Frage von Sp0rtsman, 311

Wenn man an nichts glaubt lebt man ja wie ein Tier oder? Schlafen, arbeiten, essen, sterben. Dann ist der Sinn des Lebens Sterben.?

Antwort
von Andrastor, 137

Nein.

Nur weil man an nichts glaubt, bedeutet das nicht dass man seinem Leben keinen Sinn verleihen könnte. Im Gegenteil, das Nichtglauben erleichtert es ungemein dem eigenen Leben einen ganz persönlichen, subjektiven Sinn zu geben.

Denn wenn die kindischen Glaubensvorstellungen als potentieller Lebenssinn ausfallen, kann man seinen Horizont erweitern und das was einem wirklich Freude macht zum Lebenssinn machen.

Der Weg ist das Ziel, das Leben zu leben ist Sinn des Lebens und nicht, wie Religionen es uns seit Jahrtausenden weißzumachen versuchen das Ende.

Kommentar von Serendipity87 ,

Sehr schön gesagt 

Antwort
von Voeglein93, 126

Wenn Du Spass mit deinen Freunden hast, wenn Du ueber tiefsinnigere Dinge nachdenkst oder wenn Du ein Raetsel loest, ist der Glaube jeden Moment im Vordergrund? Ich glaube das ja nicht. Deswegen ist der Sinn des Lebens nicht allein durch den Glauben bestimmt.

Man koennte gar sagen, der Sinn des Lebens waere nur der Glaube, wenn Du Ungläubigen einen Sinn des Lebens abstreitest. Klingt auch nicht gerade richtig.

Ich persoenlich glaube, jeder Mensch gibt seinem Leben selbst einen Sinn, einen Grund, weiterhin hier zu bleiben.

Antwort
von Empylice, 112

Nein.

Der Mensch weint, lacht, hofft, fleht, ist dankbar oder verzweifelt...Allein das unterscheidet uns von Tieren.

Der Sinn meines Lebens ist, glücklich zu werden und anderen  zu helfen, das auch selbst zu erreichen.

Ehrlich gesagt, hab ich diesen Sinn erst erkannt, als ich mich vom Glauben befreit habe. So hart es klingt, für mich war der Atheismus die Erlösung, nicht der Glaube. So bin ich persönlich zufriedener geworden. Gilt natürlich nicht für jeden.

Kommentar von DerBuddha ,

Der Mensch weint, lacht, hofft, fleht, ist dankbar oder verzweifelt...Allein das unterscheidet uns von Tieren.

DAS sind auch tiere............!!!!

diese dinge unterscheiden uns also NICHT von ihnen.......:)

Kommentar von Empylice ,

Hab nie ein Pferd gröhlen sehen. O.o

Kommentar von eric361 ,

Was wird dann mit deiner Logik nach dem tod passieren ?
Denkst du nach dem tot ist nix mehr ?
Was hat das Leben dann für sein Sinn
Wenn man lebt und stirbt und das es dann warst

Kommentar von Empylice ,

Weißt du, das muss jeder für sich entscheiden.

Antwort
von Grimwulf78, 132

:D Nein, der Sinn ist Leben.

Du sagst das mit den Tieren so wertend. Es ist nichts falsch an der Art wie Tiere leben. Manchmal beneide ich sie um ihre unbefangene Art mit dem Leben umzugehen.

Unser hyperaktiver Verstand konstruiert andauernd Probleme, die die Tiere nicht haben, wie zum Beispiel die Frage die Du Dir stellst und die ich mir auch schon 1000 Mal gestellt habe.

Wie alle anderen Tiere und Pflanzen auch, sind wir eine von vielen Varianten durch die sich das Leben ausdrückt. Wir entstehen aus einem Zellhaufen, wandeln einige Stoffe um indem wir sie oben in uns reintun und den unbenutzten Teil wieder ausscheiden, reproduzieren uns und werden am Ende wieder zu Atomen aus denen neues Leben entsteht. Das war's!

Man kann das deprimierend finden oder man kann die unglaubliche Schönheit und Leichtigkeit darin sehen, den Tanz des Lebens und die grenzenlose Freiheit die Dir das ermöglicht, wenn Du den Gedanken einmal zu Ende denkst. Du bist an nichts gebunden außer an die Grundbedürfnisse Deines Organismus nach Nahrung, Schlaf und Fortpflanzung. Der Rest ist reines Spiel ohne Regeln und Du kannst Dich jeden Tag neu erfinden wenn Dir danach ist.

Voraussetzung dafür ist, dass man sich nicht für die Krone der Schöpfung und für so unglaublich wichtig hält das man glaubt ewig leben zu müssen. Wir werden alle sterben und das ist völlig in Ordnung so ;)  

Alles Liebe!!

Kommentar von Patrickson ,

Was hat der glauben an ein ewiges leben mit "sich so unglaublich wichtig halten" zu tun? Jeder mensch hält sich für wichtig mit dem was er glaubt, denkt, tut usw. Das ist doch in ordnung so. Das der " rest reines spiel ohne regeln ist" bezweifle ich sehr. Kein mensch kann sich jeden tag von neue, erfonden im sinne von " jemand anderer sein". Gerade wer logisch argumentiert kann dem wohl nicht zu stimmen. Oder wie ist deine behauptung zu verstehen grimwulf? 

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das kannst du erkennen, wenn du hinsiehst.

Und hinsehen kannst du, wenn du nicht ständig mit dir und deiner Zukunft beschäftigt bist.

Kommentar von Patrickson ,

Gerade weil ich an ein leben nach dem tod glaube bin ich frei um in der gegenwärtigen wirklichkeit zu leben. 

Kommentar von Wurzelstock ,

Völlig richtig, lieber Thomas, falls unser Verstand uns nicht gerade etwas hustet. Der wird nämlich nicht selten so von unserem Gefühl beschäftigt, dass ihm Hören und Hinsehen vergeht.

Dabei weiß ich nicht einmal, worauf sich dieser dein Kommentar bezieht: Auf den Zellhaufen Grimwulf oder auf meinen Mitmenschen Patrickson, der in seiner Welt, die mit ihm untergeht, das wichtigste ist, was es gibt. So, wie ich in meiner Welt.

Und das macht meinem Bauch gegen jede bessere Erkenntnis die gleiche Sorge wie dem Fragesteller, der sich einfach nicht mit der Antwort zufrieden geben kann, die von seinem Verstand runterkommt.

Immerhin bin ich alt genug geworden, um mich nicht mit einer sorgsam weggestellten Schachtel zu brüsten, in dem ich angeblich den Stein der Weisen verwahre, obwohl ich selbst noch nie hineingesehen habe - sicherheitshalber. Falls sie leer sein sollte.

