Frage von Ichhab22Fragen, 89

Wenn mann einen Stab von der Erde bis ins Weltall aufstellen würde, wie viel wiegt er, wenn überhaupt?

Wenn mann einen auf der Erde sagen wir mal 100t schweren Stab irgendwie aufstellen könnte/würde sodass die "Hälfte" im Weltall ist. Wie viel würde der Stab dann wiegen oder schwebt er, wenn mann ihn anhebt. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Ich meine der Stab wiegt insgesamt 100t auf der Erde, aber er ist ja mit der Hälfte im Weltall und da ist alles schwerelos.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von weckmannu, 21

'Das Weltall' ist nicht schwerelos. Schwerelosigkeit gibt es in oder bei Satelliten oder ISS-Stationen in einer Umlaufbahn um die Erde. Wenn der Stab still steht, nimmt das Gewicht der einzelnen Abschnitte nach dem Gravitationsgesetz allmählich ab. Es gibt also keine 'Hälfte', die im Weltall steht, weil auch das Weltall nicht plötzlich irgendwo anfängt. Die Atmosphäre wird mit der Höhe allmählich immer dünner bis fast zu 0 bar.

Wegen der Rotation der Erde überlagert sich der allmählich abnehmenden Gewichtskraft die Fliehkraft. Wenn man die Länge des Stabes genügend groß macht, und dementsprechend den Durchmesser immer dünner - er soll ja immer 100.000 kg Masse behalten? - dann gibt es eine Länge, bei der er schweben würde. Und noch länger würde er abheben. Die Rechnung dazu wird kompliziert und enthält Integrale, wenn du weißt was das ist.

Kommentar von Ichhab22Fragen ,

Sagen wir mal es wäre einfach ein Stab der ins Weltall reicht. Und xd .. jemand im Weltall den Stab zu sich bewegen würde bzw. bewegen würde ... Würde der Stab abdriften ?

Kommentar von weckmannu ,

Dir ist wohl nicht klar, wie irreal deine Szene ist. Wie ich oben beschrieben habe, wiegt er solange etwas, wie er nicht zu lang ist. Wenn er etwas wiegt, driftet er nicht ab - das ist die Konsequenz eines Gewichts. Wenn er schwebt oder zu lang ist, driftet er ab, auch wenn er nicht zusätzlich bewegt wird.

Allgemein gilt für sämtliche Gegenstände, wenn sie die Fluchtgeschwindigkeit erreichen, z.B. durch einen Wurf, dann fliegen sie ins All, werden dann aber von der Sonne eingefangen.

Antwort
von saharadachs, 45

der Stab wird extrem unstabil wegen der enormen läge. damit er mit 5 km länge nicht schon umkippt, brauchst du ne ziemlich heftige Verankerung, allein schon wegen dem großen Eigengewicht. und wenn der so verankert ist, fliegt der auch nicht einfach davon, wenn er ins Weltall hinausragt 

Kommentar von martinzuhause ,

ja länger er in den orbit ragt desto grösser wird die fliehkraft.

bei 15.000km und einem gewicht von 20kg am oberen ende ist selbst ein drahtsein so stabil wie ein stab. also wird die verankerung nur im untergrund benötigt.

Kommentar von saharadachs ,

mag sein, wenn du jedoch in 10 km höhe nen kleinen Windstoß hast, dann wirkt eine enorme kraft aufs Fundament (hebelwirkung). auf der anderen Seite ist da noch das enorme eigengewicht. der Stab muss massiv genug sein, um nicht zu knicken. das fundament müsste so riesig und massiv sein. ich bezweifle, das dies überhaupt möglich wäre es so zu bauen 

Kommentar von martinzuhause ,

der stab muss nicht stabil sein, er darf nur nicht reissen. bei 100t und der länge dürfte er dünner wie ein haar sein und setzt dem wind da kaum wiederstand entgegen.

die fliehkraft spannt selbst ein seil bei der länge so stark das es vollkommen stabil bleibt

es wurde schon berechnet das es möglich ist. dabei wurde davon ausgegangen das dieses seil sich am äquator befindet und das gegengewicht in 36.000km höhe. damit können mit sehr wenig energie grosse lasten ins all befördert werden.

wenn man denn ein material findet für das seil

Kommentar von weckmannu ,

"kaum Wiederstand" --- 1mm mal 100km gibt eine ordentliche Fläche für den WIDERSTAND des Windes.

Antwort
von RuffyGearSecond, 29

Er meint ob der stab ins weltallabdriftet wen er zur hälfte der länge im weltall stecken würde.

Hier geht es nicht um das gewicht oder ob es ginge so einen stab aufzustellen.
Es ist ja rein theoretisch

Kommentar von weckmannu ,

Es hängt theoretisch und praktisch davon ab, wie lang der Stab ist. Es reicht nicht zu sagen "die Hälfte", weil das Weltall nicht in einer bestimmten Höhe 'anfängt' - die Atmosphäre hört nicht plötzlich auf, sondern wird ganz allmählich immer dünner.

Kommentar von RuffyGearSecond ,

sagen wir es so die hälfte beginnt da, wo die schwerelosigkeit zu 100% vorhanden ist. dan dürfte es stimmen

Antwort
von ElonMusk, 7

https://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumlift

Hier wird das mit der Fliehkraft und Gewichtskraft noch mal ganz gut erklärt ;)

Antwort
von martinzuhause, 48

kommt auf die länge und dann die fliehkraft an.

und hängt natürlich davon ab wo der stab aufgestellt wird.

Antwort
von MonkeyKing, 12

Du musst das Gewicht des Stabes scheibchenweise bis ins Weltall integrieren, um die Lösung zu bekommen.

Antwort
von fluffypuffy2606, 53

Hast du doch schon gesagt... wenn man einen 100t schweren stab aufstellt... dann wiegt der wohl auch 100t ;)

Kommentar von Hqdes ,

So einfach ist Gravitation leider nicht ;) 

Kommentar von fluffypuffy2606 ,

schade :'D

Antwort
von FelixFoxx, 45

Ein 100t schwerer Stab wiegt 100t...

Kommentar von martinzuhause ,

kann man so nicht sagen. das hängt von vielen faktoren ab

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