Frage von DontCopy, 145

Wenn Zucker so "schlecht" für uns ist (wie man oft liest/hört), wieso steigt man dann nicht gänzlich auf Zucker-Ersatz-Produkte (Stevia, Xylit,...) um?

Ist das auch nicht viel besser oder macht man das etwa aus Kostengründen nicht?

Ist da überhaupt was dran?

Antwort
von Vierjahreszeit, 41

Der Zucker wird derzeit verteufelt wie vormals das Fett. Inzwischen hat man festgestellt, dass Fett lebensnotwendig ist. Allerdings ist Zucker nicht lebensnotwendig, sondern ein Genussmittel, und als solches vorsichtig zu "genießen". Er macht Lebensmittel haltbar, und rundet den Geschmack ab. Es gibt keinen Grund, ihn generell zu verteufeln. Allerdings kann regelmäßiger und übermäßiger Genuss süchtig machen. Für mich ist er eine kulinarische Bereicherung des Lebens. Und obwohl ich ihn regelmäßig in kleinen verträglichen Mengen konsumiere, habe ich kein Übergewicht. Ich halte es für einen Quatsch, ihn einerseits zu verteufeln und andererseits dessen Wirkung zu verniedlichen. Man sollte sich mit den Erfordernissen einer richtigen Ernährung auseinandersetzen, und sich Kenntnisse über die Verstoffwechslung der eingenommenen Nahrung verschaffen, um die Risiken durch eine falsche Ernährung zu erkennen. Es ist nicht erforderlich, dass man Ersatzstoffe für Zucker, Fett und Fleischprodukte verwendet um gesund leben zu können. Die Befürworter solcher Theorien sollen dies für sich nutzen - mit allen langfristigen Folgen für ihre Gesundheit. Aber es ist vermessen zu behaupten, dass die Anderen dasselbe wie sie essen sollen, um gesund zu sein. Es wird oft vorschnell behauptet, dass irgendetwas gut, und alles andere schlecht ist. Bei einer negativen gesundheitlichen Entwicklung halten sich aber diese Personen mit ihren "Erfahrungen" zurück und überlassen diejenigen, die ihnen geglaubt haben, mit ihrem Schicksal allein.

Wir sind aufgrund der Fastfood-Entwicklung nicht mehr so ohne weiteres in der Lage uns gesund zu ernähren. Wer dies aber möchte, muss sich Gedanken machen über die "lebensnotwendigen" Mitteln, oder "Lebensmitteln", die wir zum Leben benötigen. Und zwar in Bezug auf die Art, Menge und Qualität. Mit "Ja" oder "Nein" zum Zucker allein ist es nicht getan.

Daher: Beschäftige dich mit diesem Thema. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Antwort
von Eisotter, 78

Fabrik-Zucker ist schlecht, natürlicher Zucker wie z.B. in Obst ist gut. Süßstoffe sind auch nicht harmlos und deshalb nicht unbedingt besser. Aber der Grund ist wie immer das Geld.

Kommentar von DontCopy ,

Das dachte ich mir schon. Und was hälst du von einem generellen Zuckerverzicht? Den Fruchtzucker mal außer Acht gelassen.

Kommentar von Eisotter ,

Das halte ich persönlich für sehr gesund, jedoch ist es seeeehr schwer umzusetzen! Da auch im Brot und vielen anderen Produkten Fabrik-Zucker enthalten ist. Hier mal ein guter Artikel dazu http://bessergesundleben.de/film-experiment-das-passiert-wenn-man-einen-monat-au...

Kommentar von Mekkadrill ,

die ist los wie und aus was Fabrik Zucker hergestellt wird ? Zucker ist Zucker egal aus welcher Quelle .. der Zucker un Obst ist genau so "schlecht" wie jeder andere

Kommentar von Mekkadrill ,

ich liebe Autokorrektur. .

Kommentar von Eisotter ,

Nein ist leider nicht so

Antwort
von Spezialwidde, 55

Mit Zucker ist es wie mit allem, die Dosis macht das Gift. Und Zucker als Naturprodukt ist bestimmt nicht schlechter als diese chemischen Zusatzstoffe. Man soll es halt wie mit allem nicht übertreiben.

Kommentar von DontCopy ,

Wo soll z.B. Stevia denn bitte chemisch sein?

Kommentar von Spezialwidde ,

Stevia mag zwar aus Pflanzen gewonnen werden aber mit chemischen Mitteln.

Kommentar von DontCopy ,

Ok das stimmt wohl. Was hälst du denn von generellen Zuckerverzicht? Außer Fruchtzucker.

Kommentar von Spezialwidde ,

Halt ich nichts von. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung darf ruhig etwas Zucker dabei sein. Wie gesagt, man soll es halt nicht übertreiben. Saccarose (Rüben/Rohrzucker) ist für den Körper sogar bekömmlicher als Fruchtzucker.

