Wenn prügelnde Eltern sich auf die Bibel berufen...
Wenn ich sowas lese, wie den oben verlinkten Artikel, dreht sich mir echt der Magen um. Mir ist klar, dass Gewalt in der Erziehung keinesfalls nur in religiösen Kreisen vorkommt und ich würde nicht mal behaupten, dass es dort öfter geschieht, allerdings ist es doch unfassbar pervers, wenn die Bibel als Rechtfertigung genutzt wird, seine Kinder schlagen zu dürfen.
Wenn ich lese, dass es "Erziehungsratgeber" evangelikaler Fundamentalisten gibt, die auch in Deutschland Anklang finden und in denen beschrieben steht, wie Kinder geschlagen werden sollen, dann muss man sich doch fragen, was daran noch christlich sein soll...? Wie kann man ein systematisches Verprügeln der eigenen Kinder mit "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" vereinen?
"Als "Instrumente der Liebe" bezeichnen die Autoren die Rute" und schreiben: "Wählen Sie Ihr Instrument der Größe des Kindes entsprechend. Für die unter Einjährigen genügt ein kleiner, 20 bis 30 cm langer Ast. [...] Für ein älteres Kind ist ein Gürtel oder ein größerer Ast effektiv." Die Rute sei "das Haupthilfsmittel der Eltern, den Kindern das Gericht Gottes zu verdeutlichen - und später die Gnade Gottes".
Ist das wirklich das Christentum? Ist Gewalt in der Erziehung etwas, das fundamentale Christen als Idealzustand ansehen?
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«Ist Gewalt in der Erziehung etwas, das fundamentale Christen als Idealzustand ansehen?» niemals nie, jewalt erzeugt jewalt, da wird det kindern mit jewalt sinnbildlisch das rückgrat jebrochen un wir brauchen menschen mit rückgrat!
Kommentar von icke01icke01 03.10.2010Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen.
Kommentar von CindyMarzanellaCindyMarzanella 03.10.2010Sind so kleine Hände winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen die zerbrechen dann.
Sind so kleine Füsse mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten könn' sonst nicht gehn.
Sind so kleine Ohren scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen werden davon taub.
Sind so schöne Münder sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten kommt sonst nichts mehr raus.
Sind so klare Augen die noch alles sehen.
Darf man nie verbinden könn sie nichts verstehen.
Sind so kleine Seelen offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen gehn kaputt dabei.
Ist son kleines Rückgrat sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen weil es sonst zerbricht.
Grade, klare Menschen wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat haben wir schon zuviel.
Kommentar von erweherweh 05.10.2010Bettina Wegener, wenn mich nicht alles täuscht.
Kommentar von CindyMarzanellaCindyMarzanella 05.10.2010det stimmt http://www.youtube.com/watch?v=N61eLZfQj9k
Kommentar von Angel84Angel84 05.10.2010Hat mich echt berührt... und das was mir gewöhnlich Gänsehaut macht und mir Tränchen in die Augen treibt, sind Dinge, die aus tiefstem Herzen kommen...
Danke für das schöne und zu 100% stimmige Gedicht!
Kommentar von maydayflymaydayfly 25.10.2010Schön.
Kommentar von Heike70 31.10.2010Ich habe die Bibelstelle gefunden, bin als Christ ordentlich entsetzt. Behaupte mal, die Bibel ist ja eine Überlieferung. Folglich haben auch einige Menschen daran geschrieben und das ja erst sehr viele Jahre, nachdem Jesus gelebt hat. Ich bin der Überzeugung, dass es Religionen gibt, die einige Bibelpassagen so ergänzt haben, dass sie gewisse Dinge rechtfertigen können. Siehe Exorzismus.
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Es ist schwer zu verstehen, dass Menschen früher Derartiges aufgeschrieben bzw. für richtig gehalten haben: "Rute und Strafe gibt Weisheit."
Aber noch viel weniger ist zu verstehen, wenn sich heutzutage Menschen auf solche Sätze berufen anstatt selbst nachzudenken, was das Beste sei. Dass Gewalt sicher nicht die beste Art der Erziehung ist, sollte nämlich jeder gebildete Mensch längst verinnerlicht haben.
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Dass es trotzdem Leute gibt, die anders denken, ist sehr bedauerlich - sie haben wohl wenig Einfühlungsvermögen und keinen Sinn für vernünftiges und eigenständiges Handeln. Die Beschönigungen wie z.B. "Instrument der Liebe" sprechen eine deutliche Sprache: Es ist ein kläglicher Versuch, Gewalt als Erziehungsmaßnahme zu legitimieren.
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Zwischen solchen extremen Randgruppen und dem Christentum sollte man lieber keine Verbindungen herstellen - die "gewöhnlichen" Christen haben hoffentlich genug Verstand, um diese Art der Erziehung abzulehnen. Sein eigenes Handeln durch Zitate aus der Bibel zu rechtfertigen, ist sowieso absurd und unvernünftig - wir leben in einer anderen Zeit, worüber ich sehr froh bin. Dass das wörtliche Interpretieren der Bibel unfassbar vielen Menschen (unnötigerweise und völlig sinnlos) das Leben gekostet hat, sollte jeder Geschichtsinteressierte wissen. Wer dieses Wissen hat, wird seine Taten nie von einer antiken Schrift abhängig machen (wollen) - wer es macht, beweist fehlende Bildung und fehlende Reife.
Kommentar von DraschomatDraschomat 06.10.2010Gerade für Geschichtsinteressierte und vor allem -wissenschaftler sind Bücher (Quellen!) jeder Art gewinnbringend. Daher ist es lächerlich, die Bibel oder andere Schriften "verbieten" zu wollen. Es gibt doch massenhaft andere Texte, in denen Gewalt befürwortet wird. Kein Buch ist so schlimm, dass es verboten werden müsste - man muss nur eine vernünftige Herangehensweise finden, denn dann kann man aus jeder Schrift einen Nutzen ziehen.
Ein Verbot hilft nicht, dass Leute verstehen, was gut und was schlecht an einer Schrift ist. Also sollte man nichts verbieten, nichts vorneherein gut oder schlecht heißen, sondern sich damit beschäftigen! Die Bibel grundsätzlich zu verteufeln ist genau so falsch wie das Denken, in ihr sei die unabdingbare Wahrheit verankert.
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Tja, das alte Testament ..., sind die Grundlagen dafür nicht 8000 Jahre alt? Zeichnet doch ein nettes Bild von denen, die Auto, Fernseher und Co nutzen, ihre Kinder aber steinzeitlich erziehen.
Kein weiterer Kommentar! ;-)
Kommentar von KonradEbbe 31.10.2010Auf jeden Fall hast du recht, dass man Kinder nicht so behandeln soll, aber bloß weil etwas alt ist, ist es nicht schlecht.
Kommentar von QuandtQuandt 01.11.2010Das sage ich ja gar nicht, dennoch halte ich es für heuchlerisch Wasser zu predigen und Wein zu saufen! ;-)
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Werter Qualia
Es ist schlimm, dass es Eltern gibt, deren Erziehungsmethoden von Gewaltanwendung geprägt sind und die zudem solche Methoden auch noch mit ihrer sehr oberflächlichen Bibelkenntnis rechtfertigen.
