Frage von leonalexi, 254

Wenn man sich einmal mit der NPD eingelassen hat, lassen sie einen in Ruhe, wenn man nicht mehr möchte?

Wenn man bei den JN(NPD-Jugend) ist und mehrere Veranstaltungen besucht etc, ist es dann schwer sich wieder zu lösen? Kann sie ja schlecht fragen und würde gerne zur AfD zurück wechseln, aber denke nicht, dass denen das gefallen wird und habe Angst, dass ich mir dann Feinde mache oder sie mich daran hindern wollen. Hat jemand evtl Erfahrungen mit einem Ausstieg oder Tipps? Die JN sind mir zu radikal geworden und bereue den Wechsel, weiß aber nicht, was ich tun soll. Beleidigende Beiträge bitte sparen, da es mir nicht weiter hilft. (Bin 17 btw)

Antwort
von MrHilfestellung, 135

Es gibt mehrere Berichte von Menschen, die nach ihrem Ausstieg aus der rechtsextremen Szene von ihren ehemaligen Kameraden bedrängt und bedroht wurden.

Da du aber von rechtsextrem zu ein bisschen weniger rechts wechseln willst, wirst du wahrscheinlich eher weniger Probleme haben.

Antwort
von Bitterkraut, 110

Würdest du aus Angst, dir Feinde zu machen, bei dem Verein bleiben? Denkst du, mit so ner Strategie kommt man zurecht im Leben?

Ich schätze, das Risiko, dir Feinde zu machen, mußt du wohl eingehen... hast du ja auch getan, als du zur NDP gegangen bist...

Antwort
von eleteroj, 32

kleinere Orgs, politische wie religiöse, versuchen natürlich, ihre Mitglieder bei der Stange zu halten. Also dass sie dich aber jetzt unter Druck setzen oder bedrohnen würden, ist bei den JN ziemlich ausgeschlossen; das passiert nur bei Orgs die hauptsächlich konspirativ arbeiten. Sag ihnen einfach, du hast privaten Stress oder beruflich/schulisch, du kannst dich nicht politisch engagieren.

Die AfD hat ziemlich strenge Ausschlusskriterien, unter anderem werden (ehemalige) NPD-Miglieder nur in Ausnahmefällen aufgenommen. Die AfD Jugend sieht das ein bisschen lockerer.

Kommentar von Germandefence ,

Die afd Jugend sieht das lockerer ja ? was bist du nur für ein Lügner

Kommentar von eleteroj ,

"was bist du nur für ein Lügner" 1. das Ausschlusskriterium gilt nur für die Parteimitgliedschaft. Nicht für die AfD Jugend. Ich könnte also dein Kompliment zurückformulieren: "was bist du nur für ein uninformierter schwatzschwefliger AfD Wadenbeisser"

Antwort
von Daria700,

Nun das könnte Probleme bringen!Bin mir da nicht so sicher!

Antwort
von 1988Ritter, 72

Na das ist ja mal ganz grosses Kino.

Ich dachte immer die von der NPD seien besonders patriotisch. Wenn man ein Patriot sein will, dann steht man auch zu seinen Entscheidungen und Handlungen. Auf keinen Fall ist ein Patriot ein angstvoller Mitläufer.

Hier wird Dir vielleicht geholfen:

http://www.exit-deutschland.de/

Das ist ein Aussteigerprogramm für NPD-Anhänger.

Hinsichtlich der AfD würde ich mich aber erstmal erkundigen. Soweit ich es erfahren habe, will man sich den Laden von ehemaligen Rechtsextremisten freihalten.

Kommentar von DreiGegengifts ,

Auf keinen Fall ist ein Patriot ein angstvoller Mitläufer.

Eigentlich immer. Es sind grad die Schisshasen, die ganze Nationen als ihre Gruppenzugehörigkeit  brauchen, um sich stark zu fühlen :-)

Kommentar von leonalexi ,

Habe meine politischen Aktivitäten bei der AfD begonnen und bin dann zur NPD gewechselt, kenne also bei der AfD Leute und denke mal, dass sie es einsehen werden. Habe aber Angst vor der Reaktion von Seiten der NPD.

Kommentar von ollesgemuese ,

Das ist leider das Risiko bei "extremen" Gruppierungen. Wenn du ernsthaft annehmen kannst, dass dir Gefahr droht, hilft dir vlt. die angegebene Seite tatsächlich weiter (bzw. die Leute dahinter).

