Frage von ToniKim, 98

Wenn jemand mit 15 Professor wird, sagen viele ein Genie, und wenn jemand mit 60 seine Promotion macht und mit 70 Professor wird?

Antwort
von Ursusmaritimus, 35

Wenn jemand mit 60 promoviert ist er entweder ein (nahezu) ewiger Student oder er hat zum Ende seiner Berufslaufbahn noch einmal sein Ego gestreichelt.

In beiden Fällen verursacht er für dieses Studium hohe gesellschaftliche Kosten und besetzt einen Studienplatz obwohl er durch seine Promotion keinen größeren finanziellen Vorteil generieren kann und die Gesellschaft (welche dieses Studium direkt/indirekt) mitfinanziert keinen Vorteil aus der Promotion erhält da der promovierte seine Fähigkeiten nur noch kurze Zeit einbringen wird.....

Ein Genie mit 60 erkennt solche Zusammenhänge und benötigt einen solchen Titel nicht (mehr).


Kommentar von CaptainFlagg ,

Eine Promotion ist nicht zwingend an einer Universität. Nebenher kann auch einer Arbeit nachgegangen werden. Zudem ist eine Promotion kein "Studium" im herkömmlichen Sinne...

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Das ist richtig, es ist jedoch (bedingt durch die Fragestellung) nicht unbedingt von der Person auszugehen welche ihre Promotion immer nur verschoben hat, sondern eher vom Spätstudierenden.

Jedoch gilt auch beim Spätpromovierten wohl eher das er noch ein wenig sein Ego streichelt als das er der Gesellschaft etwas geben möchte......

Kommentar von CaptainFlagg ,

und ein Studienplatz wird schon mal überhaupt nicht belegt...

Kommentar von schloh80 ,

Ein Promotionsverfahren hat immer zuerst was mit wissenschaftlichem Interesse und Möglichkeit zu Forschen (auch zeitlich) zu tun, dies kann auch mit 60 noch bestehen, oft bietet sich erst dann die zeitliche Möglichkeit dazu, seinen wissenschaftlichen Interessen nachzugehen. 

Hin zu kommt, dass zunehmend Fachgebiete auch eine kumulative Diss zulassen, so dass forschende Praktiker nun nach und nach auch aufgrund von Publikationen in peer-reviewten Journals kummulativ promoviert werden können, was ja auch was mit der Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen in der akademischen Community zu tun hat.

Geld ist das eine, wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn das andere. Letzteres ist wichtig und nutzt allen. Außerhalb der Medizin sowie Tier- und Zahnmedizin, wird heute auch niemand mehr wegen unwesentlichen und unwichtigen Erkenntnisse promoviert (und veröffentlicht schon gar nicht). Die Zeiten der Sozial-Prestige-Promotionen ist außerhalb des genannten Feldes längst vorbei.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Wenn deine Angaben so zutreffen ziehe ich meine Aussagen für diesen Bereich zurück....

Antwort
von amanitu, 7

Die generation vor uns hatte nicht das glück das machen zu können wonach ihnen der sinn steht so wie es heute ist. Wir haben es selber in der hand. Frühe mußte man die kriegswunden beseitigen um uns so ein leben zu ermöglichen. Wer sind wir zu sagen das ein älterer mensch seine nicht ausgelebten träume verwirklichen dürfte.

Kommentar von Ursusmaritimus ,

Die Kriegsgeneration < 45 ist heute mindestens 70 und da hhaben die wenigsten noch diese Ambitionen.

Die Generation welche hier einsteigt ist die Generation ab 55 und diese hat keine Kriegserfahrungen oder kriegsbedingten Berufsentscheidungen. Hier liegt das Problem (verkapptes Genie) eher bei Kindern aus Arbeiterhaushalten, hier wurde die Ergreifung eines handfesten Berufes in der Regel protegiert.

Antwort
von schloh80, 11

Niemand wird mit 15 Professor und mit 70 auch nicht. Beides scheitert schon an beamtenrechtlichen wie auch anderen Vorgaben.

Antwort
von Zumverzweifeln, 42

Ist er ein bewundernswerter älterer Herr

Antwort
von merkurus, 38

Ich würde sagen Steuerverschwendung.

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