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Es ist außerdem erschreckend, dass immer weniger Erwachsene willens und in der Lage sind mit Überzeugung und Nachdruck hohe moralische Werte an Jugendliche zu vermitteln - vor allem deshalb nicht, weil sie sich selbst nicht mehr daran orientieren möchten.
Und deshalb ist es auch schlimm, dass immer weniger Erwachsenen und immer weniger Eltern Ihrer christlichen Verantwortung nachkommen und sich als gute Vorbilder für Kinder und für Heranwachsende erweisen.
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Es ist außerdem äußerst beklagenswert, dass es ausgerechnet unter christlichen Erziehern, Lehrern, geistlichen Respektspersonen und sogar unter „Eltern“ zunehmend Fälle gibt, in denen Kinder, statt liebevoll erzogen zu werden, missbraucht werden.
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Es ist zudem höchst destruktiv, wenn einige innerhalb eines „christlichen“ Landes unter dem Deckmantel freundlicher Aufklärung jungen Menschen exakt und ausführlich ihre Rechte gegenüber Eltern, Lehrern und der ganzen vorherrschenden Gesellschaftsordnung aufzeigen, ohne sie gleichzeitig ernsthaft und nachhaltig auf ihre Verantwortung und ihre Pflichten hinzuweisen.
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Und es ist wirklich abscheulich, dass in der ebenfalls sogenannt christlichen Welt immer mehr Medienmacher und - Vermarkter geistigen Sondermüll, kriminelle Tricks, Sittenlosigkeit, Pornografie und Brutalität in Bild und Ton speziell für die Zielgruppen Kinder und Heranwachsende in die Welt setzen und damit viele Erziehungsbemühungen tiefgreifend unterlaufen.
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Und nicht zuletzt ist es auch schlimm, dass es zunehmend Kinder gibt, die „den Eltern ungehorsam, undankbar und nicht loyal . . .sind“ - so wie es die Bibel in 2. Timotheus 3:2 für unsere Zeit voraussagt - - allerdings werden die Gründe für das klägliche Versagen der Erzieher im Kontext dieses Bibelzitates nicht unerwähnt gelassen. Man sollte ihn nachlesen.
Aber -- Gedankenstrich -- Aber es ist nicht weniger schlimm, dass schlagzeilenheischende Möchtegern-Journalisten im Stil niveauloser Boulevardpresse (Zitat) „Aussteigern zufolge“ mal so eben 160.000 Zeugen Jehovas in Deutschland verdächtigen, „ihre Kinder zu schlagen“.
Warum - frage ich mich - eigentlich nicht gleich alle sieben Millionen Zeugen Jehovas auf der ganzen Welt?
Und es ist ebenfalls nicht weniger schlimm, das GF-User wie Sie werter Qualia, solche Pamphlete, die ganz offensichtlich ihren geistigen Unrat nicht nur aus trüben Quellen, sondern direkt aus Abwasserkanälen schöpfen, solchen Dreck hier einbringen und zur Diskussion stellen.
Keiner dieser -- von ihnen herzugezogenen -- Schreiberlinge kennt persönlich auch nur eine Handvoll Zeugen Jehovas, die als Familien mit Kindern sehr erfolgreiche und liebevolle Erziehungsarbeit leisten und genießen.
Aber Sensationsjournalismus bringt immer noch das besser Zeilenhonorar.
Als an Jahren vorgerückter GF-Nutzer, der ich in meiner Jugend noch eine Umwelt mit halbwegs gesitteten Verhältnissen erleben durfte und der ich selbst eine sehr ausgewogene, von Liebe und Konsequenz geprägte christliche Erziehung genossen habe, halte ich Euch, sowohl „Journalisten“ als auch GF-Effekthaschern entgegen:
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Ihr seid schlecht erzogene Zeitgenossen!
Nach welchen Grundsätzen und Maßstäben sich Zeugen Jehovas bemühen, ihre Kinder zu verantwortungsbewussten Erwachsenen zu erziehen, ist in dem Beitrag von Befra1980 auf dieser Seite nachzulesen.
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Er selbst (Befra) ist eine beredtes Zeugnis für die erfolgreiche Erziehung zu einem Menschen, der nicht nur einen sehr verantwortungsvollen Beruf ausübt und ein sehr hilfsbereiter Mitbürger ist, sondern darüber hinaus, klar für christliche Glaubengrundsätze eintritt und sie sachlich darlegen und gut begründen kann.
Ein Mann mit Rückgrat.
Und einige Hundert solcher Jungen und Mädchen habe ich im Laufe meines Lebens zu integeren jungen Frauen und Männern heranwachsen sehen und kenne sie persönlich und kenne sie gut.
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Eltern dagegen, die Ihre Kinder verprügelten, kannte ich in meiner näheren Umgebung zwei (Elternpaare).
Als ich sie vor Jahren kennenlernte, waren beide Familien Mitglieder einer der großen etablierten Kirchen.
Erst nachdem sie sich darum bemühten, Zeugen Jehovas zu werden, änderten sie ihre Erziehungsmethoden (ähnlich dem Muster, wie von Befra beschrieben).
Niemand bei uns hätte sie sonst auch zur Taufe zugelassen.
DAS ist der STANDARD bei uns als Zeugen Jehovas und wir sind stolz auf unsere Eltern und besonders auf unsere Kinder.
Wir sind aus vielen Gründen stolz auf unsere Jugend - und hier nenne ich einige:
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Sie können sich artikulieren, können noch Bücher lesen und die Begriffe „bitte“ und „danke“ gehören zu ihrem auch ansonsten nicht gerade dürftigen Wortschatz.
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Sie begegnen älteren Menschen hilfreich und zuvorkommend.
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Sie gehören nicht zu denen, die auf der Straße „herumhängen“ oder sich an Chaoten-Veranstaltungen beteiligen.
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Sie halten sich konsequent von Drogen- und Alkoholmissbrauch fern und gehören auch nicht zu den pöbelnden und prügelnden Fußballfans oder ähnlichen Gruppierungen.
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Sie vermissen keine der konsumversklavten Feiern wie Weihnachten, Ostern oder Geburtstag, denn wir feiern und reisen gern und oft und das im Kreise unserer Glaubensbrüder und aus ganz individuellen Anlässen.
Nicht aber, weil das in einer vorwiegend gottlosen Welt Brauch ist.
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Sie treten in der Schule mutig für ihre Überzeugung ein und sie können -- im Gegensatz zu der großen Menge von Namenschristen -- ihren Glauben gut begründen und erklären.
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Sie folgen nirgendwo auf der Welt der Aufforderung, sich an militärischen Aktivitäten oder der Vorbereitung darauf, zu beteiligen und in rund 40 Ländern dieser Erde sitzen unsere jungen Männer deshalb in Gefängnissen.
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Das sind nur einige Beispiele und niemand könnte überzeugend darlegen, dass alles sei für die Erziehung Heranwachsender schädlich oder gar ohne Wert.
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Nicht einmal die diversen Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichte, die unsere Anträge auf die Körperschaftrechte des öffentlichen Rechts zu beurteilen hatten, konnten trotz sorgfältigster umfangreicher Recherchen unserer Gegner -- besonders auf dem Gebiet der Kindererziehung - das „Haar in der Suppe“ finden.
