die Zahl 1 Mio. gelesen. Wie belastbar diese Zahl ist, weiß ich nicht.

http://www.deutschlandradio.de/das-leid-der-sibirienfrauen.331.de.html?dram:article_id=234760

Kommentar von Hegemon ,

Google: "Sibirienfrauen"

Kommentar von JBEZorg ,

Ehrlich? Wieder der Schund von den Milliarden Vergewaltigten? Und ja ein tätlicher Angriff auf einen sowjetischen Offizier könnte zu einer solchen Verurteilung führen, und? Versuche mal die Fälle nüchtern zu betrachten und den Lügenanteil rauszufiltern und die Feldgerichte sich vorzustellen. Ich will Dir nicht erzählen 1945 würden diese Gerichte zu 100% ordentlich arbeiten.Ich will Dir auch nicht erzählen es hätte keine Vergewaltigungen gegeben. Aber die Deutschen sollten sich mal am Riemen reissen und diese "neue Freiheit" von sich als Opfern zu sprechen nicht missbrauchen, so wie die Obrigkeit es offensichtlich plant und will. Zugegeben es ist neu für Deutsche und wir haben da eine andere Perspektive, da wir seit Jahrzehnten das alles aufgearbeitet haben. Aber wir haben längst kapiert, dass Dämonisierung und Übertreibung nichts gutes bringen. Man muss die Realität akzeptieren so wie sie war.

Wieviele waren es? Genau die wenigen Fälle von denen ich schrieb. Sind sie zurecht in Sibirien gelandet? Stelle Dir vor, manche schon, die meisten wohl nicht. Hat es etas mit den DDR-Bürgern zu tun? Garnichts. Und das war die Frage.

Das war ren juristisch eher eine Ausnahmesituation.Nehmen wir an ein deutscher Jugendlicher hat einem sowjetischen Offizier etwas gestohlen. Wenn der Offizier normal war hat er verstanden was los ist und nichts ist pasiert. Wenn er den Empörten gespielt hat und den Jugendlichen vor ein Gericht schleppte, ja, dann konnte er genau in der Kaegorie landen. Die Gesetze der SU waren damals ziemlich hart. Für einen keinen Diebstahl konnte es ruhig einige Jahre geben. Aber ansonsten wäre es schon Sache deutscher Behörden gewesen. 

Der grosse Rest: Kregsgefangene und Kriegsverbrecher(sprich im nachinein aufgegriffene Nazis) landeten ganz woanders. Deswegen waren in den GULag Lagern nur wenige Deutsche, die nach dem Krieg noch aus Deutschland hinkamen.

P.S. Immer wieder "Russen". Sind sie sicher, dass es keine Ukrainer waren? Und das wird in Deutschland gezielt so stehen gelassen. Und das ist wesentlich wichtiger, weil es hier um heute und morgen geht, nicht um vor 75 Jahren. Ich habe wirklich keine Lust den zukünfigen Generationen der Deutschen die Feinheiten mit Gewehr im Anschlag zu erklären wenn sich irgendjemand wieder aufmacht die bolschewistischen oder welche auch immer Horden im Osten zu bekämpfen. Aber da kommen wir hin, wenn in Deutschland der "böse Russe" weiter an die Wand gemalt wird.Ich kann nur von meiner Seite versichern, dass in Russland nichts davon getrieben wird. Es wird weder Hass geschürt, noch wird die Geschicte umgeschrieben, noch sorgt irgendemand für irgendwelche Animositäten gegenüber anderen Ländern oder Völkern. Umso unverständlicher ist für die Russen diese Hetze auf der anderen Seite, umso weniger Vertrauen haben die Russen gegenüber solchen Nachbarn. Aber wir können und dürfen in Deutschlannd nichts bewegen. Das können nur die Deutschen selbst. Tut mir Leid wenn es etwas direkt war.

Kommentar von Hegemon ,

Mir war völlig klar, daß Dir das nicht gefällt. Aber auf solche persönlichen Befindlichkeiten mag ich keine Rücksicht nehmen. Tut mir Leid. Mich interessiert die Geschichte und was damals passiert ist - und zwar alles. Im und nach dem Krieg ging es selten gerecht zu. Das liegt in der Natur der Sache. Vielleicht kannst Du ja versuchen, solche Themen nicht persönlich zu nehmen.

"Versuche mal die Fälle nüchtern zu betrachten und den Lügenanteil rauszufiltern"
Was die Vergewaltigungen angeht, die hat es gegeben - in erheblichem Ausmaß. Meine Schwiegermutter z.B. war Augenzeugin (Massenselbstmord von Demmin). Und sie berichtet das "etwas" anders als es heute in manchen Blättern verharmlosend dargestellt wird. Die Frauen haben sich in Demmin nicht umgebracht, weil sie hysterisch oder 'n bißchen doof waren, sondern nachdem sie vergewaltigt wurden. Das ist weder Dämonisierung noch Übertreibung sondern nüchterne Realität. Meine Schwiegermutter schleppt dieses Grauen bis heute mit sich herum, und ich denke nicht, daß sie sich das einbildet. Wo da der "Lügenanteil" sein soll, weiß ich nicht.

