Frage von ZockenistBeste, 41

Wenn Ware unter Eigentumsvorbehalt verkauft wird?

Wird ein gutgläubiger Käufer des Besitzers dann wirksam Eigentümer oder nicht?

Also haftet dem "richtigen" Eigentümer der 1. Käufer oder kann er sich seine Ware direkt vom 2. gutgläubigen Käufer zurück holen?

Antwort
von tryanswer, 30

Das Schuldverhältnis des Eigentümers besteht gegenüber dem ersten Käufer. Dieser ist für die Rückabwicklung des zweiten Verkaufs (der rechtswidrig ist) verantwortlich; bzw. muß für den entstandenen Schaden gegenüber dem Eigentümer aufkommen.

Kommentar von ZockenistBeste ,

ja, danke

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 15

Wenn jemand in Besitz einer Sache ist, die dem ursprünglichen Eigentümer nicht abhanden gekommen ist, und diese veräußert, so wird der gutgläubige Erwerber der neue Eigentümer. Der ursprüngliche Eigentümer hat das Recht an der Sache verloren. Also stände dem Verkauf von geliehenem oder unter Eigentumsvorbehalt übereigneten Sache insofern nichts entgegen. 

Ausschlaggebend ist die Gutgläubigkeit des Erwerbers, ist er bösgläubig, so findet kein wirksames Rechtsgeschäft statt. 

Der ursprüngliche Eigentümer hat keinen Anspruch gegen den letzten Erwerber, aber gegen den, dem er die Sache übergeben hat. Evtl. könnte der Veräußerer auch strafrechtlich belangt werden. 

Einschlägig dazu sind die §§ 932 u. 935 BGB. 

Antwort
von priesterlein, 21

Das ist strittig und je nach Art der erworbenen Sache immer anders.

Kommentar von ZockenistBeste ,

neue massenwaren, keine individualware

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