Und nie wurde eine Religionsgemeinschaft, seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland, so intensiv geprüft wie Jehovas Zeugen.
Insofern sind die üblen Nachreden, sowohl des Fragestellers und seiner Quellen, wie auch der diversen Kommentatoren auf dieser Seite genau das, was wohl beabsichtigt zu sein scheint: Verunglimpfung und sie sind nur mit folgenden Worten der Bibel zu erklären:
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„ Denn es ist genug, dass ihr in der vergangenen Zeit den Willen der Nationen vollbracht habt, als ihr in Zügellosigkeiten wandeltet, in Lüsten, übermäßigem Wein[genuß], Schwelgereien, Trinkgelagen und gesetzwidrigen Götzendienereien . . .“ (usw.) „Dass ihr diesen Lauf zu demselben Tiefstand der Ausschweifung nicht mit ihnen fortsetzt, befremdet sie, und sie reden fortgesetzt lästerlich von euch." Diese Leute werden aber dem Rechenschaft ablegen, der bereit ist, die Lebenden und die Toten zu richten . . . .“ (1. Petrus 4:3-6)
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Zum Hintergrund noch diese Überlegungen:
Kommentar von HelpfulHelperHelpfulHelper 31.10.2010Gratuliere für deine Erziehungserfolge, darauf kannst du stolz sein. Ich bin selbst Jugendlicher und kein gläubiger Christ und auch nicht als solcher erzogen worden, trotzdem treffen viele der Beschreibungen auf mich zu.
Was mich also an deiner Argumentation stört, ist der Gebrauch der Worte "christlich" und "Christ":
Es ist nicht eine "christliche" Verantwortung, gute Vorbilder für die eigenen Kinder zu sein, sondern eine generelle elterliche.
Ausserdem muss ich dir widersprechen, wenn du die Aufklärung über die Rechte des Einzelnen als destruktiv bezeichnest. Aufklärung kann auf lange Sicht nur denen schaden, die aus der Unaufgeklärtheit anderer Menschen ihren Nutzen ziehen wollen. Aufklärung ist denn auch das perfekte Gegenmittel zum von dir (zu Recht) kritisierten "geistigen Sondermüll, kriminelle Tricks, Sittenlosigkeit, Pornografie und Brutalität in Bild und Ton speziell für die Zielgruppen Kinder und Heranwachsende". Aufgeklärte, selber denkende Menschen hinterfragen diese Beschallung und werden dadurch teilweise immun dagegen. Diese "Herausforderungen der neuen Welt", wie ich sie nenne, verlangen eben auch nach neuen, spezifischen erzieherischen Gegenmassnahmen.
Meine Kernbotschaft, die ich eigentlich übermitteln wollte: Ich bin nicht einverstanden, dass christliche Erziehung bessere Erziehung ist als nicht explizit christliche Erziehung.
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Man kann so ziemlich alles als Rechtfertigung für fehlende Reife, Einsicht und Bereitschaft zur Selbsterkenntnis nutzen, auch die Bibel...
Wie du ja schon geschrieben hast, spielt es dabei keine Rolle, welcher Organisation sich der Mensch zugehörig fühlt. Allerdings gibt es einen "kleinen" Unterschied:
Der Glaube daran, dass es Gottes Wille wäre, gibt solchen Menschen auch noch das Gefühl von Unschuld...
Für mich ist es ein grundsätzliches Zeichen mangelnder Liebe! Und Liebe ist für mich das erkennen, verstehen und verbinden von Gegensätzen. Wer diesen Weg IN sich nicht geht, kann auch im Außen nicht lieben.
Noch als Hinweis:
http://www.gutefrage.net/tipp/die-bibel--stetiger-anlass-fuer-heisse-diskussione...
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Eine sehr einseitige Berichterstattung. Ich bin selbst als ein ZJ aufgewachsen (bin es auch heute noch!) Aber Schläge zählten von jeher - egal in welchen Religionen (in der katholischen und evangelischen Kirche auch! z.B.Klöster, Nonnenschwestern in Schulen etc.!)- zu Erziehungsmethoden. Obwohl ich auch nichts davon halte! In dem Bericht wird aber behauptet, dass es bei ZJ propagiert würde. Das stimmt nicht! Hier ein Auszug aus dem Buch :"Familieglück!"(herausgegeben von ZJ im Jahre 1992) "„Wen Jehova liebt, den nimmt er in Zucht“ (Hebräer 12:6). So handeln auch Eltern, wenn ihnen das Wohl ihrer Kinder wirklich am Herzen liegt. Zucht sollte aus Liebe erteilt werden. Natürlich mag man sich ärgern, wenn ein Kind etwas Unrechtes getan hat, doch wie die Bibel zeigt, sollte man sich ‘unter üblen Umständen beherrschen’ (2. Timotheus 2:24). Ist der Zorn abgekühlt, so erscheint einem eine kindliche Sünde nicht mehr so groß: „Eines Menschen Einsicht verlangsamt sicherlich seinen Zorn, und es ist für ihn etwas Schönes, Übertretung zu übergehen“ (Sprüche 19:11; siehe auch Prediger 7:8, 9). Vielleicht gibt es mildernde Umstände: Das Kind mag übermüdet sein oder sich nicht wohl fühlen. Vielleicht hat es wirklich vergessen, was man ihm aufgetragen hat; das passiert ja auch Erwachsenen. Doch selbst wenn eine Verfehlung nicht übergangen werden darf, sollte die Zucht nicht in einen unbeherrschten Zornausbruch oder in Schläge ausarten, durch die man lediglich seinen Zorn abreagiert. Mit Zucht ist Belehrung verbunden, aber ein Zornausbruch ist für ein Kind keine Lektion in Selbstbeherrschung, sondern in Unbeherrschtheit. Das Kind hat dann nicht das Gefühl, daß seine Eltern an ihm interessiert sind, wie es bei richtig angewandter Zucht der Fall wäre. Ausgeglichenheit ist daher unbedingt erforderlich und fördert den Frieden."
Kommentar von riarariara 02.10.2010Ich muss hier mal eine Lanze brechen, ein sehr guter Schulfreund mir war Zeuge und sein Vater sogar Ältester, da wurde weder geschlagen noch gebrüllt...wer seine Kinder liebt der schlägt sie nicht, Zeugen Jehovas haben eine andere Konfession, das macht sie aber nicht automatisch verdächtig...
Kommentar von HoffungsvollHoffungsvoll 03.10.2010Sehr gute Antwort und du hast es richtig geschrieben,man kann Kinder ohne Brüllen und Schlagen auch erziehen.
Kommentar von QualiaQualia 03.10.2010Hallo Befra!
Ich kann deine Reaktion durchaus verstehen. Aber dass es diese Gewalt auch bei Zeugen Jehovas gibt und das eben diese Gewalt mit deren Religion begründet wird, darüber solltest du eher erschreckt sein, als über einen Artikel, der davon berichtet.
Kommentar von riarariara 03.10.2010Aber meine Liebe...ist es nicht eher ein Hinweis auf einzelne Vorkommnisse, wenn wir in eine Statisktik der Jugendämter über Gewalt gegen Kinder sehen würden, wären da die Zeugen oder evangelistische Sekten besonders vorgehoben?
Das Problem ist doch nicht solche Dinge anzusprechen, sondern sie als Problem einer ganzen Gruppe darzustellen, das ist sicher nicht richtig...
Kommentar von QualiaQualia 03.10.2010Dann ist die Frage: Warum werden solche Bücher verkauft? An wen sie verkauft werden scheint klar zu sein. Ich würde niemals einem gläubigen Menschen unterstellen, gewalttätig zu sein oder einem Christen in seiner Kindheit geschlagen worden zu sein, da bin ich selbst das beste Gegenbeispiel.
Das was mich erschreckt ist die Existenz und die Verbreitung solcher Bücher. Und an der Stelle kommt mir die Frage in den Kopf, ob das überhaupt noch irgendwas mit dem Christentum zu tun hat, das ich kenne. Deshalb würde ich halt auch gerne jemanden lesen, der vielleicht meint es wäre Gottes Wille, seine Kinder mit dem Gürtel zu verdreschen, wenn sie nicht hören.
Ein weiteres Problem ist außerdem, dass die Opfer in diesen Fällen wahrscheinlich noch weniger dazu bereit sein werden als in anderen Fällen, da eine derartige Frömmigkeit und Demut vor Gott und damit ja auch vor den Eltern, sicherlich dafür sorge träge, dass so etwas in den seltensten Fällen an die Öffentlichkeit gelangt.
Kommentar von riarariara 03.10.2010Jetzt hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen, natürlich hast Du recht:
ob das überhaupt noch irgendwas mit dem Christentum zu tun hat, das ich kenne
Das gleiche gilt übrigens für Stadionbesucher, die da nur nach einer Keilerei suchen, auch die geben sich als Fussballfans aus. Erstens sind solche Bücher kompletter Schwachsinn, zweitens sind die Käufer solcher Bücher keine Normalbürger, sondern von Sekten fehlgeleitete Menschen, die wenigsten haben überhaupt noch ein Rechtsempfinden, oder warum tun die das?
Deshalb würde ich halt auch gerne jemanden lesen, der vielleicht meint es wäre Gottes Wille, seine Kinder mit dem Gürtel zu verdreschen, wenn sie nicht hören.
Solche Menchen haben vielleicht nicht einmal einen Internetanschluss...:-)
Kommentar von norelignorelig 04.10.2010Genau , diese Bücher sind kompletter Scvhwachsinn und gehören verboten . So auch dieses Buch , aus dem dieses Zitat stammt .Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er; / er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat. Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet. Gott behandelt euch wie Söhne. Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt? Würdet ihr nicht gezüchtigt, wie es doch bisher allen ergangen ist, dann wäret ihr nicht wirklich seine Kinder, ihr wäret nicht seine Söhne.“
– Hebr 12,6 ff. EU
Kommentar von riarariara 04.10.2010Verbrenn es doch wenns Dich stört...aber hör auf zu stalken...
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Das ist ERBÄRMLICH! Sonst nix!
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Ich glaube das Religion und Glauben sehr oft als Ausreden missbraucht werden. So dann eben auch hier, als Rechtfertigung für Gewalt in der Erziehung. Ich glaube nicht das es das ist was ein wirklicher Christ gut heißt. So wie man Gewalt eben nie gut heißen sollte, egal ob Christ oder nicht!
Kommentar von AlexanderIBKAlexanderIBK 05.10.2010Hätte es nicht besser sagen können^^
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>>Wenn ich lese, dass es "Erziehungsratgeber" evangelikaler Fundamentalisten gibt, die auch in Deutschland Anklang finden und in denen beschrieben steht, wie Kinder geschlagen werden sollen, dann muss man sich doch fragen, was daran noch christlich sein soll...?<<
Ja, das ist schlimm. Aber nicht das einzige, was ich an evangelikalen Christen bedenklich finde. Ihre Einstellung zur Wissenschaft führt dazu, dass etwa 1.000.000 Kinder zuhause unterrichtet werden. Dort lernen sie, dass Evolution, Urknall und globale Erwärmung Lügen seien und wie sie zu Gallileo stehen ist mir auch noch nicht ganz klar geworden.
Folgendes Buch wurde von katholischen Apologeten verfasst:
http://www.wissenrockt.de/2010/09/16/us-katholik-galileo-lag-falsch/
>>Wie kann man ein systematisches Verprügeln der eigenen Kinder mit "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" vereinen?<<
Wer weiß, wie sie sich selbst lieben. Immerhin glauben sie auch ein eine ewige Folterstrafe nach dem Tod für diverse Regelverstöße.
Kommentar von PlaysWithWolvesPlaysWithWolves 02.10.2010Jesus Camp - übrigens danke für deinen Tipp (schockierend, aber leider nicht überraschend)
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Tut mir leid das sagen zu müssen, aber das deckt sich mit der christlichen Geschichte. Christentum hat mit Liebe genausoviel zu tun, wie Vanillepudding mit Steinkohle. Auf das AT brauche ich hier wohl nicht verweisen, wer aber meint, dass das NT eine Verbesserung darstellt, hat es offensichtlich nie gelesen. Textpassagen wie Matthäus 13,41-42 oder die sadistische Offenbarung des Johannes, ganz zu schweigen von den Aufforderungen jenen Jesus seine Familie zu hassen und alle, die nicht an seine göttlichkeit glauben, zu töten. Wer christliche "Liebe" mit real existierender Liebe gleichsetzt, hat entweder eine verzerrte Ansicht, was Liebe ist, oder ist durch und durch von eigener Ignoranz geblendet.
@Qualia
Danke für den Post des Artikels
Kommentar von riarariara 02.10.2010Gut das wir so einen gescheiten Aufklärer in unseren Reihen haben...:-))
Übrigens findest Du in Vanillepudding eine ganze Menge Kohlenstoff...:-)
Kommentar von DarkSepiaDarkSepia 02.10.2010Vanillepudding und Steinkohle: Vanillepudding enthält keine Steinkohle, aber der Kohlenstoff könnte über Umwege für den Kohlenstoff verantwortlich sein.
Christentum und Liebe: ...
So gesehen ist der Vergleich vielleicht etwas zu krass, aber ich finde ihn intenressant.
Kommentar von PlaysWithWolvesPlaysWithWolves 02.10.2010Der Vergleich war beabsichtigt. Christentum besteht aus Menschen, die unabhängig vom Christentum Liebe empfinden können. Aber richtige Liebe. Das Vanillepudding aus Kohlenstoff besteht legt die Verbindung zwischen beiden nahe. Trotzdem kann man aus Steinkohle keinen Vanillepudding machen, ebenso wie Liebe nicht dem Christentum (oder irgendeiner anderen Religion) entspringt. So ist der Vergleich zu verstehen, daher der krasse Unterschied. Ich könnte auch sagen: Wenn das Christentum etwas mit Liebe zu tun hat, dann ist der Islam Urheber von Sprengstoff.
Kommentar von riarariara 02.10.2010Und was hat das mit der Frage zu tun? Etwa das Christen Ihre Kinder nicht lieben?
Ehrlich das ist schon etwas abartig in diesem Zusammenhang...