Auch sonst habe ich hier auf den Dörfern schon einiges an Berichten gehört. Das denken sich die Leute nicht aus, das haben sie erlebt. Den Bauern z.B., dem damals mein jetziger Hof gehörte, den hat man erschossen, weil er sich etwas ungeschickt ausgedrückt hat, als man ihn wegen möglicher Waffen verhörte. Das ging ganz fix, da hat man nicht lange gefackelt. Waffen hatte er keine.

In Königsberg z.B. gab es nach der Einnahme durch die Rote Armee im April noch 150.000 Einwohner. Im Dezember waren es noch 20.000, die dann später in die SBZ verbracht wurden. Die 130.000 haben sich nicht in Luft aufgelöst, sondern sie sind gestorben. Durch Hunger, durch Kälte und durch Übergriffe der Roten Armee.

Vergewaltigungen gab es übrigens auch durch die Westalliierten. In etwas geringerem Ausmaß aber trotzdem massenhaft. Das weiß man erst jetzt dank jüngerer Forschung und weil es Jahrzehntelang unter den Teppich gekehrt wurde. Von dem was die deutsche Besatzungsmacht angestellt hat, ganz zu schweigen...

Was die 1945 zur Zwangsarbeit verschleppten Zivilisten angeht - die gab es. Ich kenne mehrere Personen, die sich untereinander nicht kennen. Zwei z.B. aus dem Nachbardorf meines Großvaters bei Königsberg. Damals halbe Kinder. Wo da der "Lügenanteil" sein soll, ist mir auch nicht klar. Und wenn ich als Einzelperson mehrere solcher Fälle mitbekomme, dann muß die Zahl erheblich gewesen sein. Es war nämlich zu DDR-Zeiten riskant, über solchen Themen offen zu sprechen. Das tat man höchstens in sehr vertrautem Kreise.

Wer 1945 nicht rechtzeitig aus den Ostgebieten flüchten konnte, unterlag dem Risiko, eingefangen und für Jahre zur Zwangsarbeit verschleppt zu werden. Ganz ohne tätlichen Angriff auf einen Offizier. Auch das ist weder Dämonisierung noch Übertreibung.

Die Sowjets haben da nichts anderes gemacht - wenn auch in geringerem Umfang - als die deutsche Besatzungsmacht vorher. Und in beiden Fällen traf es Unschuldige.

Eine andere Gruppe waren die SMT-Verurteilten bis 1955, die in die SU deportiert wurden. Die sind nicht von deutschen Gerichten verurteil worden sondern von sowjetischen in der DDR.

https://de.wikipedia.org/wiki/SMT-Verurteilte

Die Mehrzahl davon wird schuldig gewesen sein. Andererseits gab es auch Kommunisten und Antifaschisten, die dieses Schicksal ereilte. Du kannst Dir ja mal die dort verlinkten Lebensläufe durchlesen.

Es gab in meiner Jugend das geflügelte Wort "...dann gehste ab nach Sibirien". Wir haben das freilich nicht mehr erlebt und es war zu meiner Zeit eindeutig scherzhaft konnotiert. Aber wenn solche Sätze im kollektiven Gedächtnis verankert sind, dann ist das kein Zufall, sondern dann hat das Ursachen.

"Russen": Außer Dir hat in diesem Thread niemand diesen Terminus benutzt. Ich rede bei solchen Themen grundsätzlich nicht von Russen und ich meine auch nicht Russen.

Wenn ich mich mit Geschichte befasse - und ich investiere da durchaus Zeit und Geld - dann will ich alles wissen. Dann fange ich nicht an, bestimmte Aspekte auszublenden, weil sie unbequem sind, oder weil andere sie nicht für p.c. halten. Wenn schon, dann will ich alle Karten auf dem Tisch haben. Ich weiß einigermaßen, was mein Großvater vor Leningrad und was mein Großonkel im Stalag Fallingbostel gemacht hat. Das können sicher nicht viele Deutsche von sich behaupten. Aber ich weiß eben auch, was die Reaktion darauf war.

Mir ist völlig klar, daß Dir dieses Thema nicht gefällt. Kann ich gut nachvollziehen. Aber frag mich mal, wie es mir geht, wenn ich nach meinen Vorfahren forsche. Das ist nämlich noch'n paar Zacken schärfer. Und ich halte das trotzdem aus.

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