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Wenn man einen Herzschrittmacher hat, wie kann man dann eigentlich eines natürlichen Todes sterben?

gefragt von UlfDunkelUlfDunkel am 24.06.2007 um 11:33 Uhr

Was macht der Herzschrittmacher eigentlich genau mit dem Herzen? Früher habe ich mal gelernt, dass das Herz zu schlagen aufhört, wenn "die Zeit gekommen ist". Aber was, wenn man einen Herzschrittmacher hat? Lässt der einen dann überhaupt "in Ruhe sterben"?

Ernstgemeinte Frage!


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evistie
beantwortet von evistie am 24. Juni 2007 12:23
14x
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Ein Herzschrittmacher sendet elektrische Impulse aus, um den Rhythmus des Herzschlages zu synchronisieren, wenn dieser aus dem Takt gerät. Gegen einen Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz kann er nichts ausrichten! Daran darfst Du also "ungestört" weiter sterben! ;o)

Außerdem gibt es noch genügend andere Todesursachen, die nicht primär mit dem Herzen zusammenhängen: Organversagen z. B. durch Krebsleiden, Unfälle z. B. mit Verbluten oder Infektionskrankheiten wie Aids.


casualuser
beantwortet von casualuser am 24. Juni 2007 11:38
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Der Schrittmacher ersetzt ja nicht das Herz, sondern ersetzt nur den normalen Schrittmacher des Herzens, der die Taktfrequenz vorgibt. Irgendwann (wahrscheinlich nach etwas längerer Zeit, die man positiv betrachtet zum Abschiednehmen nutzen kann) wird dann auch das Herz aufhören zu schlagen, egal wie heftig der "Galeerenwärter die Trommel schlägt"

Kommentar von Regenmacher am 24. Juni 2007 11:44

Gute Antwort. Ein Schrittmacher ist ja nur für die (elektrische)Reizgebung zuständig, weil die eigenen Reizleiter in meinem Herzen den Dienst aufgegeben haben. Sollten z.B. meine Klappen versagen, dann hilft mir auch nicht der Schrittmacher.


anonym
beantwortet von kbra01 am 24. Juni 2007 13:34
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Das Herz hat ein His-sches Bündel, das die Muskelkontraktionen bewirkt. Ein autonomes Reizleitungsssystem, das durch den Sinusknoten als Taktgeber, also nicht vom Gehirn aus gesteuert wird. Ist der Sinusknoten nicht mehr in der Lage, ausreichend starke Impulse zu senden, kann man von außen den Herzrhythmus bestimmen. Das kann durch starke elektrische Stromstöße beim Defibrillieren beim Wiederbeleben der unkontrolliert durcheinanderkontrahierenden Muskelfasern bewirkt werden, sozusagen "synchronisiert" werden. Oder eben dauerhaft durch Herzschrittmacher, "Pacemaker".

Der Einwand, man könne dadurch nicht mehr in Ruhe sterben, lasse ich nicht gelten. Es gibt viele Ursachen, wieso der Herzrhythmus gestört sein kann, bzw. zu langsam wird, "Arhythmie" nennt man das wohl.
Kenne junge Leute, die jetzt schon über 30 Jahre gut mit einem Schrittmacher leben. Sollte man die etwa so früh sterben lassen?

Übrigens ist die Implantation eines Schrittmachers nicht etwa gesetzlich vorgeschrieben, es ist immer noch die freie Entscheidung des Patienten und von dessen Einverständniserklärung abhängig.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 15. September 2007 19:27
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Ja, natürlich! Wenn das Gehirn nicht mehr arbeitet, kann man jeden Muskel noch anregen, ohne dass dadurch Leben in irgendeiner Form besteht.


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