Frage von Carina81, 81

Wenn mein Partner bei mir einzieht, kann ich ihn als Untermieter aufnehmen oder soll er einfach die NK übernehmen, brauche ich einen Mietvertrag?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bwhoch2, 10

Bloß keinen Mietvertrag!

Dein Partner darf bei Dir wohnen und verpflichtet sich mündlich, bei allen anfallenden Arbeiten am und im Haus mitzuhelfen. Dass er dazu steht, kann er dann jeden Tag beweisen: Müll raustragen, Bad putzen, Betten machen, Hausputz, Gartenpflege und was eben alles so anfällt. Nicht, dass er das alles alleine machen muss, aber er soll seinen guten Teil "ohne Mullen und Knullen" beitragen.

Mache keine Regelung, dass er einen festen Beitrag zu den Kosten leisten soll. So regelmäßig eingehende feste Beträge auf dem Konto vom Mitbewohner könnten ggf. sehr leicht als Bestandteil eines mündlichen Mietvertrags ausgelegt werden mit zwei bösen Folgen:

1. Gesetzliche Kündigungsfrist

2. Mieteinnahmen, die Du bei der Steuer als Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung angeben müßtest und dazu evtl. auch noch der Zweifel des Finanzamts, dass der Überweisungsbetrag der tatsächlichen Miete entspricht. (Könnte sein, muss nicht sein!)

Jedesmal, wenn Du eine Rechnung bekommst, an der sich Dein Partner nach Deiner Meinung beteiligen sollte, bittest Du ihn zur Kasse. Das wären so die typischen Rechnungen für Ausgaben, die man als Betriebskosten in Mietverträgen findet: Müllgebühren, Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Heizenergie, Telefon, Internet, TV, Versicherungen u. ä. Da braucht es dann auch keine Jahresabrechnung.

Eigentum: Keine Angst! Er erwirbt keine Rechte. Auch nicht, wenn er z. B. das neue Gartenhaus allein bezahlt oder einen Baum pflanzt usw. Wer Eigentümer eines Grundstücks bzw. eines Hauses ist, bestimmt allein das Grundbuch. Wer da nicht drin steht, hat auch keinerlei Ansprüche an die Immobilie. Alles, was Dein Partner ins Haus investiert und Dir bleibt, wenn er auszieht, sollte geregelt werden. Also Regelung darüber, wieviel Ersatz er bekommt, wenn er irgendwann ausziehen würde.

Beispiel Gartenhaus: 5000 € investiert durch Partner. Wenn er nach 5 Jahren auszieht, bekommt er nur noch die zwei Drittel oder die Hälfte. Regelungen eben, die auch die (Mit-)Nutzung durch ihn bzw. die Abnutzung berücksichtigen. Das gilt aber nur für große Investitionen. Kauft er eine Harke für den Garten, soll er sie eben bei seinem Auszug wieder mitnehmen.

Kommentar von bwhoch2 ,

Danke für die Auszeichnung.

Antwort
von anitari, 44

Wohnst Du selbst zur Miete mußt zunächst deinen Vermieter um Zustimmung zum Zuzug bitten. Außer es ist dein Ehepartner, dann mußt Du den Vermieter nur informieren.

Ob Du mit deinem Partner einen Mietvertrag abschließt oder lediglich vereinbarst das er sich an den NK beteiligen soll bleibt dir bzw. Euch überlassen.

Für die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt  mußt Du ihm aber die Wohnungsgeberbestätigung ausstellen, denn Du bist der Wohnungsgeber.

Ich entnehme in deiner anderen Frage das Du nicht zur Miete wohnst sondern im Wohneigentum. Dann vergiß den ersten Teil meiner Antwort.

Kommentar von Carina81 ,

Ich lebe im eigenen Haus, zahle den Kreditvertrag selbst und würde meinen Partner gerne bei mir einziehen lassen. Ich wollte nur wissen, ob es üblich ist da einen Mietvertrag aufzusetzen oder soll mein Partner einfach die NK übernehmen?

Auch die Frage, wie es steuerlich besser ist, wäre sehr interessant zu wissen.

Kommentar von anitari ,

Zum steuerliche Teil kann ich nichts sagen.

Ob Du mit ihm einen Mietvertrag abschließt oder einfach nur eine Vereinbarung das er sich an den laufenden Kosten beteiligt bleibt, wie schon geschrieben, dir bzw. Euch überlassen.

Nur so am Rande, bei einem Mietvertrag wäre es, im Falle das die Beziehung scheitert, schwer ihn wieder "aus dem Haus zu bekommen" bzw. ginge das nicht von jetzt auf gleich.

Antwort
von DarthMario72, 28

Ich lebe im eigenen Haus,

Das wäre als Info in der Fragestellung noch wichtig gewesen.

