Frage von Levitur, 37

Wenn man Mathematik und Schulpsychologie auf Lehramt (Gym.) studiert, wie wichtig ist dann die Durchschnittsnote über die Module?

Ich studiere Mathematik und Schulpsychologie auf Lehramt (Gym) und frage mich, wie wichtig die Durchschnittsnote über die Module bezüglich der späteren Berufslaufbahn als Lehrer ist und ob man auch beispielsweise mit einer Durchschnittsnote von 4,0 nach akzeptabler Zeit (nach etwa einem Jahr) einen Platz als Refrendar bekommt?

Sollte man bei dieser Fächerkombination auf eine gute Durchschnittsnote besonderen Wert legen, oder mehr nur darauf, zu bestehen?

Die Fächerkombination Mathematik und Schulpsychologie ist aufgrund von Mathematik sehr gefragt. Studiere in Bayern und würde mich auch bevorzugt in Bayern als Refrendar später betätigen.

Bitte nur jemand antworten, der Ahnung hat und selbst Lehrer bezüglich dieser Fächerkombination oder einer ähnlichen ist oder im Begriff ist zu sein.

Vielen Dank für jede Antwort!

Antwort
von henzy71, 29

Weder die Fächerkombination noch die Noten der Module unterscheiden einen guten von einem schlechten Lehrer. Im Studium machst du bereits ein Praktikum. Sorge dafür, dass du dabei nicht nur hospitierst, sondern auch mal selber unterrichtest und zwar in der Unterrichtsreihe, die du vorher selber geplant hast und in der du zeigst, dass du unterschiedliche Unterrichtsmethoden kennst und anwenden kannst. Wenn du dich da bewährst, wirst du gute Chancen auf einen Referendariatsplatz haben. Im Referendariat kannst du dann in den Lehrproben zeigen was du drauf hast.

Gruß

Henzy

Kommentar von Levitur ,

Ja das habe ich mir schon etwas gedacht, aber danke, dass du mich darin bestätigst! :) Allgemein habe ich festgestellt, dass die Module des Studiums an sich nur sehr wenig mit der wirklichen Tätigkeit später als Lehrer zu tun haben. Unterrichtsstunden hab ich schon mehrere gehalten und das besonders erfolgreich, weswegen mich deine Antwort besonders erleichtert :).

War schon zuvor Jahre lang als Schachlehrer und Nachhilfelehrer in Mathematik tätig. Meine bisherigen Unterrichtsstunden in den Praktika (bei denen ich immer wieder hospitiert habe) liefen bisher richtig gut bis ausgezeichnet. Erklären liegt mir einfach und das mache ich auch sehr gerne. Daher habe ich keine Zweifel daran, später ein guter Lehrer zu sein. Allerdings die spätere Refrendariatsplatzsuche bereitet mir noch ein wenig Kopfschmerzen.

Und da hoffe ich, dass diese Suche nicht durch eine schlechte Durchschnittsnote des Studiums (Module) allzu negativ beeinflusst wird....


Viele Grüße

Levitur

Kommentar von henzy71 ,

Für's Referendariat bewirbst du dich ja direkt bei der Bezirksregierung. Deinem Bewerbungsschreiben fügst du dann am besten "Empfehlungsschreiben" bei, die dann verfasst worden sind von Schulleitern von Schulen wo du, z.B. in Form von Praktika, unterrichtet hast.

Kommentar von henzy71 ,

Und vielleicht lehne ich mich jetzt zu weit aus dem Fenster, aber ich wage mal die These, dass die mit den besten Noten in den Modulen, nachher die schlechtesten Lehrer sind (weil das eine eben was ganz anderes ist als das andere). Und du sagst, du erklärst gut und gerne... das geht ja wohl am besten im Fragen-entwickelnden Frontalunterricht, der heutzutage wohl nicht unbedingt gerne gesehen wird.....

Antwort
von Schachpapa, 20

Da es momentan an Lehrern mangelt (Stichwort: Wir schaffen das) sind die Einstellungschancen gut. Warte nur nicht zu lange mit deinem Abschluss, sonst ist der Boom wieder vorbei.

http://www.br.de/nachrichten/neue-lehrerstellen-kultusministerium-100.html

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