Kommentar von PlaysWithWolvesPlaysWithWolves 02.10.2010"Und was hat das mit der Frage zu tun? Etwa das Christen Ihre Kinder nicht lieben?" - "Christentum besteht aus Menschen, die unabhängig vom Christentum Liebe empfinden können." - Kannst du nicht lesen?
Kommentar von riarariara 02.10.2010Tut mir leid das sagen zu müssen, aber das deckt sich mit der christlichen Geschichte., dass meinte ich Lepton...
Kommentar von QuandtQuandt 06.10.2010Warum bezeichnest Du PlayWithWolves als "Leichtgewicht"?!? Weil er die Scheinheiligkeit der Kirche ablehnt? Intellektuell ist er jedenfalls ein Klitschko!
Kommentar von riarariara 06.10.2010Stimmt...er boxt sich durchs Leben...
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Heftige Geschichte und grundsätzlich bin ich für schärfste Strafen gegen alle die Kinder schlagen, ich habe drei davon und niemals würde ich auch nur einen Klaps austeilen...:-)
Was den Bezug zur Bibel und das Schlagen von Kindern betrifft, so kann ich nur sagen, vorsicht mit solchen Vergleichen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo das Schlagen von Kindern (auch der eigenen) grundsätzlich unter Strafe gestellt ist, ist die Kirche in den Entwicklungsländern führend in der Bekämpfung von häuslicher Gewalt.
Das Züchtigen war übrigens in Deutschland bis weit in die 60er Jahre noch gang und gebe in jeder öffentlichen Schule, bis in die 70er wurde auch in deutschen Haushalten eher geschlagen als alles andere. Dieses Problem ist nicht nur ein Problem in der recht kleinen Gruppe von einigen fundamentalistischen Vereinen, sondern passiert auch in Familien mit Alkoholikern und zudem überproportional in vielen Migrantenhaushalten.
WAs Du damit auslöst zeigen die Antworten, die auf das Thema kaum eingehen, sondern - wie gewohnt- eine Abrechnung mit Religion und Kirche suchen. Nach ein paar Stunden wird dann nur noch darüber diskutiert, wieviel Gewalt von Kirchen und deren Anhänger erzeugt werden. Um die armen Opfer - Kinder und Frauen - macht sich dann kaum noch einer einen Kopf, weshalb man das Thema eher generell unter dem Begriff häusliche Gewalt, hätte diskutieren sollen...
Jeder Christ der seine Mitbürger schlägt macht sich nicht nur vor Gott, sondern auch vor dem Gesetz schuldig. Wer Kinder schlägt ist ein Unmensch, sicher kein Christ...
Kommentar von QualiaQualia 03.10.2010Hallo riara!
Danke für deine Antwort. Allerdings gehst du auf das Problem in der Frage auch nicht wirklich ein, sondern erzählst mir, was ich damit auslöse.
Ich behaupte nicht das Religion oder Kirche per se schlecht ist und auch nicht, dass Gewalt eher in religiösen Familien vorkommt.
Hier geht es um Menschen, die ihre Gewaltbereitschaft gegen ihre Kinder mit der Bibel rechtfertigen, was eindeutig ein Problem darstellt, da die Bibel tatsächlich dazu auffordert.
Wie das allerdings mit dem Kern des christlichen Glaubens zu tun hat, ist mir schleierhaft und mich würde interessieren, wie diese Menschen das begründen.
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Ansonsten würde ich dich und auch plays bitten, eure persönlichen Streitereien an anderer Stelle weiterzuführen.
Vielen Dank.
Kommentar von riarariara 03.10.2010Plays Reaktion ist genau das, was ich mit der Problematik dieser Frage meinte. Es wird sofort auf die Verbindung von Gewalt und Christentum hingewiesen, die meiner Meinung nach nicht besteht. In Deutschland ist die Gewalt gegen Kinder - vor allem nach der Gestzesreform von 1998 - besonders geächtet und die Strafbarkeit wurde erweitert...
Wir erwecken hier den Eindruck, als hätte die Kirche irgendetwas mit dem Schlagen von Kindern zu tun, dabei wird vergessen, dass es fast überall ein uraltes Kulturgut ist, was es in Deutschland bis hinein in die 70er Jahre völlig normal war.
In der Bibel stehen eine Menge Dinge, die nicht in unsere Zeit gehören, leider können wir sie nicht einfach umschreiben, sondern müssen uns die Ableitung auf unser tägliches Leben selbst finden. Ganz ähnlich verhält es sich doch bei der Pädagogik, die noch vor wenigen Jahren von einem positiven Effekt der körperlichen Züchtigung ausging, wenn man das weis erübrigt sich eine Mutmassung, dass die körperliche Züchtigung ein christliches Gut ist, denn es gibt sie in allen Religionen und Kulturen, immerhin ist Europa Vorreiter in der Verurteilung der Gewalt gegen Kinder und die christlichen Kirchen waren die ersten, die z.B. in Afrika Frauenhäuser und Beratungsstellen für missbrauchte Kinder und Freuen einrichteten, bis heute die einzigsten...
Kommentar von QualiaQualia 03.10.2010Findest du es denn nicht traurig, wenn ein Mensch, der vielleicht sowieso zu Gewalttaten neigt dies dann auch noch mit seiner Frömmigkeit rechtfertigen kann?
Willst du dieses Problem nicht sehen? Es geht nicht darum, wer es öfter tut oder darum der Religion die Schuld in die Schuhe zu schieben, sondern darum, dass Menschen die Religion als Rechtfertigung benutzen und das ist doch verdammt traurig und sicherlich nicht im Sinne eines Christen wie zum Beispiel dir.
Kommentar von riarariara 03.10.2010Ich finde es schlimm wenn jemand Kinder misshandelt, dabie ist es mir völlig egal ob das ein Klaps oder ein Schlag mit dem Stock ist, selbst Beleidigungen und Anschreien finde ich abartig, nur hat das wenig mit der Bibel zu tun, sonst müsste man ja auch seine untreue Ehefrau steinigen oder seinen schwulen Frisör...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand der seine Kinder nicht schlägt nun aufeinmal damit anfängt, wie gesagt, ich halte Trinkerfamilien für weit aus schlimmer...
Kommentar von norelignorelig 04.10.2010Noch im Jahr 2001 hat eine christliche Privatschule in Liverpool vor dem Londoner Gerichtshof das Recht auf körperliche Züchtigung ihrer Schüler gefordert. Ungezogene Schüler körperlich zu züchtigen sei Teil christlicher Glaubensgrundsätze, erklärte der Anwalt der Schule. Das 1998 von der britischen Regierung verhängte Verbot der Prügelstrafe an Schulen verletze das Recht auf freie Religionsausübung, das durch die Europäische Menschenrechtskonvention geschützt sei. Seine Forderung nach Aufhebung des Prügelverbots versuchte der Anwalt durch Bibelzitate zu untermauern.Es geht auch ohne Alkohol !
Kommentar von riarariara 04.10.2010Geh zum europäischen Gerichtshof oder organisiere eine Demo in Liverpool, ich bin weder der Träger der Schule noch der Bischof von Liverpool, also lass mich mit sowas in Ruhe...
Kommentar von norelignorelig 04.10.2010@riara , du solltest mal versuchen dich nicht selbst so angesprochen zu fühlen , als würde dir jemand die Schuld geben . Mit der Schule , das ist Realsatire , es stimmst zwar , ist aber (hoffentlich) ein Einzelfall . Aber nach dem , worauf der Kommentar bezogen war , müsstest du das auch als abartig empfinden . Ich bin mir sogar sicher , das du das auch tust , nur , da es eben "christlich" ist und auf die Bibel bezogen , tust du dich damit schwer.
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In der Bibel steht: Wer seinen Sohn nicht schlägt, der liebt ihn nicht.
Von daher gibt es nichts Christlicheres. So ist die Bibel eben drauf: intolerant, homophob, aggressiv, rachsüchtig, blutrünstig.
Kommentar von QualiaQualia 02.10.2010In der Bibel steht aber auch, dass man keine Kleidung aus Mischstoffen tragen darf.
Tragen prügelnde Fundamentalchristen also nur reine Baumwolle?
Kommentar von rubicon66rubicon66 03.10.2010@qualia,......keine kleidung aus mischstoffen???....verstehe ich nicht!, was bedeutet das??
Kommentar von AlexanderIBKAlexanderIBK 05.10.2010"In der Bibel steht: Wer seinen Sohn nicht schlägt, der liebt ihn nicht."
Und in den Gesetzesbüchern steht, das es strafbar ist. Was willst du jetzt also damit sagen????
Kommentar von TheRealFooTheRealFoo 19.10.2010Da muß ich die Bibel doch mal in Schutz nehmen: es heißt "züchtigt", und das kann auch schon eine strenge Ermahnung sein - das "schlägt" hast du dir ausgedacht bzw. falsch aus der Erinnerung geholt.
Soviel Fairness muss schon sein, auch wenn man an dieses Buch nicht glaubt.
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Mache Dir bewußt, daß Evangelikaner keine normale christliche Religionsgemeinschaft, sondern eine politisch extreme Sekte sind.
Gewalt in den Institutionen der Christlichen Kirche hat es mit Sicherheit vielerorts und zu vielen Zeiten gegeben. Ich selbst habe sie am eigenen Leibe ertragen, wenn auch nicht mit Waffen.
Das Christentum lehrt eigentlich den Menschen, sein Leid zu ertragen, ohne dafür auf der anderen Seite wieder neues Leid auszulösen. So etwas nennt man dann Vergebung. Und die fordert dabei viel ab von einem Menschen.
Aber das Christentum lehrt ganz bestimmt nicht, daß man Kinder schlagend erziehen soll. Wer das behauptet, hat entweder keine Ahnung, was er da erzählt, oder lügt ganz bewußt.
Daraus könnte man viele neue Kapitel zaubern, z.B. wie sehr es mit dem Christentum vereinbar sein konnte, Naturvölker zu bekriegen bis daß sie sich taufen ließen. Ebenso bliebe die Frage nach Kreuzzügen und Inquisition. Das alles ist nicht christlich. Es hat sich nur des Namens der Christenheit und seiner Religionsanhänger bedient.
Für mich steht eine Sache fest: Evangelikaner sind keine Christen. Sie waren nie welche und werden nie welche sein.
Kommentar von waldmann59waldmann59 31.10.2010was bist du denn für einer? katholik? die gehn sonntags alle um 19 uhr in die kirche, und um 21 uhr betrügen sie ihre partner, auch nicht so doll
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Kinder sind Eltern leider auch in religiösen Belangen in weiten Teilen de facto ausgeliefert, ich halte z.B. auch wenig davon, das es zulässig ist, das Eltern ihre Kinder überhaupt taufen lassen, sollen das die Kinder mit 14 einfach selbst entscheiden. Was das wahre Christentum ist, nun darüber kann man wohl trefflich streiten und ein Blick in die Geschichte der Kirche zeigt wohl, dass es wohl einiges zu kritisieren gibt, unter dem Deckmantel des Kreuzes bzw. der Bibel mussten unzählige Menschen ihr Leben lassen. Heute hat die Kirche sicher viel ihres einstigen unsäglichen Einflusses verloren und trotzdessen finden hinter verschlossenen Türen immer noch Verbrechen angeblicher Christen statt.
Kommentar von riarariara 02.10.2010Was hat das bitte mit der Misshandlung von Kindern zu tun?
Gibt es eigentlich irgendetwas, dass Du nicht mir der Vergangenheit beantwortest? Ist Dir Deine anti-kirchliche Propaganda wichtiger als misshandelte Kinder?
Kommentar von AllesKnowerAllesKnower 02.10.2010Nein, und ich mache auch keine Propaganda, sondern schaute mir lediglich diesen Link an. An dieser Stelle stelle ich aber vielleicht mal der Klärung halber fest, dass sicher 99,99999 % aller Kichenanhänger Gewalt gegenüber Kindern natürlich ablehnen !
Kommentar von riarariara 02.10.2010Und trotzdem muss man dann auf die Geschichte hinweisen, etwas unsachlich wie ich finde...
Kommentar von AllesKnowerAllesKnower 02.10.2010Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung passt es durchaus, aber wie gesagt niemals (!) würde ich christlichen Eltern vorwerfen, diese behandelten ihre Kinder schlecht !
Kommentar von riarariara 03.10.2010Das ehrt Dich...Wahrscheinlich bist Du viel netter als ich Dir zugestehe...:-)
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Hallo Qualia!
Warum wunderst Du Dich eigentlich? Bist Du "Bibelfest"? Versuche Dich mal dran zu erinnern, wie oft im oben genanntem "Buch" über "gottes gerechter Zorn" und "gottes Strafe" irgendwas drinn steht. Der Alte hat bestimmt kein Magengeschwür, das ist schon mal sicher! (Der Bibel hat auch! ein Altes Testament!)christentum gründet auf das Opfertum. Opfer zu sein, heißt wie Jesus zu sein - weswegen sich eigentlich kein/e Betroffene/r beklagen dürfte!Ich hatte prüglende "Schwestern", durfte es auch nicht! Wenn Du Dich ernsthaft fragst, was Christentum ist, vergesse nicht: insgesamt 7! Orient-Kreuzzüge,Inquisition von 1542 - bis 1908 (auch gegen Juden und Protestanten!),die Spanische Eroberung Mexikos und Perus (Auftrag: Isabella die katholische :(!)der Hochkulturen, WISSEN und Millionen (zur Anfang friedliche) UHREINWOHNER zum Opfer gefallen sind!, und wenn Du etwas "frischeres" brauchst: Du könntest mal nach "Colonia Dignidad" googeln, +
http://www.stern.de/panorama/kindesmissbrauch-in-der-kirche-der-papst-wollte-mir...
Was meinst du, sind denn andere Leute viel anders drauf, die auch zu der "Herde" gehören? Schaue die gesamte Geschichte und die Geschichten von Heute an, und mache Dir Dein eigenes Bild!
Gruß: I.B.
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Gute Frage zu einem heißen Thema.
Meine Antwort dazu lautet nein, obwohl auch ich weiß, was in der Bibel steht.