Ansonsten kannst du ja versuchen, ihnen zu erklären, dass ihre Methoden dich nicht überzeugen. Ich halte übrigens von der AFD auch nix, aber das ist ja ein anderes Thema und erstmal alles Gute beim Rausgehen aus der JN. Und angesichts deiner Berufwahl eine sinnvolle Entscheidung ;)

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 59

... würde gerne zur AfD zurück wechseln ...

Falls das NPD-Verbot wirklich kommen sollte, wirst du schon bald viele alte Kameraden in der AfD wiedertreffen.

Abgesehen davon gibt es auch Aufrufe der NPD-Führung, sich "in anderen Parteien breitzumachen". Insofern befolgst du nur, was die NPD-Führung bereits von ihren Mitgliedern und Mitläufern erwartet.

... habe Angst, dass ich mir dann Feinde mache oder sie mich daran hindern wollen ...

Solche Leute findest du überall. Denke nur an Lafontaine, der von der SPD zur LINKEN wechselte und dafür bis heute angegriffen und beleidigt wird. Oder schau dir die "Religiösen" an, die oft genug "Abtrünnige" bis in den Tod hinein verfolgen und demütigen.

Insofern gibt dir natürlich niemand eine Garantie. Aber die AfD ist (neben dem "Dritten Weg") vorläufig die einzige Alternative, wenn das NPD-Verbot wirklich kommen sollte. 

Und da die NPD sich seit geraumer Zeit nicht mehr ganz so rechtsradikal aufstellen und "bürger-näher" sein will, ist die AfD dem Dritten Weg auch aus Sicht eines NPD-Mitglieds vorzuziehen.

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Kommen wir zum "beleidigenden" Teil: Warum eigentlich NPD? Warum AfD?

(Du musst die folgenden Fragen NUR FÜR DICH SELBST beantworten. Rechenschaft darüber bist du in einer meinungsfreien Demokratie niemand anderem als dir selbst. Insofern erwarte ich auch keine Antwort oder Rechenschaft oder sonstwas.)

Glaubst du wirklich, dass man mit "Nein!, aber eine bessere Lösung haben wir auch nicht." irgendwelche Probleme lösen kann? Wäre es nicht sinnvoller, sich mit Parteien und Interessengruppen auseinanderzusetzen, die, sagen wir, "mehr Lösung und weniger Hetze" im Programm haben, auch, wenn diese "Lösung" keineswegs vollständig ist und stattdessen viel Streit-Potenzial bergen kann?

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Im Übrigen solltest du dir das Programm der AfD in Ruhe antun, bevor du dich für eine Mitgliedschaft in dieser Partei (nicht verwechseln mit: "Die wähle ich ein, zwei Mal!") entscheidest. 

Um nur ein Beispiel zu nennen: Diese Partei will Geringverdiener und Arbeitslose zugunsten der Reichen stärker belasten. Das ist nicht nur das Gegenteil dessen, was die NPD will; es ist auch das Gegenteil dessen, was runde 50 Prozent der Arbeitnehmer, ganz zu schweigen von den Arbeitslosen und Rentnern, in Deutschland brauchen.

Stelle dir diese eine, dafür aber wirklich zentrale Frage: Ist dir dein (vermutlicher) "Fremdenhass" wirklich so viel wert, dass es dir egal ist, warum du am Ende weniger Geld in der Tasche hast? 

Denn wenn du NPD wählst, wirst du an der "Integrationspolitik" der Konservativen und Spezialdemokraten nichts ändern. Die NPD wird es auch in den nächsten 20, 30 Jahren nicht an die Regierung oder in eine Regierungsbeteiligung schaffen. 

Wenn du aber AfD wählst, und diese Partei schafft es in die Regierung oder an eine Regierungsbeteiligung, dann wird es vielleicht "weniger Ausländer in Deutschland" geben; aber dank der "sozialen Sparmaßnahmen", die die AfD plant, wirst du am Ende trotzdem weniger Geld und einen unsichereren Job als jetzt haben...

Kommentar von leonalexi ,

Ich bin Schüler(Abijahrgang) und werde danach sofort ein Studium beginnen. Und ich kenne das Parteiprogramm beider Parteien und war auch Mitglied in der JA, also AfD- Jugend, bevor ich zur NPD gewechselt bin. Ich würde gerne die Ansichten der NPD weiter vertreten, habe mich aber dagegen entschieden, da die Mitglieder teilweise eine Spur zu radikal und "brutal" darin sind, ihre Meinung auszuleben. Und dann ist die AfD die einzige Alternative, die sich mir bietet, wie schon gesagt.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Was möchtest du denn studieren?

