Frage von andreasbdr, 105

Wenn man jemanden mental unterstützt, selbstmord zu begehen (also z. B. mit an den Ort kommt), und die person sich dann umbringt, macht man sich strafbar?

Antwort
von Tyr612, 61

Hm, wie das rechtlich abgedeckt ist, weiß ich leider nicht. Aber mein Gefühl tendiert dazu, dass es strafbar ist (unterlassene Hilfeleistung), ganz zu schweigen von deinem Gewissen.

Antwort
von mijo1313, 37

Ja in unserem System schon und vorallem bei Gott. Man kann sagen das du Schuld dran bist das sich jemand umbringt.

Antwort
von AssassineConno2, 28

Die Selbsttötung ist zwar Straffrei aber das du mit hingehst (du weißt ja was derjenige vor hat) ist eine Unterlassene Hilfeleistung.

Antwort
von whabifan, 31

Das ist im besten Fall "nur" unterlassene Hilfeleistung und im schlimmsten Fall Totschlag

Antwort
von HerrDegen, 42

Das hier sollte helfen:

"Unterstützung" bei Selbstmord:

http://www.123recht.net/Die-Teilnahme-an-einem-Selbstmord-__a751__p3.html

Problematik der unterlassenen Hilfeleistung:

http://www.123recht.net/Selbsttoetung-und-unterlassene-Hilfeleistung-__a751__p5....

Antwort
von KatzenEngel, 48

Ja, wenns rauskommt, dass eine Person dabei war, als "es passierte"...

Antwort
von X3030, 15

solltest dich eher fragen was mit DIR los ist, dass du als dann Mitwisser mitkommst..

logischerweise brauchen selbstmordgefährdete Menschen professionelle Hilfe vom Arzt und keine schwachsinnige 'Hilfe'..

Antwort
von TheErdnuss, 38

Kommt drauf an. 

Selbstmord ist laut Gesetz straffrei, das gilt (interessanterweise) auch für die Anstiftung + Beihilfe, was dir aber, je nach Sachlage als Mord bzw. Totschlag ausgelegt werden kann (§25, Abs. 1, StGB).

Jemand anderen auf seinen Wunsch hin zu töten, ist jedoch nicht erlaubt (§216, Abs. 1, StGB).

Was die unterlassene Hilfeleistung angeht, kommt es auch darauf an, in welcher Position du bist. Hast du eine Garantenpflicht (als Angehöriger, Arzt etc) bist du nach §13, Abs. 1, StGB dazu verpflichtet, zu verhindern, dass jemand sich umbringt.

Dann gibt es noch §323c, StGB, nach dem du verpflichtet bist, einem Mitmenschen bei akuter Gefahr zu helfen, sofern du dich nicht selber in Gefahr bringst. Wenn du also als Selbstmörder die Tatherrschaft verloren hast aber noch lebst (Bewusstlosigkeit bei zb. Tabletten), könnte man das als einen Unglücksfall mit Lebensgefahr betrachten, in dem du zu helfen hättest.

Es ist nicht wirklich einfach, da es bis jetzt keine ausdrücklichen Gesetze gibt, die das regeln. Es ist also vieles Interpretationssache, je nach dem, wie der aktuelle Fall eingeschätzt wird.

MfG, TheErdnuss

Antwort
von nettermensch, 39

wenn sie springt. dann ja. das ist unterlassene Hilfeleistung.

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