Edgar Niklaus am 14.08.2007 um 17:35 Uhr
Ist die Überlegung gut die Beamten auch erst mit 67 in Rente zuschicken.


und wenn sie früher gehen,Abzüge wie bei allen anderen.
tja und wo bleibt mein ausgleich??? ich hab nämlich die 41 stunden woche, kein urlaubsgeld. kaum weihnachtsgeld, darf nicht streiken, kriege keine beförderung, weil kein geld da ist - im vergleich zu meinen angestellten-kollegen: 38,5 std.woche, urlaubsgeld, weihnachtsgeld, höhergruppierung, weil dort geld da ist... und die sind teilweise 15-20 jahre kürzer im unternehmen... nur mal so als hintergrundinfo
Discoopa am 14. August 2007 21:28 dafür aber unkündbar.
Das Gefühl der Sicherheit ist durch nichts zu bezahlen - vor allem für Menschen, die wahrscheinlich bewusst den Beamtenweg eingeschlagen haben?
Das Gefühl der Sicherheit stellt sich aber erst nach 2 bis 2,5 Jahren Probezeit (je nach Laufbahn) ein. Und in den drei Jahren Ausbildung (mit anschl. 2,5 J. PZ) kann der Bea jederzeit entlassen werden. Am Anfang geht jeder Bea durch eine kleine Form von Hölle, bevor er die Sicherheit genießen kann.
Die Überlegung gibt es doch schon. Hier war erst heute ein Bericht im Lokalradio dazu.
Wieso Überlegung? Das steht doch im Allgemeinen sofort fest. Der Bea von heute überlegt nicht mehr, sondern weiß das sofort. Die anschließenden Diskussionen dienen nur dazu, auf eine weitere Gesetzesänderung aufmerksam zu machen.

Bis jetzt wurden alle rentenrechtlichen Verschlechterungen auch ins Beamtenrecht übernommen.

Mit 67 in Rente, mit 70 Tot, da freuen sich unsere Großkopfeten......
Ich finde jeder hat das Recht auf eine anstängide Rentenzeit und nicht nur für ein paar Jahre. Ausserdem ist die Rente ab 67 in der freien Wirtschaft ja eh quatsch weil sich alles früher ponsionieren lassen! Für Beamte würde dies nicht gehen..daher DAGEGEN.
Der Rentenpool ist ein ausgemachter Beschiss, jeder Einzahler wird um sein Geld betrogen.Aber keiner wehrt sich warum ????
wüßte nicht warum, immer dieser futterneid :o))

Aber die Beamten ziehen ja bald endlich nach. Es scheint doch noch 'Gleichberechtigung' zu geben.

Aber wenn schon, dann alle...
Auf jeden Fall, steht doch schon ím Gundgesetz, jeder ist vor dem Gesetz gleich, dann bitte auch die Beamten im Vergleich zum angestellten Arbeitnehmer.
Na klar, gleiches Recht für alle. Beamte haben doch im Berufsleben wesentliche Vorteile gegenüber denen die in der freien Wirtschaft tätig sind. Ausserdem sind beamte mit 67 noch nicht so abgeschafft, wie andere Berufsgruppen. Na, ja jetzt höre ich aber auf, bevor ich noch Ärger kriege.

Gleiches Recht für alle, und:

Wenn schon die Arbeiter und Angestellten bis 67 arbeiten sollen, dann ist das gerecht. Würde die Mindestarbeitszeit auf 40 Jahre festgelegt werden, um den vollen Rentenbetrag zu erhalten dann würde sich das Sommerlochtheater von selbst erledigen.

Niemand sollte so lange arbeiten müssen. Aber anscheinend stört es niemanden hier. Und viele glauben auch daß man tatsächlich bis 67 arbeiten soll, dabei ist das nur ein Vorwand um bei früherem eintreten in die Rente ebendiese zu kürzen. Und selbst wenn jemand "nur" bis 65 arbeitet, dann hat er auch nur 10 Jahre in denen er oder sie den Lebensabend genießen kann, solange man nicht pflegebedürftig ist. Super Vorstellung ist das.
Ich halte die Sache nicht für gleichgültig, meine Beurteilung würde aber von den Umständen im Gesamtzusammenhang abhängen.
Für eine Meinungsbildung oder als Anregung für eine Argumentation mit anderen kann ich folgende Überlegungen anbieten:
In Bezug auf den Eintritt in den Ruhestand sollte aus Gerechtigkeitsgründen eine Gleichbehandlung vorgenommen werden.
Beamte wären nicht davon bedroht, wie andere einfach entlassen zu werden. Für diese bedeutet bei darauf folgender Arbeitslosigkeit die jetzt eingeführte Rente mit 67 eine Rentenkürzung.
Nicht gut wäre, wenn durch eine spätere Beamtenpensionierung weniger Nachwuchskräfte im öffentlichen Dienst eingestellt würden und junge Leute deswegen arbeitslos wären.


Die demographische Entwicklung war vor mehr als 30 Jahren bekannt - es wurde nichts getan, ausser die Kasse noch durch "fremde" Leistungen zu belasten.
Rechtzeitig auf beitragsfinanzierte Rente umgeschaltet könnten sich die Menschen Ihr Renteneintrittsalter in einem mehr-oder-weniger breiten Rahmen aussuchen. Eine Umstellung wäre auch heute möglich - man muss nur rechnen.
In Brasilien kann man z.B. nach 30 bezahlten Jahren mit 80% Rente gehen und nach 35 bezahlten Jahren mit 100%.
Beamten kann man eine "gerechte" Staffelung an Ausstiegsaltern anbieten - natürlich mit den entsprechenden Abschlägen.


