Frage von horsecatsweety, 101

Wenn mein Manuskript von einem Verlag angenommen wurde, wie läuft dann die Zusammenarbeit mit dem Verlag ab?

Hallo. Ich komme auf diese Frage, da ich jetzt kurz davor bin, mein Manuskript an einige Verlage zu senden. Meine Frage ist jetzt: Wie läuft dann die Zusammenarbeit mit den Verlagen ab, wenn das Manuskript tatsächlich von einem Verlag angenommen wurde (und ich möchte jetzt bitte nicht hören, dass es unwahrscheinlich ist und ich mit vielen Ablehnungen rechnen muss, da ich mich schon über das ungefähre informiert habe). Ich weiß, dass der Verlag dann das gesamte Werk verlangt und dann ein Lektor das ganze liest, alles noch einmal auf Handlung und Logik und so weiter überprüft wird. Ein Cover wird natürlich erstellt und ein Klappentext und alles wird gedruckt. So weit, so gut, so viel weiß ich. Aber meine Frage ist nun: Welche Rolle spiele ich als Autor dabei? Ich meine damit nicht: "Naja, du hast ja das Buch geschrieben", falls ihr versteht, was ich meine. Sondern eher, in wiefern ich Mitspracherecht habe (das wird doch im Vertrag ausgehandelt, oder?) und in wie fern meine Anwesenheit gefordert ist, da ich selbst noch Schulpflichtig bin (und ich gehe nicht davon aus, dass ich zu meinem Schulleiter marschieren kann und sagen kann: "Ja hallo, ich bin dann mal die nächsten zwei Wochen nicht da, da bin ich bei einem Verlag, um ein Buch zu veröffentlichen." (ja, ich weiß, es wird wahrscheinlich länger als 2 Wochen dauern.) )

Antwort
von heide2012, 73

Der Umgang mit Manuskripten wird von Verlag zu Verlag anders "gehandhabt" und ist bei guten Verlagen auf deren Homepage nachzulesen. So schreibt beispielsweise dtv dazu:

"Senden Sie uns Ihren Vorschlag per E-Mail. Texte auf CDs oder

anderen Datenträgern können wir aus Gründen der Datensicherheit leider

nicht bearbeiten.

Schicken Sie nicht das komplette Manuskript, sondern ein Exposé, in

dem Sie Ihr Projekt skizzieren (bei Sachbüchern mit einer Gliederung)

und eine Leseprobe (max. 30 Seiten).

Wenn uns das Projekt für unser Programm geeignet erscheint, bitten wir Sie um weiteres Textmaterial.

Ihr Projektvorschlag wird von uns innerhalb von maximal drei Monaten

geprüft. Telefonische Nachfragen beschleunigen diesen Prozess nicht.

Wenn Sie nach drei Monaten nichts von uns gehört haben, betrachten Sie das bitte als Absage.

Aufgrund der großen Anzahl der Manuskripte ist es uns im Allgemeinen

leider nicht möglich, individuelle Absagen zu versenden, auch wenn das

für Sie vielleicht nützlich wäre. Dafür können wir nur um Verständnis

bitten."

Quelle:

http://www.dtv.de/wichtige_hinweise_fuer_das_einsenden_von_manuskripten_1673.htm...

Sollte sich ein Verlag für dein Manuskript entscheiden, wird ein Vertrag ausgehandelt, in dem alles, aber auch alles schriftlich geregelt ist. Da du noch minderjährig bist, wird der Verlag wohl eher mit deinen Erziehungsberechtigten verhandeln. Oft ist auch das Vorschalten eines guten Literaturagenten sinnvoll, statt sich gleich an einen Verlag zu wenden.

Auf jden Fall wirst du niemals zwei Wochen wegen so etwas von zu Hause abwesend sein. Und sollte dein Werk angenommen, publiziert und so erfolgreich werden, dass du auf Lesereise gehst und Signierstunden gibst, dann wirst du das wohl in den Ferien machen müssen.

Schau erstmal, ob dein Manuskript überhaupt Beachtung findet, alles andere wird sich dann finden.

 

Antwort
von AnnJabusch, 54

Das kommt auf den Verlag an. Warum fragst du nicht dort?

Offensichtlich hast du keinerlei Kontakt anderen Autoren geschweige denn Verlagen, denn sonst wüsstest du, dass man keine Manuskripte einschickt. Die landen mit ziemlicher Sicherheit im Altpapier (oder im Spam-Ordner, falls du es per Mail verschickst). Und selbst wenn du ein vorschriftsmäßiges Exposé versendest, kannst du oft monatelang auf die Antwort warten - wenn überhaupt eine kommt.

Also mache dich bitte mit den Gepflogenheiten der Branche im Allgemeinen und den Anforderungen jedes einzelnen Verlages vertraut. Alles andere hilft dir nicht weiter.

Viel Erfolg!

Kommentar von horsecatsweety ,

Genau auf eine solche Antwort hätte ich gerne verzichtet. Ich bin mit dem groben vertraut und es ist mir klar, wie lange ich auf eine Antwort der Verlage warten muss und dass ich keine kompletten Manuskripte einschicken muss und ich meine, man kann das aus meiner Frage auch herauslesen! Ich will jetzt nicht undankbar für deine Antwort sein und will auch nicht patzig klingen. Aber es wäre nett gewesen, hättest du dir die Frage vielleicht noch ein zweites Mal durchgelesen. Denn das, was du geantwortet hast, wollte ich gar nicht wissen. Ich habe schon sämtliche Verlagsseiten durchgelesen und bin daher nicht komplett blöd. Auch habe ich schon auf vielen Foren gelesen und gezielt auf Google nach meiner Frage gesucht, habe aber keine Antwort gefunden und habe daher hier nachgefragt. 

Tut mir leid, wenn das jetzt extrem unhöflich klingt und ich möchte dich damit keineswegs beleidigen, falls das so rüberkommt. Aber ich will einfach klarstellen, dass die Zeile 

Ich weiß, dass der Verlag dann das gesamte Werk verlangt und dann ein Lektor das ganze liest

wohl klarmachen sollte, dass ich kein gesamtes Werk von anfang an einsenden will und dass ich eben schon sämtliche Verlagsseiten nach meiner Frage durchforstet habe. 

Danke trotzdem, ich hoffe, dass ich dich mit diesem Kommentar nicht verärgert habe und hoffe auf Verständnis gegenüber meiner Reaktion.

LG sweety

Kommentar von AnnJabusch ,

Aber meine Frage ist nun: Welche Rolle spiele ich als Autor dabei?

Aber genau das ist doch von Verlag zu Verlag verschieden! Die Grundlagen sind im Normvertrag geregelt.

https://vs.verdi.de/++file++519f379f6f68445ec0000442/download/must_Verlagsvertra...

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