In vielerlei Hinsicht habe ich derzeit Probleme mit Gottes Bodenpersonal, aber das gehört nicht hierher.
Ich möchte dich bitten, ergänzend mal in meine Frage zu sehen, weil ich sehr viele besonders gute Antworten bekommen habe.
Dort ist auch verwiesen auf eine Rede Astrid Lindgrens, die sie vor einigen Jahren anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels gehalten hat.
Mit dem Titel dieser Rede möchte ich schließen:
Niemals Gewalt!
Kann Gewalt eine Lösung im menschlichen Umgang oder in der Erziehung sein?
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wenn eltern das tun, dann sind sie entweder geistige zurückgeblieben, oder sie haben nichts in ihrem leben dazugelernt.
allerdings kann es auch sein, daß sie in der erziehung überfordert sind. dann sollte das jugendamt zum wohle des kindes einschreiten.
Kommentar von AlexanderIBKAlexanderIBK 05.10.2010DH!
Kommentar von NowkaNowka 06.10.2010danke, lg. nowka
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die haben definitiv einen am appel
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Ich bin mir nicht sicher.
Aber ich vermute, dass Gott und die Kirche/Bibel in gewisser Weise unterschiedliche Dinge sind.
Warum sollte der liebe Gott wollen, dass Kinder geschlagen werden? Was sollte das bringen? Damit man aus Angst gehorcht? Das ist doch absolut sinnlos und bescheuert. Man liebt seine Kinder nicht, noch hat es einen besonders großen Erfolg, wenn man in der Erziehung Gewalt anwendet. Die Bibel und die Kirche wurde von Menschen verfasst/gegründet. Der "echte" christliche Gott ist etwas anderes.
Viele Menschen benutzen die Bibel und die Ausrede, dass es "Gottes Wille" sei, um die "Erlaubnis" oder die Akzeptanz von ihren Mitmenschen zu bekommen und ein reines Gewissen zu haben, wenn sie ihre Kinder schlagen, wie du bereits gesagt hast. Das kann ummöglich Gottes Wille sein, geschweige denn Liebe.
Im Gegenteil: Es ist Feigheit und die fehlende Fähigkeit oder Bereitschaft dafür, seine Kinder richtig erziehen (zu wollen).
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Wenn ein Mensch an Hand der Bibekl sagt,es ist erlaubt Kinder zu verbrügeln,der versteht aber die Bibel völlig falsch.Denn das Wort "Rute" wurde eingesetzt an Stelle von "Züchtigung" oder in "Zucht nehmen",aber das bedeutet niemals ein Kind zu schlagen,denn wie du ja schreibt "Nächstenliebe",da fügt man jemanden anderen weder Schmerz noch Leid zu sondern man liebt den Nächsten.Aber man sieht wie immer wieder die Bibel mißbraucht wird,denn unter "Rute/Schläge" und "Züchtigung" ist ein großer Unterschied,denn Rute heist Schläge und Züchtigung heist etwas schärfe bei Erziehung aber nie schlagen,denn das wäre ein Unfug und widerspricht der Bibel.
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Die Bibel ist in ihrer Funktion ein Machtinstrument für Menschen die ihre Schandtaten mit ihr rechtfertigen, mit dem Hinweis auf eine höhere, nicht beweisbare Macht, um nicht zugeben zu müssen, dass sie des (Nach)Denkens und (Mit)Fühlens nicht mächtig sind.
Mit dem Hinweis auf diesen Gott wurde auf Kreuzzügen gemordet, gebrandschatzt und vergewaltigt. Frauen wurden/werden auf ihre Rolle als Gebärerin von am besten nur Söhnen (da unterscheidet sie sich nicht von Thora oder Quran) und ihre Pflicht den Mann zu umsorgen reduziert. Und körperliche Gewalt Schwächeren- den Schwächsten!- gegenüber empfohlen und gerechtfertigt.
Genutzt hat es immer denen in der erhöhten Position. Autoritäre Systeme produzieren brave Rädchen fürs Getriebe, als Abfall sadistische Psychopathen, unreife Pädophile, devote Masochisten und narzistische Herrscher.
Ob als Grundlage die Bibel, der Quran, die Thora, das Kapital, mein Kampf oder ein Lassiter Heftchen genommen wird bleibt sich gleich. Das Ergebnis zählt. Also ist es völlig wurscht in wessen Namen misshandelt und verbogen wird, oder nicht?
Einstein sagte: Das Universum und die menschliche Dummheit sind unendlich- aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher...
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Ich kann dir nur zustimmen ... auch mir "dreht sich der Magen um", wenn ich so etwas lese oder auch höre.
Und auf die Frage:
Ist das wirklich Christentum
hier eine Antwort, von Christen geschrieben als Überlieferung der Worte Christi, dem Begründer des Christentums.
http://www.dober.de/jesus/bergpredigt.html
Matth 7 ("Goldene Regel")
Vom Tun des göttlichen Willens
Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.
Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
16. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
20. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.**
- Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.
22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
23. Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!
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Wenn prügelnde Eltern sich auf die Bibel berufen, sollten misshandelte Kinder sich auf das Jugendamt berufen.
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Das ist noch lange nicht das einzigste, was sich zwischen religiösen Ausleben und der Bibel nicht deckt!
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Vor Jahrhunderten war es bereits die Kirche, die erstmalig die Folterstrafen als Strafurteil durchführte und damit zum Normalmaß machte:
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Kindern, die geklaut hatten, wurden die Hände abgehackt, Füße abgetrennt und auf die Stumpen tagelang aufgestellt, Nägel unter die Fingernägel gehauen, Streckbänke, Ausstechen der Augen und und und - Sogar der elektrische Stuhl entspringt der Erfindung der Kirche.
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An für sich ist das was in der Bibel oder religiösen Leitfäden steht, in vielerlei Hinsichten widerlegbar, nicht nachvollziehbar und teils gar unmenschlich - Eine vernünftige Auskunft wirst Du dafür nie bekommen! Denn egal was Du entgegen bringst, wird Dir immer wieder ein sinnloses Gegenkommentar gereicht oder sich auf einen anderen Psalm etc. berufen, der das aktuelle wieder erklären will.
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Letztendlich ist das ganze ein breitgefächertes Thema, über das man stundenlang diskutieren kann ohne irgendwann mal Aussicht auf einen gemeinsamen Nenner zu haben.
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Eine Frage die ich mir immer wieder gestellt habe, ist, warum Gottesdiener kein Sexualleben haben dürfen, obwohl es doch heisst "...liebet und vermehret Euch" - Dann müssten doch gerade Nonnen, Pfarrer, Priester usw. Familien und Kinder haben dürfen, da sie es sind, die sich Gottes Willen aufopfernd widmen und deren oberstes Gebot ist, ihr Leben anhand der Bibel zu orientieren.
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Versuche also nicht, eine Antwort auf Deine Frage zu bekommen, die einen Sinn ergibt und hoffe schon garnicht auf eine, die Deinen Wissensdurst stillen wird - Du wirst sie niemals bekommen!
Kommentar von riarariara 03.10.2010Folter ist um mehr als zwei tausend Jahre älter als der christliche Glaube!