Kommentar von leonalexi ,

Jura :)

Kommentar von Unsinkable2 ,

Clever. :) ... Allerdings wirst du mit dem Partei-Hintergrund keine Chance auf "Karriere" haben. Planst du also Strafverteidigung?

Kommentar von leonalexi ,

Jep, genau. Und doch, ich denke schon, dass ich Chance auf Karriere haben werde.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Naja, mit diesem Hintergrund wird es zumindest verständlicher. Immerhin bist du als Anwalt vom Sozialsystem fast gänzlich entkoppelt und musst darauf keinen Wert legen. Und die (zunehmend) verzweifelten Prekariatswähler der NPD/AfD gewähren dir einen ununterbrochenen Strom an Strafverteidigungen.

Das mit der "Karriere" wird allerdings wirklich nix. Sämtliche "öffentlichen Dienste" (Staatsanwalt, Richter, etc.) werden dir verschlossen bleiben, sobald deine Mitgliedschaft in den Jugendorganisationen der NPD/AfD publik wird. Und das werden sie, denn vor deiner Berufung steht eine "Staatstreue"-Kontrolle.

Kommentar von leonalexi ,

Wie gesagt, ich werde kein Richter oder Staatsanwalt, sondern Strafverteidiger. :) und meine politischen Ansichten werde ich nicht so darstellen, dass sie mir Probleme machen könnten.

Kommentar von randomhuman ,

Hoffentlich werden Sie vorher gründlich überprüft. Es kann nicht sein, dass die Rechten das Rechtssystem dieser Demokratie untergraben. 

Wie sind Sie eigentlich zur NPD gekommen. Durch Eltern oder "Freunde"?

Kommentar von quarklabor ,

Wenn du dich auf deinen Werdegang genauso umfangreich vorbereitest, wie auf den Wechsel zur JN/NPD, dann bin ich beruhigt.. 

Informier dich doch einfach mal bevor du in irgendwelche nationalistischen Organisationen einsteigst... Nicht umsonst haben sie einen schlechten Ruf...

Aus demokratischen Gründen wünsche ich dir nicht allzu viel Dresche.

Antwort
von eccojohn, 79

Na PRIMA, das war dann wohl eine Lektion, die das Leben einem manchmal so für gefährliche gedankliche Ausrutscher erteilt. 

Ich denke mal, das Du mit der selben standfesten Überzeugung die Dich da hingebracht hat, auch wieder zurück rudern mußt. Ob das neue Ziel jedoch gut genug ist, solltest Du vorher abchecken.

Eine politische Überzeugung, die sich schneller dreht wie der Wetterhahn auf dem Kirchdach ist gefährlich. Befasse Dich mit den wirklichen Inhalten und Zielen der Partei bis ins letzte Detasil. Wähle die, die DEINE Interessen am besten vertritt, und wenn Du dann zu einer ECHTEN Überzeugung gelangt bist, dich dann ggf. sogar berufen fühlst und mitreden kannst statt scheinbar nur mit zu gröhlen, DANN BIST DU politisch ANGEKOMMEN.

Also mit Mut und Überzeugung an´s Werk ! Fehler reißt man mit der Wurzel aus, und rechnet daher auch Konsequenzen VORHER mit ein.

Antwort
von illerchillerYT, 93

Du kannst wechseln wie du lustig bist.
Das haben andere zu respektieren.

Kommentar von MrHilfestellung ,

Nazis sind aber nicht unbedingt für ihre Toleranz bekannt.

Kommentar von illerchillerYT ,

Wenn sie zu weit gehen, zeig sie an. btw. es sind nicht Nazis, die Definition ist eine andere. aber vom Sinn her schon.

Kommentar von illerchillerYT ,

danke für den Dislike ^^

Kommentar von ilikemustangs ,

Like!

Antwort
von peace1287, 75

Hi.. Find ich gut! Ich sehe AFD zwar auch kritisch. Aber bei weitem besser als die NPD.  

Steig einfach aus. Und falls sie dich nicht in Ruhe lassen, gehe zur Polizei. 

Niemand kann dir vorschreiben was du tust oder welchen Gruppen etc du angehörst. 

Vielleicht gibts in deiner Stadt auch Hilfe für Aussteiger aus der Rechten Szene. Oder du suchst im Netz nach gleichgesinnten, die Ausgestiegen sind.. 

Alles gute.. Vllt erkennst du auch irgendwann mal das die AFD auch nicht das Wahre ist. Aber ich finde das ist wirklich ein guter Anfang.. ;-)

PEACE 

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