Frage von johay60, 36

Wenn Polizisten am Tatort nicht die offensichtlichsten Beweismittel sichern – wie nennt man das?

Polizisten werden an einen Tatort gerufen, in dem Gebäude gibt es für sie wissentlich laufende Videoaufnahmen sämtlicher öffentlicher Räumlichkeiten, und die Beamten fordern nicht vom Management des Hauses die Herausgabe der passenden Videoaufnahmen, obwohl diese die zwischen den streitenden Parteien strittigen Punkte objektiv darstellen. In der Folge verschwinden die Videoaufnahmen nach einer Anzahl von Monaten, und das Gericht "muss" sich auf die widersprüchlichen Aussagen verlassen. Was ist den Polizisten anzulasten?

Und was ist den Polizisten anzulasten, wenn sie sogar von den streitenden Parteien am Tatort dazu aufgefordert werden, sich um das Videomaterial zu kümmern?

Update: Welche juristischen Delikte sind den Beamten vorzuwerfen?

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 13

Man könnte eine Strafvereitelung im Amt (§§ 258, 258a StGB) sehen. Dabei wäre die innere Einstellung zur Tat ausschlaggebend. Dummheit alleine reicht nicht aus, könnte aber eine Haftung begründen 

Kommentar von Drizzt1977 ,

Man muss aber auch sagen, dass das Management des Hauses erst gar nicht verpflichtet wäre, das Videomaterial der Polizei bei Aufforderung derer auszuhändigen.

Kommentar von furbo ,

Nein, eine Mitwirkung ist nicht verpflichtend. Eine Durchsuchung mit Beschlagnahme wäre die Folge. Würde es nicht geschehen - siehe oben.

Kommentar von Drizzt1977 ,

Ist richtig. Kommt aber auch immer auf die Straftat an. Wenn ein Staatsanwalt oder Richter aufgrund der "Banalität" des Vergehens nicht will, dass ich die Videos einkloppe, dann mach ich das als Streifenhörnchen erst recht nicht. ^^

Antwort
von KillerNudel008, 25

Das der oder die Polizeibeamten nachlässig gehandelt haben

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