Du kannst ihn natürlich als Mieter bei dir aufnehmen, aber sollte die Beziehung irgendwann mal scheitern, ist es sehr schwer, ihn wieder raus zu bekommen. Denn dann kannst du nur unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist kündigen, und auch nur mit einem der sehr wenigen gesetzlich zugelassenen Gründe.

Sinnvoller ist es, ihn "einfach so" bei dir aufzunehmen und eine Vereinbarung (am besten natürlich schriftlich) über die Nebenkosten zu schließen.

Antwort
von schelm1, 13

Da es Ihr Eigentum ist, nehmen Sie ihn wohlgefällig in Ihr Reich, gegen eine angemessene Beteiligung für die Gunst, z.B. € 600 oder auch gerne mehr, auf.

Zahlt er mal nicht prompt oder zickt sonstwie rum, können Sie ihn ohne Weiteres auf die Staße setzen, um sich anch einen neuen, geeignet erscheinenden Partner, zu zu legen.

Schließen Sie mit ihm einen Mietvertag, schützen ihn die Mietgesetzte und ein Rauswurf könnte sich verzögern.

Kommentar von Carina81 ,

Wie könnte ich das schriftlich Gestalten? Es ist vielleicht unromantisch, aber im Falle einer Trennung (an die ich im Moment natürlich nicht denken will, ich aber in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen machen musste) möchte ich, dass der Partner schnellstmöglich auszieht aber keine Miteigentumsrechte an der Immobilie hat. Und wenn ich gleich bei Einzug alles regle, hab ich im Falle eines Falles schon alles geklärt und es kommen hoffentlich keine bösen Überraschungen...

Kommentar von schelm1 ,

Schaffen Sie durch eine mündliche Vereinbarung, jederzeit bei "Nichtgefallen" widerruflich, klare Verhältnisse, indem Sie dem Partner Ihre Vorstellungen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens erläuterm.

Er kann dann eine Dauerauftrag zu gunsten Ihres Kontos einrichten, mit dem dann seine mtl. Nutzunießung an Ihrem Eigentum und die Nutzung Ihre persönlichen Zuwendung, soweit eingeschlossen,  abgegolten ist.

Funktioniert das nicht mehr, dann tauschen Sie den Schließzylinder zu Ihrer Haustür und der Partner mutiert zum EX-Partner, ohne jeglichen Anspruch auf Ihr Eigentum oder der Nutzung  am Haus; den Dauerauftrag kann er ja dann stoppen.

Kommentar von Carina81 ,

Vielen Dank für die Hilfe!

Antwort
von schelm1, 15

Klären Sie das vorsorglich mit Ihrem Vermieter! Eine Untermietung bedarf in der Regel der Zustimmung des Vermieters, der in solchem Falle einen Untervermietungszuschlag verlangen könnte.

Kommentar von anitari ,

Fragestellerin ist nicht Mieter.

Kommentar von schelm1 ,



Kommentar von
Carina81
vor 1 Std



Ich lebe im eigenen Haus, 





Danke! Kommentar jetzt gesehen!

Antwort
von klugshicer, 46

Ich würde keinen Vertrag aufsetzen und ihn auch nicht mit in den bestehenden Mietvertrag einbeziehen. Es reicht, wenn er sich angemessen an den Kosten beteiligt.

Antwort
von Barolo88, 48

wohnst du selber zur Miete?  dann musst du das dem Vermieter melden und die Nebenkosten anpassen lassen

Kommentar von Carina81 ,

Nein, ich lebe im eignenen Haus, zahle den Kredit noch ab und würde gerne meinen Partner bei mir einziehen lassen.

Antwort
von Charlybrown2802, 23

du musst den vermieter fragen

Antwort
von Biberchen, 33

du brauchst die Zustimmung des Vermieters zu Zuzug und er sollte mit im Mietvertrag stehen. Bei den Nebenkosten mußt du nichts machen, du zahlst eben bei der nächsten Abrechnung mehr.

Kommentar von anitari ,

und er sollte mit im Mietvertrag stehen.

Fragesteller ist nicht Mieter.

Kommentar von Biberchen ,

wenn der Partner zu ihr zieht dann muß der Vermieter seine Zustimmung geben und der Partner muß mit in den Mietvertrag mit den Vermieter.

Kommentar von anitari ,

Sie ist aber nicht Mieter, sondern wohnt in eigenen Haus.

Mal davon abgesehen ist das

und der Partner muß mit in den Mietvertrag mit den Vermieter

Quatsch.

Kommentar von DarthMario72 ,

du brauchst die Zustimmung des Vermieters zu Zuzug

Die Fragestellerin ist nicht Mieterin, sondern Eigentümerin. Die Info fehlt leider in der Fragestellung.

und der Partner muß mit in den Mietvertrag mit den Vermieter.

Selbst wenn sie Mieterin wäre, ist diese Aussage Unsinn. Wie kommst du darauf?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten