Frage von Zarate70, 61

Wenn man morgens einen Kaufvertrag für ein Auto unterschreibt, 3000 € anzahlt und abends sich doch dagegen entscheiden möchte, geht das rechtlich?

Wenn man morgens einen Kaufvertrag für ein Auto unterschreibt, 3000 € anzahlt und abends sich doch dagegen entscheiden möchte, geht das rechtlich? Wenn ja, wie bekomme ich meine Geld zurück? Kann der Vekäufer etwas einbehalten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von jetztgehtslos, 61

Ein Vertrag ist ein Vertrag an den sich beide Seiten halten müssen. So einfach ist das rechtlich. Allerdings sollte man NIE ein Anzahlung leisten. Zahlung NUR bei Übergabe des Fahrzeuges und der Papiere.

Kommentar von Zarate70 ,

Die Anzahlung musste ich leisten, damit man mir die Papiere schickt, mit denen ich das Fahrzeug anmelden kann. Im Nachhinein fand ich es störend, dass man auf den Kaufpreis, wie er im Angebot stand, noch eine "Übergabeinspektionspauschale" i.H.V. 300 € verlangt, von der ich nichts wusste. Darin sind u.a. auch Verbandskasten, Warnweste usw. enthalten, von denen ich dachte, die sind eh in jeden Auto. Außerdem eine ID-Inspektion, da es ein EU-Auto ist und ohne die man es nicht zulassen kann. Auch stutzig wurde ich, dass der Händler bei der Restzahlung auch lieber Bargeld will, anstatt Überweisung. Es handelt sich um eine offizielle KfZ-Werkstatt mit Autoverkauf!!!

Kommentar von jetztgehtslos ,

ok, so sieht das natürlich schon wieder etwas anders aus. Allerdings verlangen viele EU-Händler dennoch keine Anzahlung. Die Übergabeinspektion kann nur berechnet werden, wenn sie im Vertrag auch aufgeführt ist. Die von dir aufgeführten Extras sind in keinem Neuwagen enthalten. Was ist denn eine ID-Inspektion ? Jedes EU-Auto kann in Deutschland problemlos zugelassen werden.

Kommentar von Zarate70 ,

Davon bin ich auch ausgegangen. dass man jedes Auto zulassen kann. Von dieser "Inspektion" habe ich erst beim Ausfüllen des Vertrages erfahren. Habe natürlich nachgehakt. Aber da der Preis trotzdem noch sehr günstig war dann doch unterschrieben. Jetzt habe ich meine Zweifel und fand das alles sehr suspekt und habe auch mobile.de informiert. Sobald ich das Auto habe, wird es komplett überprüft und dann evtl. reagiert...

Kommentar von jetztgehtslos ,

Wenn diese Kosten im Vertrag stehen wirst du sie auch bezahlen müssen. Mobile interessiert das sicher nicht wirklich den sie bietet nur die Plattform für den Verkauf. Viel Interessanter wäre es vielleicht für viele auch hier um welche Firma es sich handelt. Dieses verhalten ist für viele EU-Händler nicht ein normales Verhalten.

Antwort
von Kirschkerze, 58

Kommt drauf an was im Vertrag steht. Grundsätzlich besteht da kein Recht auf Rücktritt, es sei denn es ist vertraglich etwas anderes eingeräumt worden

Kommentar von Zarate70 ,

Im Nachhinein fand ich es störend, dass man auf den Kaufpreis, wie er im Angebot stand, noch eine "Übergabeinspektionspauschale" i.H.V. 300 € verlangt, von der ich nichts wusste. Darin sind u.a. auch Verbandskasten, Warnweste usw. enthalten, von denen ich dachte, die sind eh in jeden Auto. Außerdem eine ID-Inspektion, da es ein EU-Auto ist und ohne die man es nicht zulassen kann.

Antwort
von Ronox, 57

Nein, natürlich nicht. Du hast dich vertraglich gebunden. Du könntest höchstens ein vertragliches Rücktrittsrecht (davor) vereinbaren.

Antwort
von WosIsLos, 56

Dann bist du 3000€ ärmer, falls der Käufer auf Erfüllung des KV besteht.

Antwort
von Martinmv, 47

Der Kaufvertrag ist abgeschlossen aber noch nicht erfüllt.

Den Vertrag kennen wir ja nicht. Wenn da eine Rücktrittsklausel drin ist, kannst du Glück haben, aber ansonsten hast du Pech. Erfüllt ist der Vertrag erst, wenn du den Schlüssel,Papiere und das Auto hast.
Solange kannst du noch auf Kulanz vom Händler hoffen.

Die Frage ist ja auch, warum zählt du soviel Geld an und willst es denn doch nicht mehr?!

LG

Antwort
von bronkhorst, 45

Wenn das einfach so ginge, wozu gäbe es dann überhaupt Verträge?

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