In Deutschland wurde sie im 14. Jh. durch den Kaiser eingeführt und nur die weltliche Gerichtsbarkeit durfte sie anwenden. Abgeschafft wurde sie übrigens durch die Aufklärer, einer der Führer dieser Abschaffung war ein Theologe Juan Luis Vives...
Das abhacken von Händen ist eine Strafe der Scharia und wurde in christlichen Ländern nur bei sehr schweren Diebstählen und nur vereinzelt durchgeführt...
Der elektrische Stuhl ist die Erfindung des amerikanischen Zahnarztes Albert Southwick...
Auch hier stellt sich die Frage, was das alles mit der Züchtigung von Kindern zu tun hat, man kann natürlich auch fragen, wo das falsche Geschichtsbild des Beantworters herrührt, aber das ist sein eigenes Problem...
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Du hast völlig Recht- sowas steht weder in der Bibel, noch im Koran- noch sonst wo. Körperliche Überlegenheit stellt sich vor geistiger Überlegenheit - und das ist ein Zeichen von geistiger Armut. Wir haben es als Eltern sicherlich alle schon einmal erlebt, aber- ob christlich oder unchristlich, wird sich ein moralisch richtig entwickelter Mensch im Anschluß immer sehr schlecht vorkommen. Ich habe versagt, und als Audruck meines Veragens habe ich die Körpersprache vorgezogen, weil mir verbal nichts mehr einfiel - das ist hart, wenn man sich das eingestehen kann und auch tut. Die angst zu versagen - und erneut so vorzugehen - muß einfach in Frage gestellt werden - ob Du nun christlich oder anderen Glaubens bist - so wurde es niemals angedacht. Und wer dazu noch eine Anleitung gibt, muß extrem schwachsinnig sein.
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So ist der Mensch, sobald man ihn von der Verantwortung für sein Tun befreit, lässt er seinen niederen Trieben freien Lauf...Und da die Angehörigen dieser Religionen immer einen über sich zu stehen haben, buckeln manche eben nach oben und treten nach unten...es ist ja so vorgesehen...
Kommentar von riarariara 02.10.2010Wunderschöne Erklärung...und wieso schlagen manche Nicht-Gläubigen Ihre Kinder, weil niemand mehr über Ihnen steht und sie sich wie ein Gott benehmen?
Kommentar von KrauterchaosKrauterchaos 02.10.2010Es geht in der Frage darum, weshalb die o.g. christlichen Fundamentalisten ihre Kinder schlagen, nicht um die anderen, die -nebenbei gesagt- auch Begründungen und Rechtfertigungen finden, aber eben anderer Art.
Du wirst dieses Thema überall finden, wo Gewalt angewandt wird, sei es bei den Soldaten (Töten auf Befehl) oder bei Geheimdiensten, die auch einer höheren Macht unterstellt sind. Es gab mal ein Experiment mit Studenten, die sollten anderen Studenten, wenn sie falsche Antworten gaben, Stromstöße verschiedenener Stärke geben. Nach anfänglichen niedrigen Dosen wurden die immer stärker, je mehr sich die Studenten in ihre Rolle eingefügt hatten. Erschreckend. Auf diese Art ist es aber schon immer zu den schlimmsten Verbrechen an Menschen gekommen, immer die, die "im Namen von.." zugelassen werden.
Kommentar von riarariara 02.10.2010Es geht um Extremisten, davon steht aber in Deiner Antwort nichts...
Der christliche Gott wird auch nicht als diktatorische Kraft empfunden, sondern als eine liebende, deswegen ist der Vergleich mit dem Militär oder Stromstössen schlicht abwegig...
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Auch wenn es momentan aus vielen Quellen so aussehen mag, ist es nicht dass, was das Christentum vermitteln will. In dem Text sind die ZEugen Jehovas unter anderem mit einbegriffen, was mir etwas suspekt erscheint.
Eltern die ihr Kind schlagen sind KEINE Christen, weil sie schon gegen die grundlegenden Gebote verstoßen.
Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst - das passt nicht zum prügeln anderer.
Viele Menschen, die sich als Christen darstellen, sind in Wirklichkeit keine. Sie halten sich vielleicht für welche.
Im Christentum sollen (eigentlich) Nächstenliebe, Geborgenheit und Zuversicht vermittelt werden.
Was ich selber wie viele andere Katholiken ebenfalls kritisiere ist, dass diejenigen, die die Kirche representieren, wie z.b der Papst 1-2 Generationen älter sind, weshalb sie zb. für mich keine reellen representanten sein können.
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Nein, ist es auf gar keinen Fall. Danke, dass Du das Christentum nicht gleich in Bausch und Bogen verdammst. Der biblische Ausspruch "Wen ich liebe, den züchtige ich" könnte dazu geführt haben, ansonsten habe ich in der Bibel nichts gefunden, was dazu auch nur irgendwie aufruft. Jesus sagt sogar"Werdet wie die Kinder, wer das Himmelreich nicht annimmt wie ein Kind, wird nie ins Himmelreich kommen." Und was den ersten Spruch betrifft, könnte es auch heissen " Wen ich liebe, den prüfe ich". Aber in der Bibel muss man sowieso alles aus dem Context sehen, und versuchen, den Kern der Botschaft zu erfassen, und der lautet: keine Gewalt, oder nur soviel wie unbedingt notwendig. Ansonsten:Mit Liebe, verständnis und Nachsicht erreicht man viel mehr, als mit Gewalt.
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Nein Gott ist ein liebender Vater.Und das Schlagen hat nichts mit der Bibel zu tun.Er will das es uns gut geht!
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Die Prügelstrafe kommt ja nun einmal aus dem Christentum . Das AT ist die erste Rechtfertigung für die Praxis der Körperstrafe (Wiki)Erst durch eine geringere Machtstellung der Kirche konnte die Prügelstrafe weitgehend abgeschafft werden . Durch die bösen Atheisten eben . In den meisten Staaten Europas hat sich seit etwa dem Ende des Zweiten Weltkriegs, vor allem in den 1960er und 1970er Jahren und gestützt durch neue psychologische Erkenntnisse, die neue öffentliche Meinung durchgesetzt, dass Körperstrafen schädlich für die Entwicklung des Kindes sind und nicht mehr angewendet werden sollen. In der DDR wurden Körperstrafen an den Schulen 1949 abgeschafft, 1973 auch in der Bundesrepublik Deutschland. Jedoch erklärte noch 1979 das Bayerische Oberste Landesgericht, dass "im Gebiet des Freistaates Bayern … ein gewohnheitsrechtliches Züchtigungsrecht" besteht. 1980 wurde die Prügelstrafe in Schulen auch in Bayern abgeschafft. Warum wohl ausgerechnet Bayern das nicht wollte ? Kann das was mit den Katoliken zu tun haben ?
Liebe/r Qualia,
Deine Frage mag interessant sein, jedoch provozieren solche Fragen leider auch immer wieder religiös stark tendenziöse Äußerungen, die hier nicht erwünscht sind. Ich möchte Dich und auch die hier Antwortenden bitten, Rücksicht darauf zu nehmen. Die Beiträge werden sonst gelöscht.
Bitte schaut diesbezüglich doch noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy.
Vielen Dank für Euer Verständnis.
Herzliche Grüße,
Ted vom gutefrage.net-Support