Frage von Ray649, 78

Wenn plötzlich alle Wissensquellen der Welt vernichtet würden, würden wir dann wieder ins Mittelalter oder gar in die Steinzeit katapultiert werden?

Antwort
von hartz4lifestyle, 26

Ich glaube mal das würde dann einige Zeit daueren bis wir wieder an den heutigen Lebensstandard herankommen würden...

Wir nutzten ja zum Beispiel jeden Tag das Internet und andere Haushaltsgeräte wie Waschmachinen... Trotzdem weiß doch keiner wie der ganze Kram funktioniert, also könnte diese Erfindungen nicht einfach so nachbauen. 

Allerdings hätten wir schon irgendwie Vorteile, wir wüssten z.B. welche Früchte man essen kann/ und welche nicht. Wir wüssten das die Erde keine Scheibe ist und eine Kugel (auch wenn wir keine Astronomen  sind) oder das man duchschnittlich 8 Stunden schlaf braucht, ohne jemals dafür nochmal die Studie zu machen!

Also ich glaube man müsste zunächst einmal das Wissen bündeln, denn jeder ist ja nur Experte auf einem bestimmten Feld und niemand kann alles erklären...

Auf jden Fall interessante Frage!

Kommentar von Jerne79 ,

Trotzdem weiß doch keiner wie der ganze Kram funktioniert,

Nicht dein Ernst...

Was denkst du denn, wer den Kram zusammenbaut, wer in repariert, wenn er kaputt ist? Waschmaschinen und Co. wachsen nicht auf Bäumen, sie werden produziert, von Menschen.

Antwort
von Lavendelelf, 32

Ich denke mal wir würden in die Zeit um 500 n. Chr. "zurück wandern". Da beziehe ich mich auf den ersten Buchdruck in China im Jahre 581 n. Chr..

Antwort
von Reanne, 49

Schlimmer, alle Menschen würden aussterben, wenn es kein Trinkwasser mehr gibt, auch Tiere und Pflanzen sterben, alle verhungern auch.

Kommentar von Lavendelelf ,

Trinkwasser? Wie kommst du auf Trinkwasser?

Kommentar von Reanne ,

Ich muß mich entschuldigen, ich bin fast blind, arbeite nur mit Zoom und habe Wasserquellen gelesen, sorry.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte, 27

Wenn "alle Wissensquellen der Welt vernichtet würden"  -  dann gibt es keine Menschen mehr! Insofern brauchte man sich dann auch keine Gedanken darüber mehr zu machen, auf welchem Zivilisationsniveau die Welt absinken würde.

MfG

Arnold

Antwort
von TT1006, 11

Über diese Frage könnte man vermutlich ein ganzes Buch schreiben. Einfach deswegen, weil es so viele Auslegungen der Frage gibt und pro Auslegung nochmal viele Theorien.

Wenn wirklich alles Wissen verloren ginge (auch das in unseren Gehirnen) könnten wir nicht weiterleben, da wir nicht mal mehr atmen könnten.

Wenn nur das Wissen verloren ginge, das irgendwo aufgeschrieben ist, dann würde das eher wenig ändern. Wir hätten ja nach wie vor die bereits produzierten Geräte und Technologien, einiges Wissen haben die Menschen auch im Kopf und das Fehlende würde binnen einiger Jahre wieder ergänzt werden. Das mal so als die beiden sinnvollsten Interpretationen und nur sehr kurz ausgeführt.

In keinem Fall aber, würden wir genau wie im Mittelalter oder der Steinzeit leben. Selbst damals gab es Wissen und je nach Auslegung gäbe es zwei Trends: Kaum ein Wissenverlust, oder nahzu alles. Das eine mal hätte es recht wenige Auswirkungen, dass andere mal wären wir weit vor der Steinzeit, falls überhaupt noch existenzfähig.

Dazu mal noch ein Zitat von Albert Einstein:

"Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg
ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und
Steinen kämpfen."

Oder siehe hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dritter_Weltkrieg

Antwort
von Jerne79, 44

Definiere mal "Wissensquellen".

Klar, wenn Bücher und andere Medien zerstört würden, würde die Informationsbeschaffung erschwert. Trotzdem gibt es aber Menschen, die dieses Wissen haben. Sie können es weitergeben, nutzen, umsetzen.

Nur weil dein Globus kaputt ist, denkst du doch auch nicht, dass die Welt eine Scheibe ist, oder?


Kommentar von Deponensvogel ,

Nein, aber ich weiß nicht mehr, wie ich nach Timbuktu komme.

Kommentar von Jerne79 ,

Du nicht, aber sicherlich jemand anderes.

Überhaupt ist das nur von Belang, wenn du nach Timbuktu willst.

Und wie diese Plattform im Sekundentakt unter Beweis stellt: Selbst verfügbares Wissen rufen die meisten Menschen nicht ab.

Kommentar von Jerne79 ,

Nehmen wir einmal ein Beispiel aus meinem Berufsalltag.

Ich für meinen Teil brauche keine Bücher, um beispielsweise die Chronologie der mittelalterlichen Keramik Süddeutschlands zu erläutern. Ich kenne sie auswendig.

Wollte ich nun etwas über die Keramik des Mittelalters im Rheinland erfahren oder in Novosibirsk, würde ich normalerweise in Büchern nachschlagen. Wenn ich das nicht kann, muss ich eben scharf überlegen, wen ich kenne, der über dieses Wissen verfügt. Dann kann ich mich mit ihm oder ihr in Verbindung setzen und kann dieses Wissen abfragen.

Das lässt sich auf jedes Wissensgebiet anwenden. Zur Not muss ich eben jemanden fragen, ob er jemanden kennt, der sich mit xy auskennt.

Kommentar von Ray649 ,

Und wenn auch alles Technik der Welt vom Erdboden verschluckt werden und alle Gebildeten ausgestorben sind (z.B. wäre das nach einem Nuklearkrieg möglich).. ?

Kommentar von Jerne79 ,

Das ist eine andere Prämisse als eingangs genannt. Und ehrlich gesagt eine, die ein wenig albern ist. Die Menschheit überlebt, aber alle gebildeten Menschen wurden dahingerafft?

Überhaupt, was ist dann Bildung? Sind auch alle Elektriker weg? Oder nur die Elektroingenieure? Ist jeder weg, der technisches oder wissenschaftliches Grundverständnis hat? Mit einer anderen Analogie: Sind alle Informatiker weg und nur noch die User sind übrig?

Kommentar von Ray649 ,

Angenommen, alle die die Abitur und die eine Berufsausbildung haben, sind dahingerafft...es bleiben nur mehr ungebildete Jugendliche ohne eine Ausbildung am Leben.

Kommentar von Jerne79 ,

Na, das ist ja ein enorm wahrscheinliches Szenario...

Ja, wenn du die Menschheit unbedingt um ein paar Jahrhunderte zurückwerfen willst, ist das die sicherste Lösung.

Aber wahrscheinlich würden sich selbst unter diesen Jugendlichen ein paar finden, die in der Lage sind, anhand der noch vorhandenen Maschinen durch Erhalt und Nachahmung ein komplettes Absacken zu verhindern.

Wenn wirklich nur die dümmsten der Dummen überleben und selbst das keine Option ist, wäre die Menschheit mit dem Aussterben vermutlich besser bedient.

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