Solange kann ich ja immer noch davon schwadronieren vom Weg und Ziel, dem ewigen Leben oder Himmel und Höll', vom "praven Weib und herzig Kind". Bloß nicht vom Nichts.

Igitt nee! Ist noch alles drin, in der Schachtel der Zukunft...

Kommentar von Grimwulf78 ,

:D Großartig!! Es macht Spaß Deinen Gedanken zu folgen.

Solange kann ich ja immer noch davon schwadronieren vom Weg und Ziel, dem ewigen Leben oder Himmel und Höll', vom "praven Weib und herzig Kind". Bloß nicht vom Nichts.

Es geht nicht um das "Nichts" sondern um Raum. Das wird oft verwechselt. Raum ist die Grundlage für das was wir Existenz nennen, da alles was es gibt sich im Raum befindet.

"Nichts" ist die Abwesenheit von Allem. Raum kann potentiell alles beinhalten.

 

Kommentar von Wurzelstock ,

Grimwulf, Du kannst gerne aus Leibeskräften verwechseln. Auch mir ist die "Abwesenheit von Allem" denkbar unangenehm - ich kann mich dem so wenig stellen wie Du. Bloß: Ich merke es wenigstens. :-)

Kommentar von Grimwulf78 ,

Hey Patrickson, Danke für Dein Feedback!

Nein, nicht Jeder. Manche leben einfach unbefangen weil sie erkannt haben dass es nur ein Spiel ist.

Wir können tun was wir wollen, glauben was wir wollen, wir können alle möglichen Konzepte entwerfen davon wie wir uns definieren, was wir zu sein glauben und wir können das auch für wichtig halten. Das mag von dem jeweiligen Menschen subjektiv auch so empfunden werden aber im Kontext von Spezies und Planet ist es komplett egal wofür wir uns zu halten. Es ist einfach wurscht.

Auch wenn wir sterben mag das in dem was wir uns als soziales Umfeld definiert haben, Schmerz durch die Idee von Verlust verursachen, aber global betrachtet haben wir nicht mehr Bedeutung als Luftbläschen die an der Teichoberfläche erscheinen und wieder zerplatzen.

Ein ewiges Leben findet statt, nur werden wir das, was wir unsere Persönlichkeit, unser Ego, unsere Individualität nennen, schwerlich mitnehmen können. Unsere Materie zerlegt sich und setzt sich zu etwas Neuem wieder zusammen. Das ist das ganze Spiel. Ich bin überzeugt davon dass das physisch UND spirituell passiert. Leider lässt sich nur der physische Teil mit Instrumenten nachweisen bzw. der spirituelle Teil ist ebenso physisch, kann nur nicht so bezeichnet werden WEIL es noch keine Messinstrumente für den Nachweis gibt.

 Aber hey, es ist halt eine Art sich die Existenz zu erklären, eine Variante. Das kann komplett falsch sein oder richtig aber es ist komplett unbedeutend wie Du oder ich das sehen, außer für Dein Ego und für Meines ;) Warum tun wir es trotzdem? Naja, es macht Spaß zu spielen :) Aber unserem Austausch hier eine tiefere Bedeutung beizumessen wäre eine komplette Überschätzung unseres Wirkens.

 Kein mensch kann sich jeden tag von neue, erfonden im sinne von " jemand anderer sein" [...] Oder wie ist deine behauptung zu verstehen grimwulf? 

Konzeptionell. Unsere gesamte Identität im Kontext von Beruf, Geschlecht, Familie, Stadt, Staat, Religion, Partei oder Fußballmannschaft ist konstruiert. Du BIST doch nicht Deutscher. Du bist ein Organismus der auf einem Stück Land lebt dem jemand die Bezeichnung Deutschland gegeben hat. Ein bloßes Etikett. Du bist nicht Mann. Du bist Inhaber eines externen Geschlechtsorhans welches Samenzellen zur Befruchtung von Eiern produziert. Alles was wir darüber hinaus mit dem Begriff Mann verbinden ist konstruiert. Gedanken!

Du kannst zu jedem Zeitpunkt alles tun was die Grenzen der Physik Dir erlauben. Wenn Du es nicht tust, dann sind es Konzepte, also gedankliche Konstrukte die Dich davon abhalten und mich natürlich auch ;) Pflicht, soziale Strukturen, Arbeitsverträge, Mietverpflichtungen, Fürsorgeempfinden für Deine Kinder, ... ich sag ja nicht dass wir uns daraus lösen sollten. Manche tun es. Aber wir können es physisch zu jedem Zeitpunkt!

Der Kern meiner Feststellung besteht darin, dass das meiste von dem was wir Realität nennen erst in unseren Köpfen entsteht. Physisch sind wir bewegliche Zellhaufen die Stoffwechsel betreiben und sich gelegentlich reproduzieren. That's the whole story ;)

 

Kommentar von Patrickson ,

Ich danke für deine wohlüberlegten gedanken! Eine wichtige Frage für mich ist: Was heist "global betrachtet". Wer betrachtet global, aus welcher warte und wieso? 

Kommentar von Grimwulf78 ,

Danke, hast recht. "global betrachtet" ist unpräzise. Gemeint ist in diesem Fall: aus Sicht der Schöpfung. Wir sind nicht egal aber wir sind auch nicht wichtig. Wir SIND halt :)

Kommentar von Grimwulf78 ,

Noch kurz zum Thema "Spiel ohne Regeln": Die einzig echten Regeln sind physisch, biologisch, chemisch, etc. Alles Weitere sind gesellschaftliche Absprachen. Ein System von Deals die wir alle miteinander haben. 

Die Natur kann Dich nicht dazu zwingen Dich z.B. um Deine Familie zu kümmern, mit anderen Menschen zu kommunizieren oder Kleidung zu tragen. Aus unterschiedlichen Gründen die wir als positiv bewerten tun wir es trotzdem. Das ist aber unsere Entscheidung, kein Naturgesetz.

Wir könnten uns auch dafür entscheiden nackt herumzulaufen und uns um niemanden zu kümmern. Die Folge wäre wahrscheinlich der Ausschluss aus der Sozialgemeinschaft oder die Inhaftierung aber physisch hindert uns nichts daran, nur gedanklich.

Kommentar von Wurzelstock ,

Nein, Grimwulf. Nicht gedanklich, sondern emotional.

Kommentar von Grimwulf78 ,

Danke Wurzelstock! Ich verstehe Deinen Einwand.