Expertenantwort
von ArchEnema, Community-Experte für Ernährung, 35

Weil die Alternativen alle nicht wie Zucker schmecken und zudem teurer sind. Und von zuviel davon (div. Zuckeraustauschstoffe) kriegt man nen flotten Otto. :D

Kommentar von DontCopy ,

Ich finde z.b. Stevia ist schon sehr süß und schmeckt wie Zucker. Wenn ich es nicht besser wüsste würde ich auch denken es wäre Zucker.

Kommentar von ArchEnema ,

Ernsthaft, der Geschmack ist echt ein anderer! "Süß" schmecken sie naturgemäß beide. Aber danach hören die Ähnlichkeiten auch schon auf. Stevia bleibt, wie auch andere natürliche und künstliche Süßstoffe, penentrant an der Zunge hängen. Zucker hingegen kriegt einen säuerlichen Nachgeschmack, sobald die Mundflora sich über ihn hermacht (was arg schnell geht).

Und ein Bonbon kann man aus Stevia auch nicht machen, mangels Masse. Deshalb weicht man da auf Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit und Maltit (oder eben auch das teurere Xylit) aus. Und selbst die sind schwer in From zu pressen und schmecken wegen der Lösungskälte mentholartig-kühlend.

Antwort
von Andreaslpz, 58

Zucker ist nicht schlecht, der übermäßige Genuss kann schlecht sein. 

Kommentar von DontCopy ,

Ja - (fast) alles im Übermaß ist schlecht. Das weiß ja so ziemlich jeder. Doch hier geht es um den "normalen" Zuckergenuß. Zucker wird so oft als Böse hingestellt. Generell. Ein gänzlicher Zuckerverzicht wird hier oft angepriesen.

Antwort
von martinzuhause, 67

nicht der zucker ansich ist schlecht für den körper sondern die menge ist entscheident.

zuckerersatzstoffe sind da auch nicht besser. sie machen dem körper vor das zucker da ist, der aber eigentlich dann fehlt.

Kommentar von DontCopy ,

Zucker an sich wird aber immer ziemlich als Böse hingestellt. Man beachte hier vorallem die Low-Carb-Ernährung.

Kommentar von Pauli1965 ,

Zucker wird als böse hingestellt, damit die Hersteller der Ersatz Süßungsmittel Geld verdienen.

Kommentar von DontCopy ,

Nein hier geht es generell um Zuckverzicht. Die Ersatzprodukte sollte hier am besten auch nicht sein. So liest man es jedenfalls.

Kommentar von martinzuhause ,

jeder stellt es dar wie er es braucht um seine produkte zu verkaufen.

Kommentar von ArchEnema ,

Böse oder nicht... wenn ich von Zucker fett werde (hab's mehrfach getestet, wirkt bei mir nunmal so), dann muss ich entweder den Zucker weglassen oder halt fett werden. Wohlgemerkt scheint Zucker da noch fieser zu sein als Stärke (vmtl. der Fructoseanteil).

Hab mich dann doch für Low Carb entschieden. Weil fett zu sein ist weder schön noch angenehm oder gesund.

Ist Zucker jetzt "böse"? Glaub nicht. Aber meiden sollte man ihn spätestens dann, wenn man Übergewicht kriegt.

Antwort
von Pauli1965, 64

Zucker ist nicht böse. Nur wenn man zu viel davon zu sich nimmt ist es böse wie alles andere auch was dick macht.

Die Hersteller der Süßstoffe wollen nur Geld verdienen, deshalb wird Zucker verteufelt.

Kommentar von DontCopy ,

Und die, die einen generellen Zuckerverzicht anpreisen und dabei auch nichts an den Markt bringen wollen. Haben die auch unrecht?

Kommentar von ArchEnema ,

Die Hersteller der Süßstoffe wollen nur Geld verdienen, deshalb wird Zucker verteufelt.

Und die Hersteller von Zucker wollen wohl keinen Profit machen? ;-))

So ist das halt im kapitalistischen Westen.

Zucker ist mittlerweile einfach viel zu billig zu kriegen, deshalb fressen wir ihn im Unverstand. Da er jede Menge Kalorien hat, die Zähne angreift und Fettleber verursachen kann, ist das halt schlecht...

Es muss ja auch nicht alles saumäßig süß sein. Aber wenn ein (z.B.) "Frucht"joghurt leider nach nix schmeckt (mangels teurer Frucht), dann tut man halt umso mehr billigen Zucker rein. Wenn's wenigstens Rübensaft oder Vollrohrzucker wäre, die hätten wenigstens Mineralstoffe... Aber das würde ja den Geschmack dann doch verfälschen - und wieder wäre es nix, mit den 0.1% Frucht im Joghurt.

Kommentar von Pauli1965 ,

So ist das halt im kapitalistischen Westen

Thema verfehlt, setzen 6 !

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