DieWiese am 02.05.2009 um 14:35 Uhr
Es heißt ja immer, die Menschen seien "Parasiten". Ohne sie wäre die Welt besser. Und sie sind an allem Schlechten schuld. Doch im Prinzip sind sie auch nur Tiere, die mit ihren Mitteln ums Überleben kämpfen. Was kann der Mensch dafür, dass er Mensch ist. Und: Sind Tiere tatsächlich besser als der Mensch?
Gewiß, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht der zivilisierten Menschen. - Sigmund Freud
Viele Tiere sind ganz bestimmt nicht besser als Menschen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass z. B. die Ameisen, wenn sie Atombomben hatten, diese sofort gegen ihre Feinde einsetzen würden.
Draschomat am 2. Mai 2009 14:41 Interessantes Argument xD
Ameisen versklaven sogar andere Ameisenvölker. Oft verstümmeln sie diese sogar, damit sie nicht abhauen können. Es gibt diverse Filme über Ameisen. Sind wirklich sehr interessant :-)
Hast Du nen Link zu dem, was diese "Wissenschaftler" da herausgefunden haben wollen?
Dazu solltest Du vielleicht mal selber googeln. Habe aber hier zwei andere Links zum Thema Ameisen: http://www.sueddeutsche.de/wissen/97/324962/text/
und
heureka47 am 3. Mai 2009 06:41 Interessant, womit sich die Wissenschaft - angeblich - so beschäftigt. Statt die Ameisen in dieser Hinsicht zu untersuchen, sollte sie lieber sich selber bzw. den zivilisierten Menschen untersuchen, welche "Macke" ihn davon abhält, sich vernünftiger und mehr als die "Krone der Schöpfung" zu verhalten, statt die menschenverachtenden Dinge zu tun, von denen wir alle wissen, dass sie getan worden sind und tendenziell noch immer getan werden. . Aber es IST ja schon untersucht und die Ergebnisse auch an vielen Stellen veröffentlicht von diversen namhaften Fachleuten. Der Fehler ist nur, daß diejenigen, die es am meisten angeht, es nicht zur Kenntnis nehmen, es in Abrede stellen, die Erkenntnis abwehren, die Konfrontation damit vermeiden (typisch neurotisches Verhalten!) und also keine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und Rahmenbedingungen zulassen, die sich in Richtung Heilung dieser weitgehend unbewußten PANDEMIE auswirken würden. Es sind die "Verantwortlichen" im Lande, die Menschen, die an den Schaltstellen der Macht sitzen - in Politik, Verbänden, Wirtschaft und so weiter. Siehe mein GF-Tipp "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft" und andere.

Wer sagt denn sowas? Wo "heisst" das so?
heureka47 am 3. Mai 2009 06:45 Treffen sich zwei Planeten. Der eine sieht blaß und kränklich aus. Fragt der andere: "Was ist los? Bist du krank? Was hast du denn? und der erste räumt ein "Ja - die Krankheit heißt HOMO SAPIENS". Da sagt der andere: "Ach, sorg dich nicht, das geht bald vorbei!"

Das sind ja mindestens zwei Fragen... aber zur Hauptfrage: das ist zwar jetzt sehr pauschal gefragt, da müsste man unheimlich differenzieren, dazu hab ich jetzt keine Zeit, also erstmal: im Prinzip: Ja

Also, wir (Der Mensch mit dem grössten Gehirnmasse) sind schon wieder dabei zu relativieren und einen schuldigen zusuchen, anstatt inne zuhalten und uns selbstkritisch zu betrachten. Uns ist die Verantwortung gegeben und keinen anderen Lebewesen.

Der zivilisierte Mensch versteht sich ja nicht einmal selbst - wie sollte er da andere Lebewesen verstehen!
Der Mensch hat das geistige POTENZIAL dazu, sich anders - liebevoller, friedlicher, weitsichtiger - als Tiere zu verhalten, aber die große Mehrheit der Menschen in der zivilisierten Gesellschaft entwickeln dieses Potenzial nicht zur Reife; sie bleiben mit wichtigen Teilen ihres Bewußtseins in frühen Stadien stecken, entwickeln sogar psychische und Persönlichkeits-Störungen und werden als "Erwachsene" - entgegen ihren Vermutungen - nicht vom rationalen Denken geleitet, sondern von ihren krankhaften, meist neurotischen, Potenzialen. Zitat Erich Fromm: "Die (so genannten) Erwachsenen der modernen Gesellschaft sind nicht wirklich erwachsen".
Der WIRKLICH erwachsene, zur GANZHEITLICHEN geistigen Reife entwickelte Mensch hat ganz andere Möglichkeiten / Handlungsoptionen als der typisch neurotische.
Schau mal in meine GF-Tipps zu "kollektive Zivilisationsneurose" / "Krankheit der Gesellschaft" und evtl. andere. (Angst, Liebe, Lebens-Energie).

Hallo Wiese, meine Hypothese zu Deiner Frage wäre etwa folgendes: Würden Tiere ein „Ich-Bewusstsein“ entwickeln und damit über sich selbst nachdenken können, so hätten sie auch die Fähigkeit zum Lernen, abstrakten Denken und ein Gedächtnis, somit ein hoch entwickeltes Gehirn. Sicher wären sie auch sozial, also Gruppen bildend. Deshalb würden sie durchaus menschenähnlich als erstes versuchen, Gerätschaften zu entwickeln, ihre Nahrungsquelle besser erschließen zu können und sich gegen Feinde verteidigen zu können. Irgendwann kämen sie auf die Idee, ihre Nahrung zu züchten bzw. anzubauen. Sie vervollkommnen ihre Behausungen und entwickeln Techniken, ihre Umwelt zu kontrollieren, somit entstände eine im Prinzip menschenähnliche Zivilisation. Eine interessante weiterführende Frage wäre nun aber: Würden sie auch eine Art Religion entwickeln?
valentin301 am 3. Mai 2009 09:06 Die Frage, ob Tiere "besser" als der Mensch sind, kann man weder stellen noch beantworten. Tiere handeln nach ihrem Instinkt quasi automatisch, wenn die entsprechenden Reize da sind, um zu überleben. Der Mensch aber ist für sein Handeln verantwortlich, soweit er sich von seinem noch vorhandenen Instinkt freimachen kann. Tiere handeln also weder böse, noch grausam oder dumm.
Interessant, dass Freud diese spezielle Einschränkung auf den "zivilisierten" Menschen gemacht hat. Genau in diese Richtung gehen auch meine Erkenntnisse, daß die von Erich Fromm und anderen diagnostizierte "Krankheit der Gesellschaft" am ehesten eine kollektive ZIVILISATIONS-Neurose ist. Was mir übrigens Peter Lauster auch so konkret bestätigt hat. Details: mein GF-Tipp "kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft". Ist nach meinen Erkenntnissen übrigens in jedem Einzelfall unabhängig vom Kollektiv heilbar!