Emotionen kommen aber nicht von außen in Deinen Körper. Dein Organismus schüttet Botenstoffe aus um bestimmte Handlungsmuster zu unterstützen (Flucht, Kampf, Paarung, Nahrungsaufnahme, Lernprozesse...). Wann welche Emotionen erzeugt werden bestimmen Programmabläufe in Deinem Gehirn, die entweder vererbt sind (Instinkte) oder erlernt auf Basis von Erlebtem. 

Bei den Zweiten liegt es sehr stark in Deiner Hand. Du kannst aus ein und derselben Erfahrung unterschiedliche Schlüsse ziehen, die dann manchmal zu sich wiederholenden Handlungsmustern werden. Das unterliegt Deiner Entscheidung, also einem Denkprozess. Dieser läuft oft unbewusst im Hintergrund ab aber sobald man das aber weiß kann man üben regulierend in diese Programme einzugreifen, denn viele davon machen das Leben unnötig mühsam.

Wenn z.B. ein Schotte Dich verprügelt dann neigt das Gehirn dazu Schotten per se unfreundlich zu bewerten. Vorurteile hatten ´ma ihren Sinn. Wenn Du die erste Begegnung mit einem Säbelzahntiger überlebst dann versuchst Du nicht rauszufinden ob alle Säbelzahntiger so unfreundlich sind. Dein Gehirn erstellt ein Programm das bei Raubkatzen Alarm schlägt. In einer Welt in der jeder Mensch (zurecht) verlangt individuell betrachtet zu werden ist dieser Mechanismus aber ein großes Hindernis.

Du kannst sogar Deine Instinkt-Programme zum Teil "überschreiben". Bungee ist ein gutes Beispiel. Hier wird das Adrenalin, dass Dich davor bewahren soll aus großer Höhe zu fallen, als "gewollt" definiert (Entscheidung) und deshalb von Deinem Gehirn als Genuss interpretiert (Kick). Dasselbe Gefühl in einer ungewollten Situation wird als Leid interpretiert (Todesangst, Panik).

Wie Du welche Emotionen interpretierst bzw. ob sie überhaupt entstehen hängt also davon ab, wie Dein Verstand bestimmte Situationen bewertet.

Ob Du bspw. ein "Fremdgehen" Deines Partners als Leid empfindest hängt davon ab ob Du das Konzept der Monogamie für Dich adaptiert hast.

Ob Du die Pfändung Deines Kontos als Leid empfindest hängt davon ab ob Du materiellen Besitz für Dich als identitätsstiftend definierst, usw. ...

Das sind keineswegs "Naturgesetze" sondern eben Denkmuster die Du, falls sie Dir Leid verursachen, verändern kannst sobald Du sie als solche erkennst.

Liebe Grüße!!

Kommentar von Wurzelstock ,

Grimwulf, das menschliche Verhalten ist eine Funktion aus Person und Umfeld. Weder die Operanten noch die jeweiligen Anteile sind bekannt.

Das Verhalten des Menschen kann überhaupt nicht individuell betrachtet werden - weder zu Recht noch zu Unrecht. Deshalb ist die instinktmäßige Anlage von Emotion weniger als die halbe Miete.

Der Umgang damit kommt von außen, und schafft deine "Denkmuster". Sie sind nicht ererbt, sondern erlernt.

Dem Verstand kommt fast nur die Funktion des Registrierens zu. Das nennt sich Kognition. Die aber kennt in Bezug auf die Emotion nur ein Ziel: Die Kohärenz. In deren Dienst steht der Verstand.

Alles Inkohärente erzeugt Unbehagen und muss auf Biegen und Brechen beseitigt werden, sonst bringt es uns um. Damit ist der Verstand pausenlos beschäftigt. Er kann nur 'Ja' oder 'Nein' sagen. Du kannst es auch als '+' oder '-' ausdrücken.

Das ist alles - und zugleich sehr viel. Nicht zuletzt deshalb, weil er ständig auf dem Sprung ist, eine gerade gefällte Fehlentscheidung sofort wieder zu korrigieren. Die beziehen sich nicht etwa auf "Flucht, Kampf, Paarung oder Nahrungsaufnahme", sondern auf die Gedanken daran.

Ich sehe quasi das heftige Schütteln deines inhaltsschweren Kopfes. Er wehrt sich nämlich heftig gegen seine Degradierung, und wird das, was ich hier vortrage, ungläubig zurückweisen. Vielleicht wird er dich sogar daran hindern, es überhaupt zu lesen. Egal, was Du damit anfängst: Achte auf das, was Du jetzt fühlst. Dann hast Du den Schlüssel zur Emotion und Motivation.

Kommentar von Grimwulf78 ,

uuuh... jetzt gehen wir in die Tiefe ;)

Die Annahme mein inhaltsschwerer Kopf würde sich schütteln oder sich gar einer Auseinandersetzung mit Deinem Standpunkt verweigern und die somit implizierte Unterstellung, mein Interesse an der Auseinandersetzung mit Deinen hochgradig spannenden Positionen sei quasi-missionarisch ego-motiviert und könne daraus abgeleitet eine Degradierung empfinden (was eine höchst kontraproduktive Hierarchisierung von Erkenntnisprozessen voraussetzte) ist vollständig konstruiert.

Dein Verstand hat hier sehr plastisch ein Bild gezeichnet das auf u.a. Annahmen und möglicherweise auf Erfahrungswerten mit anderen Gesprächspartnern beruht und diese dann in eine sehr konkrete Illusion davon transformiert wie ich sei. Du erlebst hier ganz gut was ich meine ;) Du hättest auch entscheiden können von gar nichts auszugehen, eine vom Verstand angebotene Prädisposition einfach abzulehnen und damit Raum zu schaffen für die sinnliche Erforschung dessen was ist statt der kognitiven (und völlig nutzlosen) Konstruktion dessen was möglicherweise sei.

Ich muss jetzt aus Zeitgründen leider Schluss machen für heute, es wäre mir aber eine Freude hier noch einmal anzuknüpfen!

Alles Liebe!

 

Kommentar von Wurzelstock ,

Gerne, Grimwulf.

Tatsache ist, dass dein Verstand meine "Korrekturen" ablehnt. Das habe ich richtig prognostiziert. Der Rest sind Hilfskonstruktionen.

Ich verbinde damit keine moralischen Bewertungen. Ich unterstelle dir auch keine quasi-missionarische Ambitionen - so wenig, wie ich sie habe: Ich langweile mich in meiner Welt, deren Du ein Teil bist. Zwar nur ein kleiner, aber nicht der schlechteste.

Bevor also die Botenstoffe meines Zellhaufens mich mit einer Blähung meines Darmes von der Inkonsistenz meiner Existenz ablenken können, überlasse ich das lieber deinem kräftigen Rudern um den gleichen Pokal: Bloß nicht dran denken müssen!

Tja - was mach ich denn jetzt, während Du anderweitig beschäftigt bist? Da tut sich doch nicht etwa eine Denklücke bei mir auf?

Unmöglich! Die Gedanken drehen sich stattdessen im Kreise, und das wird so langweilig, dass ich mir den richtungsgebenden Impuls am Fenster hole: Vielleicht geht ja der hübsche Hintern einer Frau vorbei, und erleichtert stolzieren meine Gefühle vom Rande des Nichts wieder in wohnliche Gefilde, ohne dass ich weiß, in welcher Raumzeit die sich eigentlich befinden. Jedenfalls nicht in der Welt dieser Frau, der ich aber dankbar bin, dass sie existiert. Obwohl sie von mir persönlich nicht einmal etwas ahnt. Nur, dass es sowas wie mich natürlich irgendwo geben müsste, woran sie aber nie auch nur den geringsten Gedanken verschwenden wird.

Und mein Verstand? - Der befasst sich jetzt mit der Herstellung von Frikadellen für heute Abend. Ich habe es den ganzen Tag vor mir hergeschoben, weil ich noch keinen Hunger hatte. Auch so ein Gefühl, das meinen Verstand jetzt eine Stunde lang mit '+' und '-' beschäftigen wird, ohne dass er ans Ewigeleben glauben muss. Nur an meine Nase: Wenn's angebrannt riecht, hat er nicht aufgepasst, und die ganze Arbeit war sinnlos.

Ach Gott, ja... Was war das doch so einfach, als man sich einfach eine Frucht vom Baum pflücken konnte, und pausenlos glücklich war. Manchmal könnte ich den beiden, die uns das vermasselten, in den Hintern treten. - Bis dann ;-))

Kommentar von Grimwulf78 ,

:-P Du bist wunderbar! Vielen Dank für die Erheiterung!!

Du hast ja soo recht! Der Hintern besagter Frau würde aber zweifellos Kenntnis von Dir nehmen und sich Dir möglicherweise zur Verfügung stellen wenn Du das andere Ende ihres Verdauungstraktes mit Deiner ebenso zweifellos köstlichen Fleischbretmelange sinnlich stimuliertest. Ein offenes Küchenfenster würde mittels olfaktorischer Reizübertragung in gasförmigem Aggregatszustand eine entsprechende Stimulation des assoziativen Unterbewusstseins der Zielperson quasi-subversiv begünstigen. Oder kurz: Wer kann schon einem leckeren Klops widerstehen? o_0

Ich empfehle hierfür den wohldosierten Einsatz von Kreuzkümmel ;-)

Kommentar von Wurzelstock ,

Wir lagen ohnehin nicht so weit auseinander mit unserem Sinn des Lebens. Das ist mir zunächst garnicht aufgefallen.

Ich knüpfe noch mal an deinem "wandelnden Zellhaufen" an:

Wie kommt der über den Rhein, wenn er sich mit einem wandelnden Zellhaufen am anderen Ufer reproduzieren will?

Richtig - mit einem Nachen! Oder etwa doch nicht? Wenn er sich in Oberwesel hineinsetzt, vom Ufer abstößt und treiben lässt, ist das höchst ungewiss. Womöglich wird er auf den "Sieben Jungfrauen" landen, aber mit denen läuft nix, denn das sind kahle Felsen mitten im Fluss. Spätestens an der Loreley wird er bekanntlich ersaufen.

Er muss rudern! Das bringt ihn über den Rhein! Dein Zellhaufen ist ein Vehikel, und nicht in der Ruhe liegt die Kraft, sondern im Bizeps beider Oberarme. Das Ziel ist auch nicht, über den Rhein zu kommen, sondern besagter hübscher Hintern, der den Schiffer im kleinen Kahne unwiderstehlich anzieht. Natürlich kann er auch hinüberschwimmen, was früher ein beliebter Sport am Rhein war.

Aber nun stell dir vor: "Der Jüngling ertrank so tief!" Wird rausgefischt, und bevor er in Atome zerfällt, darf sie noch einmal "seinen bleichen Mund küssen". Außer Spesen nichts gewesen? Oder ist dieTrauer nicht auch ein wichtiger Teil des Sinnes?

Ich will damit sagen, dass der subjektive Sinn außerhalb von uns selbst liegt. Unsere Persönlichkeit ist eine Wechselwirkung, und die überlebt uns. Wir sind da für andere. Die anderen sind für uns da.

Antwort
von Zicke52, 85

Du meinst also, wenn man den Unterschied zwischen Fabeln und Legenden einerseits, und realen Begebenheiten andererseits kennt, ist man ein Tier? Menschen können diese Unterscheidung nicht treffen?

Wenn das so ist, darfst du mich als Tier betrachten.

Antwort
von nowka20, 31

dann lebst du nur in deinen alltäglichen geschäften und hast es schwerer, dich weiterzuentwickeln

Antwort
von Rosswurscht, 124

Spaß haben, Essen gehen, Sex haben, Urlaub machen, im Biergarten sitzen, Moped fahren, Fallschrim springen, Rad fahren, kochen, grillen, Freunde treffen,

Und noch tausend andere Dinge die man machen kann, währende andere "glauben" ...

Kommentar von Sp0rtsman ,

Kann man auch als gläubiger.

Kommentar von Rosswurscht ,

Du hast aber gerade gefragt ob Schlafen, arbeiten, essen, sterben der Sinn des Lebens ist wenn man nicht glaubt ...

Antwort
von realsausi2, 62

Ich glaube an nichts.

Das tut gar nicht weh, weil es sehr gut mit Wissen zu kompensieren ist. Denn Sinn meines Lebens habe ich selbst gewählt und erarbeitet.

Ich arbeite wie ein Tier. Aber das liegt natürlich daran, dass ich, ebenso wie Du, ein Tier bin. Oder bist Du vielleicht eine Pflanze? Oder gar ein Pilz?.

Ich habe ein erfülltes, befriedigendes Leben im Kontext mit meiner Frau, Familie, Freunden und meinem Kater.

Sterben ist der Preis des Lebens, aber nicht sein Sinn. Der Tod kann aber den Sinn des Lebens nicht aufheben.

Kommentar von Wurzelstock ,

Tja, Realsausi - "da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor."

