Wenn jemand sagt im spanischen?

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4 Antworten

Sí, (a mi,) me gusta (el deporte).

Gustar, encantar usw. sind Sonderfälle. Denn es gibt etwas abstraktes im Raum, was als imaginäres complemento directo gilt.

el deporte = subjeto

algo (nicht genannt) = complemento directo

a mi, me = complemento indirecto

Dadurch, dass es eine betroffene Person gibt, gibt es gleichzeitig "etwas", von was die Person betroffen ist. Im spanisch-grammatikalischen Umkehrschluss sind also 2 Objekte vorhanden: ein complemento directo und ein complemento indirecto.

Die deutsche Herangehensweise wäre Präpositionen und Verben zu checken, welchen Fall (z.B. Dativ) sie nun erzwingen.

Das ist der Grund, warum viele mit den complementos in/directos Schwierigkeiten haben und umgekehrt: man kann Deutsch hier nicht mit Spanisch vergleichen. Wenn im Spanischunterricht Akkusativ und Dativ genannt werden, versucht man hier nur, eine Einheitsgrammatik anzuwenden, die es so nicht gibt. Spanische complementos sind völlig unberührt von Präpositionen oder Verben selbst, es kommt auf die Konstellation an - also, ob es ein oder zwei Objekte/complementos gibt.

Bei gustar, encantar usw. ist das für Spanischlerner schwierig zu begreifen, denn man kann dieses "etwas" nicht ausdrücken, nicht in den Satz einbinden. Das es das gibt, ist aber (nach spanischer Logik) eben daran zu erkennen, dass jemand einen Nutzen "dadurch" hat, sich "daran" erfreut. Es gibt also "etwas": ein abstraktes Objekt/complemento.


Hier ein anderes Beispiel, welches etwas klarer verständlich ist, denn man kann hier wenigstens das complemento directo benennen, wenn man denn will:

Escribo = ich schreibe (es geht um die Aktion/Arbeit des Schreibens)

Lo escribo = ich schreibe es (es geht um den Inhalt).

Le escribo = ich schreibe ihm (es geht um den Empfänger)

Se lo escribo = ich schreibe es ihm (es geht um Inhalt und Empfänger)

Yo se lo escribo = ICH schreibe es ihm (es geht um den Schreiber)

Bei le escribo gibt es ebenfalls nur ein genanntes Objekt/complemento. Jedoch steht ein weiteres im Raum, denn auch hier gibt es einen Betroffenen (le), der "etwas" erhält. In diesem Fall, da es nicht so abstrakt abläuft wie bei gustar, kann man ja etwas vorweisen im Sine von: una carta, un correo, un recado, un mensaje, un SMS, un WhatsApp, un texto, "esto" ...

"Irgendwas" muss er ja erhalten haben, auch wenn es mit keinem Wort erwähnt wird. Deshalb le, während das complemento directo, sollte es genannt werden, durch lo ersetzt werden kann. Das indirekte Objektpronomen (hier: le) ist jedoch immer Pflicht! Das indirekte Objekt selbst (z.B. a Juan) oder die Verstärkung (a él) kann hinzugefügt werden, jedoch ersetzt diese nicht das Objektpronomen (le).

Richtig: [Yo] escribo. [Yo] lo escribo. [Yo] le escribo (esto, este texto, un correo) (a Juan/él). [Yo] se lo escribo (a Juan/él).

Falsch: [Yo] lo escribo a Juan. [Yo] lo escribo a él. In beiden Fällen macht der im Raum stehende Inhalt bzw. die Form die Person zum Betroffenen der Aktion, selbst wenn Inhalt/Form nicht genannt wurden, jedoch vorhanden sein müssen.

Bei [Yo] escribo gibt es keinen Betroffenen, kein Objekt, also braucht man auch kein direktes.

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Kommentar von AltanaMaximus
06.11.2016, 13:38

Warum ist el deporte das Subjekt ??

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Du kannst auch sagen "a mí me gusta"

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Weder noch. Man sagt dann: "Si, me gusta." oder "No me gusta."

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Das Pronomen kommt vor dem Verb. Aber das le ist in dem Fall nicht richtig, da es die falsche Person ist. Du willst ja sagen, dass es dir gefällt, also me gusta. Le ist die dritte Person, le gusta würde heißen, dass es ihm oder ihr gefällt

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