Du bist zwar vier Ansätze lang wild entschlossen - aber was hast Du dir denn nun als Sinn deines Lebens gewählt und erarbeitet? Das erfüllte Zufriedensein?

Andrastor bietet wenigstens die gängige Leerformel an, die in diesem speziellen Fall bewusst eine Unbeantwortbarkeit charakterisieren soll.

Bei dir finde ich nur die elegante Kurve der Hawking'schen Computersimulationen anstelle des Urknalls  ;-))

Kommentar von realsausi2 ,

was hast Du dir denn nun als Sinn deines Lebens gewählt und erarbeitet?

Meine Frau und ich haben einen maroden Resthof an der Ostsee erworben, den wir mit viel Arbeit und Geld zu einem Ferienhof entwickeln, um in dieser schönen Landschaft Gastgeber für viele Menschen sein zu können.

Mangels eigener Kinder werden wir das hier geschaffene unseren Nichten und Neffen übertragen, wenn unser Leben endet.

Hierbei bemühen wir uns, ökologisch und sozial verantwortlich zu handeln.

Nach einem harten Arbeitstag ist die Zufriedenheit, das Geschaffene zu sehen und im Kontrast zum Vorher zu bewundern, stetiger Antrieb, auch bei Nieselregen wieder aufs Gerüst zu klettern und auf einem Bein, auf Knieen oder auf der Bohle sitzend Schrauben zu setzen.

Wir hätten die fast eine Million Euro, die wir hier investieren auch locker abfeiern können.

Aber wir haben uns diesen Sinn gegeben, in eigener Entscheidung unter voller Verantwortung für alle Folgen und Konsequenzen.

Wenn dann mein letztes Stündlein schlägt, werde ich mit Befriedigung den Blick über unser Werk schweifen lassen und im Bewusstsein, etwas sinnvolles mit meinem Leben angefangen zu haben, ins Nichts entschwinden.

Kommentar von Wurzelstock ,

Garnichts wirst Du schweifen lassen, lieber Realsausi. Wenn dein letztes Stündlein schlägt, ist dir restlos alles egal, Befriedigung, Bewusstsein, Sinn, und sogar dein letztes Stündlein selbst. Selbst das Nichts ist dir dann egal.

Es soll ja vorkommen, dass einer noch nicht gehen darf, dass er von Berufsnächstenliebhaber zurückgeholt wird, obwohl er fast schon vergangen war. Das wird dich womöglich beschäftigen. Du wirst es bedauern.

Nicht etwa, weil Du einen Blick ins "Jenseits" geworfen hättest - neenee, viel einfacher: Wenn dein Herz kein Blut mehr in deinen Kopf pumpt, wirst Du euphorisch. Der Gedanke, dass Du das ganze davor, das unaussprechlich unangenehm sein kann, nochmals durchmachen musst, ist nicht erfreulich.

Es ist nicht gut, diese Dinge beim Namen zu nennen. Einiges habe ich übersprungen. Die Große Angst kommt sicher, aber niemand weiß wann. Ich möchte sie auch niemand herbeigeredet haben. Denn mein Sinn des Lebens ist es eigentlich, das Gegenteil zu tun, und zu bekommen, wenn's mich selbst packt :-(

Kommentar von realsausi2 ,

Garnichts wirst Du schweifen lassen,

Was Du so alles weißt. Erstaunlich.

Der Prozess des Sterbens kann natürlich unangenehm sein. Keine Frage. Aber nichts daran relativiert das, was ich zu Lebzeiten getan habe.

Ich habe schon mal lichterloh gebrannt, habe eine Krebserkrankung mit schwerster Chemotherapie und Bestrahlung hinter mir, Phasen großen wirtschaftlicher Probleme überwunden, habe es geschafft, dem Glauben wieder den Verstand entgegen zu setzen...

Mich schreckt so schnell nichts mehr.

Natürlich ist totsein Mist. Aber als Materialist und in Kenntnis um die natürlichen Prozesse akzeptiere ich den Tod als notwendig, um im Kleinen überhaupt mein Leben  geführt haben zu können und im Großen die Kreisläufe der Natur und ihre Notwendigkeiten zu respektieren.

Ich schaffe mir keinen wohlfeilen Komfortabgang mehr, der nur Ausdruck von Hybris ist. In Demut und Befriedigung aktzeptiere ich die Endlichkeit meines Seins, im Wissen um das mit Sinn erfüllte Leben, das ich eigenständig gestaltet habe.

Kommentar von Wurzelstock ,

Das sind programmatische Vorstellungen eines Lebenden, Realsausi. Wenn deine letzte Stunde geschlagen hat, wird alles, was Du getan hast, nicht etwa relativiert, sondern völlig bedeutungslos - FÜR DICH.

Denn Totsein ist kein Mist, sondern Friede. Das wird dir im Sterben bewusst werden. Du wirst es gemeinsam haben mit dem Gläubigen. Im Angesicht des Todes kann er so wenig beten, wie Du dann etwas dem Glauben entgegensetzen kannst. Alles wird einfach "alle" sein.

Ob das bei jedem so ist, weiß ich nicht - nicht einmal, ob es die Regel ist - da hast Du schon Recht. Es ist aber das, was ich kenne und erlebt habe.

Kommentar von realsausi2 ,

Es ist aber das, was ich kenne und erlebt habe.

Ach gar. Du warst also schon mal tot? Heißt Du mit zweitem Vornamen Messias, oder wie?

Denn Totsein ist kein Mist, sondern Friede.

So wie schwarz keine Farbe ist, ist der Tod bar jeden Inhalts. Weder Friede noch Unfriede. Einfach Nichts.

Kommentar von Wurzelstock ,

Realsausi, deine ironische Frage habe ich ja bereits beantwortet. Ich will dich auch nicht zu irgendwas bekehren. Ich staune aber, mit welcher Vitalität Du an dich selbst glaubst ;-))

Kommentar von realsausi2 ,

deine ironische Frage habe ich ja bereits beantwortet.

Ich hatte nicht die Absicht, ironisch zu sein? Wo willst Du das entdeckt haben?

Kommentar von Wurzelstock ,

Dochdoch, Realsausi, das kann nur ironisch gemeint sein, und das verstehe ich so gar. Du warst, weiß Gott, nicht auf Rosen gebettet, und in deiner Situation verdrängen die Menschen den Gedanken an die eigene Zukunft noch energischer, schon im viel weiteren Vorfeld, als wir das ohnehin ein Leben lang tun müssen. Wir können nicht anders.

Wir halten sogar einen Sicherheitsabstand zu Moribunden und der Blick in die Grube eines nahen Angehörigen ist deshalb so schlimm, weil wir zugleich in unsere eigene Zukunft blicken. Allein.

Er wird mit Blumen gemildert. Und wenn wir wieder mitten unter die Anteilnehmenden treten, fassen wir vielleicht wieder Tritt durch die Erinnerung an Berichte über die sogenannten Nahtoderfahrungen - sie hießen alle nicht Messias mit Vornamen.

Es sei denn, man hat selbst eine solche Erfahrung, und ist nicht auf diese verwegenen Spekulationen angewiesen, die vielleicht eine Hilfe sein sollten, oder aber auch nur dem Autor selbst zur Verdrängung dienten.

Falls ein Pastor bei der Beerdigung ist, dürfte er der einzige mit klarem Kopf sein: Er weiß um diesen Mechanismus, und bietet der Trauergemeinschaft die einzige Hilfe an die möglich ist: Den Menschen.

Es ist zugleich sein eigener Trost, denn auch er ist nichts weiter als ein Mensch, und muss das Gleiche verdrängen. Oder glaubst Du, als Pastor müsse man bescheuert sein? Selbst, wenn es der eine oder andere sein sollte: Er ist nicht ununterbrochen bescheuert.

Kommentar von realsausi2 ,

Du scheinst es wirklich nicht für möglich zu halten, aber ich habe wirklich eine völlig stressfreien Umgang mit dem Tod.

Natürlich trifft mich Trauer, wenn ein mir emotional verbundenes Wesen verstirbt. Aber das hat für mich keine existentiell bedrohliche Komponente. Ich bin mit meinem Tod so im Reinen, das mich da nichts schrecken kann.

Wiewohl das Sterben ein dreckiger Akt sein kann. Aber das ist zu trennen. Der Weg mag holprig sein, das Ziel ist keine Bedrohung.

Wie absurd anzunehmen, nur ein Pastor könne adäquat einer Trauergemeinde einen würdigen Rahmen schaffen. Ich war auf manchen säkularen Beerdigungen, da hat der Kuttenträger nicht gefehlt.

Auch auf meiner Beerdigung wird ein solcher nicht zugegen sein. Außer vielleicht der, den ich zu meinen Freunden zähle. Aber nicht in Ausübung eines Amtes.

Kommentar von Wurzelstock ,

Ich meinte nicht deinen "würdigen Rahmen", sondern all diejenigen, deren stressfreier Umgang mit dem Tod sich beruflich an den Bedürfnissen der Hinterbliebenen orientieren. Der Verstorbene braucht nichts mehr.

Ich meinte auch nicht die Trauer. Nicht einmal die Arbeit der Sargträger, die den Sarg in die Grube hinablassen und ihre weißen Handschuhe nachwerfen. Ich meine exakt den Moment, in dem der Angehörige an den Rand des Grabes tritt. Das ist ein existenzialistischer Punkt.

Kommentar von Wurzelstock ,

P.S.: Mir scheint, dass Du die zweite Eigenschaft der Materie platt machst, obwohl sie für das Leben als solches doch viel charakteristischer ist: Die Energie. Ohne die fließt kein Tropfen Blut.

Kommentar von realsausi2 ,


die zweite Eigenschaft der Materie platt machst,

Keineswegs. Elektrische Potentiale, chemische Energie, potentielle Energie. Alles wirkt zusammen. Alles reinster Materialismus.

Kommentar von Wurzelstock ,

So ist es, Realsausi. Es gibt aber kaum jemand, der sich beim Bohren seiner Zimmermannsdollen einen Potenziometer um den Hals hängt, um den Kreislauf des Bohrers akzeptieren zu können. So wenig, wie mich die Redoxvorgänge in meinen Ganglien interessieren, wenn ich überlege, was mir gerade gefällt oder nicht.

Was sollte mir das denn? Ich brauche auch nicht von der "Gefährlichkeit" der Religion zu schwafeln, nur weil ich nicht an einen Gott glaube, und erst recht nicht ein paar alte Männer umzubringen, die sich damit trösten, während sie fühlen, wie sie täglich mehr vergehen. So gerade in den Nachrichten aus Frankreich gehört.

Antwort
von landregen, 72

Wenn man gestorben ist, ist das Leben vorbei. Wie kann das Sterben dann der Sinn des Lebens sein? Egal, welchen Sinn du ihm geben willst, es sollte sich schon auf das Leben beziehen und nicht auf Nicht-Leben.

Du kannst ihm einen religiösen Sinn geben oder einen anderen. Das bleibt jedem selbst überlassen. Zu meinen, man dürfe oder müsse jedem, der nicht religös sei, das Leben selbst absprechen und ihn auf seinen Tod reduzieren, das ist weder logisch noch fair.

Antwort
von Repwf, 77

Und was, außer vielleicht ein bisschen Beeterei, unterscheidet das jetzt von einem Gläubigen?

Kommentar von Kybura ,

Der Sinn ist dass du so viele Kinder wie möglich produzierst,und danach schnell verreckst damit diese von dir Erben können,und die Natur deine Nährstoffe wiederverwenden kann 

Kommentar von Repwf ,

Aber ist das nicht bei Gläubigen und Ungläubigen gleich?

Antwort
von DerBuddha, 69

es gibt keinen echten sinn des lebens, denn den "sinn" hat der mensch für sich selbst erfunden und das leben ist dass, was man für sich daraus macht.......

die natur hat nur ein gesetz: leben, ausbreiten und überleben um jeden preis und dass macht sie seit milliarden von jahren im gesamten universum sehr erfolgreich........allerdings denkt sie darüber nicht nach, sie existiert einfach........:)

im übrigen glaubt jeder mensch an irgendwas, man muss ja nicht unbedingt an märchenfiguren glauben, die gläubige dann religionen nennen.......*g*

so gesehen, WIR sind selbst tiere, wir leben, ja, wir arbeiten, ja, und wir essen und schlafen, ja.........weil wir es MÜSSEN..........ohne diese dinge würden wir nicht überleben.............und dass ist doch wohl schon "sinn" genug.........einfach am leben zu bleiben...........:)


Kommentar von Patrickson ,

In allen diesen dingen sind wir den tieren gleich. Ich finde es jedoch sehr wichtig, wie man etwas tut: habe ich freude am essen oder nicht, bin ich froh darüber, dass ich schlafen kann, bin ich zufrieden in meinem leben oder unzufrieden, hasse ich mein leben oder bin ich dankbar dafür usw. Es geht nicht um das "ob" sondern um das "wie" . 

Kommentar von DerBuddha ,

die frage dabei wäre, wie will man beweisen, dass bestimmte tierarten, z.b. schimpansen, NICHT zufrieden sind, wenn sie genug zu essen hatten, oder wenn sie spass am sex hatten............ oder dass sie KEINE freude am entlausen haben, am kuscheln oder wenn sie sich nach einiger zeit wiedersehen........... das problem ist nämlich, dass wir immer denken, nur wir könnten all die dinge empfinden, die wir empfinden.........ist aber nicht so, dass hat die tierwelt schon längst bewiesen.......... WIR haben NUR EINES, was uns unterscheidet........wir können ALLES was wir tun, reflektieren, aber sonst sind wir in allem gleich............zumindest unter den säugetieren.............:)

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 57

Wenn man an nichts glaubt lebt man ja wie ein Tier oder?

Wenn du "nicht glauben" in religiösem Sinne meinst, dann widerspreche ich dir.

Denn man kann seinem Leben ja durchaus selbst einen Sinn geben, ohne dabei auf religiöse Glaubensvorstellungen angewiesen zu sein.

https://www.gutefrage.net/frage/wo-kriegen-die-leute-heutzutage-den-sinn-des-leb...

Hier habe ich mal ein paar Motivationen gesammelt, die Menschen für ihr Leben als sinnvoll erachten, ohne deswegen gläubig zu sein.

Antwort
von LKZUM, 85

Wenn du an etwas glaubst, lebst du doch genau gleich. "Gedanken" allein verändern deinen Tagesablauf ja nicht.

Kommentar von Sp0rtsman ,

Dann gibt es aber einen Sinn.

Kommentar von LKZUM ,

Und welchen? Aber selbst wenn es einen Sinn hat, tust du genau das gleiche: Schlafen, arbeiten, essen, sterben

Kommentar von Patrickson ,

Aus den gedanken kommt das Tun! Ich finde sehr wohl dass gedanken den tagesablauf, ja sogar dein ganzes leben bestimmen. 

Kommentar von LKZUM ,

Bestimmt dann nicht mehr schlafen, arbeiten, essen und sterben dein Leben?

Antwort
von Serendipity87, 62

Der Sinn des Lebens definiert sich nicht nur über Glauben. So gesehen hat das Leben eines Gläubigen sogar noch weniger Sinn, weil er ja nur auf ein - mehr als fragliches - Jenseits hinlebt. Könnte man ihm zumindest genauso vorwerfen. Ohne Leben nach dem Tod ist dieses Leben viel wertvoller. Im Zweifel haben wir nur dieses eine. 

Kommentar von Patrickson ,

Ich stimme dir zu, dass sich der sinn des lebens nicht nur über den glauben definiert. Das leben hat grundsätzlich sinn. Egal ob es ein leben nach dem tod gibt oder nicht, das leben ist immer wervoll. So wie ich den glauben verstehe, macht mich mein glauben entspannter und zuversichtlicher. Ich empfinde "wissen" als Fesseln und den glauben als befreiend: ich muss nicht gutes tun, ich darf gutes tun; ich muss nicht recht haben, ich kann rechthaben; ich muss nicht leben, ich darf leben; meine träume und wünschen müssen nicht unbedingt in erfüllung gehen, aber sie können... Dh. Keinesfalls, das ich das wissen ablehne, logisches denken ist eine gute sache, aber so wie ich den glauben verstehe, eröffnet er viele neue möglichkeiten. 

Antwort
von Chinanski, 52

Du müsstest etwas genauer beschreiben, was Du unter "an nichts glaubt" verstehst. Die meisten Leute glauben an irgendwas. Nicht zwangsläufig an einen Gott aber z.B. an eine Ideologie, an Geld oder vielleicht auch daran, dass man nach dem Tod zu Erde wird und das auch gut so ist.

Was genau meinst Du also?

Antwort
von XMenschX, 77

Ähm...Nein. Jedenfalls sehe ich das nicht so. Du musst da schon selbst eine eigene Antwort finde, da sind die Meinungen veschieden

Antwort
von ThomasJNewton, 37

Nur wird dir hier kaum ein Tier antworten.

So ergibt deine Frage auch wenig Sinn.

Kommentar von realsausi2 ,

Also wenn hier wirkliche eine Antwort von einer Pflanze oder einem Pilz käme, wäre das ja sensationell.

Bis dahin gehe ich davon aus, dass alle Beiträge hier von Tieren verfasst sind.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Nein gehst du nicht, vermute ich.

Und ich meine hier nicht die biologische Sichtweise des Menschen.

Deine Beiträge sind menschlich, im besten Sinne.

Antwort
von Philipp59, 27

Hallo Sp0rtsmann,

schon seit Jahrhunderten stellen sich Menschen die Frage nach dem Lebenssinn. Ein Überlebender des Holocaust der bekannte Schriftsteller Elie Wiesel, antwortete auf die Frage "Warum sind wir hier?" folgendes: "Das ist die wichtigste Frage, mit der sich ein Mensch auseinandersetzen muss ... obwohl ich gesehen habe, dass so viele Menschen sinnlos sterben mussten, meine ich, dass das Leben einen Sinn hat. Der Tod ist sinnlos, das Leben nicht." Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist jedoch nicht von rein philosophischer Bedeutung. Wie aber kann man eine Antwort finden?

Nun, für Menschen, die nicht an Gott glauben, hat das Leben oft keinen höheren Sinn. Wenn es jedoch einen Gott gibt, wovon die Komplexität und Ordnung in den Lebewesen zeugen, dann weiß er doch ganz bestimmt, zu welchem Zweck er uns gemacht hat und dann ist auch ganz sicher zu erwarten, dass er uns irgendwie mitteilt, warum wir hier sind. Da die Bibel nach Überzeugung vieler Gottes Buch an die Menschheit ist, wäre es vernünftig, in ihr nach Antworten zu suchen. Der Sinn des Lebens lässt sich gemäß der Bibel mit folgenden einfachen Worten zusammenfassen: Wir sind erschaffen worden, um Gott kennenzulernen und um seinen Willen zu tun.

Wie aber lernt man Gott kennen? Nun Gott selbst hat einen Weg gewählt, der er uns ermöglicht, mehr über ihn zu erfahren: Sein geschriebenes Wort, die Bibel. Die Bibel zeigt uns z. B. Gottes Eigenschaften und was sein Wille für uns Menschen ist. Auch durch die Schöpfung erfahren wir vieles über Gottes Wesensart und seine Eigenschaften. Ein Schreiber der Bibel, König David, sagt in Psalm 19:1: "Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes; Und die Ausdehnung tut das Werk seiner Hände kund." Je näher wir Gott kennenlernen, desto mehr fühlen wir uns zu ihm hingezogen und haben den Wunsch, noch mehr über ihn zu erfahren. Allein das gibt unserem Leben schon Sinn und Zweck.

Das Faszinierendste, was uns sein Wort lehrt, ist der Vorsatz Gottes mit der Ende und den Menschen. Dieser Vorsatz besteht darin, aus der gesamten Erde einen wunderschönen Garten, ein Paradies, zu machen, bewohnt von vollkommenen Menschen, die Gott dienen. Gott ließ seinen Vorsatz dadurch erkennen, dass er die Menschen, die er erschaffen hatte, auf ein wundervolles Fleckchen Erde, Garten Eden genannt, setzte, mit dem Ziel, sie für immer darin leben zu lassen.

Wie den meisten bekannt ist, führte die Sünde des Menschen dazu, dass Gottes Vorhaben zunächst scheiterte. Doch ist das Paradies nicht für immer verloren. Gottes ursprünglicher Vorsatz hat sich nie geändert und so arbeitet Gott darauf hin, dieses Ziel zu erreichen. Daher konnte Jesus Christus auch einem Verbrecher, der neben ihm hingerichtet werden sollte, das Versprechen geben: "Du wirst mit mir im Paradies sein.“ (Lukas 23:43). Das heißt also, dass Gott grundsätzlich jedem die Möglichkeit einräumt, in dieses künftige Paradies zu gelangen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, heute schon Gottes Willen genau kennenzulernen und ihn an die erste Stelle in seinem Leben zu setzen. Auch wenn wir heute von diesem verheißenen Paradies noch weit entfernt sind, führt ein Leben mit Gott auch jetzt schon zu einem glücklichen und sinnerfüllten Leben. Ein Mensch, der sich dazu entschlossen hat, seinen Weg mit Gott zu gehen, lässt ab von dem Streben nach Karriere und Reichtum. Statt dessen lernt er vielfältige Aufgaben im Dienst für Gott kennen, die ihn ausgeglichen und zufrieden machen. Auf diese Weise haben bereits Millionen den waren Sinn des Lebens entdeckt.

LG Philipp

Kommentar von realsausi2 ,
Ein Mensch, der sich dazu entschlossen hat, seinen Weg mit Gott zu gehen, lässt ab von dem Streben nach Karriere und Reichtum.

Nun, für Menschen, die nicht an Gott glauben, hat das Leben oft keinen höheren Sinn.

Höher als was? Welche Messlatte muss ich denn nehmen, um hier zu messen?

Wenn es jedoch einen Gott gibt, wovon die Komplexität und Ordnung in den Lebewesen zeugen,

Genau das Gegenteil ist der Fall. Wäre in unserem Inneren Lehm, wäre das zumindest ein Indiz für einen Schöpfer.

Wir als selbstreproduzierende Organismen sind so konzipiert, dass unser Sein keines Gottes bedarf. Weder physisch noch sonstwie.

Allein die DNA ist ein guter Beleg, dass es keinen Schöpfergott gibt.

Wir sind erschaffen worden, um Gott kennenzulernen und um seinen Willen zu tun.

Hmm, wenn ihm daran gelegen wäre, dass wir ihn kennenlernen, sollte er mal auf ein Bierchen vorbeikommen. Aber seinen Willen tun? Geht´s noch? Warum sollte ich einem dahergelaufenen Gott zu Willen sein?

bewohnt von vollkommenen Menschen, die Gott dienen.

Was für eine gruselige Vorstellung. Der Gott lässt sich dann von uns bedienen? Ist das so eine faule Sau?

so arbeitet Gott darauf hin, dieses Ziel zu erreichen.

Ist dass denn noch der gleiche Gott, der alles erschaffen haben soll?

"Schnipps" und alles war da. Aus dem Nichts und zufällig gestaltet. Und nun muss er auf etwas hinarbeiten? Hat er seine Fähigkeiten verloren?

Ein Mensch, der sich dazu entschlossen hat, seinen Weg mit Gott zu gehen, lässt ab von dem Streben nach Karriere und Reichtum.

Aha. Also all das Hauen und Stechen der Karrieristen im Vatikan ist alles ein Fake? Die Beteuerungen "So help me god" der Amis, die dann Bomben und Drohnen schicken, sind alles nur vorgetäuschte Gläubige?

Kommentar von mrauscher ,

Phillip59, du gibst dir zu viel Mühe mit Atheisten, die hier nur zum Provozieren da sind. Mein Tipp: Mach es wie ich, drück die Igno-Taste und Ruhe ist. Ende der Durchsage.

Kommentar von realsausi2 ,

Wo in meinen Fragen an Phillip59 sieht Du eine Provokation?

Antwort
von Barney123, 33

Hallo Sp0rtsman,

also ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt jemanden geben kann, der an nichts glaubt. Kenne einen Atheisten, der glaubt ganz fest daran, dass ein Pfund Schweinebauch eine gute Suppe gibt

LG

Antwort
von Anonbrother, 69

Ja so ungefähr:
Hallo in meiner Welt

Antwort
von Laurus7, 66

oder halt leben 

Antwort
von iTiSmaGiC, 52

Gamen, Drogen nehmen, Filme/Serien schauen, im Internet trollen...

Antwort
von fricktorel, 30

Ja, der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) möchte das so (Ps.53,1-2; 2.Kor.4,4).

Wir Menschen sind nach dem Bilde Gottes nach geschaffen (1.Mose 1,27).

Wir sollen "Götter" werden (Joh.10,34).

Dazu sollten wir aber "glauben" (Röm.6,23) und nicht dem "Gott dieser Welt" nacheifern (2.Kor.11,14).

Kommentar von realsausi2 ,

Kannst Du auch mal was anderes beitragen, als Deine ermüdenden Textschnippsel?

Kommentar von mrauscher ,

Wir wissen nicht, was Luis Trenker bei Kopfschmerzen empfiehlt.

Bei Realsausi2 empfehle ich Dir die Igno-Taste, @fricktorel
Sie provoziert und dazu ist und Christen die Zeit zu schade.

Kommentar von realsausi2 ,

Also zuerst einmal ist sie ein er. Und das schon seit 52 Jahren.

Wenn Du so kritikunfähig bist, dass Du jede Position, die nicht der Deinen entspricht, als Provokation auffasst, hast Du ein Problem, nicht ich.

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